Hallo an alle,
nachdem ich den ersten Schock über die Diagnose "Sie haben eine unklare Stelle auf dem Pankreaskopf, da sollten wir operieren" überwunden habe, bin ich auf dieses Forum gestoßen.
Zu meiner Vorgeschichte: Ich bin 54 Jahre alt, männlich, sportlich und von normaler Staur (1,76 m, 80 kg). Bei einer Routineuntersuchung stellte der Arzt mit Ultraschall eine unklare Stelle auf der BSP fest. Meine Lipasewerte waren eigentlich im Normbereich, nur nach reichlichem Essen am Vortag erhöht. Körperlich habe ich keine Beschwerden, weshalb ich dann brav CT, MRT und Endosonographie mit Gewebeprobenentnahme (Uniklinik Bonn) mitmachte. Meine Blutwerte sind ansonsten in Ordnung; Tumormarker war negativ.
Gestern war ich bei Prof. Kalff in der Uniklinik Bonn, welcher mir eröffnete, dass es sein kann, dass ich BSP-Karzinom habe. Kann auch sein, dass nicht. Um dies festzustellen, ist seiner Meinung nach die Whipple-OP notwendig. Eine andere klärende Methode gäbe es nicht.
Nun meine Frage an alle:
1. Ist eine OP mit den ganzen irreversiblen Folgen der richtige Weg, wenn "nur" ein Verdacht vorliegt ?
2. Ist die Universitätsklinik Bonn zu empfehlen oder sollte ich eine andere Klinik wählen ? Ich möchte nicht, dass auf Verdacht rein vorsichtshalber zuviel herausgeschnitten wird. Da ich bislang noch keine OP's hatte, bin ích da zugegebenermaßen etwas ängstlich.
3. Wie sieht das Leben danach aus ? Der Prof. sagte, nach einer Umgewöhnungszeit von bis zu 6 Monaten kann ich wieder allles essen.
4. Welche REHA-Einrichtung im Umkreis von Bonn ist empfehlenswert ?
Ich weiß, dass ich vvermutlich diesselben Fragen stelle wie alle anderen, die diesselbe Diagnose bekommen haben, würde mich aber dennoch über Antworten freuen
Gruß
aus Bonn
Peter
Anstehende BSP-OP
-
Elisa
- Beiträge: 53
- Registriert: 11. Juli 2013, 16:47
Re: Anstehende BSP-OP
Hallo Peter,
deinen Schock kann ich nachvollziehen. Den hätte ich auch gehabt.
Ich bin 25 und wurde im September nach Whipple mit Magenerhaltener Form operiert - in Heidelberg. Diese Klinik würde ich dir lieber empfehlen. HD ist weltweit führend was BSP Krankheiten und Operationen angeht. Die operieren am Tag zwischen 1 und 3 Patienten an der BSP.
Die ersten Wochen danach sind natürlich sehr bescheiden. Nach acht Tagen wird man in der Regel vom KH entlassen und stellt sich dann bei seinem Hausarzt vor.
Mir ging es drei Wochen nach der OP relativ kacke, denn der Körper muss sich erst an die Anatomie gewöhnen und die Sache mit dem Essen ist auch schmerzhaft.
Abd er 4 Woche konnte ich komplett ohne Schmerzmittel auskommen bis auf hin und wieder mal wenn man das falsche isst.
Es ist wichtig komplett auf blähendes Zeug zu verzichten, sowie zu heißes zu kaltes zu gewürztes etc. Quasi ist man gewunden sich gesund und schonend zu ernähren. Aber hier wird man im KH informiert. In HD gibt es eine eigene Abteilung der sich Sozialdienst nennt, dort gibt es auch speziell auf BSP Krankheiten geschulte Ernährungsberater die einen begleiten und Hilfe geben auch wenn man zu Hause ist.
Heute kanpp 6 Wochen danach bin ich schon wieder arbeiten und mache Sport auch körperlich anstregenden. Man muss einfach seine Grenzen kennen und macht automatisch Pause.
Mein Ratschlag an Dich - Überweisungsschein von deinem Hausarzt an die Uni Klinik HD Pankreassprechstunde und Termin vereinbaren - abwarten was die sagen - die haben auch spezielle MRT Geräte. Wenn diese sagen operieren wäre ratsam um nichts zu riskieren dann würde ich es auf jedenfall machen. Lieber 3-6 Wochen Schmerzen und Problemchen wie BSP Krebs.
