Sechster Schub einer akuten Pankreatitis in 9 Monaten!!
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Kaba18
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Sechster Schub einer akuten Pankreatitis in 9 Monaten!!
Nachdem mein Liebster (44) gerade mit dem 6.Schub einer akuten Pankreatitis auf der Intensivstation liegt und in den nächsten Tagen nach Hamburg (UKE) verlegt wird, sind wir nervlich ziemlich am Ende. Stenose im Hauptgang, keine Steine, kein Alkohol. was um Himmels Willen kommt da noch alles auf uns zu? Hat das überhaupt einen Sinn, da Röhrchen einzulegen, die alle paar Wochen gewechselt werden müssen und eventuell verstopfen???? Ist eine Operation mit Übernähung einer Dünndarmschlinge eine Alternative??? Wir haben gehört, dass die Nähte dieser Übernähung oft "aufgefressen werden" von den aggressiven Verdauungssäften... und die Gefahr, dass einem die ganze Sache dann in den Bauch läuft, ist ja nicht zu unterschätzen... Hat jemand schon mal sowas machen lassen...? Wir sind ratlos, hilflos, verunsichert, verängstigt... 
Liebe Grüße
Kaba
"Zeiten ändern Dich" (Bushido)
Kaba
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Weserberglaender
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Re: Sechster Schub einer akuten Pankreatitis in 9 Monaten!!
Hallo Kaba,
welche Operation haben Euch die Ärzte denn genau vorgeschlagen?
Bei mir wurde eine Pankreaskopfresektion nach Frey durchgeführt, d.h. der Kopf der Bauchspeicheldrüse wurde zum Teil entfernt, um die, durch die chronische Pankreatits entstandene Stenose des Gallengangs zu beheben. Außerdem wurde die Bauchspeicheldrüse längs auf geschnitten, da ich noch eine Zyste im Corpus und diverse Steine im Gang der BSD hatte. Über das ganze wurde dann eine Dünndarmschlinge (Y-Roux-Anastomose) drüber genäht.
Vor der OP hatte ich mir auch so meine Gedanken über Naht-Insuffizienzen gemacht. Mir wurde von meinen Ärzten gesagt, dass durch den Entzündungsprozess das Gewebe der BSD vernarbt wäre und sich dadurch besser mit der Dünndarmschlinge vernähen lässt, als z.B. bei der Entfernung eines Tumors, wo das Gewebe der Rest-BSD unverändert ist.
Wichtig ist sicherlich auch in ein Krankenhaus zu gehen, dass auch Erfahrung mit solchen OPs hat und daher im Fall der Fälle eine Naht-Insuffizienz auch sofort erkennt. Aber mit dem UKE seit Ihr da sicherlich auf der sicheren Seite.
Eure Verunsicherung kann ich übrigens gut nachvollziehen. Ich habe fast ein Jahr gebraucht, um mich zu einer OP zu entschließen.
LG Bernd
welche Operation haben Euch die Ärzte denn genau vorgeschlagen?
Bei mir wurde eine Pankreaskopfresektion nach Frey durchgeführt, d.h. der Kopf der Bauchspeicheldrüse wurde zum Teil entfernt, um die, durch die chronische Pankreatits entstandene Stenose des Gallengangs zu beheben. Außerdem wurde die Bauchspeicheldrüse längs auf geschnitten, da ich noch eine Zyste im Corpus und diverse Steine im Gang der BSD hatte. Über das ganze wurde dann eine Dünndarmschlinge (Y-Roux-Anastomose) drüber genäht.
Vor der OP hatte ich mir auch so meine Gedanken über Naht-Insuffizienzen gemacht. Mir wurde von meinen Ärzten gesagt, dass durch den Entzündungsprozess das Gewebe der BSD vernarbt wäre und sich dadurch besser mit der Dünndarmschlinge vernähen lässt, als z.B. bei der Entfernung eines Tumors, wo das Gewebe der Rest-BSD unverändert ist.
Wichtig ist sicherlich auch in ein Krankenhaus zu gehen, dass auch Erfahrung mit solchen OPs hat und daher im Fall der Fälle eine Naht-Insuffizienz auch sofort erkennt. Aber mit dem UKE seit Ihr da sicherlich auf der sicheren Seite.
Eure Verunsicherung kann ich übrigens gut nachvollziehen. Ich habe fast ein Jahr gebraucht, um mich zu einer OP zu entschließen.
LG Bernd
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Norbert
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- Registriert: 11. März 2008, 10:55
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Re: Sechster Schub einer akuten Pankreatitis in 9 Monaten!!
Hallo Kaba,
ich hatte auch so alle 8 Wochen einen akuten Schub, der nur mit stärksten Schmerzmitteln in den Griff zu bekommen war. Man kann nicht nachvollziehen, woher die Schübe kommen.
