Genesungsdauer nach Whipple

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Elisa
Beiträge: 53
Registriert: 11. Juli 2013, 16:47

Genesungsdauer nach Whipple

Beitrag von Elisa »

Hallo Ihr lieben,

Am 10.09 wurde ich in HD. An der BSP operiert. Der Kopf und 12 Fingerdarm wurden wegen Chron. Pankrearitis entfernt. Nach 8 tagen durfte ich heim. Soweit geht es mir auch ok. Habe zwar abgenommen aber zwinge mich mit Essen um nicht noch mehr an Gewicht zu verlieren. Trinken tue ich auch bestimmt 1,5 Liter am Tag.
Was mich aber fertig Macht sind diese ekelhafte Bauchschmerzen die aber eher vom Darm her kommen. And er narbe oder da wo die BSP eigentlich sitzt, habe ich gar keine schmerzen.

Kennt das jemand von euch?

Mir ist auch sobald ich aufstehe, laufe oder im Auto sitze sofort übel. Diese Übelkeit kommt auch manchmal nachdem ich gegessen habe. Die Bauchschmerzen sind eigentlich durchgehend da trotz, ibu, tramadol oder novalmin.

Ich bilde mir ein dass mir immer eine Wärmeflasche hilft.

Könnt ihr mir helfen?

Danke

Lg elisa :( :)
Kaba18
Beiträge: 180
Registriert: 9. Juli 2012, 08:38

Re: Genesungsdauer nach Whipple

Beitrag von Kaba18 »

Hallo Elisa, schön dass Du die OP so gut und schnell überstanden hast! Wie lang ist denn deine Narbe, haben sie eventuell den Darm "neu sortiert" während der OP..? War das ein klassischer Whipple? Ich hoffe es war nicht so schlimm mit Intensiv und Magensonde usw... das mit den Bauchschmerzen beim / nach dem Essen kann noch eine Weile dauern... bis sich alles wieder eingespielt hat, auch das schnelle Erschöpftsein hält ein paar Wochen an eventuell. Nimmst Du Kreon zum Essen..? Pantozol..? Das erleichtert das ganze etwas. Hast Du Durchfälle oder ist die Verdauung wieder normal?
Liebe Grüße

Kaba

"Zeiten ändern Dich" (Bushido)
Elisa
Beiträge: 53
Registriert: 11. Juli 2013, 16:47

Re: Genesungsdauer nach Whipple

Beitrag von Elisa »

Hallo kaba,

Danke für die Antwort. Ne am Darm haben sie nichts gemacht. Hatte auch keine Magensonde gebraucht.
Durchfälle hatte ich nur vor zwei Tagen dass kann aber an den Abführhilfen liegen.

Erschöpft bin ich auch Null. Ich habe eigentlich nur dieses dumme Problem mit den ekelhaften Bauchschmerzen im Darmbereich und der Übelkeit ab und an.

Meine Narbe is ca. 20 cm und reicht vom Zwerchfell in etwa bis zum Bauchnabel.
Krön Brauch ich eigentlich nicht nehmen aber ich nehme es zu jedem essen eine Kapsel, da ich ja an sich kein durchfall habe.

Morgen habe ich einen Termin bei meinem Internisten und hoffe dass der mir helfen kann, es zerrt an meinen Kräften diese elendigen Schmerzen.

Viele Grüße

Elisa
stocki
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Re: Genesungsdauer nach Whipple

Beitrag von stocki »

Hallo Elisa,
ich glaube, dass Du noch ein wenig Geduld haben musst.
Du hast eine große OP hinter Dir.
Bei mir haben die starken Beschwerden über ein Jahr lang angehalten. Erst dann habe ich gelernt mit meinem Körper wieder "umzugehen".
Es geht bei vielen Patienten natürlich auch deutlich schneller, aber bei Dir ist die OP ja gerade erst gemacht worden. Gib Dir Zeit, versuche es mit vielen kleinen Mahlzeiten und achte darauf, was Du besser und weniger gut verträgst.
Wenn die Beschwerden anhalten, würde ich mich noch einmal in HD vorstellen.

Gute Besserung und viele Grüße
Claudia
Elisa
Beiträge: 53
Registriert: 11. Juli 2013, 16:47

Re: Genesungsdauer nach Whipple

Beitrag von Elisa »

Hallo Stocki,

Danke für deine Antwort.
Ja, ich glaube ich werde noch eine Weile zu kämpfen haben.
Kannst Du dich noch daran erinnern wann du das erste mal Kuchen, Schokolade etc. Vertragen hast? Denn ich traue mich das nicht zu Essen irgendwie.

Lg elisa
stocki
Beiträge: 119
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Wohnort: Meerbusch (Nähe Düsseldorf)

Re: Genesungsdauer nach Whipple

Beitrag von stocki »

Hallo Elisa,
die ersten Süßigkeiten habe ich etwa nach 2-3 Monaten versucht. Aber Schokolade ging gar nicht, Gummibärchen schon eher. Ist auch heute noch so, kleine Mengen vertrage ich, aber wenn mich der Heißhunger packt und ich z.B. eine ganze Tafel Schokolade esse, wird es mir richtig schlecht.
Ich bin eigentlich immer gut damit gefahren das zu essen worauf ich Appetit hatte. Aber immer zuerst in kleinen Mengen.
Viele Grüße Claudia
Muggle
Beiträge: 224
Registriert: 24. November 2012, 17:58

Re: Genesungsdauer nach Whipple

Beitrag von Muggle »