Nach 6-12 Monaten ist die komplette Essensgeschichte auch wieder Schnee von gestern und das Leben geht weiter wie zuvor.
Du musst wissen das 2 von 3 Tumorfällen immer im Kopf der BSP entstehen. Wenn du nach Whipple operiert bist hast du diese Sorge Krebs zu bekommen weg.
Es ist wichtig sich in einem renomierten Pankreaszentrum unterschuchen bzw. operieren zu lassen denn diese OP ist sehr groß kostet viel und bringt den Kliniken Ansehen! Es gibt viele die sich damit profitieren wollen wenn sie sagen können wir operieren nach Whipple obwohl da keinerlei Erfahrungen da sind.
Ich würde immer wieder egal um was es bei der BSP geht nach HD gehen. Dies empfehle ich dir auch zu tun. Man hat nur eine Gesundheit.
Ich hoffe ich konnte helfen
Lg Elisa
deinen Schock kann ich nachvollziehen. Den hätte ich auch gehabt.
Ich bin 25 und wurde im September nach Whipple mit Magenerhaltener Form operiert - in Heidelberg. Diese Klinik würde ich dir lieber empfehlen. HD ist weltweit führend was BSP Krankheiten und Operationen angeht. Die operieren am Tag zwischen 1 und 3 Patienten an der BSP.
Die ersten Wochen danach sind natürlich sehr bescheiden. Nach acht Tagen wird man in der Regel vom KH entlassen und stellt sich dann bei seinem Hausarzt vor.
Mir ging es drei Wochen nach der OP relativ kacke, denn der Körper muss sich erst an die Anatomie gewöhnen und die Sache mit dem Essen ist auch schmerzhaft.
Abd er 4 Woche konnte ich komplett ohne Schmerzmittel auskommen bis auf hin und wieder mal wenn man das falsche isst.
Es ist wichtig komplett auf blähendes Zeug zu verzichten, sowie zu heißes zu kaltes zu gewürztes etc. Quasi ist man gewunden sich gesund und schonend zu ernähren. Aber hier wird man im KH informiert. In HD gibt es eine eigene Abteilung der sich Sozialdienst nennt, dort gibt es auch speziell auf BSP Krankheiten geschulte Ernährungsberater die einen begleiten und Hilfe geben auch wenn man zu Hause ist.
Heute kanpp 6 Wochen danach bin ich schon wieder arbeiten und mache Sport auch körperlich anstregenden. Man muss einfach seine Grenzen kennen und macht automatisch Pause.
Mein Ratschlag an Dich - Überweisungsschein von deinem Hausarzt an die Uni Klinik HD Pankreassprechstunde und Termin vereinbaren - abwarten was die sagen - die haben auch spezielle MRT Geräte. Wenn diese sagen operieren wäre ratsam um nichts zu riskieren dann würde ich es auf jedenfall machen. Lieber 3-6 Wochen Schmerzen und Problemchen wie BSP Krebs.
Nach 6-12 Monaten ist die komplette Essensgeschichte auch wieder Schnee von gestern und das Leben geht weiter wie zuvor.
Du musst wissen das 2 von 3 Tumorfällen immer im Kopf der BSP entstehen. Wenn du nach Whipple operiert bist hast du diese Sorge Krebs zu bekommen weg.
Es ist wichtig sich in einem renomierten Pankreaszentrum unterschuchen bzw. operieren zu lassen denn diese OP ist sehr groß kostet viel und bringt den Kliniken Ansehen! Es gibt viele die sich damit profitieren wollen wenn sie sagen können wir operieren nach Whipple obwohl da keinerlei Erfahrungen da sind.
Ich würde immer wieder egal um was es bei der BSP geht nach HD gehen. Dies empfehle ich dir auch zu tun. Man hat nur eine Gesundheit.
Ich hoffe ich konnte helfen
Lg Elisa
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JKleeberg
- Beiträge: 119
- Registriert: 30. August 2008, 17:55
Re: Anstehende BSP-OP
Hallo und guten Tag, ich würde in jedem Falle eine Zweitmeinung aus einem Pankreaszentrum einholen. Als Bonner würde ich Bochum empfehlen.Die Anschriften aller Zentren in Deutschland sind auf unserer Homepage zu finden.
MfG J. Kleeberg
MfG J. Kleeberg