Pankreatitis - Wie geht es weiter?
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Jester
- Beiträge: 1
- Registriert: 28. April 2015, 08:43
Pankreatitis - Wie geht es weiter?
Guten Morgen zusammen,
ich habe mich hier registriert, da ich Rat bzw. Erfahrungsaustausch von anderen bräuchte. Derzeit fühle ich mich trotz ärztlicher Behandlung ziemlich allein gelassen mit der Krankheit.
Erstmal zu mir: Ich bin männlich und 24 Jahre alt, habe immer regelmäßig Sport gemacht (Fußball und Fitnessstudio), bin 1,92 groß und wog 88kg, also bislang auch keinerlei gesundheitliche Probleme.
Ernährt habe ich mich immer normal und auch Alkohol war nicht wirklich ausschlaggebend. Gelegentlich am Wochenende oder nach dem Fußball mal ein Bierchen.
Jedoch hatte ich dann im Sommer 2012 das erste Mal eine akute Pankreatitis, nach ein Paar Tagen Schonkost hatte ich aber keine Probleme mehr und habe nach 2 Monaten fettfreier Nahrung und Alkoholabstinenz wieder normal weiter gelebt.
Im Winter 2013 hatte ich dann nochmals einen Schub, auch hier meinte mein Hausarzt dass ich einfach wieder bisschen fettfreie Nahrung zu mir nehmen sollte.
Gesagt getan und nach ein paar Tagen hatte ich auch keine Beschwerden mehr.
Bis Ende März 2015 als mein jetziges Schlamassel los ging.
Am 24.03 ging es Abends los, dass ich Rückenschmerzen bekam im sitzen, dies zog sich anschließend bis in den linken Oberbauch und wurde auch gegen Abend schlimmer. Gelegentlich hatte ich auch frisches Blut am Toiletten Papier.
Bin damit zum Arzt gegangen und wieder das übliche. Blut wurde abgenommen. Lipase über 800. Tumormarker war normal. Bin dann diesmal zur Absicherung ins Krankenhaus gegangen.
Wurde dort 5 Tage stationär behandelt. Morgens, Mittags, Abends eine Suppe, Tabletten zur Verringerung der Magensäureproduktion und 2x Ultraschall, CT und Endo-Sono wurden gemacht.
Hierbei konnte nichts spezielles entdeckt werden und die Bauchspeicheldrüse hatte auch keine sichtbaren Schäden. Die Ärzte waren auch immer sehr im Stress und haben sich kaum Zeit genommen.
Es wurde bei der Endo-Sono noch eine Probe genommen welche auf Autoimmun Erkrankungen Hinweisen soll, darüber habe ich noch keine Ergebnisse.
Die Lipase Werte lagen im Krankenhaus zu Beginn bei 428 und am letzten Tag bei 401. Also nicht sehr weit runter gegangen.
Mir wurde anschließend gesagt dass ich erstmal auf Alkohol verzichten sollte und ansonsten langsam wieder essen könnte.
Gesagt getan ging das ganze auch einige Tage gut. Habe immer bewusst gegessen, auf Sport erstmal verzichtet. Hatte auch kaum Beschwerden außer ab und zu mal ein Zwicken. Jedoch habe ich jetzt seit letzter Woche Dienstag wieder verstärkt Probleme, wenn ich was esse. Jedoch muss dies nichtmal viel sein.
Bspw. habe ich morgens eine Scheibe Weißbrot mit Marmelade gegessen. Hatte dann keine Beschwerden über den Vormittag.
Mittags habe ich dann in der Kantine einen Salat gegessen und ca eine Stunde später ging das zwicken dann los. Es waren nicht wirklich Schmerzen sondern ein ständiges Zwicken, vorallem im Sitzen. Gelegentlich war auch wieder Blut am Toilettenpapier.
Gestern war ich damit wieder beim Arzt und der sagte mir dass es daran liegen könnte dass ich zu wenig esse und zuviel Magesäure poduziert wird, weshalb ich diese Schmerzen habe.
Dachte ich mir anschließend: Gut, probiere ich heute mal etwas mehr zu essen.
Habe dann Zuhause ein Süppchen gegessen und etwas später noch 3 Knödel. Ca eine Stunde später hatte ich wieder ein dolles Stechen im linken Oberbauch, wie das bei einer Pankreatitis üblich ist.
