dortmunderin, schlechtes befinden nach op

(Krebs, Entzündung, Operation, Nachsorge, Verdauung, Ernährung, Diabetes, Reha, Recht ...)

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alba
Beiträge: 2
Registriert: 22. April 2015, 14:49

dortmunderin, schlechtes befinden nach op

Beitrag von alba »

hallo,
ein Familienmitglied bekam nach plötzlichen heftigen gallenproblemen die Diagnose: bauchspeicheldrüsenkrebs, Operation wird als nicht mehr sinnvoll angesehen.
ca. 3 Wochen später-nach weihnachten- wurde doch operiert. Entfernung von Bauchspeicheldrüse und milz, teile von magen und zwölffingerdarm wurden weggenommen.

es war gar kein krebs.... das stellte sich bei der gewebeentnahme während der op nachträglich heraus.

diese Nachricht ist für die fast 70 jährige frau erschütternd. sie ist schwach, nahrungsaufnahme klappt selten ohne erbrechen. die nachbehandelnden Ärzte sind bemüht und freundlich. was fehlt ist wohl Kompetenz.
ich hoffe hier auf Anregungen und tipps, möglicherweise ist sie selbst gar nicht in der lage darauf einzugehen, es geht ihr so schlecht. nachdem sie sich schon stehend selbst waschen konnte haben ihre Allergien sie nun wieder bettlägerig gemacht.

viele grüße von alba
Leopold
Beiträge: 38
Registriert: 6. Februar 2015, 16:00

Re: dortmunderin, schlechtes befinden nach op

Beitrag von Leopold »

Hallo Alba,

wenn ich Deine Ausführungen richtig verstehe, wurde ein Whipple-Operation vorgenommen. Bei mir wurde im Sept. 2014 ebenfalls eine Whipple-Operation ausgeführt. Leider hat mich damals und auch während der Reha niemand richtig über die Ernährungssituation aufgeklärt. Ich musste mir das Alles selbst aus den Büchern heraussuchen.

Zwischenzeitlich weis ich, dass ich bei jeder - und ich meine auch jeder - Nahrungsaufnahme die enthaltene Fettmenge in Gramm zusammenzählen und mit 2.000 multiplizieren muss. In Höhe der sich hieraus ergebenden Summe nehme ich Kreon ein. Da es Kreon in 10.000-er, 25.000-er und 40.000-er Einheiten gibt, lässt es sich gut kombinieren. Ich habe auch 6 Wochen lang genaue Aufzeichnungen über alles, was ich gegessen habe, geführt und immer vermerkt, ob mir das Essen bekommen ist oder nicht und dazu natürlich die eingenommene Kreon-Menge. Zwischenzeitlich habe ich daraus eine Tabelle erstellt und brauche nun nur mehr nachsehen, bei welcher Kreon-Mange mir das Essen bekommen ist. In den letzten 8 Wochen konnte ich mit der strikten Einhaltung dieser Methode bereits 4 kg zunehmen.

Wenn Du zum Verständnis noch irgendwelche Ergänzungen brauchst, lass es mich, bitte, wissen.

Gerd
alba
Beiträge: 2
Registriert: 22. April 2015, 14:49

Re: dortmunderin, schlechtes befinden nach op

Beitrag von alba »

vielen dank für deine antwort
nun ist bei uns wieder große angst. letzten mittwoch bekam sie atemprobleme. der Arzt stellte Lungenentzündung fest. sie kam in die Intensivstation.
donnerstag wurden 6 l lymphflüssigkeit aus dem bauchraum entfernt und aus der lunge 3 l. sie wurde ins künstliche koma versetzt. montag wurde noch mal die gleiche menge Flüssigkeit entfernt.
nun wurde sie wieder in die Chirurgie gebracht. ein Arzt äußerte die Vermutung, es könnten undichtigkeiten entstanden sein.
man könne operieren oder kleben.
ich bitte um Einschätzungen und tipps--es geht ihr so schlecht.

viele grüße von alba
Leopold
Beiträge: 38
Registriert: 6. Februar 2015, 16:00

Re: dortmunderin, schlechtes befinden nach op

Beitrag von Leopold »

Hallo Alba,

leider kann ich Dir bezüglich der sehr negativen Entwicklungen bei Deiner Verwandten auch keine Ratschläge geben. Bei einer Whipple-Opersation gibt es naturgemäß sehr viele Einzelschnitte und daraus resultierende Nähte. Hier besteht - so ist es mir vor meiner Operation erklärt worden - immer die Möglichkeit, dass eine der Nähte reisst. Wobei eine Lungenentzündung hier wohl nicht die Folge sein muss, sondern andere Ursachen haben kann.

Ich wünsche Deiner Verwandten auf diesem Wege alles Gute und hoffe, dass sie sich schnellstens erholt.

Gerd
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