Magenkrämpfe

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Alexa&Daniel
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Magenkrämpfe

Beitrag von Alexa&Daniel »

Hallo Zusammen,

Ich weis ihr seit keine Ärzte, aber ihr habt die Erfahrung....
Mein Mann wurde dieses Jahr zum zweiten Mal Operiert. Ihm ist ein kleiner Teil des Bauchspeicheldrüsenschwanzes geblieben (Ende 2012 bereits Wippel OP magenerhaltend). Seitdem ist er Diabetiker und ist auch gut eingestellt.
In den letzten 3 Monaten hat er jedoch immer wieder Magenkrämpfe, nicht jeden Tag oder jede Woche aber schon so, dass ich mir Gedanken mache.
Wenn er die hat liegt er den ganzen Tag mit nem Heizkissen im Bett.
Er nimmt ausreichend Creon zu den Mahlzeiten hat dann aber dennoch Fettstuhl.
Es ist Nahrungsunabhängig und auch nicht stressbezogen. Pantoprazol nimmt er nirgends und abends 40mg.
Bin echt ratlos!
Gegen die Krämpfe nimmt er novalgin. Aber das kann er ja auch nicht ewig nehmen....

Habt ihr einen Rat woher das kommt?
Allende
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Re: Magenkrämpfe

Beitrag von Allende »

Wieviel ist denn "ausreichend " Kreon? ...
Alexa&Daniel
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Re: Magenkrämpfe

Beitrag von Alexa&Daniel »

Ausreichend ist bei ihm auf jeden Fall mehr als die empfohlene Dosis. Zu nem Becher Joghurt 2 x 25.000.
er hat das auch nicht jeden Tag. Sonst hat er nie Fettstühle. Das Creon nimmt er jetzt schon seit drei Jahren. Das mit den Magenkrämpfen hat er erst seit der OP....
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Lutz Otto
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Re: Magenkrämpfe

Beitrag von Lutz Otto »

Hallo,

was sagen den die behandelnden Ärzte dazu? Gleichzeitig möchte ich anmerken, dass die OP ein großer Einschnitt in den gesamten Verdauungstrakt war. Es klingt sicherlich „dumm“ aber in der ersten Zeit ist wirklich viel Geduld gefragt, damit sich, soweit als möglich“ ,alles wieder normalisieren kann. Statt Novalgin würde ich bei den beschriebenen Symptomen „Buscopan“ wählen. Dies sind jedenfalls meine Erfahrungen.
Ein herzlichen Gruß aus Magdeburg

Lutz Otto

AdP e. V. - Vorstrandsvorsitzender
Alexa&Daniel
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Re: Magenkrämpfe

Beitrag von Alexa&Daniel »

Hallo Lutz,
waren gestern beim Arzt (hab ja schon Fransen am Mund und liege meinem Mann ja schon seit Wochen in den Ohren damit vorstellig zu werden).
Der Doc sagt das eine komplette Diagnostik notwendig ist. Magen-Darmspiegelung bzw ct.
Mein Mann will das aber nicht stationär machen lassen :evil:
Gerade geht es ihm wieder so als wenn gar nix ist. Also heißt es jetzt wieder abwarten.
Der Tipp mit dem Buscupan ist gut. Hab direkt welches besorgt.
Ich hab ja auch schon überlegt, ob es evtl sein kann, dass sich eine Kapsel creon evtl im Magen schon öffnet.... Und nicht erst im Darm.... Vielleicht wird das Essen zu langsam vom Magen in den Darm weiter geleitet. Aber am Magen waren die bei der OP nicht dran....
Der Doc hat meinem Mann jetzt Nortase zusätzlich zum Creon aufgeschrieben. Also das er beides nimmt. Ein Versuch ist es ja wert.
Ich mag ihn nicht immer so leiden sehen. Und das immer von jetzt auf gleich....

Viele Grüße und vielen lieben Dank
Andreas
Beiträge: 3
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Re: Magenkrämpfe

Beitrag von Andreas »

Hallo Alexa!
Leider wurde ich gestern auch als Gast bei der Schwiegermutter Zeuge eines solchen „Anfalles“. Hier ist es beim Schwiegervater so schlimm, dass ich eigentlich gleich einen Krankenwagen zuhilfe gerufen hätte. Übelkeit, Schüttelfrost, Kreislaufprobleme.
Whipple-Operation, ein kleiner Teil der Bauchspeicheldrüse und zwei Drittel Magen sind noch vorhanden.
An 30 von 31 Tagen kommt 'unser Patient' seit ca. 8 Jahren mit Säurehemmer morgens und 2-2-2 mal 25.000 Einheiten Kreon relativ gut aus, wenn nur die gelegentlichen Anfälle nicht wären. Fettstuhl kommt allerdings schon vor, wie oft weiss ich nicht.
Ich habe den Anfall gestern auf eine außerhalb der Reihe gegessene Currywurst zurückgeführt (meist geht das mit der Currywurst wohl gut).
Nachdem ich auf dieser Website ein wenig gelesen habe, war meine Empfehlung, für solche Fälle (also ein Essen außerhalb der Regel) grundsätzlich eine Tablette auseinanderzunehmen und zuvor mit einem Schluck Wasser eine großzügig berechnete Menge einzunehmen. Gerade auf eine Currywurst könnte man auch verzichten, aber das steht auf einem anderen Blatt.
Wie ist das eigentlich mit der Flüssigkeitsmenge mit der das Medikament (in diesem Falle als Filmtablette) z.B. vor dem Frühstück eingenommen wird? Ist ein Glas Wasser zuviel? Und wieviel vorher wird es eingenommen?
Was meint ihr hier im Forum als erfahrene Betroffene dazu? Ich hätte einen neuen Thread aufgemacht, aber meine ‚Erlebnisse‘ passen gut zur Frage.
Wie ist es bei euch Alexa, berechnet ihr die Menge Kreon nach Fettgehalt der Nahrung oder nimmt dein Mann auch pauschal Tabletten? Könnt ihr es auch auf ein außergewöhnliches Essen zurückführen? Ich vermute mal nicht, denn alle diese Überlegungen habt ihr sicher schon durch.
Ansonsten finde ich die Selbsthilfegruppe und dieses Forum eine tolle Sache und wünsche allen (trotz krankheitsbedingter Sorgen) ein schönes Neues Jahr 2016
Andreas
Alexa&Daniel
Beiträge: 25
Registriert: 25. Januar 2014, 20:29
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Re: Magenkrämpfe

