Ernährung nach Whipple-OP

(Krebs, Entzündung, Operation, Nachsorge, Verdauung, Ernährung, Diabetes, Reha, Recht ...)

Hier haben Sie als Betroffene(r) und/oder ratsuchende(r) Besucher(in) dieser Plattform die Möglichkeit, sich untereinander auszutauschen oder Hilfestellung zu geben.
karli60
Beiträge: 7
Registriert: 1. November 2012, 18:10

Ernährung nach Whipple-OP

Beitrag von karli60 »

Hallo zusammen, ich bin neu in dem Forum und möchte auch etwas zu dem Thema beitragen. Ich bin 60 Jahre alt wurde im Oktober 2011 an der BSD mit einer Whipple-OP behandelt. Tumor am Kopf der BSD, der Magenausgang konnte erhalten bleiben. Nun zu meiner Frage. Während der Reha hat ein Ernährungsberater eine Broschüre über verträgliche und unverträgliche Nahrungsmittel verteilt, in der dringend vor einigen Lebensmitteln abgeraten wurde. Z.B. blähende Nahrungsmittel wie Hülsenfrüchte, Bohnen, Kohl u.ä., weiterhin über z.T. unverdauliche Gemüsesorten mit Schalen wie Paprika, Tomaten, Pilze, Lauchgemüse u.ä. Nicht wegen der Unverdaulichkeit, sondern wegen der Veränderungen der Darmschlingen während der OP. Die könnten zu einem Darmverschluss führen. Also Tomaten und Paprika nur geschält essen. Auch die Zwischenhaut von Apfelsinen könnte sich irgendwo festsetzen. Auch hier nur das Fruchtfleisch ohne Schale genießen. Hat jemand gleiche oder andere Erfahrungen bei der Ernährung gemacht?
Benutzeravatar
Paula
Beiträge: 106
Registriert: 3. August 2012, 18:59
Kontaktdaten:

Re: Ernährung nach Whipple-OP

Beitrag von Paula »

Hallo
Hatte im März eine klassische Whipple OP und kann fast alles problemlos essen.Einzig größere Mengen Nüsse,Pilze, Sauerkraut usw machen Beschwerden.Man kann da aber keine allgemein gültige Aussage machen.Meine Ernährungsberaterin im EPZ Heidelberg hat mir den Rat mitgegeben,alles was schmeckt,worauf man Appetit hat kann man vorsichtig probieren und dann merkt man sehr schnell ob es bekommt.Je mehr Fett,je schwerer verdaulich,je mehr Kreon und alles funktioniert.Jedenfalls bei mir.
Mir wurde keine Warnung bezüglich der veränderten Verhältnisse im Magen Darm Trakt mit auf den Weg gegeben.Linsen ,Erbsen,Bohnen,Tomaten,kernlose Trauben,Südfrüchte usw esse ich alle mit Stumpf und Stiehl,wie man sagt... Wenn ich zu viele Bähungen habe so ist das ein Zeichen für zu wenig Kreon und ich nehme beim nächsten mal etwas mehr und alles ist gut.
19.3.2012 klassische Whipple OP in Heidelberg pT3,pN1,(5/31) cM0,Pn1,L1,G2,R1 mit Rezidiv und Lungenmetastasen. Weitergehende Infos unter http://www.peh.blogger.de/
Gummibär
Beiträge: 23
Registriert: 31. Juli 2011, 19:05

Re: Ernährung nach Whipple-OP

Beitrag von Gummibär »

Hallo,
schließe mich meiner Vorrednerin Paula an, einfach ausprobieren und gucken, was geht.
Genau so wurde es mir auch in der Reha vermittelt.
Ich habe bisher auch keine Probleme, vertrage eigentlich alles.
Einzige Ausnahme: Wirsing und (manchmal) Blumenkohl, ansonsten keine Ausfälle.



Gummibär
Saju
Beiträge: 4
Registriert: 29. Oktober 2012, 17:52
Wohnort: NRW

Re: Ernährung nach Whipple-OP

Beitrag von Saju »

Verschiedenes Essen auszuprobieren um zu gucken wie man es verträgt ist natürlich richtig und auch wichtig.
Aber wie steht es um die Info mit dem Darmverschluss?
Hat noch jemand davon gehört das Tomatenhaut, Paprikahaut oder auch Nüsse zu einem Darmverschluss führen können?????? (sei es durch Ärzte, Ernährungsberater usw)
Benutzeravatar
Paula
Beiträge: 106
Registriert: 3. August 2012, 18:59
Kontaktdaten:

Re: Ernährung nach Whipple-OP

Beitrag von Paula »

