Nekrotisierende Pankreatitis
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Peewee
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- Registriert: 18. März 2014, 13:16
Nekrotisierende Pankreatitis
Hallo,
meine Mutter, 74, hatte eine Woche nach Pfingsten ein Zwölfingerdarmgeschwürdurchbruch, der notoperiert werden musste. Durch die OP hat sich dann wohl die BSD enzündet. Seitdem lag sie im künstlichen Koma und wurde beatmet. Nach einigen Tagen haben die Nieren versagt, haben nach ca. 10 Tagen aber wieder mit der Arbeit begonnen. Da sich ein abdominales Kompartmentsyndrom eingestellt hat, wurde die OP-Narbe nicht verschlossen.
Es läuft sehr viel, teils trübe, gelbliche Flüssigkeit, manchmal auch klare, gelbliche Flüssigkeit aus. Ist das bei Pankreatitis normal? Fieber hat sie nicht, derzeit wird sie geweckt und ist in der Weaning-Phase. Das örtliche KH hat sich auf Pankreas-Erkrankungen spezialisiert, das ist wohl von Vorteil. Nach Aussage von Ärzten und Pflegern ist ihr Zustand zur Zeit stabil. Wie lange dauert es denn, bis sich die Pankreatits beruhigt? Nekrostisierend ist sie wohl schon, auf dem Behandlungsbogen lese ich immer wieder, dass wohl eine laparoskopische Nekrosektomie geplant ist.
Viele Güße,
PeeWee
(der selber ein Insulinom zur OP anstehen hat)
meine Mutter, 74, hatte eine Woche nach Pfingsten ein Zwölfingerdarmgeschwürdurchbruch, der notoperiert werden musste. Durch die OP hat sich dann wohl die BSD enzündet. Seitdem lag sie im künstlichen Koma und wurde beatmet. Nach einigen Tagen haben die Nieren versagt, haben nach ca. 10 Tagen aber wieder mit der Arbeit begonnen. Da sich ein abdominales Kompartmentsyndrom eingestellt hat, wurde die OP-Narbe nicht verschlossen.
Es läuft sehr viel, teils trübe, gelbliche Flüssigkeit, manchmal auch klare, gelbliche Flüssigkeit aus. Ist das bei Pankreatitis normal? Fieber hat sie nicht, derzeit wird sie geweckt und ist in der Weaning-Phase. Das örtliche KH hat sich auf Pankreas-Erkrankungen spezialisiert, das ist wohl von Vorteil. Nach Aussage von Ärzten und Pflegern ist ihr Zustand zur Zeit stabil. Wie lange dauert es denn, bis sich die Pankreatits beruhigt? Nekrostisierend ist sie wohl schon, auf dem Behandlungsbogen lese ich immer wieder, dass wohl eine laparoskopische Nekrosektomie geplant ist.
Viele Güße,
PeeWee
(der selber ein Insulinom zur OP anstehen hat)
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Peewee
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Re: Nekrotisierende Pankreatitis
Hallo,
offensichtlich scheinen sich die Entzündungsparameter mehr oder weniger zu beruhigen (gestern waren die Leukos bei 10 und der PCT bei 0.5), am Tag vorher noch hoch (Leukos bei 17), vorvorgestern nach Aussage eines Arztes auch fast normal. Kann ich damit rechnen, dass sich die Pankreatitis jetzt beruhigt?
offensichtlich scheinen sich die Entzündungsparameter mehr oder weniger zu beruhigen (gestern waren die Leukos bei 10 und der PCT bei 0.5), am Tag vorher noch hoch (Leukos bei 17), vorvorgestern nach Aussage eines Arztes auch fast normal. Kann ich damit rechnen, dass sich die Pankreatitis jetzt beruhigt?
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Peewee
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Re: Nekrotisierende Pankreatitis
Hallo,
was mir immer noch Sorgen macht, ist, dass meine Mutter immer noch nicht richtig ansprechbar ist. Sedierung ist wohl nicht mehr gegeben, kann das von den Schmerzmedikamenten kommen? Einen Hirnschaden schliessen Pfleger und Ärzte aus. Mich belastet die Situation furchtbar, da ich das einzige Kind bin und mit so einer Situation bisher noch nicht umgehen musste.
Gruß,
Peewee
was mir immer noch Sorgen macht, ist, dass meine Mutter immer noch nicht richtig ansprechbar ist. Sedierung ist wohl nicht mehr gegeben, kann das von den Schmerzmedikamenten kommen? Einen Hirnschaden schliessen Pfleger und Ärzte aus. Mich belastet die Situation furchtbar, da ich das einzige Kind bin und mit so einer Situation bisher noch nicht umgehen musste.