Habe mir noch eine Überweisung für den Gastrologen geholt wo ich jetzt einen Termin vereinbare, da ich im KH nicht mehr ambulant behandelt werden kann.
Es macht mir jetzt ein bisschen Sorgen, dass ich nichtsmehr essen kann, da ich ja gestern nun wirklich nicht viel gegessen habe und trotzdem starke Schmerzen bekommen habe.
Habe dadurch jetzt schon 7KG abgenommen. Bin eh schon etwas schlanker und möchte nicht vom Fleisch fallen.
Habe mich natürlich schon auf diversen Seite bezüglich Ernährung informiert und nehme jetzt heute erstmal nur Suppe und ein paar Zwieback zu mir, jedoch kann es ja so nicht weiter gehen.
Es besorgt mich etwas, dass ich jetzt schon über 4 Wochen Probleme damit habe und derzeit noch keine Ursache gefunden wurde, bzw. mir von irgend jemandem präzise gesagt wurde: Was darf ich essen, was nicht, wieviel, etc etc.?
Hat hier jemand ähnliche Probleme gehabt? Nachdem ich aus dem Krankenhaus kam, war ich etwas beruhigter, da die Bauchspeicheldrüse aber auch sonst alles soweit i.O. waren.
Jedoch bin ich jetzt schonwieder total niedergeschlagen, mir geht es ja soweit ganz gut, ich kann arbeiten gehen (Fachinformatiker, Kaffeeentzug schmerzt etwas), und außer Bauchzwicken und etwas Verstopfung habe ich ja keine Beschwerden... außer halt die Kopfsache bzw. die Angst dass man doch etwas schwer bedrohliches hat, aber nicht ernst genommen wird damit.
Danke fürs lesen und Antworten.
Beste Grüße
ich habe mich hier registriert, da ich Rat bzw. Erfahrungsaustausch von anderen bräuchte. Derzeit fühle ich mich trotz ärztlicher Behandlung ziemlich allein gelassen mit der Krankheit.
Erstmal zu mir: Ich bin männlich und 24 Jahre alt, habe immer regelmäßig Sport gemacht (Fußball und Fitnessstudio), bin 1,92 groß und wog 88kg, also bislang auch keinerlei gesundheitliche Probleme.
Ernährt habe ich mich immer normal und auch Alkohol war nicht wirklich ausschlaggebend. Gelegentlich am Wochenende oder nach dem Fußball mal ein Bierchen.
Jedoch hatte ich dann im Sommer 2012 das erste Mal eine akute Pankreatitis, nach ein Paar Tagen Schonkost hatte ich aber keine Probleme mehr und habe nach 2 Monaten fettfreier Nahrung und Alkoholabstinenz wieder normal weiter gelebt.
Im Winter 2013 hatte ich dann nochmals einen Schub, auch hier meinte mein Hausarzt dass ich einfach wieder bisschen fettfreie Nahrung zu mir nehmen sollte.
Gesagt getan und nach ein paar Tagen hatte ich auch keine Beschwerden mehr.
Bis Ende März 2015 als mein jetziges Schlamassel los ging.
Am 24.03 ging es Abends los, dass ich Rückenschmerzen bekam im sitzen, dies zog sich anschließend bis in den linken Oberbauch und wurde auch gegen Abend schlimmer. Gelegentlich hatte ich auch frisches Blut am Toiletten Papier.
Bin damit zum Arzt gegangen und wieder das übliche. Blut wurde abgenommen. Lipase über 800. Tumormarker war normal. Bin dann diesmal zur Absicherung ins Krankenhaus gegangen.
Wurde dort 5 Tage stationär behandelt. Morgens, Mittags, Abends eine Suppe, Tabletten zur Verringerung der Magensäureproduktion und 2x Ultraschall, CT und Endo-Sono wurden gemacht.
Hierbei konnte nichts spezielles entdeckt werden und die Bauchspeicheldrüse hatte auch keine sichtbaren Schäden. Die Ärzte waren auch immer sehr im Stress und haben sich kaum Zeit genommen.
Es wurde bei der Endo-Sono noch eine Probe genommen welche auf Autoimmun Erkrankungen Hinweisen soll, darüber habe ich noch keine Ergebnisse.
Die Lipase Werte lagen im Krankenhaus zu Beginn bei 428 und am letzten Tag bei 401. Also nicht sehr weit runter gegangen.
