leichte Insuffizienz der Bauchspeicheldrüse

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John
Beiträge: 4
Registriert: 27. Mai 2014, 07:19

leichte Insuffizienz der Bauchspeicheldrüse

Beitrag von John »

Liebe Forumsteilnehmer,

ich bin 48 und bei mir wurde eine leichte exokrine Insuffizienz der BSD festgestellt.
Ich habe eigentlich keine Beschwerden, nehme an Gewicht eher zu, habe keine Schmerzen.
Kann man mit so einer Diagnose und bei entsprechender Anpassung der Lebensart auch
ein hohes Lebensalter erreichen?
Mach mir da jetzt ein bisschen Sorgen.

Vielen Dank,
John
Fritzpop

Re: leichte Insuffizienz der Bauchspeicheldrüse

Beitrag von Fritzpop »

Moin,
wie kommt man denn dann überhaupt auf diese Diagnose?
Welche Fakten stützen die BSD-Insuffizienz?
John
Beiträge: 4
Registriert: 27. Mai 2014, 07:19

Re: leichte Insuffizienz der Bauchspeicheldrüse

Beitrag von John »

Über eine Untersuchung des Stuhls, bzw. des Fettgehaltes im Stuhl.
Fritzpop

Re: leichte Insuffizienz der Bauchspeicheldrüse

Beitrag von Fritzpop »

... ohne eine weitere Diagnostik scheint mir das alles sehr wage.

Ich meine auch, dass der Elastase-Wert - auch häufig hier im Forum - etwas überbewertet wird.
Es müssen schon weitere Befunde hinzukommen, ob überhaupt eine Therapierelevanz vorliegt.

Alles wird gut!
John
Beiträge: 4
Registriert: 27. Mai 2014, 07:19

Re: leichte Insuffizienz der Bauchspeicheldrüse

Beitrag von John »

Vielen Dank für die Rückmeldungen!

Also es gab eine Stuhluntersuchung, die lt. dem Heilpraktiker der "GoldStandard" wäre. Labor: Ganzimmun Diagnostik AG.
Es wurde halt etwas Fett im Stuhl fest und aufgrund der Menge fiel ich in die Kategorie 1: leichte Insuffizienz der BSD
So wie mir erklärt wurde hätte die BSD Probleme bei der Aufspaltung der Nahrung.
Bei dieser Untersuchung wurde auch folgende (kleinere) Mängel festgestellt: Vitamin D, Q10,Seelen . Vitamin D Mangel war
etwas größer. Magnesium, Calcium, Kalium, Eisen, etc. alles im mittleren Normbereich. Großes Blutbild war sehr gut. Darmschleimhaut ist auch angegriffen und muss wieder aufgebaut werden.
Ich seit Okt. 2013 krankgeschrieben wg. BurnOut(Erschöpfungsdepression) bzw. Ängste
Ich bin ziemlich fertig, da ich nicht genau weiß wie ich damit umgehen soll und ob man mit so einer Diagnose noch gute Überlebensmöglichkeiten hat.
SaSem

Re: leichte Insuffizienz der Bauchspeicheldrüse

Beitrag von SaSem »

John hat geschrieben:Vielen Dank für die Rückmeldungen!

Also es gab eine Stuhluntersuchung, die lt. dem Heilpraktiker der "GoldStandard" wäre. Labor: Ganzimmun Diagnostik AG.
Es wurde halt etwas Fett im Stuhl fest und aufgrund der Menge fiel ich in die Kategorie 1: leichte Insuffizienz der BSD
So wie mir erklärt wurde hätte die BSD Probleme bei der Aufspaltung der Nahrung.
Bei dieser Untersuchung wurde auch folgende (kleinere) Mängel festgestellt: Vitamin D, Q10,Seelen . Vitamin D Mangel war
etwas größer. Magnesium, Calcium, Kalium, Eisen, etc. alles im mittleren Normbereich. Großes Blutbild war sehr gut. Darmschleimhaut ist auch angegriffen und muss wieder aufgebaut werden.
Ich seit Okt. 2013 krankgeschrieben wg. BurnOut(Erschöpfungsdepression) bzw. Ängste
Ich bin ziemlich fertig, da ich nicht genau weiß wie ich damit umgehen soll und ob man mit so einer Diagnose noch gute Überlebensmöglichkeiten hat.
Lieber John,

mach Dir keine so große Sorgen : "Ich bin ziemlich fertig, da ich nicht genau weiß wie ich damit umgehen soll und ob man mit so einer Diagnose noch gute Überlebensmöglichkeiten hat."

Hier im Forum sind Menschen deren BSD komplett defekt ist, bzw. sich auflöst. So schnell gibt unser Körper nicht auf, Deiner auch nicht.

Ich lebe bereits über 25 Jahre mit einer defekten Pankreas (mit allen möglichen Komplikationen), also Kopf hoch und nicht von einer Diagnose runter ziehen lassen.

