Wipple-Operation und Fieberschübe

(Krebs, Entzündung, Operation, Nachsorge, Verdauung, Ernährung, Diabetes, Reha, Recht ...)

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eveluk
Beiträge: 3
Registriert: 1. März 2013, 09:19

Wipple-Operation und Fieberschübe

Beitrag von eveluk »

Hallo,
vor knapp 11 Jahren hatte ich eine Wipple-Operation. Es wurde nur der Bauchspeicheldrüsen-Kopf entfernt; Der Magen blieb ganz erhalten, so dass ich außer der Einnahme von Pankreatin keinerlei Einschränkungen hatte. Vor rund 5 Jahren (also 5 1/2 Jahre nach der OP) hatte ich jedoch einen ersten Fieberschub. Diese Schübe wiederholten sich anfangs in einem zeitlichen Abstand von ca. 4 Monaten. Die Abstände wurden immer kürzen und betragen z. Zt. zwischen 3 1/2 und 6 Wochen. Bei einem solchen Schub bekomme ich am ersten Tag Schüttelfrost mit einer Temperatur zwischen 38,5 und 39 Grad. Am zweiten Tag nähert sich die Temperatur manchmal der 40 Grad-Marke und war einmal auch schon darüber. Ich nehme dann fiebersenkende Mittel (Paracetamol); am dritten Tag ist die Temperatur nur noch etwas erhöht.
In den letzten Jahren wurden bereits alle nur denkbaren Untersuchungen vorgenommen. Da der erste Schub am Ende einer Reise in die Südsee auftrat, wurden auch entsprechende Untersuchungen im Tropeninstitut durchgeführt (Malaria sowieso und das mehrfach). Eine Ursache für das Fieber konnte bei keiner dieser Untersuchungen gefunden werden.
Mehrmals wurde jedoch der Verdacht geäußert, das Fieber könnte durch einen Stau im Bereich des neu angelegten Gallenabflusses und durch dadurch eindringende Keime ausgelöst worden sein. Durchgeführte bildgebende Untersuchungen (Ultraschall/CT) konnten jedoch keine Veränderungen zeigen, die als Ursache in Frage kamen.
Für mich wäre es deshalb wichtig zu wissen, ob jemand bereits ähnliche Erfahrungen gemacht hat und wie man das Problem in den Griff bekommen hat. Gibt es Untersuchungsmethoden, die ein genaueres Bild zeigen?
Portugal
Beiträge: 60
Registriert: 9. Juni 2012, 13:13

Re: Wipple-Operation und Fieberschübe

Beitrag von Portugal »

Hallo,

ich habe schon im Forum geschrieben. Ich habe die gleichen Probleme nach Wipple-OP vor 1 1/2 Jahren. Siehe unter Choledochuszyste nach Todani)
Meine Galle staut sich zurück. Ich war jetzt in Bochum und dort wurde mir vorgeschlagen, die gleiche Operation noch einmal machen zu lassen. Zunächst werde ich aber noch einmal mit dem Professor sprechen, der mich operiert hat. (Er hat eine Yamakawa-Drainage vorgeschlagen).

Ich bin allerdings völlig verunsichert, was ich tun soll. Ich denke, ich werde mehrere Meinungen einholen. Sind die Fieberschübe vorbei geht es mir sehr gut. Sie treten häufig nach körperlicher Anstrengung auf?
Ich habe vergessen, zu erwähnen, das ich 2 x täglich Ursufalk 500 nehme.
Ich weiß nicht, ob Dir das hilft, aber ich würde auf jedem Fall zu einem Spezialisten gehen.

Liebe Grüße
Portugal
uwe
Beiträge: 301
Registriert: 11. März 2008, 10:50
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Re: Wipple-Operation und Fieberschübe

Beitrag von uwe »

Hallo Portugal,
Ich verstehe nicht warum du den Rat aus Bochum anzweifelst oder nicht akzeptierst .
Es gibt nicht sehr viele so qualivizierte Ärzte wie in Bochum.
Aber welche Alternative gibt es die Laangfristig funktioniert?
Ich habe selbst auch den Rat der Ärzte drei Jahre vor mir hergeschoben und erst dann die zweitOP im Bochum machen lassen.....die drei Jahre waren nicht wirklich lebenswert mit Schmerztherapie und der ständigen Angst das wieder mal ein schub nicht beherrschbar bleibt.....
hätte ich mal nicht so lange gewartet...man gewöhnt sich nicht an schmerzen...