Gruß,
Peewee
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Amy991
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Re: Nekrotisierende Pankreatitis
Hallo PeeWee,
mein Vater lag auch im Koma und hat sehr sehr starke Schmerzmittel bekommen. Er war 113 Tage auf der Intensivstation, bis sich die BSD beruhigte. Er hatte Drainagen, über die Flüssigkeit ablief bzw. aus dem Bauchraum gespült wurde.
Da er beatmet wurde, konnten wir bis kurz vor der Entlassung in die Reha vor drei Wochen nicht mit ihm sprechen und stellten dadurch erst spät fest, dass er verwirrt war. Die Ärzte hatten keine Erklärung dafür. Das machte uns große Sorgen, hat sich aber nach ca. einer Woche in der Reha völlig gegeben. Wir vermuten daher, dass das Nachwirkungen der langzeitigen und hohen Medikamentengaben waren.
Ich hoffe, dass Deine Mutter bald wieder ansprechbar ist und wieder gesund wird!!
LG Amy
mein Vater lag auch im Koma und hat sehr sehr starke Schmerzmittel bekommen. Er war 113 Tage auf der Intensivstation, bis sich die BSD beruhigte. Er hatte Drainagen, über die Flüssigkeit ablief bzw. aus dem Bauchraum gespült wurde.
Da er beatmet wurde, konnten wir bis kurz vor der Entlassung in die Reha vor drei Wochen nicht mit ihm sprechen und stellten dadurch erst spät fest, dass er verwirrt war. Die Ärzte hatten keine Erklärung dafür. Das machte uns große Sorgen, hat sich aber nach ca. einer Woche in der Reha völlig gegeben. Wir vermuten daher, dass das Nachwirkungen der langzeitigen und hohen Medikamentengaben waren.
Ich hoffe, dass Deine Mutter bald wieder ansprechbar ist und wieder gesund wird!!
LG Amy
- Reinhard
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- Wohnort: Bückeburg
Re: Nekrotisierende Pankreatitis
Hallo,
hatte selbst eine nekrotisierend Pankreatitis und wurde sieben Wochen im Koma gehalten. Der Bauch war danach eine Zeit lang offen auch um danach Lavagen machen zu können. Die erste Woche nach Absetzen der Medikamente war ich zwar wach, aber nicht vernünftig ansprechbar. Habe versucht das Personal zu schlagen, also total durch den Wind.
Bis der Kopf wieder richtig funktioniert, dauert es eben eine gewisse Zeit.
Auch dauert es bei einigen bis man von einer merklichen Verbesserung sprechen.
Ich denke, sie hat die kritische Phase überwunden. Bin zwar kein Mediziner, meine jedoch, dass sie auf dem Weg der Genesung ist und man jetzt nur noch Geduld haben muss.
Das wünsche ich euch von Herzen. Bei weiteren Fragen bitte melden! (Notfalls auch telefonisch unter 05722 71480)
Reinhard
hatte selbst eine nekrotisierend Pankreatitis und wurde sieben Wochen im Koma gehalten. Der Bauch war danach eine Zeit lang offen auch um danach Lavagen machen zu können. Die erste Woche nach Absetzen der Medikamente war ich zwar wach, aber nicht vernünftig ansprechbar. Habe versucht das Personal zu schlagen, also total durch den Wind.
Bis der Kopf wieder richtig funktioniert, dauert es eben eine gewisse Zeit.
Auch dauert es bei einigen bis man von einer merklichen Verbesserung sprechen.
Ich denke, sie hat die kritische Phase überwunden. Bin zwar kein Mediziner, meine jedoch, dass sie auf dem Weg der Genesung ist und man jetzt nur noch Geduld haben muss.
Das wünsche ich euch von Herzen. Bei weiteren Fragen bitte melden! (Notfalls auch telefonisch unter 05722 71480)
Reinhard
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Peewee
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Re: Nekrotisierende Pankreatitis
Hallo,
Euch beiden vielen Dank für den Zuspruch - das tut wirklich gut! Man steht ja sonst mit seinen Sorgen und Ängsten allein.
Die Sedierung ist bei meiner Mutter seit einigen Tagen abgesetzt, aber sie wird noch nicht richtig wach. Wenn ich nachmittags komme, scheint sie meist zu schlafen. Gestern war wohl auch noch eine Neurologin da, die ihre Reaktionen "den Umtänden (Schmerzmittel!) entsprechend" normal fand. Es war aber auch die Rede von Critical Illness Myopathie etc., wobei ich nicht weiss, ob das ausgeschlossen wurde oder eine Vermutung war. Letzteres scheint bei Intensivpatienten öfters aufzutreten. Ich bete nur noch, dass sie wieder gesund wird.
Viele Grüße,
Peewee
Euch beiden vielen Dank für den Zuspruch - das tut wirklich gut! Man steht ja sonst mit seinen Sorgen und Ängsten allein.