Mir wurde anschließend gesagt dass ich erstmal auf Alkohol verzichten sollte und ansonsten langsam wieder essen könnte.
Gesagt getan ging das ganze auch einige Tage gut. Habe immer bewusst gegessen, auf Sport erstmal verzichtet. Hatte auch kaum Beschwerden außer ab und zu mal ein Zwicken. Jedoch habe ich jetzt seit letzter Woche Dienstag wieder verstärkt Probleme, wenn ich was esse. Jedoch muss dies nichtmal viel sein.
Bspw. habe ich morgens eine Scheibe Weißbrot mit Marmelade gegessen. Hatte dann keine Beschwerden über den Vormittag.
Mittags habe ich dann in der Kantine einen Salat gegessen und ca eine Stunde später ging das zwicken dann los. Es waren nicht wirklich Schmerzen sondern ein ständiges Zwicken, vorallem im Sitzen. Gelegentlich war auch wieder Blut am Toilettenpapier.
Gestern war ich damit wieder beim Arzt und der sagte mir dass es daran liegen könnte dass ich zu wenig esse und zuviel Magesäure poduziert wird, weshalb ich diese Schmerzen habe.
Dachte ich mir anschließend: Gut, probiere ich heute mal etwas mehr zu essen.
Habe dann Zuhause ein Süppchen gegessen und etwas später noch 3 Knödel. Ca eine Stunde später hatte ich wieder ein dolles Stechen im linken Oberbauch, wie das bei einer Pankreatitis üblich ist.
Habe mir noch eine Überweisung für den Gastrologen geholt wo ich jetzt einen Termin vereinbare, da ich im KH nicht mehr ambulant behandelt werden kann.
Es macht mir jetzt ein bisschen Sorgen, dass ich nichtsmehr essen kann, da ich ja gestern nun wirklich nicht viel gegessen habe und trotzdem starke Schmerzen bekommen habe.
Habe dadurch jetzt schon 7KG abgenommen. Bin eh schon etwas schlanker und möchte nicht vom Fleisch fallen.
Habe mich natürlich schon auf diversen Seite bezüglich Ernährung informiert und nehme jetzt heute erstmal nur Suppe und ein paar Zwieback zu mir, jedoch kann es ja so nicht weiter gehen.
Es besorgt mich etwas, dass ich jetzt schon über 4 Wochen Probleme damit habe und derzeit noch keine Ursache gefunden wurde, bzw. mir von irgend jemandem präzise gesagt wurde: Was darf ich essen, was nicht, wieviel, etc etc.?
Hat hier jemand ähnliche Probleme gehabt? Nachdem ich aus dem Krankenhaus kam, war ich etwas beruhigter, da die Bauchspeicheldrüse aber auch sonst alles soweit i.O. waren.
Jedoch bin ich jetzt schonwieder total niedergeschlagen, mir geht es ja soweit ganz gut, ich kann arbeiten gehen (Fachinformatiker, Kaffeeentzug schmerzt etwas), und außer Bauchzwicken und etwas Verstopfung habe ich ja keine Beschwerden... außer halt die Kopfsache bzw. die Angst dass man doch etwas schwer bedrohliches hat, aber nicht ernst genommen wird damit.
Danke fürs lesen und Antworten.
Beste Grüße
-
baru
- Beiträge: 37
- Registriert: 27. März 2013, 15:41
Re: Pankreatitis - Wie geht es weiter?
Hallo Jester ,
hier im April gibt es zwei ähliche Themen, welche sich mit solchen Problemen wie Deinem befassen.
Nur mal so als Tip: Autoimunpankreatitis und Die ewige Suche nach der Ursache - AIP ja/nein.
Zum Thema Ernährung:
Was produziert die meiste Magensäure ?
Marmeladenbrot und Knödel . Warum ? Es sind Kohlenhydrate bzw. Zucker (kommt aufs gleiche raus).
Alkohol und mehrwertige Alkohole ( außer Stevia fast alle Zuckerersatzstoffe) übrigens auch.
Was bleibt ? Gemüße und Eiweiß. Esse doch mal 2 Eier zu Frühstück und ein Steak zum Mittag.
Vermeide Säure jeglicher Art. Zum Beispiel Kohlensäure, Zitrone, Essig usw. und Kohlenhydrate .
