Adjuvnte Chemotherapie mit Gemcitabine als Mono-Therapie

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giesel67
Beiträge: 9
Registriert: 11. April 2014, 10:23

Re: Adjuvnte Chemotherapie mit Gemcitabine als Mono-Therapie

Beitrag von giesel67 »

Hallo Kaba,

nachdem bei mir (45 Jahre) im Nov. 12 BSDK festgestellt wurde, habe von Dez 12 bis Juni 13 eine Chemo mit Gemcitabine gehabt.
Die Nebenwirkungen waren sehr gering.
Ich zähle sie am besten mal auf:
-in der Nacht nach der Chemo konnte ich nicht schlafen, was aber nicht schlimm war, da ich ja sowieso
zu Hause war und den Schlaf nachholen konnte
-ein bis zwei Tage eine Gesichtsfarbe, als wenn ich zu lange in der Sonne gesessen habe (sah sehr gesund aus) :-D
-einen Tag Verstopfung (geht auch)
Ich denke, mit diesen Nebenwirkungen kann man leben.
Haarausfall hatte ich auch nicht.
Sollte ich nochmal ein Rezidiv bekommen, was ich natürlich nicht möchte, würde ich die Chemo so legen, dass sie mir Freitags gegeben wird um weiterhin arbeiten zu gehen.
Ich hoffe, ich habe dir ein bisschen deine Angst genommen.

Ein schönes Wochenende und viel Erfolg für die Chemo
Kaba18
Beiträge: 180
Registriert: 9. Juli 2012, 08:38

Re: Adjuvnte Chemotherapie mit Gemcitabine als Mono-Therapie

Beitrag von Kaba18 »

Hallo gisel67, danke für die Antwort. Ist dir das tumorstadium bekannt was du hattest? Ist deine Drüse komplett entfernt? Mein Mann ist durch die totale Entfernung Diabetiker und es wird kein kortison gegeben zur chemo.er hat jetzt sorge wegen Übelkeit obwohl sie gesagt haben da gibt es wohl auch andere Mittel. Wurden regelmäßig tumormarker kontrolliert? Ct oder mrt gemacht? Hast du doll abgenommen? Ich hab ihm moringa Pulver und sulforaphan kapseln bestellt zur Unterstützung des Immunsystems, ihm fehlt ja auch die Milz. Sorry für die vielen Fragen aber wir sind knapp 7 wochen nach der Diagnose noch sehr überfordert und der Kopf spielt verrückt. .. wir haben einfach nur angst. .er fühlt sich aber körperlich gut und hat schon 3 kg zugenommen in den 3 Wochen nach der op, arbeitet im Garten usw., aber wie gesagt es dreht sich alles. .. Wo wurdest du operiert? Wir sind aus Niedersachsen. Lg und danke falls du noch mal antworten würdest. .
Liebe Grüße

Kaba

"Zeiten ändern Dich" (Bushido)
giesel67
Beiträge: 9
Registriert: 11. April 2014, 10:23

Re: Adjuvnte Chemotherapie mit Gemcitabine als Mono-Therapie

Beitrag von giesel67 »

Hallo Kaba,
Erstmal du mußt dich doch nicht für deine Fragen entschuldigen.
Bei mir wurde eine Linksresektion (Schwanz und Milz weg) gemacht.
Ich hatte im Mai 2012 68kg (Beginn der Bschwerden), nach der OP im Nov. 2012 im KH Cottbus wurde ich mit 58kg entlassen. Achso bin 174 groß. Jetzt bin ich gerade dabei, wieder ein bisschen von meinen 71 kg runterzukommen. Während der Chemo hatte ich keine Übelkeit. Ich hatte aber auch schon beim Vorgespräch zur Chemo Tropfen (ich glaube sie hießen ACP-Tropfen)bekommen, welche ich 24 Stunden vorher einnehmen sollte.(Brauchte ich aber nicht) Das Komische war, dass ich auf die merkwürdigsten Dinge einen Heißhunger hatte. Ich habe nie viel Alkohol in meinem Leben getrunken und plötzlich hatte ich Appetitt auf Wodka (denn ich total eklig finde und natürlich nicht getrunken habe). Oder ich esse fast nie Süssigkeiten und hatte auch danach Verlangen.
Deine Frage nach dem Tumormarker. Ich hatte überhaupt keine, vor der OP. Im Febr. 14 war ich zur Kontrolle und hatte plötzlich welche. Beim CT wurde aber Tumorfreiheit festgestellt. Bei meiner Kur war auch ein Professor zu einem Vortrag und er sagte, dass man den Tuormarker auch nicht immer vertrauen könne.
LG nach Niedersachsen
schikki04
Beiträge: 34
Registriert: 22. März 2014, 02:53

Re: Adjuvnte Chemotherapie mit Gemcitabine als Mono-Therapie

Beitrag von schikki04 »

hallo KABA,

sorry, dass ich mich erst jetzt zurückmelde. habe zur zeit grosse schwierigkeiten mit dem pc. formatierung, neuinstallation, etc. und weiss im moment noch gar nicht ob ich das ding wieder richtig zum laufen kriege.

