Starke Schmerzen
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kiki
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- Registriert: 2. November 2014, 11:59
Starke Schmerzen
Hallo bin der Christian 49 und bei mir wurde im Juli 2014 eine chronische kalzifizierende Pankreatitis mit Kalk vornehmlich im Kopfbereich des Pankreas festgestellt Torquierter und aufgeweiteter Ductus wirsungianis Keine Abgrenzbarkeit des Ductus choledochus im distalen Drittel während der Ductus choledochus im prox. und im mittleren Drittel aufgeweitet zur Darstellung kommt Deutliche Weite der Impression durch die Pseudozyste Die Schmerzen strahlen in den Rücken und bis in die Schulter aus so das ich nicht liegen kann und die Nächte im Sessel mit angezogenen Beinen verbringe Ich bekam zunächst Novaminsulfon gegen die Schmerzen was jedoch nicht wirkt Ein anderes Mittel möchte mir meine Hausärztin jedoch nicht verschreiben wegen der hohen Abhängigkeit Sie ist der Meinung das sich die die BSD durch Kreon soweit beruhigt das die Schmerzen wieder vergehen Hat jemand änliche Erfahrungen und weiss Rat?
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Andi
- Beiträge: 1060
- Registriert: 15. Februar 2011, 20:42
Re: Starke Schmerzen
Hallo Christian,
möchte Dir gleich mal antworten, weil ich selber erfahren habe, wie Scheiße es einen gehen kann und man bekommt nicht wirklich geholfen.
Ich habe den Eindruck Deine Hausärztin hat das Problem nicht wirklich erkannt und mit Novolminsulfon ist manchmal nicht viel zu machen, weiß ich aus eigener Erfahrung.
Am Besten Du stellst Dich mal einem Internisten bzw. oder gleich in einem Pankreaszentrum vor, da bist Du besser aufgehoben und man kann Dir fachlich besser helfen . Ich glaube nicht, das man mit Kreon die Schmerzen in den Griff bekommt, aber es ist gut, das Du das nimmst, hauptsache es ist richtig dosiert. Wie hoch ist den die Elastase im Stuhl und in welcher Stärke nimmst Du das Kreon ?
Ich selber bin in einer Schmerzpraxis in Behandlung und nehme Opiade, habe an Lebensqualität zugelegt habe es satt jahrelang nur mit den Schmerzen zu kämpfen, mich hat man auch so verschaukelt, geht ungemein auf die Psyche und ich hatte keine Freude mehr am Leben.
Ich wünsche Dir, das Du an den richtigen Arzt kommst und entlich Hilfe bekommst.
Gute Besserung
Liebe Grüße Andi
möchte Dir gleich mal antworten, weil ich selber erfahren habe, wie Scheiße es einen gehen kann und man bekommt nicht wirklich geholfen.
Ich habe den Eindruck Deine Hausärztin hat das Problem nicht wirklich erkannt und mit Novolminsulfon ist manchmal nicht viel zu machen, weiß ich aus eigener Erfahrung.
Am Besten Du stellst Dich mal einem Internisten bzw. oder gleich in einem Pankreaszentrum vor, da bist Du besser aufgehoben und man kann Dir fachlich besser helfen . Ich glaube nicht, das man mit Kreon die Schmerzen in den Griff bekommt, aber es ist gut, das Du das nimmst, hauptsache es ist richtig dosiert. Wie hoch ist den die Elastase im Stuhl und in welcher Stärke nimmst Du das Kreon ?
Ich selber bin in einer Schmerzpraxis in Behandlung und nehme Opiade, habe an Lebensqualität zugelegt habe es satt jahrelang nur mit den Schmerzen zu kämpfen, mich hat man auch so verschaukelt, geht ungemein auf die Psyche und ich hatte keine Freude mehr am Leben.
Ich wünsche Dir, das Du an den richtigen Arzt kommst und entlich Hilfe bekommst.
