Kreon - Kostenübernahme durch die Krankenkasse?

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knötternhilftnix
Beiträge: 2
Registriert: 22. Mai 2015, 15:04

Kreon - Kostenübernahme durch die Krankenkasse?

Beitrag von knötternhilftnix »

Hallo zusammen,

wer von euch nimmt regelmäßig Kreon ein und kann mir sagen, ob die Krankenkasse bei euch die Kosten für das Medikament übernimmt?

Ich habe seit Jahren eine chronische Pankreatitis mit besonderem Verlauf und die regelmäßige Einnahme von Kreon ist immer mal wieder ein Thema. Einige meiner Ärzte befürworten eine regelmäßige Einnahme, jedoch muss ich laut der Info meine Hausarztes die Kosten für das Medikament komplett selber tragen, da die zur Kostenübernahme untersuchte Stuhlprobe seinerzeit leider nicht erforderlichen Werte aufzeigte.
Und weil das Zeug ist nicht gerade billig ist, habe ich es in den letzten Jahren nur sporadisch eingenommen, ..also immer wieder abgesetzt.

Ich habe heute mal meine Krankenkasse (Deutsche BKK ) angeschrieben und bin gespannt, was die mir antworten.
Trotzdem und auch deswegen, interessieren mich eure Erfahrungen.


Viele Grüße,
Knötternhilftnix
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Lutz Otto
Beiträge: 659
Registriert: 8. März 2008, 14:27
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Re: Kreon - Kostenübernahme durch die Krankenkasse?

Beitrag von Lutz Otto »

Hallo knötternhilftnix,

bei einer gesicherten Diagnose der "exo­krinen Pan­kre­as­in­suf­fi­zienz" werden die Kosten durch die Krankenkassen übernommen.
Betroffene berichten hin und wieder, dass die Hausärzte aus Kostengründen/ Budget oft davon überzeugt werden müssen und sich bei der Verordnung schwer tun.
Sinn macht hier, die Diagnose schriftlich vom Facharzt/Klinik für den Hausarzt dokumentieren zu lassen.
Ein herzlichen Gruß aus Magdeburg

Lutz Otto

AdP e. V. - Vorstrandsvorsitzender
knötternhilftnix
Beiträge: 2
Registriert: 22. Mai 2015, 15:04

Re: Kreon - Kostenübernahme durch die Krankenkasse?

Beitrag von knötternhilftnix »

Hallo Lutz,

vielen Dank schon mal für deine Antwort!
Ich bin echt mal gespannt, ob ich am Ende Kreon kostenfrei bekomme, nachdem ich alle meine Informationen zusammengetragen habe.

Aber jetzt muss ich nochmal fragen, ob eine chronische Pankreatitis auch immer eine "exo­krinen Pan­kre­as­in­suf­fi­zienz" ist.
Ich habe den Ausdruck "exo­krinen Pan­kre­as­in­suf­fi­zienz" im Zusammenhang mit meiner Erkrankung während der letzten Jahre zwar oft gehört,
aber in den Arztbriefen steht immer (nur) chronische Pankeratitis... und der ganze andere Kram.

Viele Grüße,
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Lutz Otto
Beiträge: 659
Registriert: 8. März 2008, 14:27
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Re: Kreon - Kostenübernahme durch die Krankenkasse?

Beitrag von Lutz Otto »

Nochmals Hallo,

bei einer chronische Pankreatitis kann man davon ausgehen, dass das Gewebe des Pankreas mit zunehmenden Schüben zu einer Schädigung des Gewebes führt.
Somit kann es dann zum Funktionsverlust der exokrinen evtl. auch der endokrinen Funktion kommen.
Inwieweit die exokrine Funktion und somit eine "chron. Pankreasinsuffizienz vorliegt, kann u.a. mit einem Elastasetest bestimmt werden. Experten sprechen oft davon, dass über dreiviertel der Funktion eingeschränkt sein müssen. Indizien können z.B. Gewichtsverlust, Fettstühle, Durchfälle sein. Das war die Kurzzusammenfassung.
Ein herzlichen Gruß aus Magdeburg

Lutz Otto

AdP e. V. - Vorstrandsvorsitzender
Weserberglaender
Beiträge: 104
Registriert: 21. April 2012, 14:10

Re: Kreon - Kostenübernahme durch die Krankenkasse?

Beitrag von Weserberglaender »

knötternhilftnix hat geschrieben:...Ich habe heute mal meine Krankenkasse (Deutsche BKK ) angeschrieben und bin gespannt, was die mir antworten...
Die werden Dir antworten, dass sie es bezahlen, wenn es medizinisch notwendig ist, da Kreon bei exokriner Pankreasinsuffizienz verordnungsfähig (lt. Arzneimittelrichtlinie https://www.g-ba.de/downloads/83-691-32 ... -06-05.pdf Punkt 36) ist. Also wie Lutz schon schrieb, vom Facharzt die Notwendigkeit für den Hausarzt bestätigen lassen.

LG Bernd
Portugal
Beiträge: 60
Registriert: 9. Juni 2012, 13:13

Re: Kreon - Kostenübernahme durch die Krankenkasse?

Beitrag von Portugal »

Guten Abend,

es ist ganz wichtig die Elastase feststellen zu lassen. z.b. vom Internisten. Der Hausarzt darf das Medikament nur verordnen, wenn die Diagnose exokrine Pankreasinsuffizienz gesichert ist. Sonst wird er am Jahresende selbst regresspflichtig gemacht.

Guten Abend
Portugal
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