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Ich hatte noch einmal die Möglichkeit mit dem Chefarzt persönlich zu sprechen.
Mit "wir haben etwas gefunden, aber nichts schlimmes" meinte er nicht die BSD sondern eine vorhandene schwache chronische Gastritis.
Was die Pankreas anbelangt bedeutet Lobuliert, kommt von Lobulus (Pl: Lobuli)= Lappen, daß etwas "lappenartig zerklüftet" ist. Die Bauchspeicheldrüse hat so eine lappenartige Struktur. Der Satz "Pankreas regelrecht lobuliert" bedeutet daher nichts anderes, als daß die Bauchspeicheldrüse genauso ausieht, wie sie aussehen soll.
Na siehste! .. ist doch immer noch die bessere Idee auf das Wort vom Arzt zu hören ... Und wegen der Gastritis: Iberogast Tropfen und Pantoprazol, sollte dann nach ein bis zwei Wochen weg sein
Und wenn du jetzt wieder ab und an was trinkst, denk daran: in Maßen ist okay!
Alles Gute für dich! Und natürlich schon mal ein frohes Fest und einen guten Rutsch
Frage mich beim lesen deines Beitrages, wie man zuerst Chronische Pankreatitis 4 diagnostizieren konnte und bei der nächsten Endosongraphie Keine Pankreatitis. Das im CT usw nichts gefunden wird ist ja leider häufiger zu lesen.
Habe auch bald eine 2. Endosongraphie und natürlich hofft man dann so ein wenig deinem Beispiel folgen zu können, auch wenn das wohl sehr selten ist.
Hatte seit meiner Diagnose durch Endosongraphie 1x CT des Pankreas, 5x Ultraschall (1x im Pankreaszentrum), mehrere Stuhlproben usw... immer ohne Befund und ein auf Pankreas spezialisierter Gastroenterologe hat sogar die Endosongraphie angezweifelt und mir eine 2. verschrieben.
Mal sehen, was die 2. Endosongraphie im Jan aussagt.
Finde es zwar toll, das du jetzt anscheinend eine gesunde Bauchspeicheldrüse hast, aber erschreckend, was für Fehldiagnosen möglich sind. Stufe 4 ist ja schon sehr fortgeschritten und sollte eine Eindeutige Diagnose sein.
Bei mir wurde im ersten Krankenhaus nur die Endosonographie durchgeführt. Und da muss man ganz klar sagen, dass diese von einem absoluten Spezialisten am Gerät durchgeführt werden sollte um Aussagekraft zu haben!
Ich weiß nicht was dieser Junge Arzt da gesehen hat? Anscheinend wusste er es einfach nicht zu deuten?
In der zweiten Klinik ist man von Anfang an durchgestartet. Erst das CT, dann die MRCP. Als auch diese ohne Befund war, hat der Chefarzt die Endosonographie persönlich durchgeführt. Ich denke dass er das mit absoluter Sorgfalt getan hat, bedenkt man das er den alten Befund vorliegen hatte und quasi nach den "Beschädigungen" gesucht hat?
Ich werde mir aber vorsichtshalber eine Drittmeinung einholen. Zumal meine Beschwerden immer noch sein belastend sind. Ich leide ständig unter Durchfall, Übelkeit und Magenkrämpfen. Es ist aber schon besser geworden. Die typischen Symptome wie gürtelförmiger Schmerz, Rückenschmerzen hatte ich nie. Auch meine Blutwerte sind perfekt. Stuhlelastase1 ist immer bei 200.
Ich denke aber dass, wenn die BSD so stark beschädigt wäre, man auch etwas beim MRT gesehen hätte? Das sagen zumindest die Ärzte. Gerade Kalkablagerungen sollte ich ja auch haben nach der ersten Diagnose.
Na ja, wie dem auch sei? Irgendwoher müssen die Symptome ja herkommen. Die Ärzte sagten dass es psychosomatisch sei, was mir fast noch mehr Angst bereitet. Denn das glaube ich nicht. Für mich ist es vielmehr ein Zeichen dass sie nicht weiterwissen.
Ich weiß ja nicht ob es so ratsam ist, das Ganze noch ein drittes Mal zu machen
Vielleicht solltest du den Arzt, der die erste Endosono gemacht hat einmal mit dem Befund der neuen Endosono konfrontieren?
Würde mir zumindest ratsamer erscheinen.
Ja, das kann man so oder so machen. Ich wäre, bzw. bin so gestrickt, dass ich eine dritte Meinung einholen würde, da ich mit diesen beiden Diagnosen (unterschiedlich) und trotz meiner Beschwerden genau da steht, als hätte ich keine Untersuchung gemacht. Aber das muss jeder selber wissen!
Ich hatte gestern ein Gespräch mit Prof. Uhl in Bochum.
Er sagte mir dass er meinen letzten Befund von Chefarzt Dr. Schmidt Osterkamp nicht anzweifeln kann und werde. Die beiden kennen sich und haben beide einen Lehrauftrag an der Universität Düsseldorf.
Er sagte mir ebenfalls dass Dr. Schmidt Osterkamp mit Leidenschaft Arzt ist und man seine Diagnose ruhigen Gewissens annehmen sollte. Einer der besten Gastroenterologen die er kennt.
Er sagte mir auch das anhand der auswärtigen Befunde eine chronische Pankreatitis sehr unwahrscheinlich ist, zumal ich auch keine pankreatitistypischen Schmerzen und Symptome hätte. Auch CT, MRCP und Endosonographie sprechen klar dagegen.
Somit werde ich das Thema an dieser Stelle dann doch für mich Ad acta legen.
Er sagte mir dass die Endosonographie für sich alleine kein Goldstandard zur Diagnose einer chronischen Pankreatitis ist, da es hier "immer" auf die Erfahrung des Untersuchers ankommt.
Der Untersucher muss an diesem Gerät spezielle anatomische Kenntnise haben!
Anatomisch gesehen entsteht das Pankreas aus einer dorsalen und ventralen Anlage, letztere kann sich als markante bandförmige Struktur vom übrigen Gewebe abheben und sollte nicht mit einer regionären Entzündung oder einem Tumor verwechselt werden.
Vielmehr sei eine Konbination aus CT, MRCP und Endosonographie Goldstandart und sollte zur Diagnosestellung genau in dieser Reihenfolge untersucht werden. So zumindest seine Worte.