Hallo, an alle Forennutzer,
ich bin bei einer internet recherche auf die A.d.P Seite gestoßen, und stelle meinen Beitrag hier herein, in der Hoffnung, dass mir einer /eine der Forumnutzer, der in der folgesituation einer Whipple-Op bei seinen angehörigen , Freunden ähnliches erlebt hat, mir einen hilfreichen hinweis geben kann, oder mir helfen kann den behandelnden Ärzten die richtigen (richtigere) Fragen zu stellen.
Meine Frau , hat sich in Heidelberg,( wir wohnen im Umland von Köln m/Erftstadt) nachdem wir da an der Uni - Klinik die Pankreassprechstunde besucht haben, an der Bauchspeicheldrüse operieren lassen.( Whipple OP- Welche spezielle Form weiß ich(noch) nicht)Sie war voher bereits als Notfall in Köln(5.7) in die Klinik Hohenlind, eingeliefert worden. Sie hat dort einen stent gelegt bekommen im Rahmen einer PrcP (?), , dadurch wurde die ohnehin heftige Entzündung der Bauchspeicheldrüse noch weiter verstärkt, auf alle Fälle reagierte sie äußerst heftig und musste stärkste Schmerzmittel, wie Morphine erhalten. Eine Whipple Op wurde da schon vorgeschlagen, wegen einer 'Raumforderung, durch ein double duc Situation'. An ihr wurde dann aber zuerst auf Anraten der Ärzte, noch eine Lungen Biopsie vorgenommen, weil auf der Lunge ein unklarer Punkt/ Verschattung war. Diese war aber ohne Befund.
Die Op in Heidelberg( bei der ein unter 10 mm bösartiger Tumor im Kopf gefunden wurde) ist jetzt, übermorgen 2 Wochen her, die ersten Tage waren nach meinem Empfinden grenzwertig, sie hatte extreme Schmerzen,ihr Allgemeinbefinden war schlecht, ich hatte große Angst um sie, mittlerweile hat sie , und das ist auch meine Frage, seit 7-8 Tagen Durchfälle, daher das Wenige was sie zu sich nimmt, scheidet sie nach 10-15 Minuten wieder durchfallmäßig aus. Sie bekommt aber Verdauungsenzyme.( welche müsste ich nochmal nachfragen). Da sie in ihrem ganzen Leben nie viel Flüssigkeit zu sich genommen hat, ist das problematisch, denn sie konnten , trotz mehrer Versuche keinen Infusionsanschluss bei ihr mehr legen, seit letzten Mittwoch. Jetzt wollen sie es wieder versuchen. Da meine Frau immer noch starke Post Op-Schmerzen im Oberbauch hat und deshalb starke Schmerzmittel ( Valorondosen bekommt), ist sie in der Addition ziemlich benommen.
Ultraschallmäßig wurden 'Wasserzysten' im OP-Bereich festgestellt, die aber auf Nachfrage meinerseits bei dem Stationsarzt nicht außergewöhnlich seien.
Ich hoffe nun ich erhalte einen nützlichen Hinweis , oder was ich beachten soll und welche Fragen ich an die Ärzte stellen soll!?
Mit freundlichen Grüßen
Familie Albrecht, Michael Albrecht
Postop. Schwierigkeiten nach einer Whipple- OP. Wie handeln?
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Pankrine
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- Registriert: 6. September 2011, 19:22
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Norbert
- Beiträge: 412
- Registriert: 11. März 2008, 10:55
- Wohnort: Raum Erlangen
Re: Postop. Schwierigkeiten nach einer Whipple- OP. Wie handeln?
Hallo Michael,
ihr braucht jetzt erst mal viel Geduld. Es kann sehr lange dauern, bis sich das Verdauungssystem wieder eingespielt hat.
Würde deiner Frau empfehlen nur sehr leichte Kost zu sich zu nehmen, zum Essen sehr wenig zu trinken und viele kleine Mahlzeiten. Nicht zu viel auf einmal. Da sollte man auch im Krankenhaus ein Auge drauf werfen, manchmal bekommt man da nicht immer das ideale. Ich wurde auch in Heidelberg operiert und kann mich erinnern, dass es fast jeden Tag Nudeln gab. Kartoffeln wären auch mal gut gewesen.
Das deine Frau noch starke Schmerzen hat ist nicht ungewöhnlich nach so einer großen Op. Ich habe auch einige Wochen starke Schmerzmittel genommen, die ich dann reduzieren konnte, bis ich keine mehr brauchte.
Ein venöser Zugang wäre ja wirklich nicht schlecht, muss halt mal der Oberarzt mit Handanlegen
.In den seltesten Fällen ist es unmöglich einen Zugang zu legen. Es wäre schon von Vorteil eine parenterale Ernährung zu gewährleisten, dass sie nicht noch mehr an Kräften verliert.
Erstmal alles Gute
Norbert
ihr braucht jetzt erst mal viel Geduld. Es kann sehr lange dauern, bis sich das Verdauungssystem wieder eingespielt hat.
Würde deiner Frau empfehlen nur sehr leichte Kost zu sich zu nehmen, zum Essen sehr wenig zu trinken und viele kleine Mahlzeiten. Nicht zu viel auf einmal. Da sollte man auch im Krankenhaus ein Auge drauf werfen, manchmal bekommt man da nicht immer das ideale. Ich wurde auch in Heidelberg operiert und kann mich erinnern, dass es fast jeden Tag Nudeln gab. Kartoffeln wären auch mal gut gewesen.
