Hallo Elli,
nachdem der Befund der Histologie vorlag kam der OA und erklärte, dass eine Nachoperation erforderlich wäre. Wir nehmen an, dass nicht weit genug in das gesunde Gewebe gegangen worden ist.
Heute soll eine Tumorkonferenz stattfinden, in dem auch der Befund meines Mannes interdisziplinär besprochen werden wird. Natürlich sind wir äußerst angespannt (ohne Beruhigungsmittel geht bei da gar nichts - ich hatte vor einiger Zeit einen Herzinfarkt und muss ein wenig aufpassen).
Mein Mann hat mir allerdings schon im voraus erklärt, dass er (76) mit sehr großer Wahrscheinlichkeit einer Nach-OP nicht zusstimmen wird. Momentan fängt er wieder an, relativ normal zu essen, zu laufen usw. Die Hände und Füße sind noch angeschwollen und nach dem Blasenkatheter hat er Mühe, dass Wasser zu halten. Er kämpft sich also zurück, will das Ganze aber nicht noch einmal haben.
Seine Hoffnung setzt er nun auf Bestrahlung. Da nur ein kleiner Teil der BSD übrig ist, kann man wohl gut dosiert die Strahlen ansetzen. Es entstehen Fragen über Fragen und viel Geduld ist erforderlich, um auf die Antworten zu warten.
Mit besten Grüßen von Gelis
Erhebliche Nebenwirkungen der Whipple-OP
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Gelis
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Re: Erhebliche Nebenwirkungen der Whipple-OP
Hallo Lando!Lando hat geschrieben: In letzter Zeit habe ich das Gefühl, dass Pankreas-Krebs ein Todesurteil sei und diese heftige Whipple-OP den sicheren Tod nur verzögert. Dass nach dieser Operation - ohne Metastasen- und Lymphknotenbefall - laut Statistik eine fünfjährige Überlebenschance bei 40% ohne Rezidiv liegt, ist niederschmetternd.
Da ich selbst damit hadere, möchte ich keine falschen Hoffnungen wecken. Aber hast Du mal bei den diversen Veröffentlichungen zum Thema "Restlebenszeit nach Whipple" auf das Datum geachtet?
Mir fiel auf, daß so ziemlich alle Beiträge dazu (und die Statistiken) etliche Jahre alt sind.
Und da meine ich, daß die Entwicklung in der Medizin, auch oder gerade bei Krebs etc., dermaßen rasant ist..... was man vor nur drei Jahren noch schrieb, könnte inzwischen gründlich überholt sein.
Nur mal so als ein Gedanke.
Aus einem verzagten Arsch kommt nie ein fröhlicher Furz. (Martin Luther) 
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Lando
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Re: Erhebliche Nebenwirkungen der Whipple-OP
Hallo Cerberus,
auf das Datum der Statistiken habe ich nicht geachtet, um ehrlich zu sein.
Ich hoffe, du hast Recht. An den medizinischen Fortschritt zur Krebs-Bekämpfung glaube ich auch. Vor allem, wenn man - als Beispiel - in Betracht zieht, dass vor wenigen Jahren die Sterblichkeit während einer Whipple-OP bei 30% lag und heute die 5% kaum erreicht werden.
Sorry, falls ich zur Zeit deprimiert klinge. Diese Ungewissheit macht es wirklich nicht leicht, als Angehöriger eines Krebs-operierten Menschen stark und optimistisch zu bleiben.
auf das Datum der Statistiken habe ich nicht geachtet, um ehrlich zu sein.
Ich hoffe, du hast Recht. An den medizinischen Fortschritt zur Krebs-Bekämpfung glaube ich auch. Vor allem, wenn man - als Beispiel - in Betracht zieht, dass vor wenigen Jahren die Sterblichkeit während einer Whipple-OP bei 30% lag und heute die 5% kaum erreicht werden.
Sorry, falls ich zur Zeit deprimiert klinge. Diese Ungewissheit macht es wirklich nicht leicht, als Angehöriger eines Krebs-operierten Menschen stark und optimistisch zu bleiben.
- Cerberus
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Re: Erhebliche Nebenwirkungen der Whipple-OP
Tja, die Statistiken waren schon immer ein Ding für sich.
Ich vermag denen auch nicht so recht glauben.
Man muß es halt versuchen. Besseres fällt mir nicht ein zu dem Drama.
Ich vermag denen auch nicht so recht glauben.
Ich weiß.......... (seufz).Lando hat geschrieben:Diese Ungewissheit macht es wirklich nicht leicht, als Angehöriger eines Krebs-operierten Menschen stark und optimistisch zu bleiben.
Man muß es halt versuchen. Besseres fällt mir nicht ein zu dem Drama.
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