aber jetzt mal zu deinen fragen.
an der studie hatte ich aus eigenem wunsch teilgenommen, ich wollte einfach jede möglichkeit wahrnehmen die sich bietet und habe deswegen extra nach einem krankenhaus gesucht, in welchem ich die möglichkeit dazu hatte.
das tumorstadium war pT3, pN1 (3/59), Pn1, G3, R1 und die art des tumors war "adenokarzinom des pankreaskopfes".
während der chemo bekam ich regelmässig ultraschall- und ct-untersuchungen und nach dem auftreten der beschriebenen beschwerden zusätzlich röntgen und szintigramm.
metastasen konnten vor der op nicht befundet werden, dafür ham sie mir aber über 40 knötchen rausgeholt.

so weit zu den "fakten".
am schwierigsten ist aber deine frage nach der kontrolle einer chemobesserung. ich war in den letzten 2 monaten bei sehr vielen ärzten und in verschiedenen kh's zu diversen "fotoshootings" und beratungsgesprächen. es ist tatsächlich so, jeder sagt etwas anderes. die einen diagnostizieren einen neuerlichen tumorwuchs und der näxte sieht ihn auf den aufnahmen gar nicht. auf nachfrage findet er ihn dann doch und bestätigt den vorherigen befund. 3 wochen vorher wurden keine metastasen befundet, nachdem ich 4 monate vorher in der leber und einer nebenniere welche hatte. heisst das nun da sind tatsächlich keine oder sie wurden nur nicht gesehen? ich würde das selber gern wissen. mein eindruck ist, der betreffende arzt antwortet auf die frage nach einem chemoerfolg immer ganz nach seiner einstellung zu den dingen und festlegen wird sich sowieso keiner. der eine führt meine aktuellen lebermetastasen darauf zurück das ich im oktober 2013, nach der ersten anwendung, die folfirinox (folfoxiri?) -chemo abgebrochen habe (habe ich absolut nicht vertragen). und der andere sagt, so schnell kann das gar nicht sein. ausserdem habe ich von mitte nov. bis mitte dez. 2013 5 wochen hyperthermie gemacht. dann kommen noch so viele andere faktoren dazu, pschychlogische, ernährungstechnische, etc. wahrscheinlich hat alles zusammen und von jedem etwas dazu beigetragen das es mir so gut geht. ich glaube wenn jemand unbedingt eine chemo machen möchte ist sein glaube daran auch ein wichtiger psychologischer faktor und vielleicht sogar ausschlaggebender als die medikamentation selber. ich selber bin inzwischen sehr skeptisch was die chemo betrifft und finde in anderen behandlungen erfolge für mich, möchte aber gar nicht ausschliessen, dass ich doch noch irgendwann mal wieder ein chemo mache.

zur hyperthermie:
(in kurzen worten) dabei wird der körper künstlich in fieber versetzt. einmal komplett und bei einer anderen anwendung nur lokale stellen. die kranken krebszellen sollen dies nicht aushalten und dabei absterben. ich konnte das tatsächlich spüren, weil bei diesem prozess entzündungen entstehen die sich bei mir durch ein leichtes drücken im bauch bemerkbar gemacht haben. es hat sich dabei auf jeden fall etwas getan, bin ich der festen überzeugung. in der klinik, in der ich war, waren patienten mit total unterschiedlichen krebserkrankungen und einer sogar mit etwas ganz anderem. mir hat der aufenthalt dort, wie vielen anderen, sehr gut getan und auch viele prozesse bei mir in gang gesetzt ohne die ich mir keine heilung vorstellen kann. näxte woche fahre ich zu meinem zweiten aufenthalt dort hin. es handelt sich um die "vita natura klinik" in der pfalz. infos gibts natürlich im netz.
im grossen und ganzen geht es in dieser klinik darum mit den selbstheilungskräften des körpers zu arbeiten und neben der hyperthermie finden sich viele tolle und hilfreiche angebote. auf dem stundenplan stehen verschiedene injektionen, infusionen (mistel, ozon-eigenblut) und therapien wie zb sauerstoff und magnetfeld. es gibt entgiftung per einlauf, akupunktur, leberwickel und man wird geschröpft. zwei wichtige gebiete sind die ernährungsberatung/ -vorträge und die psychologischen gespräche. zusätzlich gibt es künstlerisches gestalten, bewegungstherapie, qi gong und entspannungs- meditationsstunden. folgende ernährungsarten während des aufenthaltes werden dort angeboten und in absprache mit den ärzten empfohlen: = vollwert (pflanzen, fisch, fleisch, milchprodukte, eier) = ovo-lacto-pesco-vegetarisch (pflanzen, fisch, milchprodukte, eier) = ovo-lacto-vegetarisch (pflanzen, eier, milchprodukte) = lacto-vegetarisch (pflanzen, milchprodukte) = vegetarisch (pflanzen) = rohkost (ungekochte pflanzen).
was, wann, warum, wo und wieviel man essen sollte wird sehr ausführlich und während des gesamten aufenthaltes in verschiedenen formen vorgetragen und besprochen/ diskutiert. man erfährt sehr genau warum welches fleisch und brot von der menschlichen verdauung schlecht verarbeitet wird und natürlich genauso auch was warum in welchem fall am besten geeignet ist. ein wichtiger punkt in diesem zusammenhang ist natürlich auch der umgang mit zucker. ich selber habe gar keinen zucker mehr im haus und backe meinen kuchen und koche den pudding mit stevia. auf stevia konnte ich mich sehr schnell umstellen und was mir am anfang geschmacklich sehr fremd vorkam ist für mich jetzt ganz normal.
das personal in der klinik und die ärtze sind total geil. es wird auf einen kleinen rahmen und familiäre atmosphere wert gelegt. wenn die klinik ausgebucht ist sind, glaube ich, 25 patienten im haus. und das beste: meine krankenkasse bezahlt das! (bkk) was aber leider nicht bei jeder der fall ist. aber auch die kosten für private patienten sind sehr annehmbar, wie ich gehört habe.
man bekommt dort so viele neue wege und ziele für sein leben gezeigt, dass man wircklich wieder spass am leben hat. wobei man sich die ziele natürlich selber erarbeiten muss und der ganze aufenthalt auch sehr viel eigene arbeit und initiative verlangt um das alles erfolgreich umsetzen zu können. ich selber werde in kürze ein kleines gewerbe anmelden und eine tolle geschäftsidee von mir ausprobieren. inzwischen haben sich für mich auch verschiedene berufliche perspektiven ergeben und ich bin voll in der zukunfts- und lebensplanung. vor kurzem habe ich unser schlafzimmer komplett renoviert und ich arbeite sehr viel im garten, was mir total gut tut und unheimlich viel spass macht wenn ich dinge entstehen lasse.