Beitrag von Alexa&Daniel »

Hallo Andreas,
Dir auch ein gutes Neues Jahr.
Das mit an zu sehen erfordert viel!!!!
Bei meinem Mann ist es auch so, was heute vertragen wird kann morgen schon falsch sein. Stark gewürztes Essen geht gar nicht. Und klar isst er auch Sachen, die er besser nicht essen sollte aber wer tut es nicht?
Er nimmt vor dem Essen gar kein Creon. Er isst ein bisschen, dann die Kapsel, dann wieder ein bisschen usw. Halt über die Mahlzeit verteilt. Er trinkt ein zwei Schluck, also soviel, dass die Kapsel im Magen ist. Er rechnet nicht auf das "Gramm" aus, wieviel Fett drin ist und legt sich die Tabletten bereit. Er macht das nach gefühl. Den Richtwert überschreitet er schon lange. Wir kochen immer frisch mit viel Gemüse (gerade auch wegen der Diabetis). was vertragen wird ist sooo unterschiedlich. Im Großen und Ganzen kommt mein Mann gut zu recht. Nur halt seit der OP das mit den gelegentlichen Magenschmerzen. Ich hoffe das das in Kombination mit den neuen Tabletten aufhört.
Deinem Schwiegervater gute Besserung!
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Lutz Otto
Beiträge: 659
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Re: Magenkrämpfe

Beitrag von Lutz Otto »

Liebe Alexa,

ich hoffe du kannst Deinen Mann davon überzeugen, die Diagnostik in der Klinik vornehmen zu lassen. Somit ist eine umfassende Diagnostik möglich und das Ergebnis ist dann aussagekräftig .Eine stationäre Aufnahme ist dabei fast immer nötig, damit ein reibungsloser Ablauf der Untersuchungen gewährleistet ist und die Summe der Ergebnisse eine optimale Auswertung ermöglicht. .Obwohl ich als Betroffener seine „Abneigung“ fast teilen kann. Aber es wird der bessere Weg sein. Mich würde interessieren ob die Therapie mit Nortase eine Besserung bringt. Vielleicht berichtest Du mal bitte darüber. Das Du Deinen Mann nicht leiden sehen möchtest, kann ich gut nachvollziehen. Ich vertrete dabei so wieso den Standpunkt, dass Angehörige meist viel mehr leiden, als der Betroffene selbst. Sie möchten gerne helfen, können es aber eigentlich nicht wirklich. Diese Situation ist sicherlich nicht einfach, für die Angehörigen. Meine Familie fragt mich in Akutphasen auch immer, was sie für mich machen können. Mich nervt es eigentlich nur, was unfair ist, aber in diesem Moment bin ich halt mit mir und meinen Körper beschäftigt-da kann mir leider niemand helfen.

Ich wünsche Euch (und allen Foren-Mitgliedern) ein gutes und zufriedenes Jahr 2016, wobei dieses bei bestmöglicher Gesundheit verlaufen soll.
Ein herzlichen Gruß aus Magdeburg

Lutz Otto

AdP e. V. - Vorstrandsvorsitzender
Andreas
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Re: Magenkrämpfe

Beitrag von Andreas »

Hallo Alexa!
Vielen Dank für deine ausführliche Antwort!
Mit etwas Verspätung kann ich nochmal schreiben.
Ich bin jetzt nicht mehr vor Ort und kann mich nicht mehr einmischen. ;-)
Ich habe das Gefühl, dass ihr schon einiges tut, um Probleme zu vermeiden.
Wäre super, wenn ihr uns weiter auf dem laufenden halten würdet!!
Mal sehen, ob ich für unseren Patienten noch etwas mehr herausfinden kann,
oder er zu überzeugen ist, dass er nochmal zu einem echten Experten geht.
Viele Grüße und ich wünsche viel Erfolg mit der weiteren Therapie!
Andreas
SaSem

Re: Magenkrämpfe

Beitrag von SaSem »

Lutz hat geschrieben:Hallo,

was sagen den die behandelnden Ärzte dazu? Gleichzeitig möchte ich anmerken, dass die OP ein großer Einschnitt in den gesamten Verdauungstrakt war. Es klingt sicherlich „dumm“ aber in der ersten Zeit ist wirklich viel Geduld gefragt, damit sich, soweit als möglich“ ,alles wieder normalisieren kann. Statt Novalgin würde ich bei den beschriebenen Symptomen „Buscopan“ wählen. Dies sind jedenfalls meine Erfahrungen.

Sehe ich auch so, der Magen erholt sich bei einer großen OP sehr schleppend. Ich habe knapp 1 Jahr schwere Magenprobleme gehabt. Das dauert und dauert. Das mit dem Novalgin würde ich ebenfalls so machen, mit Buscopan fahre ich auch immer gut. LG Sabine
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