Alle Mehlprodukte zählen dazu auch Kartoffel und Reis. Also alle üblichen Sättigungsbeilagen.
Esse alles natürliche möglichst nicht verarbeitet und ohne Konservierungsstoffe. Auch Säfte vermeiden! Esse lieber die ganze Frucht ! Fett wie Margarine brauchste nicht, da Du ja eh auf
Brot und Bröchtchen verzichten willst
.
Als ich einer älteren Dame erzählte, daß ich kein Brot usw. esse, fragte die mich doch, ob ich denn da auch keine Butter esse, daraufhin meine Frage: "Soll ich die mir auf die Tomate schmieren?".
Zu der Zeit aß ich noch Tomaten. heute wegen der Säure auch nicht mehr, außerdem bezweifle ich den angeblichen krebsschützenden Effekt. Soviel Tomaten wie ich gegessen habe , da wäre jeder Krebs dabongelaufen, wäre an dem
.
Gruß baru
hier im April gibt es zwei ähliche Themen, welche sich mit solchen Problemen wie Deinem befassen.
Nur mal so als Tip: Autoimunpankreatitis und Die ewige Suche nach der Ursache - AIP ja/nein.
Zum Thema Ernährung:
Was produziert die meiste Magensäure ?
Marmeladenbrot und Knödel . Warum ? Es sind Kohlenhydrate bzw. Zucker (kommt aufs gleiche raus).
Alkohol und mehrwertige Alkohole ( außer Stevia fast alle Zuckerersatzstoffe) übrigens auch.
Was bleibt ? Gemüße und Eiweiß. Esse doch mal 2 Eier zu Frühstück und ein Steak zum Mittag.
Vermeide Säure jeglicher Art. Zum Beispiel Kohlensäure, Zitrone, Essig usw. und Kohlenhydrate .
Alle Mehlprodukte zählen dazu auch Kartoffel und Reis. Also alle üblichen Sättigungsbeilagen.
Esse alles natürliche möglichst nicht verarbeitet und ohne Konservierungsstoffe. Auch Säfte vermeiden! Esse lieber die ganze Frucht ! Fett wie Margarine brauchste nicht, da Du ja eh auf
Brot und Bröchtchen verzichten willst
Als ich einer älteren Dame erzählte, daß ich kein Brot usw. esse, fragte die mich doch, ob ich denn da auch keine Butter esse, daraufhin meine Frage: "Soll ich die mir auf die Tomate schmieren?".
Zu der Zeit aß ich noch Tomaten. heute wegen der Säure auch nicht mehr, außerdem bezweifle ich den angeblichen krebsschützenden Effekt. Soviel Tomaten wie ich gegessen habe , da wäre jeder Krebs dabongelaufen, wäre an dem
Gruß baru
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Allende
- Beiträge: 327
- Registriert: 21. Dezember 2013, 18:09
Re: Pankreatitis - Wie geht es weiter?
Es gibt eine Pankreatitis S3- Richtlinie- Langversion- ist recht interessant.
Bei mir ist es so, dass gefühlt, auch wenn die Medizin da was anderes sagt, wenn ich Enzyme nehme , ich alles Essen kann, aber wenn ich sie nicht nehme, die Symptome ähnlich deinen aufbrechen. Gefühlt lege ich also die Drüse durch Enzymsubstitution lahm, obwohl dieses Organfeedback eigentlich nicht existieren soll. Mir geht es aber damit fantastisch. Vielleicht ist es mal einen Versuch wert.
Bei mir ist es so, dass gefühlt, auch wenn die Medizin da was anderes sagt, wenn ich Enzyme nehme , ich alles Essen kann, aber wenn ich sie nicht nehme, die Symptome ähnlich deinen aufbrechen. Gefühlt lege ich also die Drüse durch Enzymsubstitution lahm, obwohl dieses Organfeedback eigentlich nicht existieren soll. Mir geht es aber damit fantastisch. Vielleicht ist es mal einen Versuch wert.
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Dorf
- Beiträge: 2
- Registriert: 3. Mai 2015, 14:33
Re: Pankreatitis - Wie geht es weiter?
