Erneute Ablehnung der EU!

(Krebs, Entzündung, Operation, Nachsorge, Verdauung, Ernährung, Diabetes, Reha, Recht ...)

Hier haben Sie als Betroffene(r) und/oder ratsuchende(r) Besucher(in) dieser Plattform die Möglichkeit, sich untereinander auszutauschen oder Hilfestellung zu geben.
Antworten
Benutzeravatar
yasmin75
Beiträge: 1020
Registriert: 23. April 2008, 03:36
Wohnort: Heidelberg-Mannheim
Kontaktdaten:

Erneute Ablehnung der EU!

Beitrag von yasmin75 »

Hallo ihr lieben,
als ich habe gestern erneut eine Ablehnung erhalten.
Nach deren Beurteilung bin ich noch mind. 6 Stunden erwerbsfähig.
Was schon für mich wirklich Kräfte zerrend ist langsam,nochmals erneut wiederspruch einzulegen.
Da ich nächste Woche wieder meine Kontrolluntersuchungen in Heidelberg habe,muss ich erneut bei allen Ärzten aktuelle Befunde sammeln.
Was bei der Amtsärztlichen Untersuchung alles mit mir gemacht wurde will ich gar nicht erst erwähnen,anscheinend habe ich immer das Glück solche unfreundlichen und schon sehr sehr grenzwertig an Beleidigung der Arzt sich schon bewegt hat,war für mich schon ein unding.

Ich habe mich aber so oft schon gefragt,woran kann das nun liegen?Ich habe mehrere gesundheitliche Probleme,liegt es an meinem Alter?
Liegt es daran,das ich äusserlich von gesunden Menschen nicht zu unterscheiden bin?
Ich habe keine Antworten auf meine Fragen.Nur weis ich das es mich schon sehr zermürbt.


LG
Yasemin
Benutzeravatar
Ingo
Beiträge: 105
Registriert: 16. Juli 2008, 11:14
Wohnort: Wermelskirchen

Re: Erneute Ablehnung der EU!

Beitrag von Ingo »

Vielleicht kann ich dir da was zu sagen. Wann war denn deine OP und was hast du danach gemacht ? Welche Organe sind (auch teilweise) entfernt worden ? Warst du in psychotheraputischer Behandlung ? Wenn ja - wie lange und was ist dort festgestellt worden ? Wie lange warst du krank geschrieben ? Hast du die 78 Wochen vollgemacht ?
Welche Behinderungen sind dir zuerkannt worden ? Hast du einen GdB ? Wenn ja - wieviel ? Welche Krankheiten nach ICD-10 (Internationale Klassifikation der Krankheiten) 10. Revision, hat man dir gutachterlich bescheinigt ?
"Gesundheitliche Probleme" allein reichen da nicht, die hat heutzutage jeder !!! Vom Furz quersitzen über Laktoseintoleranz bis Heuschnupfen - das interessiert kein Schwein !!!
Du musst glaubhaft machen, dass du auf Grund deiner Beeinträchtigungen nicht mehr in der Lage bist, am regulären Arbeitsmarkt für deinen Lebensunterhalt zu sorgen, dabei ist die Abstufung < 3 Std.- 100% Rente, 3-6 Std. - 50% Rente, > 6 Std. - Null Rente !!!
Ich hatte ähnliche Probleme und habe mich ohne anwaltliche Hilfe da durchgeboxt, sowohl bei der Rente als auch beim GdB.

Gruß
Ingo
Lieber 'ne Canneloni als 'ne Wanne-Eickel !!!
Benutzeravatar
yasmin75
Beiträge: 1020
Registriert: 23. April 2008, 03:36
Wohnort: Heidelberg-Mannheim
Kontaktdaten:

Re: Erneute Ablehnung der EU!

