Unterzuckerung und Muskelkrämpfe (V.a.exokrine Pan...)

(Krebs, Entzündung, Operation, Nachsorge, Verdauung, Ernährung, Diabetes, Reha, Recht ...)

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majux25Xal
Beiträge: 2
Registriert: 18. Januar 2013, 15:57

Unterzuckerung und Muskelkrämpfe (V.a.exokrine Pan...)

Beitrag von majux25Xal »

Hallo, habe ein bißchen im Forum gelesen in der Hoffnung, auf mehr Information zu stoßen. Ich habe in letzter Zeit auch aus heiterem Himmel Unterzuckerungszustände und neuerdings Krämpfe in den oberen Waden. Da ich bei 169 cm Größe nur noch 50kg wiege, hab ich es auf die zunehmende " Schwäche" und "Statikveränderung" geschoben. Da ich wegen Morbus Basedow auch zu einer Endokrinologin gehe, hat sie auch HbA1 usw. gemessen und sagt es läge keine diabetische Stoffwechsellage vor. Da gewisse körperliche Erscheinungen aber wirklich immer " unheimlicher" werden hab ich auch schon drüber nachgedacht, ob sich hier noch ein "Autoimmunprozess" abspielt. Ich weiß nur gar nicht mehr an wen ich mich da wenden soll . Wäre da ein Pankreaszentrum gut? (ich wohne im Raum Frankfurt am Main) oder können das auch die Gastroenterologen herausfinden. Hat jemand einen Rat? Viele Grüße tina
Andi
Beiträge: 1060
Registriert: 15. Februar 2011, 20:42

Re: Unterzuckerung und Muskelkrämpfe (V.a.exokrine Pan...)

Beitrag von Andi »

Hallo Tina, :hallo:

Ich bin zwar kein Arzt , möchte Dir aber mal versuchen weiterzuhelfen,
vom Hba1 dem sogenanten Langzeitzucker kann man nicht ableiten, ob Du manchmal unterzuckerst, Du müßtest mal den Zucker messen, wenn Du diese Symtome hast. Es ist gut möglich, das man bei Pankreaserkrankungen schnell mal unterzuckert und deshalb sollte man immer vorsorgen . Am Besten Du stellst dich mal bei einem Diabetologen vor.
Ich kenne diese Zustände auch mit meiner chron. Pankreatitis und muß dann immer schnell was essen sonst wird es gefährlich.

Liebe Grüße Andi
Tanja P.
Beiträge: 27
Registriert: 12. April 2012, 07:12
Wohnort: Euskirchen

Re: Unterzuckerung und Muskelkrämpfe (V.a.exokrine Pan...)

Beitrag von Tanja P. »

Hallo Tina,

hier bin ich noch mal....auch ich hatte und habe ständig Muskelkrämpfe in den Waden und als damals die schwere exokrine Pankreasinsuffizienz festgestellt wurde, hatte ich ein Gewicht von ca. 50 kg, KG 1,60 m. Ebenfalls litt ich an häufigen Unterzuckerungen.

Die autoimmune Pankreatitis ist auch oft vergesellschaftet mit anderen Autoimmunerkrankungen, auch mit denen der Schilddrüse....

In meinen älteren Beitragen kannst Du nachlesen, welche Untersuchungsparameter wichtig wären, um eine AIP nachzuweisen oder auszuschließen.

Liebe Grüße,

Tanja
AdP - Mitglied seit Juni 2012
Andi
Beiträge: 1060
Registriert: 15. Februar 2011, 20:42

Re: Unterzuckerung und Muskelkrämpfe (V.a.exokrine Pan...)

