Hallo
Ich habe mich Anfang Oktober 2010 einer Whipple OP in Bochum bei Prof. Uhl unterziehen müssen.
Nach 10 Tagen wurde ich nach Hause entlassen. War alles gutartig.
Ich bin Kölner, 60 Jahre jung, 1,78 gross und wiege zur Zeit leider nur noch 53 Kg. von ehemals 75 Kg.
Nun meine Probleme: Ich habe auch nach 3 Monaten immer noch mit ziemlichen Schmerzen im Bauch zu kämpfen
und nehme daher 3x täglich 30 Tropfen Tilidin und jeweils 1 Tablette Voltaren weil ich auch sehr starke Knochen bzw.Rückenschmerzen habe. Seit der OP habe ich noch nichts zu genommen. Meine Verdauung ist auch noch nicht in Ordnung trotz ausreichender Einnahme von Kreon. Meine OP Narbe war auch wochenlang entzündet, aber ich glaube das ich dies seit heute im Griff habe.
Meine körperliche Fitniss lässt auch zu Wünschen übrig, die meiste Zeit muss ich liegen.
Laut der Aussage meines HA soll ich mir keine grossen Sorgen machen, es würde eben nach so einer schweren OP lange Zeit in Anspruch nehmen, bis man wieder fit wäre.
Hat jemand von Euch die gleichen oder ähnliche Probleme.
Anfang März habe ich die erste Kontrolluntersuchung in Bochum.
Da ich glaube das mein HA mit dieser Sache überfordert ist, wäre ich sehr dankbar wenn mir jemand einen Spezialisten im Kölner Raum empfehlen könnte.
Gruss Kurt
Schmerzen nach OP
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JKleeberg
- Beiträge: 119
- Registriert: 30. August 2008, 17:55
Re: Schmerzen nach OP
Hallo Kurt, bitte wenden Sie sich an den Leiter der Regionalgruppe Köln des AdP. Der kann Ihnen sicher den richtigen Rat geben.
Gruß J. Kleeberg
Gruß J. Kleeberg
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Sternschnuppchen
- Beiträge: 232
- Registriert: 14. Oktober 2009, 10:41
- Wohnort: Kaiserslautern
Re: Schmerzen nach OP
Kurt hat geschrieben:Hallo
Ich habe mich Anfang Oktober 2010 einer Whipple OP in Bochum bei Prof. Uhl unterziehen müssen.
Nach 10 Tagen wurde ich nach Hause entlassen. War alles gutartig.
Ich bin Kölner, 60 Jahre jung, 1,78 gross und wiege zur Zeit leider nur noch 53 Kg. von ehemals 75 Kg.
Nun meine Probleme: Ich habe auch nach 3 Monaten immer noch mit ziemlichen Schmerzen im Bauch zu kämpfen
und nehme daher 3x täglich 30 Tropfen Tilidin und jeweils 1 Tablette Voltaren weil ich auch sehr starke Knochen bzw.Rückenschmerzen habe. Seit der OP habe ich noch nichts zu genommen. Meine Verdauung ist auch noch nicht in Ordnung trotz ausreichender Einnahme von Kreon. Meine OP Narbe war auch wochenlang entzündet, aber ich glaube das ich dies seit heute im Griff habe.
Meine körperliche Fitniss lässt auch zu Wünschen übrig, die meiste Zeit muss ich liegen.
Laut der Aussage meines HA soll ich mir keine grossen Sorgen machen, es würde eben nach so einer schweren OP lange Zeit in Anspruch nehmen, bis man wieder fit wäre.
Hat jemand von Euch die gleichen oder ähnliche Probleme.
Anfang März habe ich die erste Kontrolluntersuchung in Bochum.
Da ich glaube das mein HA mit dieser Sache überfordert ist, wäre ich sehr dankbar wenn mir jemand einen Spezialisten im Kölner Raum empfehlen könnte.
