Weiteres Wachstum nach Pankeaskopffresktion nach Traverso-Longmire

(Krebs, Entzündung, Operation, Nachsorge, Verdauung, Ernährung, Diabetes, Reha, Recht ...)

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Martinium
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Weiteres Wachstum nach Pankeaskopffresktion nach Traverso-Longmire

Beitrag von Martinium »

Mein Name ist Martin (55 Jahre) und ich möchte meinen Krankheitsverlauf vorstellen.

Im November 2015 wurde bei mir ein Pankreaskarzinom diagnostiziert. Am 2. Dezember erfolgte die Operation mit anschließender Chemotherapie. (sechs Monate Gemcitabin 1880 mg)

Die anschließende Heilbehandlung musste ich aufgrund von Bauchschmerzen abbrechen. Im CT wurde festgestellt dass der Tumor wieder gewachsen ist und sich in die Bauchdecke gesetzt hat.

Die nächste Chemotherapie sollte "Fa fin nox" sein. Ich hatte jedoch bei der ersten Gabe Herzrhythmusstörungen und musste zur Notaufnahme ins Krankenhaus.

Zehn Tage später wurde folgende Chemotherapie gegeben:

Ca - Foliat 750 mg
Irinotecan 340 mg
Oxalsplatin 160 mg
Dexamethasan 8 mg
Galen Dexa Ratio 8 mg
Ing Lag Alox

Vor 4 Wochen wurde im CT festgestellt, dass sich Metastasen auf die Leber gelegt haben. Die Chemotherapie wurde sofort umgestellt auf:

5-FU 400 mg Folfusor SV 2
CA -Folinat 750 mg
Irinotecan lip 150 mg

Diese Chemotherapie ist gerade frisch zugelassen.

Insgesamt sind die Nebenwirkungen so, dass das Verhältnis zur Lebenqualität sehr grenzwertig ist. Ich habe immer mehr Momente, wo ich nicht mehr aufwachen "möchte".

Nun glaube ich, gelesen zu haben, dass wenn sich die Metastasen erstmal auf ein Organ gesetzt haben, die Lebenserwartung so oder so recht kurz ist. (Ich glaube nicht, dass die "neue" Chemotherapie den Tumor wirklich aufhält)

Mein Onkologe ist wirklich gut, aber auf die Frage Lebenserwartung "eiert" er nur rum.

Das keiner eine konkrete Aussage machen kann, ist mir ja klar. Aber eine Tendenz bei einer bestimmten Entwicklung möchte ich schon wissen. Im WWW kann ich darüber nichts seriöses finden.

Wer kann mir helfen?
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Cerberus
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Re: Weiteres Wachstum nach Pankeaskopffresktion nach Traverso-Longmire

Beitrag von Cerberus »

Hallo Martin!
Wer kann mir helfen?
In puncto Aussage zur Restlebenszeit wohl niemand, fürchte ich.

- War das bei Dir eine totale Tektomie der BSD oder ein Teil raus?

- Wurde nach den ersten sechs Monaten Gemcitabine die Chemo beendet, weil kein Tumor u. keine Metastasen mehr zu sehen waren?

:?:

Ich war zur AHB in einer Rehaklinik der DRV u. mußte dort nur an Maßnahmen mitwirken, die mich nicht belastet haben.
(Die Bauchschmerzen ertrug ich.)

:)

.
Aus einem verzagten Arsch kommt nie ein fröhlicher Furz. (Martin Luther) :mrgreen:
Martinium
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Re: Weiteres Wachstum nach Pankeaskopffresktion nach Traverso-Longmire

Beitrag von Martinium »

Hallo Serberus,

der Schwanz der Bauchspeicheldrüse ist stehen geblieben, so dass ich das Glück habe, kein Insulin spritzen zu müssen. Entnommen wurde der Zwölf - Finger - Darm und die Gallenblase. Der Tumor hatte bereits gestreut und das umliegende Lympfgewebe wurde mit entnommen. Alle Anschluss-Organe wurden großzügig beschnitten und neu angebunden.

Ein CT sollte erst nach der Anschlussheilbehandlung geschrieben werden. Ich gehe davon aus, dass der Tumor schon zum Ende der Chemotherapie wieder gewachsen ist. So wie es jetzt bei der zweiten Chemotherapie auch der Fall ist. Das ist ja das Problem, dass wir bei einer Chemotherapie nur zeitlich sehr versetzt den Erfolg oder den Misserfolg ablesen können.