Ich bin 60 Jahre alt, weiblich und habe seit mehreren JahrenFibromylagie. Seit ca. 10 Jahren habe ich einen
Diabetes, der zuerst mit Tabletten und später mit Insulin
eingestellt wurde (Typ 2).Im Dezember 2013 bekam ich aus heiterem Himmel eine äußerst schmerzhafte akute Bauchspeicheldrüsenentzündung ( Lipasewert 1300).
Nach drei Wochen intensivstation mit hoher Schmerzmitteleinstellung u 10 Tagen auf der Normalstation folgte ein dreiwöchiger Rehaaufenthalt.
Anschließend musste mein Diabetes neu eingestellt werden und ich wurde zum DiabetesTyp 1 eingestuft. Nach Entfernung der Gallenblase im Februar 2014 dachte ich, daß die Schmerzen jetzt Vergangenheit wären. Aber die Schmerzen blieben und wurde stärker. Tramal wurde bald wirkungslos. Im Aug. 2014 wurde ich wegen den anhaltenden Schmerzen in der Uni Würzburg vorstellig.
Es wurde eine Zyste an der Bauchspeicheldrüse entdeckt
und entfernt.
Es folgte ein 5 wöchiger Aufenthalt mit Superinfektion der Zyste und hohem Blutverlust . Nach allen möglichen Unersuchungen (CT, MRT, ERCP Magenspiegelungen etc.)
wurde die Diagnose „ Chronische Bauchspeichdrüse“
gestellt. Danach folgte ein Aufenthalt in der Schmerzklink. Hier wurde ich mit Medikamenten wie
Novalgin, Lyrica und Hydromorphon eingestellt. Das Ergebnis war : Die Schmerzen blieben, mal mehr und mal weniger.
Ich will mir jetzt noch eine zweite Meinung in einem Pankreaszentrum einzuholen.
Wer hat ähnliche Erfahrungen gemacht und kann mir weiterhelfen,die Schmerzen loszuwerden oder zu mindern.
Gruß an Alle
Diabetes, der zuerst mit Tabletten und später mit Insulin
eingestellt wurde (Typ 2).Im Dezember 2013 bekam ich aus heiterem Himmel eine äußerst schmerzhafte akute Bauchspeicheldrüsenentzündung ( Lipasewert 1300).
Nach drei Wochen intensivstation mit hoher Schmerzmitteleinstellung u 10 Tagen auf der Normalstation folgte ein dreiwöchiger Rehaaufenthalt.
Anschließend musste mein Diabetes neu eingestellt werden und ich wurde zum DiabetesTyp 1 eingestuft. Nach Entfernung der Gallenblase im Februar 2014 dachte ich, daß die Schmerzen jetzt Vergangenheit wären. Aber die Schmerzen blieben und wurde stärker. Tramal wurde bald wirkungslos. Im Aug. 2014 wurde ich wegen den anhaltenden Schmerzen in der Uni Würzburg vorstellig.
Es wurde eine Zyste an der Bauchspeicheldrüse entdeckt
und entfernt.
Es folgte ein 5 wöchiger Aufenthalt mit Superinfektion der Zyste und hohem Blutverlust . Nach allen möglichen Unersuchungen (CT, MRT, ERCP Magenspiegelungen etc.)
wurde die Diagnose „ Chronische Bauchspeichdrüse“
gestellt. Danach folgte ein Aufenthalt in der Schmerzklink. Hier wurde ich mit Medikamenten wie
Novalgin, Lyrica und Hydromorphon eingestellt. Das Ergebnis war : Die Schmerzen blieben, mal mehr und mal weniger.
Ich will mir jetzt noch eine zweite Meinung in einem Pankreaszentrum einzuholen.
Wer hat ähnliche Erfahrungen gemacht und kann mir weiterhelfen,die Schmerzen loszuwerden oder zu mindern.
Gruß an Alle
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Klaus.N
- Beiträge: 5
- Registriert: 12. Mai 2015, 09:19
Re: Pankreatitis - Wie geht es weiter?
Hallo Jester,
ich möchte dir ein paar Erfahrungswerte mitteilen.
Ich bin selbst langjähriger Pankratius-Patient, aber mit deiner Geschichte kann ich mich identifizieren, weil meine Beschwerde in deinem Alter begannen und ich mittlerweile schon 58 J. werde
So wie ich es hier lese, nimmst du keine Enzyme wie Kreon. Dieses bewirkt, dass die Nahrung aufgespalten wird und die Durchfälle ziemlich schnell aufhören. Die Schonkost solltest du während eines Schubes beibehalten und natürlich möglichst auf Alkohol verzichten.