Beitrag von Andi »

Hallo Tanja, liebe Forenfreunde,

habe noch mal ne Frage zu den Unterzuckerungen, ich fange manchmal schon an zu Unterzuckern ab einen Wert von 4,5 mmol/L , meine Elastase im Stuhl ist auch nur noch 19. Der Hb1c liegt aber im Normbereich bei 5,9 . Meine Ärztin meint bei einen Wert von 4,5 mmol/ L würde man noch nicht unterzuckern, trotzdem habe ich diese Symtome, kennt ihr das Problem auch ?
Meine Schilddrüse hat auch eine Unterfunktion, ich denke das hat auch mit der chron. Pankreatitis einen Zusammenhang.
Leider habe ich den Colesterinspiegel auch nicht im Griff, obwohl ich fettiges meide, er wird am ehesten schlecher. Ich habe etwas Angst, das wenn ich mit Tabletten anfange um den Colesterin zu senken , mir wieder an anderer Stelle schade. Wie geht ihr mit dem Problem um ?
Ich nehme 3 mal 80 000 Kreon und trotzdem habe ich oft Beschwerden, weil irgendetwas nicht vertragen wurde, habe die ganze Sache schon viele Jahre und trotzdem sammelt man immer wieder Erfahrung. Gegen die Rückenschmerzen bekomme ich Pysiotherapie von meiner Schmerzärztin verordnet, was mir auch immer weiterhilft, damit das alles lockerer wird und die Verspannungen zurück gehen.

Liebe Grüße Andi :zw:
Tanja P.
Beiträge: 27
Registriert: 12. April 2012, 07:12
Wohnort: Euskirchen

Re: Unterzuckerung und Muskelkrämpfe (V.a.exokrine Pan...)

Beitrag von Tanja P. »

Hallo Andi,

was die Unterzuckerungen angeht, kann ich Dich sehr gut verstehen, weil es bei mir ganz genauso ist. Ab einem Blutzucker von ca 90 mg/dl = 5 mmol/l beginnen bei mir schon die Unterzuckerungssymptome, seit Jahren! Händezittern, Unruhe, Schwitzen, Herzklopfen und mir wurde auch schon so oft gesagt, das könne nicht sein....aber auch hier wieder: jeder Körper ist anders und reagiert anders!!!
Natürlich ist es so, dass man physiologisch bei diesen Werten noch nicht richtig unterzuckert, weil das Gehirn noch genug Glucose bekommt, aber ab diesem Wert senkt sich der Blutzucker bei mir dann so schnell weiter bei mir ab, dass ich mir schnell was zuckerhaltiges "reinziehen" muß.

Ebenso sieht es bei meinem HbA1 c-Wert aus: er lag, bevor ich mit Insulintherapie bei meinem letzten Schub beginnen mußte, immer akurat bei 5,9 und auch mein Cholesterin-Wert ist seit Jahren zwischen 230 + 270, obwohl ich aufgrund der Erkrankung auch sehr fettarm esse und ohnehin eine Abneigung gegen fette Speisen immer hatte und noch habe. Mir wurde bisher noch von ärztlicher Seite abgeraten, cholesterinsenkende Medikamente einzunehmen.

Bei der Einnahme der Enzyme wäre es ratsam, nicht bei jeder Mahlzeit pauschal 80000 IE Kreon einzunehmen, sondern man sollte genau nach Fettgehalt in der Nahrung die Dosis der Enzyme anpassen. War gerade 5 Wochen in Reha, in der auch eine adäquate Enzymeinnahmeberatung gemacht wurde, die ich in all den Jahren zuvor auch nie erfahren habe.
Hier die Dosierungstabelle:
1 g Fett - 2000 Einheiten
2 g - 4000
3 g - 6000 Man sollte sich nicht nur zu den Hauptmahlzeiten,
5 g - 10.000 sondern gegebenenfalls auch zu den Zwischen-
10 g - 20.000 mahlzeiten (z. B. Kuchen) an der Fettmenge orien-
15 g - 30.000 tieren und entsprechend Enzyme dazu einnehmen.
20 g - 40.000
25 g - 50.000

Und die Kapseln sollten WÄHREND der Mahlzeiten eingenommen werden und über die Mahlzeit verteilt mit möglichst wenig Flüssigkeit, d. h. am Anfang der Mahlzeit eine Kapsel, in der Mitte der aufgenommenen Menge eine Kapsel und am Ende der Mahlzeit....DAS IST GANZ WICHTIG!!!

Liebe Grüße,
Tanja
AdP - Mitglied seit Juni 2012
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