Säureblocker (Ranitidin) überhaupt notwendig??

(Krebs, Entzündung, Operation, Nachsorge, Verdauung, Ernährung, Diabetes, Reha, Recht ...)

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Danny67
Beiträge: 67
Registriert: 22. April 2011, 07:52
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Säureblocker (Ranitidin) überhaupt notwendig??

Beitrag von Danny67 »

Hallo,

bei Yannik (22) wurde im August 2011 eine partielle Pyloruserhaltende Pancreatoduodenektomie durchgeführt.

Seither nimmt er Ranitidin (300 mg 1-0-0) ein. Die Ärzte sahen das damals nach der OP als notwendig an (was mir auch einleuchtete).

Mittlerweile hat er allerdings so schlechte Blutwerte (Thrombos bei 87.000), dass sich mir die Frage stellt, ob die Einnahme von Rantidin überhaupt noch notwendig ist.
Nachdem ihm in der Reha in Bad Brückenau gesagt wurde, dass er das Ranitidin weg lassen soll, da er ja Pyloruserhaltend operiert wurde.

Bei Yannik sollte dringend die Leber biopsiert werden :( , die OP wurde wegen der schlechten Thrombos verschoben

Was meint ihr?
Unsere Ärzte sind zwiespältig. Keiner mag so richtig sagen, dass er das Ranitidin weglassen soll. (Omeprazol hat er nicht vertragen, daher sind wir auf das "alte" Ranitidin umgestiegen).

Viele Grüsse,
Daniela
Norbert
Beiträge: 412
Registriert: 11. März 2008, 10:55
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Re: Säureblocker (Ranitidin) überhaupt notwendig??

Beitrag von Norbert »

Hallo Daniela,

es kommt darauf an, ob Yannik auch Verdauungsenzyme nimmt.
Ich nehme auch Säureblocker, nicht wegen dem Magen, sondern damit die Enzyme besser wirken. Das geht mit Blockern besser, ohne bekomme ich Durchfall.

Dass das Ranitidin Einfluss auf die Thrombos hat, kann ich mir aber nicht vorstellen.

Herzliche Grüße

Norbert
Danny67
Beiträge: 67
Registriert: 22. April 2011, 07:52
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Re: Säureblocker (Ranitidin) überhaupt notwendig??

Beitrag von Danny67 »

Hallo Norbert,

Danke für Deine Antwort.
Yannik nimmt keine Enzyme zu den Mahlzeiten.

Er nimmt "nur" noch Hydromorphon wegen der Rückenschmerzen - die kann ich allerdings nicht weg lassen - irgendwoher müssen die schlechten Blutwerte ja kommen.
Zur Zeit macht er auch eine Eisen-Spritzen-Kur, da die Eisenwerte im Keller sind. In der Reha in Bad Brückenau wurde ihm allerdings auch geraten, dass er das Ranitidin endlich weg lässt, denn eine Dauereinnahme würde mehr schaden als nützen (in seinem Fall).


Viele Grüsse, D.
Norbert
Beiträge: 412
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Re: Säureblocker (Ranitidin) überhaupt notwendig??

Beitrag von Norbert »

Hallo Daniela,

wie sieht es denn mit dem Vitamin B12 aus? Ist das auch erniedrigt, evtl. mal testen lassen. Durch das Ranitidin kann die Aufnahme gestört sein und vielleicht so zu den verminderten Thrompozyten führen.
An eurer Stelle würde ich mal ausprobieren das Ranitidin wegzulassen. Wenn Yannik Magenprobleme bekommt, kann er es ja wieder nehmen. Es ist immer gut , so wenig als möglich an Medikamenten zu nehmen.

Liebe Grüße

Norbert
Danny67
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Registriert: 22. April 2011, 07:52
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Re: Säureblocker (Ranitidin) überhaupt notwendig??

Beitrag von Danny67 »

Hallo Norbert,

auf Anraten eines Viszeral-Chirurgen lassen wir das Ranitidin jetzt weg.

Hab ein aktuelles Blutbild angeschaut, da wurde der B12 Status nicht getestet.
Werde ich beim nächsten mal sagen. Danke für den Tipp.
Der Eisen-Wert liegt halt bei 24 F :(
Bin gespannt ob die Spritzen-Kur anschlägt.

Viele Grüsse aus dem verregneten Ba-Wü
Daniela
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