Ich habe eine genetische Tumorerkrankung namens MEN 1- bei der man neuroendokrine Tumore bekommt, die auch metastasieren können. Nach einer OP an der Nebenschilddrüse 2005 und einer OP an der Hypophyse 2007 hatte ich recht lange Ruhe. Aber jetzt habe ich ein sogenanntes Zollinger-Ellison Syndrom entwickelt mit zahlreichen Gastrinomen in meinem Zwölffingerdarm. Leider ist meine Erkrankung ziemlich selten und alle Statistiken wenig aussagekräftig aber es sieht wohl nach neuesten Studien danach aus, dass ein radikales operatives Vorgehen angesagt ist und man sich dann wenigstens ständig folgende Bauch Operationen im zwei Jahrestakt erspart, welche ja aufgrund von Verwachsungen immer schwieriger werden.
Trotzdem habe ich mich lange vor der OP gedrückt, weil ich weiss, dass ich ewig ausser Gefecht sein werde, mein Vater hatte vor 20 Jahren eine Whipple, er hat fast ein Jahr gebraucht, um wieder fit zu sein.
Das ist schon schwierig, auch mit Familie und Kindern. Mein grosser Sohn ist schon 18, er ist auch von der Erkrankung betroffen und hatte mit 8 Jahren eine Pankreaslinksresektion wegen eines Insulinoms und vor 6 Wochen eine OP an den Nebenschilddrüsen. Aber er ist topfit, er fliegt am Dienstag für 7 Monate auf die Kapverden als Animateur
Mein jüngerer Sohn ist 12 und nicht betroffen.
Ich werde es schon überstehen, aber positive Sachen und Berichte von euch höre ich mir echt gerne an , jederzeit willkommen
Zumindest ist der Gewichtsverlust nicht mein Hauptproblem, endlich macht mein Übergewicht mal Sinn .