Dass ich jetzt schon fast eineinhalb Jahre geschafft habe, empfinde ich schon als ein Geschenk.
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Cerberus
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Re: Weiteres Wachstum nach Pankeaskopffresktion nach Traverso-Longmire

Beitrag von Cerberus »

doppelt...............................................................................
Zuletzt geändert von Cerberus am 8. Februar 2017, 18:30, insgesamt 1-mal geändert.
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Cerberus
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Re: Weiteres Wachstum nach Pankeaskopffresktion nach Traverso-Longmire

Beitrag von Cerberus »

Martinium hat geschrieben:
Dass ich jetzt schon fast eineinhalb Jahre geschafft habe, empfinde ich schon als ein Geschenk.
Letzten Endes würde ich mich wahrscheinlich daran klammern, daß es auch u. gerade beim Krebs imnmer wieder Wunder gibt. Das meine ich wirklich im Ernst!

Ansonsten......... in der Sache helfen, das kann man schlecht.

Ich hoffe, daß sich jemand findet, dessen Krankheitsproblem näher an Deinem ist u. der daher mit eigenen Erfahrungswerten konstruktiv etwas beitragen kann.

;)
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Martinium
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Re: Weiteres Wachstum nach Pankeaskopffresktion nach Traverso-Longmire

Beitrag von Martinium »

Da hast du sicher grundsätzlich Recht.

Aber ich fühle mich immer schwächer und möchte in immer mehr Momenten einfach nur für immer schlafen "dürfen".

Es gibt für mich nichts mehr zu tun, weil schon das Aufstehen und anziehen oft zu anstrengend ist. Dazu kommt eine zunehmende Depression. Mit Tavos kann ich es ein wenig abschwächen aber die Heulkrämpfe kommen trotzdem.

Nur Müde und dazwischen Schmerzen, schwere Toilettengänge, ein wenig trinken und Essen

Ich habe mit Gott meinen Frieden gefunden und überlege ernsthaft die Chemotherapie abzubrechen. Nur die Liebe zu meiner Familie hindert mich "noch" daran.

Martin 8-) 8-)
nick0609
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Re: Weiteres Wachstum nach Pankeaskopffresktion nach Traverso-Longmire

Beitrag von nick0609 »

Ich weiß dass ich kein Recht habe mich in dein Schicksal einzumischen. Aber ich finde, dass man die Zeit mit der Familie so lange nutzen sollte wie es nur geht.. auch wenn du schon zu kämpfen hast. Familie ist das wichtigste auf der Welt! Und jede Sekunde die man noch hat, sollte man auch gemeinsam verbringen :) Alles andere ist egal. Ich denke auch, dass deine Familie froh darüber ist, dass du immer noch da bist und die klassischen Statistiken bezüglich der Sterberate schon gebrochen hast :daumenh: Sowas ist eine sehr große Motivation - Daher versuche noch durchzuhalten, so lange es geht! Ich wünsche es dir auf jeden Fall! :)
angel29280
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Registriert: 27. Januar 2016, 12:47

Re: Weiteres Wachstum nach Pankeaskopffresktion nach Traverso-Longmire

Beitrag von angel29280 »

Guten Morgen Martin,

ich kann dir leider keinen Rat geben und auch nicht wirklich helfen, aber ich denke, ich versteh dich, auch wenn mir solch ein Schicksal erspart blieb bisher. Es macht mich traurig, zu sehn bzw. hören wie jemand so leidet.

Ich seh es ein wenig anders als Nick...ich glaub niemand kann sich so richtig reinfühlen als du selbst oder diejenigen die selbst Krebs und Chemo hinter sich haben bzw dabei sind. Ich glaub dir, dass du keine Lust mehr auf dein jetziges Leben hast und das das alles an dich zerrt enorm. Man könnte sagen, tue alles und kämpfe....für deine Familie, Freunde, Bekannte, Verwandte. Aber mal ehrlich,möchten die dich leiden sehen? Ich kann nur für mich sprechen, ich würde es nicht und umgekehrt genauso nicht. Jeder muss seinen Weg gehen, wie er es für richtig hält. Aber kämpfen bis zu einen gewissen Grad sollte man definitiv...aber nicht für andere...sondern für sich selbst..und das sieht man an dir, sonst hätte die Statistik Recht, aber du lebst schon viel länger und das zeigt, dass es sich durchaus lohn, Durchhaltevermögen, Geduld und Kampfgeist zu haben.

Ich möchte niemanden Böses, aber ich war selbst schon (wg anderer Sachen) auf der Todesschippe und kann nur sagen, dass sich kämpfen durchaus lohnt, aber eben nicht für Andere, sondern in erster Linie für sich Selbst. Es ist schwer für sich selbst das einzugestehen, vorallen wenn man nur noch müde ist und Todessehnsucht hat, das weiß ich nur zu gut. Ich hoffe sehr dass du noch Kraft hast für dich weiter zu kämpfen!
Liebe Grüsse eure Angel
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Cerberus
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Re: Weiteres Wachstum nach Pankeaskopffresktion nach Traverso-Longmire

Beitrag von Cerberus »

Ja, halt bitte durch für Deine Familie! :) :) :)
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