Gruss Kurt
Hallo Kurt,
ich hatte meine Whipple-OP vor fast 11 Jahren. Es wurden der 12--Finger-Darm, die Gallenblase, 1/3 des Magens (kompliziert, da Magenpförtner fehlt und es dadurch öfters zu den unangenehmen "dumpings" kommt), BSD-Kopf und halber BSD-Körper entfernt. Die ersten 2 Jahre nach der Op musste ich immer wieder in s Krankenhaus wegen Geschwüren an der Magen-Darm Naht, einer Pseudozyste am Schwanz der BSD oder anderen undefinierbaren Schmerzen. Mein Gewicht hatte sich von 123 Pfund auf 108 Pfund reduziert. Jetzt liegt es mittlerweile unter 100 Pfund bei einer Größe von 171 cm. Da mein Stoffwechsel zu schnell die Energie verbrennt, muss ich 7-mal täglich diszipliniert für Nahrungs-Nachschub sorgen, um mein Gewicht zu halten und nicht zu unterzuckern. Ich nehme täglich bis zu 20 Kreon 25000 Kps zum Essen, um Weichstuhl und/oder Durchfall zu vermeiden. Mittlerweile klappt das ganz gut. Durch mein extremes Untergewicht bin ich oft erschöpft und energielos und muss mir dann eine kleine Verschnaufs-Pause im Liegen gönnen. Ich werde immer noch öfters auf mein Untergewicht angesprochen, teils aus Neugier oder auch aus Anteilnahme. Meistens sind es die Dicken, die ihren Frust und giftige Bemerkungen an meiner Konfektionsgröße 34/36 auslassen. Es verletzt mich immer noch, aber ich zeige es nicht mehr.
Ich wünsche dir die nötige Geduld, Kraft und Disziplin und ganz viele positive Gedanken für deine Zukunft.
Noch etwas: Mein Hausarzt war damals mit mir und der Erkrankung total überfordert. Ihm fehlte die Erfahrung und das nötige Wissen. Deshalb begleitete er mich einmal zu einem AdP-Treffen nach Mannheim, was er nie bereut hat.
Gruß
Sternschnuppchen
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heinz05
- Beiträge: 54
- Registriert: 30. September 2008, 22:26
Re: Schmerzen nach OP
Hallo Kurt,
so schnell geht das aber nicht.
Ich hatte 2008 meine OP mit einigen zusätzlichen Problemen. Gehe auch auf die 60 zu und habe 18 Kilo im Krankenhaus gelassen. Schmerzmittel habe ich allerdings nach 3 Monaten nicht mehr benötigt. Schmerzfrei bin ich bis heute noch nicht. Es dauert eben eine längere Zeit bis man sich von diesem Eingriff erholt, das habe ich ständig von allen möglichen Ärzten gehört. Arbeiten konnte ich nach einem halben Jahr wieder. Falle aber immer wieder wegen Entzündungen im Gallengangbereich aus.
Mit gut 2 Jahren Abstand zur OP kann ich sagen dass es mir immer besser geht, die Folgen der OP wie wechselnde Schmerzen, Verdauungsprobleme, häufige Entzündungen mein Leben mehr oder weniger bestimmen. Das nehme ich gerne in Kauf denn ich lebe noch und habe meinen Tumor los.
Also, Kopf hoch, Geduld haben und den Körper Zeit geben sich zu erholen.
Alles Gute
Heinz
so schnell geht das aber nicht.
Ich hatte 2008 meine OP mit einigen zusätzlichen Problemen. Gehe auch auf die 60 zu und habe 18 Kilo im Krankenhaus gelassen. Schmerzmittel habe ich allerdings nach 3 Monaten nicht mehr benötigt. Schmerzfrei bin ich bis heute noch nicht. Es dauert eben eine längere Zeit bis man sich von diesem Eingriff erholt, das habe ich ständig von allen möglichen Ärzten gehört. Arbeiten konnte ich nach einem halben Jahr wieder. Falle aber immer wieder wegen Entzündungen im Gallengangbereich aus.
Mit gut 2 Jahren Abstand zur OP kann ich sagen dass es mir immer besser geht, die Folgen der OP wie wechselnde Schmerzen, Verdauungsprobleme, häufige Entzündungen mein Leben mehr oder weniger bestimmen. Das nehme ich gerne in Kauf denn ich lebe noch und habe meinen Tumor los.
Also, Kopf hoch, Geduld haben und den Körper Zeit geben sich zu erholen.
