Hallo,
mein Jochem isst seit 2 Tagen nichts mehr und schläft den Tag, mit kleinen Aufwachphasen, durch.
Da er kein Stuhlgang hat, habe ich einen Einlauf bei ihm durchgeführt. Die Leute vom Palliativ-Dienst
haben haben mir gezeigt, wie es geht. Das Schmerzmittel Fentanyl-Pflaster sowie das Nasenspray in
hochdosierter Form machen ihn müde, ich spritze morgens und abends noch Buscopan und Octreotid.
Gestern ist das Pflegebett für ihn gekommen. Es steht im Wohnzimmer, ich schlafe auf der Couch und
bin somit in seiner Nähe. Der Fernseher läuft hin und wieder und das nimmt Jochem manchmal wahr.
Durch Einnahme aller Medikamente ist er oft durcheinander und ich erkläre ihm alles, wie einem kleinen Kind.
Als er im November 2010 operiert wurde, waren wir alle voller Hoffnung und es ging ihm gut.
Er ist so tapfer und ihr seid es auch. Diese grossen Operationen, die ständigen Untersuchungen, die Angst, das Leiden.
Das ganze Leben ändert sich.
Ich habe so grosse Angst und innerlich schreie ich, weil er von Tag zu Tag mehr von mir geht.
Liebe Grüße sendet Susanne
Wäre es doch nur ein Traum
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Sternschnuppchen
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Re: Wäre es doch nur ein Traum
Liebe Susanne,
meine innig geliebte Mama ist vor 4 Wochen gestorben. Der Schmerz für mich war unvorstellbar groß. Dann habe ich das Buch von dem Sterbeforscher B. Jakoby "Die Brücke zum Licht" gelesen. Es hat mir sehr gut getan, so dass ich mehr Ruhe und Hoffnung fand. Ich betrachte den Tod jetzt aus einer anderen Sicht und wäre froh gewesen, ich hätte das Buch gelesen, als meine Mutter im Sterben lag, denn ich hätte früher losgelassen und mich anders verhalten. Nichts ist so schwer, wie einen Sterbenden friedlich ziehen zu lassen und die richtigen Worte/Verhalten zu finden, damit er sich in Ruhe auf seinen Sterbeprozess vorbereiten kann.
Susanne, das Buch ist überhaupt nicht kitschig oder phantastisch. Das sagt eine Skeptikerin, die viele Zweifel mit sich herumtrug und jetzt eine gewisse innere Ruhe gefunden hat.
Alles Liebe für Euch
Sternschnuppchen
meine innig geliebte Mama ist vor 4 Wochen gestorben. Der Schmerz für mich war unvorstellbar groß. Dann habe ich das Buch von dem Sterbeforscher B. Jakoby "Die Brücke zum Licht" gelesen. Es hat mir sehr gut getan, so dass ich mehr Ruhe und Hoffnung fand. Ich betrachte den Tod jetzt aus einer anderen Sicht und wäre froh gewesen, ich hätte das Buch gelesen, als meine Mutter im Sterben lag, denn ich hätte früher losgelassen und mich anders verhalten. Nichts ist so schwer, wie einen Sterbenden friedlich ziehen zu lassen und die richtigen Worte/Verhalten zu finden, damit er sich in Ruhe auf seinen Sterbeprozess vorbereiten kann.
Susanne, das Buch ist überhaupt nicht kitschig oder phantastisch. Das sagt eine Skeptikerin, die viele Zweifel mit sich herumtrug und jetzt eine gewisse innere Ruhe gefunden hat.
Alles Liebe für Euch
Sternschnuppchen
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HoKa
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Re: Wäre es doch nur ein Traum
Das sagt alles..Sternschnuppchen hat geschrieben: Nichts ist so schwer, wie einen Sterbenden friedlich ziehen zu lassen und die richtigen Worte/Verhalten zu finden, damit er sich in Ruhe auf seinen Sterbeprozess vorbereiten kann.
Susanne, ich weiß nicht, was ich dir schreiben soll...
Ich drück dich mal ...
Lieber Gruß
Kathrin
*Was auch immer gut für deine Seele ist: MACH ES!*
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Muggle
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- Registriert: 24. November 2012, 17:58
Re: Wäre es doch nur ein Traum
Ach mensch du, ich kann mir nur ansatzweise vorstellen, wie schwer das ist. Dir wünsche ich ganz viel Kraft, Mut und Geduld für das, was kommt.