Beitrag von yasmin75 »

Ich habe ja alles was du aufgezählst hast,durchlaufen.
Auch die Prozente vom Versorgungsamt,bin immer noch auch wenn in sehr großen Abständen in psychologischer Betreuung(alle 3-4 Monate),wobei auch ein fast 1 monatiger Aufhenhalt in einer psychologischen Klinik mit dabei war.
Hatte vor der Erkrankung Vollzeit gearbeitet und auch wegen der Erkrankung gekündigt und auch nach der OP hatte ich einen Versuch gestartet wieder zu Arbeiten mit dem selben Ergebnis,Kündigung,klar das beide Arbeitgeber nie als Begründung meine Krankheit als Grund darlegten aber es war halt immer wegen meiner öfteren Krankmeldungen.
Hinzu kommt ja noch ein Krankheitsbild,das auch Ärztlich mit Befund vorliegt.
Sprich ich habe alles so gemacht,wie es sein sollte,das einzige was ich bereue,ich aber nicht was ob das mir jetzt als Nachteil hinterher geworfen wird,ich habe weder davor und auch nicht nach der OP,eine Reha,Kur oder sonstiges gemacht.
Alleine habe ich auch das gefühl das ich das nicht schaffe mit dem Wiederspruch und ich mir doch einen/eine Experten/in hinzu ziehen werde.

Danke lieber Ingo für die vielen Tipps.Das du auch einen sehr langen und erschwerlichen Weg hinter dir hast,kann ich mich sehr gut erinnern hast auch hier mehrmals darüber berichtet.


LG
Yasemin
Benutzeravatar
Ingo
Beiträge: 105
Registriert: 16. Juli 2008, 11:14
Wohnort: Wermelskirchen

Re: Erneute Ablehnung der EU!

Beitrag von Ingo »

Das Gutachten der Rehaklinik in der die Anschlussheilbehandlung nach der OP durchgeführt wird, ist in der Regel die "Eintrittskarte". Wenn hier drinsteht, dass du nicht mehr als drei Std. belastbar bist, dann hat man eher nicht sooooo große Schwierigkeiten bei dem Rentenantrag - zumindest was eine befristete Rente angeht. Ohne Gutachten der AHB wird's kompliziert. Stellt sich die Frage "Warum haben sie denn keine AHB gemacht, wenn sie doch soooo krank sind ?". Die Frage ist nach m. E. auch durchaus berechtigt. Des weiteren gestaltet sich die Sache auch schwierig, wenn einem erst Jahre nach der OP auffällt, dass man ja gar nicht mehr arbeiten kann und man doch eigentlich in Rente gehen könnte. Du musst auf jeden Fall die Rentenversicherung mit Gutachten und Stellungnahmen erntzunehmender Mediziner und Psychologen überhäufen !!! Wichtig ist aber, dass in allen etwa das gleiche steht. Wenn du alleine nicht klar kommst, geh zum VdK oder nimm dir einen Rentenberater, dann sparst du dir wochenlange Recherchen wie man sowas am Besten macht. Good luck on your mission !!!

Gruß
Ingo
Lieber 'ne Canneloni als 'ne Wanne-Eickel !!!
Benutzeravatar
yasmin75
Beiträge: 1020
Registriert: 23. April 2008, 03:36
Wohnort: Heidelberg-Mannheim
Kontaktdaten:

Re: Erneute Ablehnung der EU!

Beitrag von yasmin75 »

Klar ist auch ein gewisser Anteil eigenschuld.Die Reha wollte ich nicht weil ich eh sehr oft in KH war und nach der OP nochmals von meiner kleinen Tochter weg,die Psyche hat da auch sehr gelitten,wie meine als auch meiner Tochter,ich wollte die Ausmaße meiner Erkrankung auch irgendwie nicht wahr haben und hab krankhaft versucht wieder im Arbeitsmarkt aktiv zu sein.
Naja,ändern kann ich den Verlauf eh nicht aber genau das mit dem VdK und einem Rentenberater habe ich sofort nach erhalt der Ablehnung gemacht.
Eine Mission ist es allermale,eine nicht enden wollende.

Einerseits kann ich sogar die Rentenkasse/Amtsärzte verstehen,bei so vielen Menschen wo auch viele,sehr viele dabei sind die noch wirklich arbeitsfähig sind,das die Rentenkasse schon irgendwie grundsätzlich niemandem glaubt und man dann als ernsthaft erkrankter Mensch,das dann auch zu spüren bekommt.
Antworten