Gute Besserung
Liebe Grüße Andi

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kiki
- Beiträge: 12
- Registriert: 2. November 2014, 11:59
Re: Starke Schmerzen
Hallo Andi danke Dir für deine Antwort also meine Hausärztin ist Fachärztin für Innere Medizin und internistische Onkologie Elastase im stuhl wurde bei mir garnicht gemessen Sie ist von den Blutwerten ausgegangen und sagte wörtlich ihre BSD ist platt und schickte mich zur ERCP Ergebnis siehe oben Schmerzmittel verschreibt sie nur im äussersten Notfall Zum Kreon meinte sie nur das ist schwierig einzustellen und wir fangen mit 25000 an wieviel ich nehmen soll weiss sie auch nicht das muss ich selber ausprobieren nehme meist eine kapsel pro Mahlzeit Und wo man hier im Märkischen Kreis(Sauerland)einen gescheiten Arzt findet der sich mit BSD auskennt ist nicht so einfach
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JKleeberg
- Beiträge: 119
- Registriert: 30. August 2008, 17:55
Re: Starke Schmerzen
Hallo und guten Tag. die Aussage, dass man Verdaungsenzyme-hier Kreon - schwer einstellen kann und man mit 25000 beginnen will, ist nicht nach zu vollziehen und spricht nicht für die Frau Doktor! Es gibt eine feste Regel, die da lautet: pro 1 Gramm Fett benötigt man 2000 Eiheiten.
Die Helios-Kliniken in Wuppertal sind eine Adresse, die in Frage käme. Hier bitte Prof. Dr. Zirngiebl.
MfG J. Kleeberg
Die Helios-Kliniken in Wuppertal sind eine Adresse, die in Frage käme. Hier bitte Prof. Dr. Zirngiebl.
MfG J. Kleeberg
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Gregor E
- Beiträge: 73
- Registriert: 3. Mai 2014, 13:26
Re: Starke Schmerzen
Hallo Christian,
das mit der Abhängigkeit von Schmerzmitteln (Opioiden) ist quatsch. So etwas erzählen Ärzte, die sich nicht damit befasst bzw. keine Erfahrung damit haben. Gehe am besten zu einem erfahrenen Schmerzmediziner und lass Dir Tramadol Retard 50 mg verschreiben. Ich leide neben der Pankreasinsuffizienz an einem Bandscheibenvorfall und (tlw. extrem schmerzhaften) Polyneuropathien und weiß von daher, was echte Schmerzen sind (da sind die, bei denen man nicht mehr weiß, was man tut). Da helfen normale Schmerzmittel nicht hinreichend. Probier es aus, ich kann damit jedenfalls einigermaßen leben. (Siehe auch den Beitrag von Andi).
Alles Gute
Gregor
das mit der Abhängigkeit von Schmerzmitteln (Opioiden) ist quatsch. So etwas erzählen Ärzte, die sich nicht damit befasst bzw. keine Erfahrung damit haben. Gehe am besten zu einem erfahrenen Schmerzmediziner und lass Dir Tramadol Retard 50 mg verschreiben. Ich leide neben der Pankreasinsuffizienz an einem Bandscheibenvorfall und (tlw. extrem schmerzhaften) Polyneuropathien und weiß von daher, was echte Schmerzen sind (da sind die, bei denen man nicht mehr weiß, was man tut). Da helfen normale Schmerzmittel nicht hinreichend. Probier es aus, ich kann damit jedenfalls einigermaßen leben. (Siehe auch den Beitrag von Andi).
Alles Gute
Gregor
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kiki
- Beiträge: 12
- Registriert: 2. November 2014, 11:59
Re: Starke Schmerzen
Hallo Gregor Danke Dir für deine Antwort mir wurde schon von mehreren Leuten geraten zu einem Schmerztherapeuten zu gehen muss mal sehen wo man hier in der Gegend (Märkischer Kreis)Sauerland einen guten findet Hab vor 2 Wochen beschlossen ein Schmerztagebuch zu führen und das meiner Hausärztin bei meinem nächsten Termin zu geben Mal sehen was Sie davon hält
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Gregor E
- Beiträge: 73
- Registriert: 3. Mai 2014, 13:26
Re: Starke Schmerzen
Hallo Christian,
ein Schmerztagebuch ist eine sehr gute Idee, führe ich auch. Bleib dran, bist du bekommst, was du brauchst und was dir hilft. Keiner muss unnötig leiden. Der Dauerschmerz geht sonst zu sehr auf die Psyche und macht alles kaputt. Ich weiß, wovon ich rede.
Ich wünsche Dir alles Gute
Gruß Gregor
ein Schmerztagebuch ist eine sehr gute Idee, führe ich auch. Bleib dran, bist du bekommst, was du brauchst und was dir hilft. Keiner muss unnötig leiden. Der Dauerschmerz geht sonst zu sehr auf die Psyche und macht alles kaputt. Ich weiß, wovon ich rede.