Die Rückenschmerzen und Stiche im Oberbauch gehören zu unserer Krankheit, da musst du versuchen mit zu Leben. Hört sich leicht an, aber es bleibt dir auch nichts anderes übrig.
Seit ich das Kreon nehme, lege ich allerdings kontinuierlich an Gewicht zu. Im Moment ca. 50 % Übergewicht.
Das mit dem Blut am Klopapier ist vermutlich (Verzeihung) der wundgesch...ne Hintern, da hat mein Arzt mir eine Salbe verschrieben, die extra für mich in der Apo. angerührt wird. Die Salbe schmiert, heilt und betäubt.
OK, die Angst bleibt, wenn man meint, dass etwas schwer Bedrohliches passiert. Aber was soll ich sagen, ich habe die Krankheit nun schon über 30 Jahre und lebe immer noch, wenn auch mit einige Einschränkungen.
Gruß
Klaus
ich möchte dir ein paar Erfahrungswerte mitteilen.
Ich bin selbst langjähriger Pankratius-Patient, aber mit deiner Geschichte kann ich mich identifizieren, weil meine Beschwerde in deinem Alter begannen und ich mittlerweile schon 58 J. werde
So wie ich es hier lese, nimmst du keine Enzyme wie Kreon. Dieses bewirkt, dass die Nahrung aufgespalten wird und die Durchfälle ziemlich schnell aufhören. Die Schonkost solltest du während eines Schubes beibehalten und natürlich möglichst auf Alkohol verzichten.
Die Rückenschmerzen und Stiche im Oberbauch gehören zu unserer Krankheit, da musst du versuchen mit zu Leben. Hört sich leicht an, aber es bleibt dir auch nichts anderes übrig.
Seit ich das Kreon nehme, lege ich allerdings kontinuierlich an Gewicht zu. Im Moment ca. 50 % Übergewicht.
Das mit dem Blut am Klopapier ist vermutlich (Verzeihung) der wundgesch...ne Hintern, da hat mein Arzt mir eine Salbe verschrieben, die extra für mich in der Apo. angerührt wird. Die Salbe schmiert, heilt und betäubt.
OK, die Angst bleibt, wenn man meint, dass etwas schwer Bedrohliches passiert. Aber was soll ich sagen, ich habe die Krankheit nun schon über 30 Jahre und lebe immer noch, wenn auch mit einige Einschränkungen.
Gruß
Klaus
Jester hat geschrieben:Guten Morgen zusammen,
ich habe mich hier registriert, da ich Rat bzw. Erfahrungsaustausch von anderen bräuchte. Derzeit fühle ich mich trotz ärztlicher Behandlung ziemlich allein gelassen mit der Krankheit.
Erstmal zu mir: Ich bin männlich und 24 Jahre alt, habe immer regelmäßig Sport gemacht (Fußball und Fitnessstudio), bin 1,92 groß und wog 88kg, also bislang auch keinerlei gesundheitliche Probleme.
Ernährt habe ich mich immer normal und auch Alkohol war nicht wirklich ausschlaggebend. Gelegentlich am Wochenende oder nach dem Fußball mal ein Bierchen.
Jedoch hatte ich dann im Sommer 2012 das erste Mal eine akute Pankreatitis, nach ein Paar Tagen Schonkost hatte ich aber keine Probleme mehr und habe nach 2 Monaten fettfreier Nahrung und Alkoholabstinenz wieder normal weiter gelebt.
Im Winter 2013 hatte ich dann nochmals einen Schub, auch hier meinte mein Hausarzt dass ich einfach wieder bisschen fettfreie Nahrung zu mir nehmen sollte.
Gesagt getan und nach ein paar Tagen hatte ich auch keine Beschwerden mehr.
Bis Ende März 2015 als mein jetziges Schlamassel los ging.
Am 24.03 ging es Abends los, dass ich Rückenschmerzen bekam im sitzen, dies zog sich anschließend bis in den linken Oberbauch und wurde auch gegen Abend schlimmer. Gelegentlich hatte ich auch frisches Blut am Toiletten Papier.
Bin damit zum Arzt gegangen und wieder das übliche. Blut wurde abgenommen. Lipase über 800. Tumormarker war normal. Bin dann diesmal zur Absicherung ins Krankenhaus gegangen.