und dann gibts nach über 25 jahren beziehung mit der tollsten und schönsten frau dieser welt vielleicht ja auch noch eine hochzeit auf meine alten tage.... :-)

ich hoffe, ich konnte dir ein bisschen weiterhelfen und wünsche euch alles gute und sonnige ostern!!!!
SCHIKKI
Höllenweib
Beiträge: 1
Registriert: 13. August 2014, 13:27

Re: Adjuvnte Chemotherapie mit Gemcitabine als Mono-Therapie

Beitrag von Höllenweib »

Hallo,
mein Mann ist auch an BSD erkrankt. R1, T4, L0, M0 und bekommt morgen seine erste Chemo mir Gremzar. Er hat wahnsinnige Angst. Er hat bei 1,89 (Ausgangsgewicht 70,2kg) nur noch 60,0 kg. Wird es ihm weiter an Gewicht reduzieren? Was kann ich machen, dass er wieder Freude am Essen hat. Ich glaube dass es eine Kopfsache bei ihm ist..... ich weiss es nicht. Nach erneuter Untersuchung ob die Passagen Magen-Darm frei sind - ist alles i.O. Laut Doc könnte er alles in Maßen essen. Er tut es aber nicht. Er wird aufgrund des doch starken Gewichtsverlust zusätzlich künstlich (1300 kcal) ernährt. Wie kann ich ihm helfen?
Kaba18
Beiträge: 180
Registriert: 9. Juli 2012, 08:38

Re: Adjuvnte Chemotherapie mit Gemcitabine als Mono-Therapie

Beitrag von Kaba18 »

Hallo Höllenweib,
meinem Mann hat es damals nach der ersten Operation (Whipple) geholfen dass ich ihm kleine kalorienhaltige Trinkflaschen aus dem Internet hab kommen lassen, sind kleine Portionen und bringen viele Kalorien. Davon hat er 2 - 3 am Tag getrunken zusätzlich zu dem wenigen, was er damals essen konnte, er war von 82 auf 70 kg abgemagert. Innerhalb der nächsten 6 Wochen nach der OP konnte er langsam, langsam immer einen Happen mehr essen und auch die körperliche Betätigung wurde mehr - dadurch auch mehr Appetit. Innerhalb der nächsten 6 Monate hat er dann wieder auf 83 - 84 kg zugelegt. Ging aber in gaaaanz langsamen Schritten nur voran in den ersten Wochen. Nach der zweiten Operation (März 2014 totale Pankreatektomie) , in die er mit 83 kg ging, hat er "nur" 4 - 5 kg verloren auf 78 kg und hat innerhalb der ersten 4 - 6 Wochen sein Gewicht wieder auf 82 kg gesteigert, was er nun auch hält - auch jetzt während der Chemo und trotz Volldiabetes und voller Berufstätigkeit als Krankenpfleger. Du hast Recht, das ist eine Kopfsache... und man braucht unglaublich viel Geduld - als Patient und auch als Angehöriger. Wie alt ist Dein Mann, wenn ich fragen darf und wo seid ihr in Behandlung..? Gerne PN wenn Du noch Fragen hast.
LG Kaba
Liebe Grüße

Kaba

"Zeiten ändern Dich" (Bushido)
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