Die Sedierung ist bei meiner Mutter seit einigen Tagen abgesetzt, aber sie wird noch nicht richtig wach. Wenn ich nachmittags komme, scheint sie meist zu schlafen. Gestern war wohl auch noch eine Neurologin da, die ihre Reaktionen "den Umtänden (Schmerzmittel!) entsprechend" normal fand. Es war aber auch die Rede von Critical Illness Myopathie etc., wobei ich nicht weiss, ob das ausgeschlossen wurde oder eine Vermutung war. Letzteres scheint bei Intensivpatienten öfters aufzutreten. Ich bete nur noch, dass sie wieder gesund wird.
Viele Grüße,
Peewee
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Amy991
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Re: Nekrotisierende Pankreatitis
Liebe PeeWee,
was Du jetzt tust, ist Dich verrücktmachen. Den von Dir aufgeschnappten Begriff nachforschen und vielleicht nachgoogeln. Habe ich auch gemacht. Es bringt nichts, vertraue bitte jetzt in der momentanen Situation den Ärzten.
Mein Paps hat auch wieder alle Sinne beisammen, obwohl er vor zwei Wochen noch total abwesend war.
Schreib mal wie es weiter geht....
LG Amy
was Du jetzt tust, ist Dich verrücktmachen. Den von Dir aufgeschnappten Begriff nachforschen und vielleicht nachgoogeln. Habe ich auch gemacht. Es bringt nichts, vertraue bitte jetzt in der momentanen Situation den Ärzten.
Mein Paps hat auch wieder alle Sinne beisammen, obwohl er vor zwei Wochen noch total abwesend war.
Schreib mal wie es weiter geht....
LG Amy
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Peewee
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Re: Nekrotisierende Pankreatitis
Hallo,
"Critical illness Polyneuropathie" steht jetzt leider auch auf dem Behandlungsbogen, der bei meiner Mutti liegt. Angeblich sollen sich die Lähmungserscheinungen bei einigen zurückbilden, bei anderen bleiben Behinderungen. Meine Mutti wird aber wohl schon von der Beatmung entwöhnt, tagsüber atmet sie durch eine "feuchte Nase" auf ihrem Luftröhrentubus, nachts wird sie jetzt auch phasenweise entwöhnt. Dies spricht eigentlich gegen eine schwere Form der CIP bei ihr -hoffentlich...
Weiterhin wird das Exsudat aus der Bauchwunde wohl immer weniger, die Entzündungswerte sind normal.
Nächste Woche ist der Oberarzt der Intensivstation aus dem Urlaub zurück, dann werde ich mal mit ihm das Gespräch suchen.
LG,
Peewee
"Critical illness Polyneuropathie" steht jetzt leider auch auf dem Behandlungsbogen, der bei meiner Mutti liegt. Angeblich sollen sich die Lähmungserscheinungen bei einigen zurückbilden, bei anderen bleiben Behinderungen. Meine Mutti wird aber wohl schon von der Beatmung entwöhnt, tagsüber atmet sie durch eine "feuchte Nase" auf ihrem Luftröhrentubus, nachts wird sie jetzt auch phasenweise entwöhnt. Dies spricht eigentlich gegen eine schwere Form der CIP bei ihr -hoffentlich...
Weiterhin wird das Exsudat aus der Bauchwunde wohl immer weniger, die Entzündungswerte sind normal.
Nächste Woche ist der Oberarzt der Intensivstation aus dem Urlaub zurück, dann werde ich mal mit ihm das Gespräch suchen.
LG,
Peewee
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Peewee
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Re: Nekrotisierende Pankreatitis
Hallo,
kaum ist der Oberarzt wieder da, wird auch mal wieder Lipase und der CRT gemessen. Leider waren beide nicht so gut, die Lipase liegt bei 240 U/l und der CRT-Wert bei 24. Ich kann nur noch beten, dass der Pankreas endlich Ruhe gibt....andererseits sind Leukozyten bei 11 und der PCT-Wert bei 0,17.
Viele Grüße,
PeeWee
kaum ist der Oberarzt wieder da, wird auch mal wieder Lipase und der CRT gemessen. Leider waren beide nicht so gut, die Lipase liegt bei 240 U/l und der CRT-Wert bei 24. Ich kann nur noch beten, dass der Pankreas endlich Ruhe gibt....andererseits sind Leukozyten bei 11 und der PCT-Wert bei 0,17.
Viele Grüße,
PeeWee
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Amy991
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Re: Nekrotisierende Pankreatitis
Hallo PeeWee,
leider kann ich dies Werte nicht deuten, vielleicht ein anderer hier. Wie geht es denn Deiner Mutter? Und wie war das Arztgepräch? Ich hoffe, dass es Deiner Mutter bald besser geht!
LG Amy
leider kann ich dies Werte nicht deuten, vielleicht ein anderer hier. Wie geht es denn Deiner Mutter? Und wie war das Arztgepräch? Ich hoffe, dass es Deiner Mutter bald besser geht!
LG Amy