Wurde dort 5 Tage stationär behandelt. Morgens, Mittags, Abends eine Suppe, Tabletten zur Verringerung der Magensäureproduktion und 2x Ultraschall, CT und Endo-Sono wurden gemacht.
Hierbei konnte nichts spezielles entdeckt werden und die Bauchspeicheldrüse hatte auch keine sichtbaren Schäden. Die Ärzte waren auch immer sehr im Stress und haben sich kaum Zeit genommen.
Es wurde bei der Endo-Sono noch eine Probe genommen welche auf Autoimmun Erkrankungen Hinweisen soll, darüber habe ich noch keine Ergebnisse.
Die Lipase Werte lagen im Krankenhaus zu Beginn bei 428 und am letzten Tag bei 401. Also nicht sehr weit runter gegangen.
Mir wurde anschließend gesagt dass ich erstmal auf Alkohol verzichten sollte und ansonsten langsam wieder essen könnte.
Gesagt getan ging das ganze auch einige Tage gut. Habe immer bewusst gegessen, auf Sport erstmal verzichtet. Hatte auch kaum Beschwerden außer ab und zu mal ein Zwicken. Jedoch habe ich jetzt seit letzter Woche Dienstag wieder verstärkt Probleme, wenn ich was esse. Jedoch muss dies nichtmal viel sein.
Bspw. habe ich morgens eine Scheibe Weißbrot mit Marmelade gegessen. Hatte dann keine Beschwerden über den Vormittag.
Mittags habe ich dann in der Kantine einen Salat gegessen und ca eine Stunde später ging das zwicken dann los. Es waren nicht wirklich Schmerzen sondern ein ständiges Zwicken, vorallem im Sitzen. Gelegentlich war auch wieder Blut am Toilettenpapier.
Gestern war ich damit wieder beim Arzt und der sagte mir dass es daran liegen könnte dass ich zu wenig esse und zuviel Magesäure poduziert wird, weshalb ich diese Schmerzen habe.
Dachte ich mir anschließend: Gut, probiere ich heute mal etwas mehr zu essen.
Habe dann Zuhause ein Süppchen gegessen und etwas später noch 3 Knödel. Ca eine Stunde später hatte ich wieder ein dolles Stechen im linken Oberbauch, wie das bei einer Pankreatitis üblich ist.
Habe mir noch eine Überweisung für den Gastrologen geholt wo ich jetzt einen Termin vereinbare, da ich im KH nicht mehr ambulant behandelt werden kann.
Es macht mir jetzt ein bisschen Sorgen, dass ich nichtsmehr essen kann, da ich ja gestern nun wirklich nicht viel gegessen habe und trotzdem starke Schmerzen bekommen habe.
Habe dadurch jetzt schon 7KG abgenommen. Bin eh schon etwas schlanker und möchte nicht vom Fleisch fallen.
Habe mich natürlich schon auf diversen Seite bezüglich Ernährung informiert und nehme jetzt heute erstmal nur Suppe und ein paar Zwieback zu mir, jedoch kann es ja so nicht weiter gehen.
Es besorgt mich etwas, dass ich jetzt schon über 4 Wochen Probleme damit habe und derzeit noch keine Ursache gefunden wurde, bzw. mir von irgend jemandem präzise gesagt wurde: Was darf ich essen, was nicht, wieviel, etc etc.?
Hat hier jemand ähnliche Probleme gehabt? Nachdem ich aus dem Krankenhaus kam, war ich etwas beruhigter, da die Bauchspeicheldrüse aber auch sonst alles soweit i.O. waren.
Jedoch bin ich jetzt schonwieder total niedergeschlagen, mir geht es ja soweit ganz gut, ich kann arbeiten gehen (Fachinformatiker, Kaffeeentzug schmerzt etwas), und außer Bauchzwicken und etwas Verstopfung habe ich ja keine Beschwerden... außer halt die Kopfsache bzw. die Angst dass man doch etwas schwer bedrohliches hat, aber nicht ernst genommen wird damit.
Danke fürs lesen und Antworten.
Beste Grüße
-
Allende
- Beiträge: 327
- Registriert: 21. Dezember 2013, 18:09
Re: Pankreatitis - Wie geht es weiter?
Lieber Klaus.N!