Ich wünsche Dir alles Gute
Gruß Gregor
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SaSem
Re: Starke Schmerzen
Hallo Christian, ich schließe mich meinen Vorredner an, such Dir einen Fachmann siehe:kiki hat geschrieben:Hallo bin der Christian 49 und bei mir wurde im Juli 2014 eine chronische kalzifizierende Pankreatitis mit Kalk vornehmlich im Kopfbereich des Pankreas festgestellt Torquierter und aufgeweiteter Ductus wirsungianis Keine Abgrenzbarkeit des Ductus choledochus im distalen Drittel während der Ductus choledochus im prox. und im mittleren Drittel aufgeweitet zur Darstellung kommt Deutliche Weite der Impression durch die Pseudozyste Die Schmerzen strahlen in den Rücken und bis in die Schulter aus so das ich nicht liegen kann und die Nächte im Sessel mit angezogenen Beinen verbringe Ich bekam zunächst Novaminsulfon gegen die Schmerzen was jedoch nicht wirkt Ein anderes Mittel möchte mir meine Hausärztin jedoch nicht verschreiben wegen der hohen Abhängigkeit Sie ist der Meinung das sich die die BSD durch Kreon soweit beruhigt das die Schmerzen wieder vergehen Hat jemand änliche Erfahrungen und weiss Rat?
Artikel:Schmerztherapie
Patienten mit akuter Pankreatitis leiden oft unter stärksten viszeralen Schmerzen. Deshalb ist eine ausreichende Analgesie eines der wichtigsten und oft dringlichsten Behandlungsziele. Die nur im deutschsprachigen Raum verbreitete Dauerinfusion des Lokalanästhetikums Procainhydrochlorid (Novocain, 2g/24h) zur Schmerzbehandlung bei der Pankreatitis ist durch keine Studien belegt. Bei Patienten mit vorbestehender Reizleitungsverzögerung des Herzens ist sie kontraindiziert. Morphinanaloge Schmerzmittel wurden früher mit größter Zurückhaltung bei der akuten Pankreatitis eingesetzt. Der Grund hierfür war die Möglichkeit einer Kontraktion der Duodenalpapille durch Morphine und damit die Schaffung einer zusätzlichen Obstruktion für die Pankreassekretion. Heute wissen wir, daß dieser Effekt bei den meisten Analgetika dieser Gruppe nicht vorkommt oder so gering ausgeprägt ist, daß er klinisch keine Rolle spielt. Einige morphinanaloge Analgetika werden mit Erfolg zur Schmerztherapie bei akuter Pankreatitis eingesetzt (siehe Tabelle). Morphium selbst wird bei der akuten Pankreatitis nicht eingesetzt. Einige Zentren haben in zwischen hervorragende Erfahrung mit dem Einsatz der thorakalen Periduralanalgesie berichtet. Diese führt nicht nur zur raschen Schmerzfreiheit der Patienten sondern verhindert oder behandelt auch einen paralytischen Ileus sehr effektiv. Voraussetzung für den Einsatz der PDA ist, daß der Patient weder analgosediert ist noch eine Gerinnungsstörung vorliegt.
Schmerzmedikation:
(empfohlene Einzeldosen)
Tramadol (Tramal 50mg i.v.)
Pentazocin (Fortral 30mg i.v.)
Buprenorphin (Temgesic 0,3mg i.v.)
Piritramid (Dipidolor 7,5mg i.v.)
Pethidin (Dolantin 50mg i.v.)