Hallo
Wie bereits geschrieben,mir wurden keine Warnhinweise bezüglich eines möglichen Darm Verschluß vom EPZ Heidelberg mitgegeben.Habe aber auch schon von angeblichen Gefahren durch Tomatenhaut gelesen,aber immer nur als Frage. Das scheint mir also nur ein hartnäckiges Gerücht zu sein.
19.3.2012 klassische Whipple OP in Heidelberg pT3,pN1,(5/31) cM0,Pn1,L1,G2,R1 mit Rezidiv und Lungenmetastasen. Weitergehende Infos unter http://www.peh.blogger.de/
Gummibär
Beiträge: 23
Registriert: 31. Juli 2011, 19:05

Re: Ernährung nach Whipple-OP

Beitrag von Gummibär »

Hallo,
ich kann mich erinnern, das es in der Reha einige Patienten gab mit Divertikulose, ich glaube das waren
Menschen mit einer Art Darmentzündung die nach einer OP dort wieder zu kräften kommen sollten.

Diesen wurde von Faserreicher Ernährung abgeraten, damit sich die Fasern nicht wieder in den Divertikeln sammeln und entzünden konnten (ich hoffe das stimmt so halbwegs, hat ja nix mit BSD zu tun, daher nicht mein Fachgebiet).

Klare Ansage in der Reha vom Oberarzt in einem Vortrag: Alles ausprobieren !

Gummibär
Matthias
Beiträge: 3
Registriert: 15. November 2012, 19:12

Re: Ernährung nach Whipple-OP

Beitrag von Matthias »

Da man alles gut kauen soll, ist die Tomatenhaut doch zerkleinert. Was soll denn dann noch verstopfen?
pan
Beiträge: 12
Registriert: 27. Oktober 2008, 14:08

Re: Ernährung nach Whipple-OP

Beitrag von pan »

meinem Mann habe ich bei chron. Pankreatitis und schwerer Insuffizienz Blattspinat gekocht. Der Bauch wurde vier Tage lang ohne Stuhlgang immer dicker und schmerzempfindlicher. Kurz vor dem Arztbesuch ging es dann zum Glück doch weiter. Seitdem bin ich sehr vorsichtig mit Blattrippen und Stängeln im Essen. Also lieber vorsichtshalber entfernen oder eine kleine Menge ausprobieren.
Alles Gute
pan
fschere
Beiträge: 3
Registriert: 24. August 2012, 18:37

Re: Ernährung nach Whipple-OP

Beitrag von fschere »

Hallo,
hatte im März eine klassische Whipple-Op, der Magenausgang ist"neu". Empfehlung des Chirurgen- kein Spargel wegen der Fasern- ansonsten alles erlaubt, natürlich mit der entsprechenden Kreonmenge. Habe aber trotzdem Probleme mit Untergewicht.
Benutzeravatar
Paula
Beiträge: 106
Registriert: 3. August 2012, 18:59
Kontaktdaten:

Re: Ernährung nach Whipple-OP

Beitrag von Paula »

Hallo fschere und@
Untergewicht könnte daran liegen,daß man einfach zu wenig ißt.
Das Problem ging ja eigentlich schon im Krankenhaus los.Wenn nach einer Stunde oder so der Teller nicht leer war wollte man ihn wegtragen.Hätte ich mich darauf eingelassen,so wäre ich hungerich geblieben.Man kann ja meist keine so großen Portionen mehr essen und da bringt man den Betriebsablauf im KH wie auch zu Hause durcheinander.Geht aber nun mal nicht mehr anders.Da müssen sich gegebenenfalls auch die anderen dran gewöhnen.

Man sagt 5 bis 6 Mahlzeiten pro Tag.Aber niemand sagt,daß es nicht noch mehr sein dürfen.Bei mir steht eigentlich immer was essbares auf dem Tisch und immer steht noch eine Tasse Nudelsuppe oder sowas im Kühlschrank und wartet, wenn es sein muß auch abends um 23 Uhr 30 gegessen zu werden.Ich habe schon immer eher nicht wenig gegessen und war froh,daß es bei mir nicht all zu sehr auf die Figur gegangen ist.Heute esse ich noch sehr viel mehr und bin froh,langsam meinem Wohlfühlgewicht nahe zu kommen.

Untergewicht könnte seine Ursache einfach im zu wenig essen,aus zb eben falscher Rücksichtnahme haben.Denn wenn die Verdauung unter entsprechender Kreon Zufuhr funktioniert gibt es eigentlich keinen Grund mehr für ein erhebliches Gewichtsproblem.Zugegeben,es ist manchmal schon nervig sich 6 mal am Tag was anderes zu essen auszudenken,damit der Speiseplan nicht langweilig wird und von daher der Hunger vergeht.
19.3.2012 klassische Whipple OP in Heidelberg pT3,pN1,(5/31) cM0,Pn1,L1,G2,R1 mit Rezidiv und Lungenmetastasen. Weitergehende Infos unter http://www.peh.blogger.de/
Antworten