Danke für Deinen Text! Danke! Geil zu lesen, dass man auch Langzeitüberlende findet, denen es gar nicht schlecht geht!!! Danke- macht Mut! Hast du Diabetes entwickelt?
Herzliche Grüße
Danke für Deinen Text! Danke! Geil zu lesen, dass man auch Langzeitüberlende findet, denen es gar nicht schlecht geht!!! Danke- macht Mut! Hast du Diabetes entwickelt?
Herzliche Grüße
-
hugolein
- Beiträge: 37
- Registriert: 30. September 2013, 18:00
Re: Pankreatitis - Wie geht es weiter?
Hallo Klaus,
Dein Beitrag ist ermutigend, da kann ich Allende nur Zustimmen.
Mich würde interessieren, wenn du schon 30 Jahre damit "unterwegs" bist, seit wann nimmst Du Enzyme und kennst Du den Auslöser bzw. die Ursache?
Schöne Grüße
Hugo
Dein Beitrag ist ermutigend, da kann ich Allende nur Zustimmen.
Mich würde interessieren, wenn du schon 30 Jahre damit "unterwegs" bist, seit wann nimmst Du Enzyme und kennst Du den Auslöser bzw. die Ursache?
Schöne Grüße
Hugo
-
baru
- Beiträge: 37
- Registriert: 27. März 2013, 15:41
Re: Pankreatitis - Wie geht es weiter?
Hallo hugolein,
Ursache zu 90 % falsche Lebensweise, 10 % Scheiß-Gene.
Was falsch war und ist, kannste überall erfahren ... rauchen,Trinken, fett, Bewegungsmangel ....
Gruß baru
Ursache zu 90 % falsche Lebensweise, 10 % Scheiß-Gene.
Was falsch war und ist, kannste überall erfahren ... rauchen,Trinken, fett, Bewegungsmangel ....
Gruß baru
-
Klaus.N
- Beiträge: 5
- Registriert: 12. Mai 2015, 09:19
Re: Pankreatitis - Wie geht es weiter?
Hallo baru,baru hat geschrieben:Hallo hugolein,
Ursache zu 90 % falsche Lebensweise, 10 % Scheiß-Gene.
Was falsch war und ist, kannste überall erfahren ... rauchen,Trinken, fett, Bewegungsmangel ....
Gruß baru
mach es bitte nicht so einfach, wie die Ärzte es sich machen.
Zu Beginn der Pankreatitis habe ich weder getrunken ( mache ich auch heute noch nicht ), war weder zu fett, damals bei 1,74m = 72 Kilo, noch hatte ich Bewegungsmangel, eher das Gegenteil, aber ok, ich bin Raucher.
Aber da die Krankheit damals weniger bekannt war, wurde mir erst einmal der Bauch aufgeschnitten, in der Hoffnung: könnte ja der Blinddarm sein, na ja egal.
Was heute einen Schub auslöst, ist fettes Essen, z.B. Eisbein und Hülsenfrüchte, aber man will auch nicht immer wie ein Bettler leben.
Gruß
Klaus
-
Klaus.N
- Beiträge: 5
- Registriert: 12. Mai 2015, 09:19
Re: Pankreatitis - Wie geht es weiter?
Hallo Hugo,hugolein hat geschrieben:Hallo Klaus,
Dein Beitrag ist ermutigend, da kann ich Allende nur Zustimmen.
Mich würde interessieren, wenn du schon 30 Jahre damit "unterwegs" bist, seit wann nimmst Du Enzyme und kennst Du den Auslöser bzw. die Ursache?
Schöne Grüße
Hugo
ich nehme seit etwa 4 Jahren Enzyme. Ich will hier keine Reklame machen, aber es nennt sich Kreon, gibt es mit 25000 und 40000 Einheiten. Das Produkt wird aus der Pankreas von Schweinen gewonnen und ich kann dazu nur sagen: Ein Wundermittel. Der Durchfall hört sofort am 2. Tag auf, man muss natürlich auf die Dosierung achten, weil man sonst arge Verstopfungen hat.
Seit dem ich dieses Kreon nehme, geht es mir deutlich besser und ich traue mich auch mal einen Tagesausflug zu machen.
Ich meine, dass der Auslöser fettes Essen und unabhängig davon Dauerstress und stressige Situationen sind.
Gruß
Klaus