Viele Grüße
Uwe
Portugal
Beiträge: 60
Registriert: 9. Juni 2012, 13:13

Re: Wipple-Operation und Fieberschübe

Beitrag von Portugal »

Hallo Uwe,

ich zweifele den Rat nicht an, ich habe einfach Angst vor einer 2. OP. Ich brauche noch etwas Zeit.

Liebe Grüße
Portugal
uwe
Beiträge: 301
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Re: Wipple-Operation und Fieberschübe

Beitrag von uwe »

Hallo Portugal,
Klar war auch Angst einer der Gründe warum ich so lande gewartet habe...neben finanziellen und anderen....Aber jede Entzündung schädigt wieder ein bischen mehr des Organs...
Ich habe mich engmaschig von Spezialisten untersuchen lassen während der Zeit.
Aber wenn ich hier Berichte lese von Krankengeschichten die im Koma auf Intensiv enden, weiss ich nicht ob das bei mir nicht der tanz auf dem Vulkan war...
Auch ist eine geplante OP von einem Spezialist durchgeführt nicht son grosses Problem.
Eine Notop irgendwo in der Provinz schon....

Viel Glück
Uwe
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Lutz Otto
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Re: Wipple-Operation und Fieberschübe

Beitrag von Lutz Otto »

Hallo eveluk,

mir fällt zu deiner Symptomatik die ( chron). Cholangitis ein. Diese wurde hier schon oft beschrieben bzw. diskutiert. Vielleicht versuchst Du mal über die Suche oben rechts für :Cholangitis diverse Beiträge zu finden.
Oder Du schaust hier vielleicht : viewtopic.php?f=14&t=711&p=13012&hilit= ... tis#p13012



Ergänzend dazu nehme ich jetzt als Dauermedikation 3x 1 UrsofalK 500 mg täglich..
Ein herzlichen Gruß aus Magdeburg

Lutz Otto

AdP e. V. - Vorstrandsvorsitzender
eveluk
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Re: Whipple-Operation und Fieberschübe

Beitrag von eveluk »

Hallo Portugal, hallo Lutz,
vielen Dank für Euere hilfreichen Hinweise. Ich bin neu im Forum und hatte noch zu wenig gelesen. Nach Eueren Hinweisen bin ich aber der Überzeugung, dass es sich bei meinem Problem um eine Cholangitis handelt. Unklar ist mir aber immer noch, wieso die Untersuchungen bei mir lediglich zu einem "Verdacht" geführt haben, dass sich im Bereich der Anastomose eine Entzündung vorliegen könnte. Welche Untersuchungen haben bei Euch zu der bestätigten Diagnose geführt? Gibt es außer einem ERCP noch andere bildgebende Untersuchungsmethoden, die den Verdacht bestätigen könnten?
Liebe Grüße
eveluk
Portugal
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Registriert: 9. Juni 2012, 13:13

Re: Wipple-Operation und Fieberschübe

Beitrag von Portugal »

Hallo eveluk,

bei mir wurden mehrfach ein MRT und CT gemacht und somit ein Gallestau festgestellt. Bei einem akuten Fieberschub hat der Hausarzt Blutkulturen angelegt. Einmal wurde Escherichia Coli festgestellt und ich wurde im Krankenhaus mit Antibiose intravenös behandelt. Beim zweiten Mal konnten keine Bakterien festgestellt werden.
Ich habe die Fieberschübe alle 4 - 6 Wochen seit einem Jahr. Operiert wurde ich vor 1 1/2 Jahren.

Liebe Grüße und viel Glück
Portugal
Gummibär
Beiträge: 23
Registriert: 31. Juli 2011, 19:05

Re: Wipple-Operation und Fieberschübe

Beitrag von Gummibär »

Hallo Eveluk,
auch ich habe regelmäßig damit zu kämpfen.
Auch bei mir war nur ein Verdacht da, der durch nichts belegt wurde. Besser ist es bzgl. der Cholangitis trotz einer weiteren OP leider nicht geworden, aber das wurde mir auch nicht zu 100% versprochen.
Manchmal sind es halt nur Vermutungen der Ärzte, die man halt glauben muß (oder auch nicht).
Mein Whipple ist jetzt 2,5 Jahre her, der Re-do knapp 18 Monate.


Falls du noch weitere Info`s haben möchtest, schicke einfach eine PN.

Gummibär
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