Tumormarker

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Ilo
Beiträge: 4
Registriert: 10. Februar 2015, 14:46

Tumormarker

Beitrag von Ilo »

Hallo zusammen,

bei mir wurde im Oktober 2014 ein Tumor am Pankreasschwanz diagnostiziert und operativ entfernt. Ebenfalls wurden präventiv die Gallenblase und die Milz entfernt. Es gab eine Minimetastase am Bauchfell die ebenfalls entfernt wurde. Die entfernten Lymphknoten (15 Stk) waren nicht befallen.
Seit November bekomme ich nun die adjuvante Chemo (Gemzar) und sämtliche Ultraschall Untersuchungen und ein CT in der letzten Wochen waren ohne Befund. Was mich nun trotzdem ziemlich beunruhigt ist die Tatsache, dass die Tumormarker (19-9) beim letzten Blutbild mit einem Wert von 58,5 doch deutlich höher liegen als der vorgegebene Wert.

Hat jemand hierzu Erfahrung und kann mir weiterhelfen ? Danke
Karl-Josef
Beiträge: 364
Registriert: 8. März 2008, 16:54
Wohnort: Düsseldorf

Re: Tumormarker

Beitrag von Karl-Josef »

Hallo Ilo,

dieser Wert sagt für sich gesehen noch nicht viel aus. Hat man auch den Tumormarker CEA gemessen?

Was sagt der Entzündungswert CRP? Was sagt der Arzt zu dem Wert?

Bei mir war anfangs der CA 19-9 Wert immer erhöht, wenn ich eine Entzündung im Körper hatte, meist eine Gallengangsentzündung (Cholangitis), was bei uns ja leider öfter vorkommt.

Ich hatte dann auch Werte bis über 200.

Also, alle Werte nochmals anschauen, mit dem Arzt reden und vielleicht in 2-3 Wochen nochmal prüfen lassen.

Schöne Grüße und alles Gute

Karl-Josef
Freundschaft, das ist eine Seele in zwei Körpern
Ilo
Beiträge: 4
Registriert: 10. Februar 2015, 14:46

Re: Tumormarker

Beitrag von Ilo »

Danke für die schnelle Rückmeldung, ich werde mich entsp. schlau machen....
Caledonia
Beiträge: 2
Registriert: 16. Februar 2015, 06:23

Re: Tumormarker

Beitrag von Caledonia »

Hallo liebes Forum,

meine Mama wurde im Juli 2014 ebenfalls gewhippelt (Pankreaskopfkarzinom, periampullär).
Der Befund lautet: T2, G1-2, N1 (2 Lymphknoten waren befallen) M0 R0.
Seit August bekommt sie nun eine adjuvante Chemo mit Gemzar, die schon mehrmals angepasst wurde.
Nun stehen die letzten 2 von 18 Chemos an.

In den letzten Tagen hatte sie diverse Untersuchungen wie Röntgen, Ultraschall und CT.
Laut Prof alles in Ordnung, kein neuer Tumor, keine Metastasen.

Was mir Sorgen bereitet, ist der CA19-9. Laut Bericht für die Radiologin war dieser 07/14 bei 480 E/ml.
12/14 bei 360 E/ml. Das ist kein wirklicher Rückgang, oder?
Da ich totaler Laie bin, verstehe ich auch nicht wirklich, was dieses E/ml bedeutet. Wenn man so im Netz schaut, werden die Laborwerte bei diesem Tumormarke immer mit U/ml angeben. Ist das das gleiche?
Bin besorgt, dass die Chemo nichts bringt...

Kann der Wert so schwanken? Bzw. kann er sich nach Beendigung der Chemo einpendeln?
Wir fiebern schon so der letzte Chemo entgegen, aber das brauche ich euch bestimmt nicht erzählen :)

Wünsche euch einen schönen Faschingsdienstag

Caledonia
baru
Beiträge: 37
Registriert: 27. März 2013, 15:41

Re: Tumormarker

Beitrag von baru »

Hallo Ilo,
der CA19-9 sagt Dir eigentlich nur im Vergleich zum Vorwert etwas.
Bist Du gesund und entzündungsfrei, sollte er gegen Null tendieren.
Kann aber bei Entzündungen im Verdauungstrakt erhöht sein .
Sollgrenze laut Labor - 40 U/ml.
Bis ca. 4 Monate nach einer OP würde ich garnichts drauf geben aber alle 14 Tage bestimmen lassen
und dokumentieren, für später. Dein jetziger Wert sollte nicht mehr steigen, wenn Du keine neuen Beschwerden, oder verstärkte vorhandene, im Bauchbereich hast.
Steigt er permanent an, unter Umständen sogar Verdoppelung, würde ich mir Sorgen machen.
Meine Empfehlung dann- Chemo mit Gemzar und Paclitaxel,
ist momentan eigentlich ja sogar die angesagte Erstlinientherapie.
Auf alle Fälle alle 14 Tage kontrollieren lassen! Kann der Hausarzt machen.
Lass Dich nicht abwimmeln mit: " nicht notwendig" und so.
Es geht um Dich !
Je eher Du dem Krebswachstum entgegentritst, desto besser !
Tip: kein Fett, wenig Kohlenhydrate bzw. Zucker,
Eiweiß ist o.k. und natürlich Gemüse als Hauptnahrung.
Sport, frische Luft und Sonnenschein wenn möglich
und natürlich überhaupt keinen Stress .
Gruß baru

@Caledonia,
Die Whiple OP ist die andere des Kopfes der BSD, Ilo hat die des Schwanzes,
welche ich auch hatte.
Der Ca 19-9 wird in meinem Labor mit U/ml angegeben.
Schwankungen gibt es da immer, was über 40 ist , ist wie schon erwähnt nicht normal,
bzw. verdächtig. Es gibt Menschen die Fühlen sich bei 10.000 noch normal und es gibt welche,
die Leben bei 30.000 noch.
Diese Infos habe ich in Foren gelesen, was nun wirklich geht oder nicht, weiß ich auch nicht.
Selbst hat ich schon über 7000 und fühlte mich noch normal.
Nur mal so zur Info.
Caledonia
Beiträge: 2
Registriert: 16. Februar 2015, 06:23

Re: Tumormarker

Beitrag von Caledonia »

Hallo baru,

vielen lieben Dank für deine Nachricht.

Der Prof oder andere Ärzte haben den Tumormarker während der adjuvanten Chemo nie erwähnt. Er wurde bei ihr wohl auch erst einmal gemessen, und das war 12/14.
Es kam immer die Auskunft, dass alles ok sei. Gut, ihre Blutwerte waren halt immer mal im Keller so daß man die Chemo reduzieren musste.
Auch, wie bereits erwähnt, waren die Untersuchungen alle ohne Ergebnis.

Ich hatte halt nur den Fehler gemacht, und mir ihren Bericht für die Radiologin angeschaut. Da stand der Wert drauf.
Aber wie ich nun mitbekommen habe, können die Werte während der Chemo schwanken, nach Beendigung haben sich die Werte bei vielen wohl wieder eingependelt.

Drücken wir mal die Daumen

Grüße

Caledonia
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