Hatte, wie Bernd, eine Pankreatikojejunostomie nach Frey. Deine Beschreibung der OP, hört sich auch danach an.
Meine OP war 2006, hatte seit dem keine Schmerzen mehr und auch keine Schübe. Hätte mich schon eher für eine OP entscheiden sollen, wenn ich damals gewusst hätte, wie gut es mir hinterher geht. Habe 3 Jahre mit chron. Pankreatitis herumgemacht.
Bei der OP gab es auch keine Komplikationen und alles ist gut verheilt. Hatte auch Angst, dass die Nähte nicht halten würden. Aber alles lief gut.
Mit den Stents ist es so eine Sache. Die ständigen Wechsel, jedes Mal eine ERCP. Also für mich wäre das nicht in Frage gekommen. Irgendwann läuft es doch auf eine OP hinaus.
Hoffe, ich konnte etwas Mut machen. Kannst auch eine PN schreiben, wenn du noch Fragen hast.
Norbert
ich hatte auch so alle 8 Wochen einen akuten Schub, der nur mit stärksten Schmerzmitteln in den Griff zu bekommen war. Man kann nicht nachvollziehen, woher die Schübe kommen.
Hatte, wie Bernd, eine Pankreatikojejunostomie nach Frey. Deine Beschreibung der OP, hört sich auch danach an.
Meine OP war 2006, hatte seit dem keine Schmerzen mehr und auch keine Schübe. Hätte mich schon eher für eine OP entscheiden sollen, wenn ich damals gewusst hätte, wie gut es mir hinterher geht. Habe 3 Jahre mit chron. Pankreatitis herumgemacht.
Bei der OP gab es auch keine Komplikationen und alles ist gut verheilt. Hatte auch Angst, dass die Nähte nicht halten würden. Aber alles lief gut.
Mit den Stents ist es so eine Sache. Die ständigen Wechsel, jedes Mal eine ERCP. Also für mich wäre das nicht in Frage gekommen. Irgendwann läuft es doch auf eine OP hinaus.
Hoffe, ich konnte etwas Mut machen. Kannst auch eine PN schreiben, wenn du noch Fragen hast.
Norbert
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Kaba18
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Re: Sechster Schub einer akuten Pankreatitis in 9 Monaten!!
Hallo Ihr beiden, Danke für die Antworten. Weiß man bei Euch woher die Entzündungen kamen?? Bei uns nämlich nicht.
Die Stenose sitzt ganz blöd am Übergang vom BSP-Drüsenkopf zur Mitte. ich weiß nicht ob der ganze BSP Drüsenkopf entfernt werden
muss oder eben nur die Stenose rausgeschnitten wird und darüber dann die Darmschlinge kommt. Darf ich fragen wie alt ihr beide bei der Operation wart, ist hinterher direkt nach der Operation eine Beatmung nötig? Könnt Ihr wieder voll arbeiten und war eine Reha im Anschluss notwendig (wenn ja, wo wart ihr da?) und wie lange dauert so ein Krankenhaus-Aufenthalt nach so einer Operation..? Ich komme grad aus dem Krankenhaus und mein Mann hat mir gesagt dass er sich gegen die Röhrchen entschieden hat, das ist ja bloß ein Aufschub der Operation, wie ihr schon sagt..... Obwohl es mir als Angehörige sehr schwer fällt mich damit abzufinden, dass er in seinem jungen Alter doch schon die Operation machen lassen möchte...... was ich bisher so alles gelesen habe, kann da sooo viel schiefgehen und ich habe einfach solche Angst
( ....
Die Stenose sitzt ganz blöd am Übergang vom BSP-Drüsenkopf zur Mitte. ich weiß nicht ob der ganze BSP Drüsenkopf entfernt werden
muss oder eben nur die Stenose rausgeschnitten wird und darüber dann die Darmschlinge kommt. Darf ich fragen wie alt ihr beide bei der Operation wart, ist hinterher direkt nach der Operation eine Beatmung nötig? Könnt Ihr wieder voll arbeiten und war eine Reha im Anschluss notwendig (wenn ja, wo wart ihr da?) und wie lange dauert so ein Krankenhaus-Aufenthalt nach so einer Operation..? Ich komme grad aus dem Krankenhaus und mein Mann hat mir gesagt dass er sich gegen die Röhrchen entschieden hat, das ist ja bloß ein Aufschub der Operation, wie ihr schon sagt..... Obwohl es mir als Angehörige sehr schwer fällt mich damit abzufinden, dass er in seinem jungen Alter doch schon die Operation machen lassen möchte...... was ich bisher so alles gelesen habe, kann da sooo viel schiefgehen und ich habe einfach solche Angst
Liebe Grüße
Kaba
"Zeiten ändern Dich" (Bushido)
Kaba
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Weserberglaender
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Re: Sechster Schub einer akuten Pankreatitis in 9 Monaten!!