Das deine Frau noch starke Schmerzen hat ist nicht ungewöhnlich nach so einer großen Op. Ich habe auch einige Wochen starke Schmerzmittel genommen, die ich dann reduzieren konnte, bis ich keine mehr brauchte.
Ein venöser Zugang wäre ja wirklich nicht schlecht, muss halt mal der Oberarzt mit Handanlegen
Erstmal alles Gute
Norbert
- Albatros
- Beiträge: 233
- Registriert: 3. Januar 2009, 10:00
- Wohnort: Freudenberg
Re: Postop. Schwierigkeiten nach einer Whipple- OP. Wie handeln?
Hallo Michael,
erstmal herzlich Willkommen im hilfreichen ADP-Forum. Hier werden deine Fragen von Betroffene und/oder ihren Angehörigen beantwortet, wir sind KEINE Ärzte. Sprechen dafür aber immer von Selbsterlebtem!!
Die OP bei deiner Frau ist ja erst 2 Wochen her. Ich kann mich nur zu gut an diese Zeit bei meinem Mann erinnern. Das war alles kein "Zuckerschlecken". Er hat z. B. als der Kostaufbau erfolgte BRATHERING bekommen!! Das war der Oberkracher!! Er hat den natürlich NICHT gegessen!! Also ich an eurer Stelle würde mir unbedingt Info`s hier aus dem Forum holen. Benutze am Besten die Suchfunktion.
Der Kostaufbau muß sehr behutsam erfolgen, auch muß immer genügend KREON während der Mahlzeit eingenommen werden. Eine Überdosierung von Kreon ist besser als zu wenig und ist völlig unschädlich! Die Fausregel für die Enzyme ist: pro GRAMM Fett 2.000 Einheiten Enzyme. Das Granulat in den Kreonkapseln ist viel feiner als bei den anderen Präparaten und verteilt/mischt sich daher besser mit dem Speisebrei im Magen.
Kartoffelpürre, nicht blähende Gemüsesorten und ohne Fett gegarte helle Fleisch- und Fischsorten sind empfehlenswert. Horst bekam während der REHA fast täglich Brokkoli in allen Varianten zu jeder Hauptmahlzeit. Der ist wohl am bekömmlichsten bei Pankreaspatienten.
Horst hat auch mehrere Monate nach der OP noch Morphium-Pflaster gebraucht und zusätzlich für die Schmerzspitzen Tilidintropfen und Novamintropfen bekommen. Er hatte damals ca 25 kg insgesamt abgenommen, wog in den schlimmsten Zeiten gerade mal 60 kg. Ca. 3 Monate nach der OP ging er für 3 Wochen in Reha. Insgesamt hat es ca 5 Monate nach OP gedauert bis er eine Wiedereingliederung für seinen Job (Walzenformer in einer Giesserei) erfolgreich
machen konnte.
Also das was ihr jetzt braucht ist sehr viel Geduld! Haltet zusammen, sei deiner Frau ein positiv denkender Fels in der Brandung. Auch du brauchst viel Kraft und Geduld um mit dieser Krankheit zu leben und genau die wünsche ich dir von ganzem Herzen!!
Liebe Grüße
Andrea
erstmal herzlich Willkommen im hilfreichen ADP-Forum. Hier werden deine Fragen von Betroffene und/oder ihren Angehörigen beantwortet, wir sind KEINE Ärzte. Sprechen dafür aber immer von Selbsterlebtem!!
Die OP bei deiner Frau ist ja erst 2 Wochen her. Ich kann mich nur zu gut an diese Zeit bei meinem Mann erinnern. Das war alles kein "Zuckerschlecken". Er hat z. B. als der Kostaufbau erfolgte BRATHERING bekommen!! Das war der Oberkracher!! Er hat den natürlich NICHT gegessen!! Also ich an eurer Stelle würde mir unbedingt Info`s hier aus dem Forum holen. Benutze am Besten die Suchfunktion.
Der Kostaufbau muß sehr behutsam erfolgen, auch muß immer genügend KREON während der Mahlzeit eingenommen werden. Eine Überdosierung von Kreon ist besser als zu wenig und ist völlig unschädlich! Die Fausregel für die Enzyme ist: pro GRAMM Fett 2.000 Einheiten Enzyme. Das Granulat in den Kreonkapseln ist viel feiner als bei den anderen Präparaten und verteilt/mischt sich daher besser mit dem Speisebrei im Magen.
Kartoffelpürre, nicht blähende Gemüsesorten und ohne Fett gegarte helle Fleisch- und Fischsorten sind empfehlenswert. Horst bekam während der REHA fast täglich Brokkoli in allen Varianten zu jeder Hauptmahlzeit. Der ist wohl am bekömmlichsten bei Pankreaspatienten.
Horst hat auch mehrere Monate nach der OP noch Morphium-Pflaster gebraucht und zusätzlich für die Schmerzspitzen Tilidintropfen und Novamintropfen bekommen. Er hatte damals ca 25 kg insgesamt abgenommen, wog in den schlimmsten Zeiten gerade mal 60 kg. Ca. 3 Monate nach der OP ging er für 3 Wochen in Reha. Insgesamt hat es ca 5 Monate nach OP gedauert bis er eine Wiedereingliederung für seinen Job (Walzenformer in einer Giesserei) erfolgreich
machen konnte. Liebe Grüße
Andrea
Liebe Grüße
Albatros
Das Leben ist wie ein Spiegel:
Wenn man hineinlächelt, lächelt es zurück!
Albatros
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