Ganz liebe Grüße
Sabine
John
Beiträge: 4
Registriert: 27. Mai 2014, 07:19

Re: leichte Insuffizienz der Bauchspeicheldrüse

Beitrag von John »

Hallo Sabine,

vielen Dank für Deine Worte.
So wie ich gelesen habe kann man heutzutage annähernd ein normales Leben mit so einer leichte Schwäche führen und
auch die Lebenserwartung ist eigentlich nicht eingeschränkt.
Man muss sich halt ein bisschen halten, best. Lebensmittel eher weglassen und vor allem auf Alkohol verzichten.
Muss man Nikotin auch generell weglassen? Wäre schade, weil ich an einem Tag in der Woche manchmal ein paar Zigaretten etc. konsumiere...
Gibt es hier

Liebe Grüße,
John
SaSem

Re: leichte Insuffizienz der Bauchspeicheldrüse

Beitrag von SaSem »

John hat geschrieben:Hallo Sabine,

vielen Dank für Deine Worte.
So wie ich gelesen habe kann man heutzutage annähernd ein normales Leben mit so einer leichte Schwäche führen und
auch die Lebenserwartung ist eigentlich nicht eingeschränkt.
Man muss sich halt ein bisschen halten, best. Lebensmittel eher weglassen und vor allem auf Alkohol verzichten.
Muss man Nikotin auch generell weglassen? Wäre schade, weil ich an einem Tag in der Woche manchmal ein paar Zigaretten etc. konsumiere...
Gibt es hier

Liebe Grüße,
John
Lieber John,

Du hast Recht, Du kannst ein ganz normales Leben führen. Du musst nur auf Dich aufpassen: Mit dem Essen, Alkohol, Stress....

Das mit dem Rauchen würde ich wirklich lassen, es gibt mittlerweile Studien, die das Rauchen bei der BSD genauso schädlich einschätzen wie Alkohol. Schade, das wir gar kein Laster behalten können!! Ich hatte auch mal geraucht!
Lies mal diesen Fachartikel (Quelle http://www.medical-tribune.de/):

Rauchen fürs Pankreas schlimmer als Alkohol

Alkohol gilt traditionell als Hauptverursacher der chronischen Pankreatitis. Möglicherweise wird er aber völlig überschätzt. Wichtiger scheint das Rauchen.

Als zusätzlicher Risikofaktor wurde das Rauchen schon länger identifiziert. Nun mehren sich aber die Hinweise darauf, dass Tabakgenuss einen eigenen und möglicherweise sogar den wichtigsten pathophysiologischen Faktor bei der chronischen Pankreatitis darstellt. In einer Studie mit 539 Patienten und 695 Kontrollen war Alkohol allein nur in 45 % der Fälle ätiologisch entscheidend, bei Frauen sogar nur in 28 %.

Unter den Patienten mit alkoholischer bzw. idiopathischer Genese fanden sich aber signifikant häufiger Raucher. Und in einer Subanalyse erwies sich Nikotin bei 70 % der Patienten als Ursache der Pankreatitis. Dieser Risikofaktor wird bisher deutlich unterschätzt, denn nur bei zirka der Hälfte der Fälle nahmen die behandelnden Ärzte das Rauchen als Gefahr wahr, berichtete Professor Dr. Peter Layer vom Israelitischen Krankenhaus in Hamburg. Eine Autopsiestudie zeigte zudem, dass Rauchen entscheidend an der histologischen Progression der Pankreatitis (Fibrosierung) beteiligt ist.
Idiopathische Pankreatitis oft durch Zigaretten
Laut Prof. Layer muss das Rauchen als eigene, vom Alkohol unabhängige Ätiologie betrachtet werden. Und bei der alkoholischen Pankreatitis stellt es einen bedeutenden Kofaktor dar, der möglicherweise sogar wichtiger ist als der „Sprit“. Vermutlich ist der Zigarettenkonsum auch häufig die „wahre“ Ursache einer idiopathischen Entzündung. Der Nikotinabusus sollte daher viel stärker als „therapeutisches Target“ beachtet werden.


Liebe Grüße Sabine
Gregor E
Beiträge: 73
Registriert: 3. Mai 2014, 13:26

Re: leichte Insuffizienz der Bauchspeicheldrüse

Beitrag von Gregor E »

Lieber John,
den Test von Ganzimmun kenne ich aus eigener Erfahrung. Wenn Du den Fettgehalt genau haben willst, empfehle ich den 72-Stunden-Sammelstuhl. Machen in D m.W. nur Uniklinik Frankfurt (Gastrolabor) und Berliner Charite.
HG GvH
Allende
Beiträge: 327
Registriert: 21. Dezember 2013, 18:09

Re: leichte Insuffizienz der Bauchspeicheldrüse

Beitrag von Allende »

Hallo,

macht auch Tübingen. :daumenh:

Alles Gute- und - einmal mehr Fett im Stuhl oder Elastase erniedrigt, was heisst das schon.
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