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8 Jahre nach Whipple

Verfasst: 4. Dezember 2011, 17:32
von Anja Köln
Hallo liebe Leute,
ich schreibe für einen guten Freund, der inzwischen 8 Jahre lang eine Whipple überlebt hat.

Natürlich gab es immer wieder gesundheitliche Probleme, aber inzwischen ist irgendwie alles komplett aus dem Ruder gelaufen... Die Beschwerden sind inzwischen so mannigfaltig, dass die Lebensqualität meines Freundes komplett auf der Strecke bleibt. Einmal hat er gedacht, er hätte einen Herzinfarkt, das stellte sich als unrichtig heraus, die Ärzte tippten dann auf Speiseröhrenkrämpfe... Die Schmerzen müssen unerträglich sein. Inzwischen sind neben den Brustschmerzen konstante Nackenschmerzen hinzugekommen, länger als 2-3 Stunden Schlaf ist nicht drin. Mein Freund hat immer sehr darauf geachtet, kein Gewicht zu verlieren und hat gut und gerne gegessen. Inzwischen bekommt er kaum noch einen Bissen runter und ekelt sich vor jeder Art von Essen. Er verliert nun Gewicht. Sport war ihm immer sehr wichtig, inzwischen empfindet er es nur noch als Schinderei. Zwischendurch kommen immer wieder Fieberschübe, seit Wochen Polyurie, der Gallengang ist gestaut, der Bauch sehr angeschwollen. HILFE. Mein Freund hat sich komplett von der Außenwelt abgewendet, so kann es nicht weitergehen. Befindet sich jemand in einer ähnlichen Situation???

Re: 8 Jahre nach Whipple

Verfasst: 5. Dezember 2011, 08:21
von Lutz Otto
Hallo Anja,

willkommen im Forum des AdP e.V..

Was mich interessieren würde, ist dein Freund derzeit in Behandlung und was sagen die behandelnden Ärzte zu der Symptomatik deines Freundes??
Wenn er bereits operiert wurde, erfolgt doch sicherlich auch eine Nachsorge, oder??
Gewicht> nimmt er überhaupt und wenn ausreichend Enzyme ?
Stauung des Gallengangs= wird da derzeit etwas getan??? Ich könnte mir vorstellen das dass Fieber von der " Stauung" resultiert.
Was sagen die Ärzte zu den wiederkehrenden Schmerzen???

Leider sind wir hier alles nur Betroffene und/ oder Angehörige derer und können hier nur unsere selbst gemachten Erfahrungen weitergeben.

Vielleicht kannst du uns noch nähere Einzelheiten berichten, was dann vielleicht den Einen oder Anderen ermutigt etwas zu posten.

Erst einmal alles Gute für deine Freund.

Re: 8 Jahre nach Whipple

Verfasst: 5. Dezember 2011, 16:06
von Anja Köln
Lieber Lutz, vielen Dank für Deine Antwort! Ja, er ist in Behandlung, rennt von Pontius zu Pilatus und niemand kann etwas sagen, weil kein Arzt bisher einen Patienten 8 Jahre nach Whipple gehabt hat. Außerdem macht es die völlig abnormale Anatomie schwer, überhaupt noch einen Teil im Körper zu finden, der an seiner Stelle wäre...

Wenn es Menschen gibt, die einen Rat haben, bitte schreibt!!! :zw:

Re: 8 Jahre nach Whipple

Verfasst: 5. Dezember 2011, 17:07
von Lutz Otto
Hallo Anja,

kann er nicht bei den Ärzten vorsprechen, welche ihn operiert haben? Sicherlich sollten dann ja auch mal nach acht Jahren Folgeuntersuchungen wie bildgebende Verfahren angestrebt werden
Nimmt er zu den Mahlzeiten Enzyme d.h. werden den generell welche vom Arzt verordnet - Mangel= Gewichtsverlust !? Wer hat den festgestellt dass eine Stauung vorliegt und was wird dagegen getan??? Ich nehme z.B. " Ursofalk " um den Abfluss zu unterstützen bzw. wurde diese mit diversen Antibiotika behandelt. Für die Cholangitis-Schübe nehme ich außerdem Novalgin.


Ich hoffe es kommen noch zahlreiche Antworten.

LG Lutz

Re: 8 Jahre nach Whipple

Verfasst: 6. Dezember 2011, 07:41
von Lothar
Hallo Anja,

ich würde auch ganz dringend dazu raten, ein Pankreas-Zentrum aufzusuchen und die Beschwerden abklären zu lassen. Adressen findest Du auf unserer Internetseite.
Wenn ihr nicht zu weit von Bochum weg seit würde ich Prof. uhl vorschlagen. In die Ambulanz könnt ihr jederzeit notfallmäßig gehen.

Liebe Grüße und alles Gute

Christa Meder
Regionalgruppenleiterin Bruchsal/Karlsruhe/Baden-Baden
Rentenberaterin

Re: 8 Jahre nach Whipple

Verfasst: 6. Dezember 2011, 09:36
von Lutz Otto