Leider kann ich dir da auch wenig Ermutigendes schreiben. Meine Op ist jetzt ein knappes Jahr her (erste op im September, nach Komplikationen erst im November wieder zuhause) und die Schmerzen halten unvermindert an. Bei mir sind sie allerdings dauerhaft und scheinen von Nahrung nicht beeinflusst zu werden. Ob das jemals wieder aufhoert wagt niemand vorherzusagen. Der "normale" Verlauf scheints ja nicht zu sein und bei mir geht auch bezueglich Darm einiges durcheinander. Du bist also nicht allein mit deinem Problem. Ob und wann es besser wird kann ich dir leider auch nicht sagen. Aber ich wuensche dir von Herzen dass es nicht dauerhaft bleibt und bald besser wird.
Elisa
Beiträge: 53
Registriert: 11. Juli 2013, 16:47

Re: Genesungsdauer nach Whipple

Beitrag von Elisa »

Hallo Muggle,

Na du lieber Himmel. Tust mir sehr leid. Wie konnte es zu den Komplikationen kommen?
Ich hoffe sehr dass es dir mal wieder normal geht.

Mir geht es soweit echt gut bis auf diese 20 Stunden schmerzen am Tag im Darm. Wenn dieser stechende Schmerz nicht wäre....wow.

Ich beneide echt die Leute wenn wir essen gehen, denn für mich braucht man gar nichts bestellen, erst wegen der Menge und zweitens weil man ja nur wenig essen kann.....es ist echt eine Riesen Lebenseinschränkung.

Viele Grüße

Elisa
Muggle
Beiträge: 224
Registriert: 24. November 2012, 17:58

Re: Genesungsdauer nach Whipple

Beitrag von Muggle »

Tja, wie konnte es zu den Komplikationen kommen? Das frage ich mich teilweise auch. Natürlich ist eine Pankreas-OP an sich schon mit einem recht hohen Risiko auf Komplikationen verbunden, aber diese Ansammlung erscheint mir nicht ganz normal zu sein. Leider komme ich an die Unterlagen erst nach Ablauf eines Jahres heran- falls sie dann nicht wieder dienächste Ausrede finden, warum ich sie nicht haben kann. Aber gut, das ist hier off topic.

Hast du denn Behandlung für die Schmerzen? ich bin noch immer unter Opiaten, anders geht es leider nicht. Aber damit ist der Alltag wieder lebbar geworden. ich kann inzwischen meinen Haushalt wieder führen, mich draußen bewegen, sogar ein bisschen Sport machen. Klar, das tut weh, aber es ist ein gutes Gefühl es wieder zu tun und die Schmerzen bleiben durch die Medikamente in einem Rahmen, der mir dann halt nicht gleich den Kreislauf weg haut. Bewegung scheint mir gut zu tun, aber der Grat zu zu viel und dann ganz schlimmen Schmerzen ist ziemlich schmal.

Das mit dem Essengehen kenne ich, allerdings schränkt es mich nicht so ein, da ich finanziell bedingt eh nicht viel essen gehe. Wenn, dann bestelle ich einfach eine Kleinigkeit (Vorspeise oder so). Bei mir ist es mehr dass mein vegetatives Nervensystem, obwohl die Schmerzen durch die Medikamente einigermaßen unterdrückt sind, auf die Schmerzen reagiert. Ich weiß nicht ob du das kennst, aber ich habe gerade nachts extreme Schweissausbrüche, so dass ich mich mehrfach pro Nacht komplett umziehen muss. Ich schlafe auf Badelaken, weil man die ziemlich easy auswechseln kann und dann wieder trocken liegt.

Bezüglich essen- wenn du Appetit auf etwas hast, dann probier es. Ich bin so manches Mal überrascht worden, dass ich Sachen vertragen habe, von denen ich es nicht gedacht hatte und andersherum. Vermutlich wirst du dich durchprobieren müssen- vorsichtig halt.

Noch was: bezüglich trinken wäre es gut, wenn du mehr schaffen würdest. Durch die Schwierigkeiten, Nahrung zu verdauen, verweilt die Nahrung länger im Darm und es wird mehr Wasser entzogen. Das kann zu sehr hartem Kot führen, der wiederum zu Verstopfungen und BEschwerden führen kann. Solltest du damit Schwierigkeiten haben, dann versuch mal mehr zu trinken, das hilft. Ich habe immer eine 0,7l Flasche bei mir und versuche, diese neben Kaffee und so 3-4x pro Tag leer zu trinken.
Hortensienbusch
Beiträge: 118
Registriert: 1. Juni 2013, 17:05

Re: Genesungsdauer nach Whipple

Beitrag von Hortensienbusch »

Muggle hat geschrieben:Tja, wie konnte es zu den Komplikationen kommen? Das frage ich mich teilweise auch. Natürlich ist eine Pankreas-OP an sich schon mit einem recht hohen Risiko auf Komplikationen verbunden, aber diese Ansammlung erscheint mir nicht ganz normal zu sein. Leider komme ich an die Unterlagen erst nach Ablauf eines Jahres heran- falls sie dann nicht wieder dienächste Ausrede finden, warum ich sie nicht haben kann. Aber gut, das ist hier off topic.
Hallo Muggle,

finde das wirklich sehr uminös, dass das Krankenhaus den Op-Bericht nicht rausrückt! :denk:

Ich habe meinen sogar sofort nach der Op mitbekommen, allerdings war das keine Pankreas-Op. Trotzdem finde ich das nicht ganz normal.
Hast du dich schon mal rechtlich schlau gemacht, ob das Zurückhalten der Unterlagen statthaft ist?

Ganz liebe Grüße und gute Besserung! ;-)

LG Hortensienbusch
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