Ich bin neu auf diesem Forum und es hat fast 1 Jahr gedauert, bis ich mich getraut habe, mich anzumelden
Momentan weiss ich nicht genau, wie ich mit meiner Situation umgehen soll und v.a. mit meinem Umfeld. Vor einem Jahr hatte ich extrem starke Bauchkrämpfe und musste ins Spital. Dabei wurde festgestellt, dass ich eine Pancreatitis hatte. Die Ärzte teilten mir mit, dass dies mit afangs 20 sehr selten sei. Deshalb wurde ich an einen Bauchspeicheldrüsenspezialisten überwiesen. Es galt nun herauszufinden, wieso ich eine solche Entzündungen mache. Vor 2 Wochen nun der Beschluss: man weiss es nicht.. Es gibt anscheinend ca. 10% der Patienten, bei denen es unklar ist, wieso sie eine chronische Pankreatitis haben. Im ersten Moment habe ich mich irgenwie über diese Bescheid gefreut. Im zweiten jedoch, wurde mir bewusst, dass sich nichts an dieser Situation ändern wird. Dies hat mir auch der Spezialist bestätigt.
Gut, was heisst "Situation"' ? bei mir sieht das folgendermassen aus: ich muss extrem viel am Tag auch die Toilette und habe oft eine grosse Übelkeit. Esse ich etwas, was ich nicht vertrage, dann verschlimmern sich diese Symptome. (bin momentan am Aufschreiben, was ich essen kann und gut vertrage und was nicht. wie in einem Tagebuch). ca. 1 mal die Woche habe ich Krämpfe. Mein CRP Wert ging zwar nie mehr wie vor einem Jahr auf 160, ist jedoch dennoch immer erhöht. Ich nehme regelmässig Creon (Enzyme) ein, damit ich "gut" verdauen kann (15-20 Tabletten am Tag). Dennoch kann ich nicht mehr so unbeschwert wie vorher weg gehen. Und das belastet mich je länger je mehr sehr. Immer wenn ich wieder einmal mit Kollegen weg gehe, suche ich zuerst die Toilette für den "Notfall". Ich muss sicherstellen, dass ich sicher jede 2 Stunden eine Toilette verfügbar ist. Ich gehe nun für 1 Monat nach Asien, und meine Angst ist natürlich gross (Schmerzen, keine verfügbare Toilette auf dem Flug, keine verfügbare beim Reiseziel, andere Leute die mich hören könnten, Übelkeit, nichts essen zu können, etc.).
Wie geht ihr mit solchen Symptomen um? Habt ihr Tipps, wie man sich unbeschwerter bewegen kann? Was tut ihr, wenn ihr Krämpfe habt? Ich habe dann immer das Gefühl, mein Körper entspannt sich nicht mehr.
Und vor allem: wie besiegt ihr die Angst gegen solche Krämpfe? und das Schamgefühl?
Ich würde mich seeeeeehr freuen, wenn jemand seine Erfahrungen mit mir austauschen könnte. Oder auch Angehörige =) Ich danke euch schon jetzt!!!!!!!
Viele liebe Grüsse