Alles Gute
Heinz
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Karl-Josef
- Beiträge: 364
- Registriert: 8. März 2008, 16:54
- Wohnort: Düsseldorf
Re: Schmerzen nach OP
Hallo Kurt,
es ist genau richtig, was Heinz geschrieben hat. Du musst viel mehr Geduld haben nach so einer OP. Sonst zeigt dein Körper dir immer wieder die Grenzen mit Schmerzen und Entzündungen auf. Dies wiederum verzögert dann weiter den Genesungsprozess und du wirst noch ungeduldiger.
Bei mir ist die Whipple Op noch ein Jahr länger her(März 2007) als bei Heinz und ich hatte danach auch noch 6 Monate Chemo.
Erst danach ging es langsam, aber ganz langsam besser, auch immer wieder mit Rückschlägen, teilweise auch selbst verschuldet wegen eigener Ungeduld. Diese Rückschläge führten dann auch immer wieder zu einem Gewichtsverlust.
Auch bei körperlicher Überanstrengung bekam ich immer wieder Gallengangsentzündungen, die auf Dauer eher schlecht sind. Auch weil man dann immer ein Antibiotikum nehmen muss.
Jetzt nach fast 4 Jahren danach (werde 64) habe ich gelernt damit um zu gehen. Der Tumor ist weg, bisher alles in Ordnung, man kann seinen Körper nicht mehr so belasten wie früher, aber man lebt, sollte dankbar sein für jeden Tag und ihn genießen.
Seit der OP habe ich für mich beschlossen, aus der Tretmühle der Arbeit aus zu treten, und habe es auch bis heute nicht bereut, auch wenn es starke finanzielle Einbußen gegeben hat.
Die Hausärzte sind mit solchen speziellen Fällen wie unseren leider teilweise überfordert, meiner hat sich immer geduldig meine Kenntnisse über die Krankheit angehört und ich glaube auch einiges angeeignet. Er freut sich mit mir über jeden Fortschritt bei mir, ich bin der einzige Patient, der bei ihm ein Pankreas CA so lange überlebt hat.
Also alles Gute für dich, sei stark im Hören auf deinen Körper, so wirst du die Geduld bekommen, damit alles besser wird.
Viele Grüße
Karl-Josef
es ist genau richtig, was Heinz geschrieben hat. Du musst viel mehr Geduld haben nach so einer OP. Sonst zeigt dein Körper dir immer wieder die Grenzen mit Schmerzen und Entzündungen auf. Dies wiederum verzögert dann weiter den Genesungsprozess und du wirst noch ungeduldiger.
Bei mir ist die Whipple Op noch ein Jahr länger her(März 2007) als bei Heinz und ich hatte danach auch noch 6 Monate Chemo.
Erst danach ging es langsam, aber ganz langsam besser, auch immer wieder mit Rückschlägen, teilweise auch selbst verschuldet wegen eigener Ungeduld. Diese Rückschläge führten dann auch immer wieder zu einem Gewichtsverlust.
Auch bei körperlicher Überanstrengung bekam ich immer wieder Gallengangsentzündungen, die auf Dauer eher schlecht sind. Auch weil man dann immer ein Antibiotikum nehmen muss.
Jetzt nach fast 4 Jahren danach (werde 64) habe ich gelernt damit um zu gehen. Der Tumor ist weg, bisher alles in Ordnung, man kann seinen Körper nicht mehr so belasten wie früher, aber man lebt, sollte dankbar sein für jeden Tag und ihn genießen.
Seit der OP habe ich für mich beschlossen, aus der Tretmühle der Arbeit aus zu treten, und habe es auch bis heute nicht bereut, auch wenn es starke finanzielle Einbußen gegeben hat.
Die Hausärzte sind mit solchen speziellen Fällen wie unseren leider teilweise überfordert, meiner hat sich immer geduldig meine Kenntnisse über die Krankheit angehört und ich glaube auch einiges angeeignet. Er freut sich mit mir über jeden Fortschritt bei mir, ich bin der einzige Patient, der bei ihm ein Pankreas CA so lange überlebt hat.
Also alles Gute für dich, sei stark im Hören auf deinen Körper, so wirst du die Geduld bekommen, damit alles besser wird.
Viele Grüße
Karl-Josef
Freundschaft, das ist eine Seele in zwei Körpern