Liebe Grüße
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kiki
- Beiträge: 12
- Registriert: 2. November 2014, 11:59
Re: Starke Schmerzen
Hi SaSem Ich danke Dir für den sehr interessanten Beitrag und werde das bei meinem nächsten Termin bei meiner Hausärztin ansprechen habe mir einige Adressen von Schmerztherapeuten herausgesucht obwohl das in meiner Ecke garnicht so einfach ist Die 4 die es hier gibt sind Anästhesisten mit Weiterbildung zur Schmerztherapie reicht das aus? Habe gehört das das St.Josef Hospital in Bochum recht gut sein soll werde es mal dort probieren
Liebe Grüsse Christian
Liebe Grüsse Christian
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SaSem
Re: Starke Schmerzen
kiki hat geschrieben:Hi SaSem Ich danke Dir für den sehr interessanten Beitrag und werde das bei meinem nächsten Termin bei meiner Hausärztin ansprechen habe mir einige Adressen von Schmerztherapeuten herausgesucht obwohl das in meiner Ecke garnicht so einfach ist Die 4 die es hier gibt sind Anästhesisten mit Weiterbildung zur Schmerztherapie reicht das aus? Habe gehört das das St.Josef Hospital in Bochum recht gut sein soll werde es mal dort probieren
Liebe Grüsse Christian
Ich denke schon, dass Anästhesisten mit Zusatzausbildung Dir weiterhelfen können. Ich würde mich nur nicht abspeisen lassen mit Mitteln die nicht ausreichend wirken. Ich hatte schon Kontakt mir Ärzten die mir wirklich nur Paracetamol oder Buscopan angeboten haben!!!Hier musst Du gleich wieder kehrt machen und gehen. Peripher wirksame Analgetika haben bei mir starke Übelkeit und Kopfschmerzen hervorgerufen, Zentral wirksame Analgetika vertrage ich super. Anbei eine kleine Erklärung der Analgetika:
Analgetika greifen über unterschiedliche biochemische Mechanismen in die Schmerzentstehung, Schmerzweiterleitung oder Schmerzverarbeitung ein und führen zur Aufhebung (Analgesie), Abschwächung oder Modifikation des Schmerzes. Das Bewusstsein, die sensorische Wahrnehmung und andere wichtige Funktionen des ZNS werden bei Verwendung in therapeutischen Dosen nicht beeinflusst.
3 Einteilung
Analgetika lassen sich nach mehreren Gesichtspunkten einteilen:
3.1 Wirkstärke
Diese Unterteilung richtet sich nach der analgetischen Wirkung der einzelnen Substanzen, wobei berücksichtigt werden muss, dass die Wirkstärke eines Analgetikums auch maßgeblich von seiner Dosierung abhängt.
Schwach wirksame Analgetika: Dazu zählen Paracetamol, Metamizol und NSAR wie Diclofenac, Ibuprofen und andere.
Schwach zentral wirksame Analgetika: Dazu zählen niederpotente Opiate bzw. Opioide wie Codein, Tramadol oder Tilidin.
Stark zentral wirksame Analgetika: Dazu zählen hochpotente Opiate bzw. Opioide wie Buprenorphin, Morphin, Oxycodon, Hydromorphon oder Levomethadon.
3.2 Wirkort
Nach dem Angriffspunkt der Wirkung lassen sich Analgetika differenzieren in:
Peripher wirksame Analgetika: Sie wirken in der Körperperipherie und greifen durch Hemmung der Cyclooxygenase in die Biosynthese der Prostaglandine ein. Dadurch kommt es zu einer Blockierung der Schmerzweiterleitung.
Zentral wirksame Analgetika: Sie setzen an Nervenzellstrukturen im ZNS an, die für die Schmerzwahrnehmung verantwortlich sind und beinflussen sie über bestimmte Rezeptoren. Dazu zählen Endorphin-Rezeptoren (Opiatrezeptoren) oder NMDA-Rezeptoren. Der Patient kann den Schmerz weiterhin lokalisieren, jedoch verliert der Schmerz den für den Patienten bedrohlichen Charakter (Der Schmerz tut nicht mehr weh.).
3.3 Rezeptor
Eine weitere Dimension zur Unterteilung stellt der von den verschiedenen Analgetika besetzte Rezeptor dar:
Nicht-Opioidanalgetika: Hierzu zählen alle Schmerzmedikamente, die nicht an Opiatrezeptoren wirksam sind, unabhägig davon, ob sie nur periphere oder auch zentrale Wirkungen entfalten. Hierzu gehören die nichtsteroidalen Antiphlogistika (NSAR), das Paracetamol, die Pyrazolone (Metamizol), sowie Flupirtin und Nefopam.
Opioidanalgetika: In die Klasse der Opioidanalgetika fallen alle Wirkstoffe, die an einem Opiatrezeptor analgetisch wirksam sind, zum Beispiel das Morphium.
NMDA-Rezeptorantagonisten: Sie werden auch als Anästhetika eingesetzt. Ein Vertreter ist das Ketamin.
N-Typ Calciumkanalblocker: In diese Gruppe fällt der Wirkstoff Ziconotide. Diese Medikamente werden direkt intrathekal injiziert.