Hallo Kaba,
LG Bernd
Nicht so richtig. Hat mich aber auch nicht so interessiert. Kann's ja eh nicht mehr ändern!Kaba18 hat geschrieben:Weiß man bei Euch woher die Entzündungen kamen??
Ich war 45 Jahre und an eine Beatmung nach der OP kann ich mich nicht erinnern.Kaba18 hat geschrieben:Darf ich fragen wie alt ihr beide bei der Operation wart, ist hinterher direkt nach der Operation eine Beatmung nötig?
2 Monate nach der OP war ich wieder im Fitness-Studio und habe unter Anleitung einer Physiotherapeutin mit leichtem Training angefangen (ohne Bauchmuskulatur). 3,5 Monate nach der OP habe ich wieder Vollzeit im Bereich Garten- und Landschaftsbau gearbeitet. Auf eine Anschlussheilbehandlung habe ich verzichtet, wollte nach 3,5 Wochen KH nur noch nach Hause. Wegen der KH-Dauer nach der OP: Nach allem was ich hier im Forum so gelesen habe ist das recht unterschiedlich, von 10 Tagen bis 10 Wochen (wenn ich mich richtig erinnere). Jetzt, 10 Monate nach der OP, erinnert mich eigentlich nur noch die Narbe (25cm) daran. Ich fühle mich wieder zu 100% fit.Kaba18 hat geschrieben:Könnt Ihr wieder voll arbeiten und war eine Reha im Anschluss notwendig (wenn ja, wo wart ihr da?) und wie lange dauert so ein Krankenhaus-Aufenthalt nach so einer Operation..?
Das Du Angst hast ist völlig normal, meine Familie war auch im Panikmodus. Ich hoffe Du hast jemand mit dem Du darüber reden kannst.Kaba18 hat geschrieben:.... was ich bisher so alles gelesen habe, kann da sooo viel schiefgehen und ich habe einfach solche Angst( ....
LG Bernd
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Norbert
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Re: Sechster Schub einer akuten Pankreatitis in 9 Monaten!!
Hallo Kaba,
bei meiner OP war ich 42 Jahre. Sie hat 6 Stunden gedauert, wurde nicht nachbeatmet, war 1 Nacht auf der Wachstation, danach wieder auf der "Normalen".
Ich war 2 Wochen im Krankenhaus, dann 3 Wochen auf Reha (hier bei uns im Süden, keine spektakuläre Klinik), habe eine Wiedereingliederung gemacht und arbeite seitdem wieder voll.
Das mal in Kurzform.
Kann eure Ängste gut nachvollziehen, aber bei jedem läuft es anders. Manchmal ist es besser, wenn man nicht so viel weiß und alles auf sich zukommen lässt. Ihr seit ja in guten Händen. Passieren kann überall mal was, sogar bei der kleinsten OP.
Herzliche Grüße
Norbert
bei meiner OP war ich 42 Jahre. Sie hat 6 Stunden gedauert, wurde nicht nachbeatmet, war 1 Nacht auf der Wachstation, danach wieder auf der "Normalen".
Ich war 2 Wochen im Krankenhaus, dann 3 Wochen auf Reha (hier bei uns im Süden, keine spektakuläre Klinik), habe eine Wiedereingliederung gemacht und arbeite seitdem wieder voll.
Das mal in Kurzform.
Kann eure Ängste gut nachvollziehen, aber bei jedem läuft es anders. Manchmal ist es besser, wenn man nicht so viel weiß und alles auf sich zukommen lässt. Ihr seit ja in guten Händen. Passieren kann überall mal was, sogar bei der kleinsten OP.
Herzliche Grüße
Norbert
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uwe
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- Wohnort: Dorsten
Re: Sechster Schub einer akuten Pankreatitis in 9 Monaten!!
Hallo Kaba,
Ich durfte die OP schon zweimal mitmachen...
Habe auch schon oft davon berichtetet.
Schau doch mal im Archiv.....
Oder ruf an: 0521 892874
Uwe
Ich durfte die OP schon zweimal mitmachen...
Habe auch schon oft davon berichtetet.
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Uwe
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HoKa
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- Registriert: 7. Januar 2012, 12:27
- Wohnort: Sachsen-Anhalt
Re: Sechster Schub einer akuten Pankreatitis in 9 Monaten!!
Kaba, wir wünschen euch alles, alles Gute und deinem Mann schnelle, beste Genesung!

*Was auch immer gut für deine Seele ist: MACH ES!*