nach langem überlegen und viel gelese in diesem Forum, habe ich mich dazu entschieden, auch einmal meine Geschichte zu erzählen und eure Meinungen einzuholen.
Zu meiner Person: Ich bin Ende August 23 Jahre alt geworden, bin 1,91m groß und von Beruf Kaufmann. Mein Lebenstil ist eigentlich wie bei jedem in meinem Alter - regelmäßig Sport, Alkohol und Parties, gemischtes Essverhalten (Obst, Gemüse, Normales und Fast-Food), zwei Jahre lang sehr viel Eiweiß und Kohlenhydrate konsumiert (Fitness) und gelegentlich mal eine Wasserpfeife oder Zigarette geraucht.
Zu meinem "Leidensweg":
Aktuell habe ich seit Mitte August erhebliche Verdauungsprobleme. Alles fing damit an, als ich bei meiner Freundin zu Mittag gegessen habe. Es gab Schmorbraten, Kartoffeln und Bohnen in Butter. Nicht mal 10 Minuten nach dem Essen hat es wie wild im meinem Magen/Darm-Trakt wie bekloppt gerumpelt und gegluckert - Nichts wie ab aufs Klo und es gab die volle Entleerung. Danach war mir erstmal flau, was sich auch den Rest des Tages so weiterhin verhielt.
Die Tage danach war der Stuhlgang eigentlich wieder normal. Ich sage bewusst eigentlich, weil immer ein Rest in der Schüssel schmierte nach dem Spülen. Habe mir dabei aber nichts gedacht und alles schien okay. Dann bin ich eines Morgens von meinem Wecker wach geworden und hatte volle Kanne Herzrasen und Atemprobleme, als wäre der leibhaftige Teufel hinter mir her gewesen! Mein Darm verkrampfte sich und ich musste entsprechend aufs Klo. Das Ganze zog sich noch drei Tage so hin, sodass ich (gerade aus Angst wegen des Herzrasens) meinen Hausarzt (Internist und Kardiologe) aufsuchte. Habe ihm davon erzählt und er fragte, ob ich denn derzeit in einer gewissen Art und Weise psychische Belastungen hätte.
Ich erwiederte, dass ich derzeit neu in meiner Arbeitsstelle bin und mich noch an vieles gewöhnen muss - prombt hieß es, mein Reizdarm wäre wieder da, welchen ich im Januar 2016 schon einmal schlagartig bekommen habe (dazu später mehr).
Ich nahm das Ganze so hin und dachte mir, das klärt sich. Allerdings wurde mein Stuhlgang immer merkwürdiger. Ich hatte gelblichen, massiven Durchfall (aber nicht wässrig), manchmal auch etwas ungeformtes oben auf dem Wasser schwimmend, vor jedem Gang mega dolle Krämpfe (allerdings immer nur morgens), Schleimbeimegungen und Blut war auch zu sehen. Da ich nicht wusste ob das mit dem Essen und dem Reizdarm zusammenhängen würde, habe ich erstmal an Appetit verloren. Und wenn ich was gegessen habe, dann hat sich mein Bauch in einen Luftballon verwandelt, gegluckst und gekluckert, Druck und Völlegefühl im Oberbauch, leichte Schmerzen - es aber nicht weiter als "problematisch angesehen". Dennoch hielten die Beschwerden an und ich verlor auch an Gewicht. Daraufhin konsultierte ich nochmal meinen Arzt, der mir daraufhin eine Überweisung für eine Coloskopie verschrieb, um mir die Angst vor einem Darmkrebs oder einer CED zu nehmen - gesagt, getan.
Die Befunde waren unauffällig - Biopsie und Stuhlprobe waren ohne Hinweise (Calprotectinwert 34 - Referenz <50).
An sich war ich erst einmal erleichtert - Dennoch wurde es nicht wirklich besser. Der Stuhlgang war mittlerweile breiartig und ich hatte von 91 auf 85 Kilo abgenommen. Der Gastrenterologe hatte daraufhin noch einen Test auf Anti-Körper im Blut angeordnet wegen einer möglichen Glutenunverträglichkeit - Ergbnis war negativ.
Er sagte auch, dass man über eine Magenspiegelung im November nachdenken könnte, sollten die Beschwerden nicht aufhören.
Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass das die BSD ist, die da nicht richtig funktioniert (Ich habe ein bisschen im Internet recherchiert) Zurück bei meinem Hausarzt hies es dann "Na sehen Sie! Alles in bester Ordnung!" .. ich habe mich daraufhin nur gefragt "wieso fühle ich mich dann nicht so?" .. also folgten noch Untersuchung der Schilddrüse und ein Blutbild mit klinischer Chemie (Leber, Galle, CRP, etc) und ein Ultraschall - alles unauffällig. Das einzige was dann noch von meinem Hausarzt kam "Ich kann Ihnen nichts vernünfitges mehr anbieten an Behandlungen - Das muss der Gastroenterologe machen. Und wenn Sie mir nicht glauben, dann muss ich unsere Zusammenarbeit beenden." .. Na toll!
Habe noch einmal einen Termin beim Gastroenterologen gemacht - der ist aber erst Ende Oktober. Da ich aber die Zeit nicht im Sande verlaufen lassen wollte, habe ich meinen früheren Hausarzt aufgesucht (welcher bei mir als kleiner Junge eine Laktoseintoleranz festgestellt hat) und ihn um eine zweite Meinung gebeten. Und er hat sich mein Beschwerdebild genau angehört - auch meine panische Angst vor einer tödlichen Erkrankung (ich bin in letzter Zeit viel am Weinen, denke nur noch von heute bis morgen - Planungen fallen mir schwer. Hab schon meine eigene Beerdigung geträumt).
Seine Aussage war daraufhin: "Für mich klingt dass so, als würde Ihre BSD nicht richtig arbeiten. Jedoch brauchen Sie keine Angst vor einem Krebsleiden haben" .. Nun habe ich eine Stuhlprobe von drei auffeinander Folgenden Stuhlgängen abgegeben für die Bestimmung des Elastase-Wertes und habe noch einmal einen Termin zur Sonografie nächste Woche - auf die Befunde der Proben warte ich ebenfalls noch.
Mittlerweile sind seit Beschwerdebeginn 2 Monate vergangen und ich hab 9 Kilo verloren. Mittlerweile bin ich nur noch am Weinen und habe Angst, dass man mir bald das Licht auspustet
Im Januar hatte ich ein ähnliches Beschwerdebild - nur der Stuhlgang war nicht so komisch. Ansonsten hatte ich alles genauso (Blähbauch, Stechen in der Magengegend, Völlegefühl, nicht abgehnde Winde, Meterotismus Gewichtsverlust, selten Durchfall). Da hies es mittels abtasten und abhören meines Bauches nur "stressbedingte Gastritis". Ich wurde mit Iberogast und Pantoprazol versorgt. Das doofe war nur, dass die Medikamente nur bedingt oder kaum geholfen haben. Erst nach vier oder fünf Wochen war es wieder weg, wie aus dem nichts - so im Nachhinein frage ich mich, ob dass in Wirklichkeit schon eine Meldung meiner BSD war? .. Auch in der Zwischenzeit hatte ich hin und wieder mal ein dumpfes Gefühl im Oberbauch, was ein paar Tage anhielt - hab das aber nicht weiter ernst genommen und dem Stress zugeordnet.
- bis hierhin erst einmal vielen Dank an jeden, der diesen Aufsatz gelesen hat
Nun meine Frage an euch: Ergibt das alles für euch irgendwie Sinn im Zuge einer EPI?
Danke euch!
Wie bereits erw
