Diagnose Krebs bei Mutter (82) - ratsuchende Tochter

(Krebs, Entzündung, Operation, Nachsorge, Verdauung, Ernährung, Diabetes, Reha, Recht ...)

Hier haben Sie als Betroffene(r) und/oder ratsuchende(r) Besucher(in) dieser Plattform die Möglichkeit, sich untereinander auszutauschen oder Hilfestellung zu geben.
Antworten
Tochter Tanja
Beiträge: 2
Registriert: 13. April 2026, 15:56

Diagnose Krebs bei Mutter (82) - ratsuchende Tochter

Beitrag von Tochter Tanja »

Hallo zusammen, bei meiner Mutter wurde durch einen Zufallsbefund Bauchspeicheldrüsenkrebs festgestellt. Die Diagnose ist heute mitgeteilt worden. Das ganze ist entdeckt worden, weil der eigentliche Untersuchungsgrund eine Gallenkolik war. Beim Krankenhausaufenthalt wurde ein Stent in den Gallengängen gesetzt, so konnten die Steine in den Gallengängen abfliessen und es geht ihr soweit wieder gut. Die OP der Gallenblase ist schon terminiert für den 27.04.26. Aktuell gibt es keine Beschwerden. Da die Ärzte bereits im Krankenhaus irgendetwas an der Bauchspeicheldrüse gesehen haben, wurden parallel CT-Untersuchungen angestellt und zuletzt bei einer Magenspiegelung im Zuge der weiteren Untersuchungen für die Gallenblasen-OP hieß es plötzlich, es wird auch noch die Bauchspeicheldrüse punktiert. Das Ergebnis wurde nun heute telefonisch mitgeteilt. WAS NUN... Die spontane Reaktion meiner Mutter ist, ich hatte ein schönes Leben und möchte mich nicht operieren lassen an der Bauchspeicheldrüse und ich möchte auch keine Chemo. Was der Arzt wohl auch schon andeutet hatte... es müssen weitere Untersuchungen gemacht werden und eine leichte Chemo. Was ich mich natürlich nun auch Frage.. und da hoffe ich auf ehrliche Meinungen.. alles muss abgewägt werden. Aus dem Bekanntenkreis kennt man eigentlich immer nur... sobald ein Mensch sich von heute auf morgen in eine Chemo begiebt geht es bergab... leidet und leidet... vielleicht lebt er ein paar Monate länger als wenn er sich nicht behandeln lassen würde. Ich weiß, es kann einem niemand diese Entscheidung abnehmen was nun zu tun oder zu lassen ist. Donnerstag ist ersteinmal ein Gespräch beim Hausarzt, zu dem ich meine Mutter begleiten werde. Bis dahin wollte ich mich schonmal informieren. Alle Details liegen mir nicht vor... das kommt noch ich weiß nur 1,5cm... auch nicht was für ein Tumor etc....
Benutzeravatar
TomKay
Beiträge: 581
Registriert: 30. Juli 2022, 16:31

Re: Diagnose Krebs bei Mutter (82) - ratsuchende Tochter

Beitrag von TomKay »

Hi,

ja, das ist erstmal eine schwierige Entscheidung, die von einigen Faktoren abhängt: Allen voran natürlich deine Mutter und ihre Entscheidung, dann ihr allgemeiner Gesundheitszustand, der Zustand des Tumors - ganz wichtig sind immer mindestens 2 Meinungen einzuholen, idealerweise bei einer Pankreasklinik wie Bochum oder Heidelberg, die den ganzen Tag nichts anderes machen, als sich mit BSD-Bildern und Befunden zu beschäftigen. Wenn die sagen würden: "Ist gut behandelbar mit gut verträglicher Chemo" - dann warum nicht. Auf der anderen Seite ist 82 natürlich auch ein wirklich schönes Alter, aber als Sohn würde ich natürlich auch nicht wollen, dass sich meine Eltern einfach so in ihr Schicksal fügen.

Holt euch anhand der Unterlagen auf jeden Fall noch eine zweite und dritte Meinung und trefft dann eine Entscheidung. Lasst euch aber nicht zu viel Zeit, da BSDK durchaus rasch wächst. Vielleicht habt ihr aktuell wirklich noch ein glückliches Zeitfenster erwischt, in dem die Sache glimpflich ausgeht.

Ich drücke euch ganz fest die Daumen,
Tom
Tochter Tanja
Beiträge: 2
Registriert: 13. April 2026, 15:56

Re: Diagnose Krebs bei Mutter (82) - ratsuchende Tochter

Beitrag von Tochter Tanja »

Hallo Tom,

vielen Dank für Deine Einschätzung und Tips. Wir werden es nun auch so machen und uns noch eine andere Meinung einholen. Durch Bekannte haben wir einen Tip zu einem ambulanten Tumorzentrum in der Nähe von uns in Bremerhaven bekommen, die nach eigenen Angaben sehr gut vernetzt sind und Bestandteil von zertifizierten Krebszentren sind, einen ganzheitlichen Ansatz bieten und beratend zur Seite stehen. Nach einem kurzen Telefonat heute wurde darum gebeten vorab alle Untersuchungsberichte einzureichen, die schaut sich der Arzt vorab an und dann wird ein Termin gemacht. Das hört sich ja schonmal gut an. Wir wissen ja immer noch nicht womit wir es genau zu tun haben. Der Bericht von der Biopsie wird direkt zum Hausarzt gesendet und da haben wir ja Donnerstag einen Termin. Ich begleite meine Mutter. Ich hoffe auch darauf, dass es eine gute Behandlungsmöglichkeit gibt und meine Mutter dann dafür aufgeschlossen ist. Es fühlt sich jedenfalls schonmal besser an, mit dem Wissen dass sich jemand Zeit nimmt.

Danke fürs Daumendrücken... können wir gebrauchen!
Tanja
Antworten