Pankreaslinksresektion nach IPMN

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Reinhard F.
Beiträge: 4
Registriert: 2. August 2012, 11:18

Re: Pankreaslinksresektion nach IPMN

Beitrag von Reinhard F. »

Reinhard hat geschrieben:Hallo Reinhard,
ohne Dir (leichtfertige) Hoffnung auf eine wesentlich Verbesserung zu machen, lass uns mal über die Medikamente reden. Manchmal liegt es an Kleinigkeiten um besser auf die Beine zu kommen. Schreib doch mal, was und wann Du diese nimmst. (Z.B. Enzyme, Vitamin D3 usw.
Ich habe erst nach 2-3 Jahre gemerkt, dass sich mein Zustand nach der OP wesentlich gebessert hat.
Bis dann
vom anderen Reinhard

Hallo Reinhard,

vielen Dank für Deine Antwort. Da kann ich ja noch Hoffnung schöpfen, wenn Du auch erst nach 2 - 3 Jahren gemerkt hast, dass sich Dein Zustand nach der OP wesentlich gebessert hat.
Natürlich hat sich mein Zustand jetzt, 1 1/2 Jahre nach der OP auch schon gebessert. Es ist jedoch ein ständiges auf und ab. Wirklich sehr beeinträchtigend ist des psychische Zustand. Der ist schon extrem wechselhaft. Ich habe auch festgestellt, dass ich wesentlich empfindlicher auf alles reagiere als vor der OP. Die depressiven Phasen, mit dem Gefühl, dass doch alles keinen Sinn mehr hat, kommen und gehen aber sie beeinträchtigen sehr.

Das einzige Medikament das ich aufgrund der OP nehme ist KREON. Zunächst hat man mir in der Klinik zu jedem Essen eine 25.000 er Kapsel gegeben. Ohne jeglichen Hinweis ob vor, zum oder nach dem Essen einzunehmen. Mittlerweile weiss ich natürlich, dass das viel zu niedrig dosiert ist. Ich nehme 2000 Einheiten pro 1 Gramm Fett. Wenn ich nicht genau weiss, wieviel Fett ein Essen enthält gehe ich an die obere Grenze. Das können dann manchmal schon 120.000 bis 140.000 Einheiten sein.
Wenn ich überdosiere merke ich das durch Verstopfung. Bei Unterdosierung machen sich Übelkeit, Oberbauchschmerzen, Blähungen und Durchfälle bemerkbar.
Natürlich ist Verstopfung genausowenig angenehm, zumal ich sehr schnell dieses Völlegefühl habe.

Ich habe auch ganz selten wirklich Hunger und fühle mich auch am wohlsten, wenn ich nichts gegessen habe. Hunger bzw. Appetit kommt erst mit dem Essen und dann esse ich manchmal auch zu viel was wiederum sehr unangenehm ist.

Ich nehme zwar ein Multivitaminpräparat aber das habe ich auch schon vor der OP genommen. Von der Klinik und auch vom Gastroenterologen bekam ich keine Empfehlung für Nahrungsergänzungsmittel.

Ganz besonders macht mir die körperliche Schwäche und die extrem schnelle Ermüdung zu schaffen. Da man mir die Erkrankung nicht unbedingt äusserlich ansieht habe ich das Gefühl, mich ständig rechtfertigen zu müssen.

Herzlichen Gruß

Reinhard
Reinhard F.
Beiträge: 4
Registriert: 2. August 2012, 11:18

Re: Pankreaslinksresektion nach IPMN

Beitrag von Reinhard F. »

Lutz hat geschrieben:Lieber Reinhard F.,

herzlich Willkommen im Forum des AdP e.V.. Es freut mich zu lesen, das Du zu " uns" gefunden hast und an einem aktiven Erfahrungsaustausch interessiert bist, was hier ja derzeit auch " ohne vorheriger Freischaltung " möglich ist." Das vorherige Gegenlesen" stört mich bei manch anderen Foren. Hier ist ein reger, schneller Austausch mit Betroffenen, Angehörigen und Interessierten möglich.

Auch ich habe in den Jahren die Erfahrungen machen müssen, das ich nach Mahlzeiten ein Völlegefühl , Müdigkeit und Kraftlosigkeit zu beklagen habe. Wenn es mir möglich ist, habe ich mir angewöhnt, mich nach den Mahlzeiten etwas umzulegen. Das müssen nur 15-20 Minuten sein, aber es geht mir meist danach besser.

Ich bin nach meiner zweiten Operation bei einer Körpergröße von 1,86 cm, mit einen Körpergewicht von 53 kg entlassen wurden und habe Jahre gebraucht an Körpergewicht zu zulegen.
Heute wiege ich 80 kg. Viele Zwischenmahlzeiten und " Wunschmahlzeiten an meine Familie" haben dazu beigetragen. Dafür brauchte es aber ganz, ganz viel Geduld und ich weiß heute : Die richtige Einnahme der Enzyme spielt dabei eine wesentliche Rolle.. Überhaupt war ich hilf - und ratlos mit dem Umgang der Krankheit. Viel Unterstützung habe ich durch den AdP erhalten, wobei ich heute nach 12 Jahren Krankheit immer noch bei Treffen des AdP, Seminaren etc. dazu lerne. Das Thema ist so komplex, das es sich lohnt die richtigen Ansprechpartner zu haben. Das fängt bei den Ärzten an.

Ich wünsche Dir alles Gute und eine beschwerdefreie Zeit

Lieber Lutz,

vielen Dank für Dein herzliches Willkommen.

Durch einige des Posts hier habe ich schon gemerkt, dass Geduld wohl angesagt ist.

Ich habe zwar nicht so viel an Gewicht verloren wie Du aber ich nehme auch kein Gramm mehr zu. Ich denke auch, dass die richtige Einnahme der Enzyme eine sehr grosse Rolle spielt. Gerade auf diesem Gebiet stand ich zunächst völlig allein auf weiter Flur. Mittlerweile habe ich mir zwar einige Kenntnisse, meistens durch das Internet, angeeignet. Was ich aber an Zusätzlichem wie Nahrungsergänzung usw. tun kann bzw. sollte weiss ich noch nicht.
Die extrem labil gewordene Psyche setzt mir auch gehörig zu und dann habe ich Situationen wo ich denke, dass doch sowieso alles egal ist.

Ich freue mich darauf, hier in diesem Forum viel lernen zu können und auch darauf, neuen Mut zu schöpfen.


Lieben Gruß

Reinhard
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