Erstmal danke für dieses Forum und seine Mitglieder. Seit drei Monaten verschlinge ich sprichwörtlich jeden Beitrag den ich mit mir in Verbindung bringen kann.
Da ich es sehr hilfreich und unterstützend fand von euren Erfahrungen zu lesen, möchte ich euch kurz von mir berichten. (und auch noch zwei Fragen loswerden). Wenn ich auch noch nicht wieder völlig schmerzfrei bin, meine Werte, Verdauung und Blutzuckerwerte noch Achterbahn fahren, meine Gefühle und Psyche von den letzten drei Monaten noch überrumpelt sind, kann ich sagen das ich mich immer öfter wieder so fühle wie vor der OP.
Im September wurde bei mir in HD eine Pankreaslinksresektion (gute 50% sind weg, Milz ist noch da) wegen einem microzystischem serösen Zystadenom durchgeführt. Die OP erfolgte mit DaVinci, ich lag 6 Nächte im KH und die OP ist gut verlaufen. Bereits am 1. Tag nach der OP versuchte ich aufzustehen, am 4. konnte ich meinen Mann und unseren 12 Monate alten Sohn bis zur Parkbank begleiten. Kostaufbau ging gut, kreon nehme ich von Anfang an recht großzügig, Gewicht geht trotzdem langsam aber konstant nach unten, Diabetes zumindest bis jetzt nicht. Dank eines Schmerzkatheters und anschließend 3 Wochen Novalgin hatte ich fast keine Schmerzen. Das entfernen der Schläuche war fast schmerzfrei (davor hatte ich richtig Schiss)... Zu Hause war dann noch schonen angesagt, aber viel Bewegung an der frischen Luft. Gehoben habe ich unseren Sohn erst wieder nach fast 7 Wochen. Es gibt einzelne Tage da bin ich fast schmerzfrei, dann habe ich wieder diese Oberbauch- und Rückenschmerzen über einige Tage. Vor 4 Wochen hatte ich Sonntags so starke Schmerzen, das ich kurz davor war wieder in die Klinik zu fahren, da sie aber nach 5 Minuten wieder auf dem üblichen Niveau waren, bin ich zu Hause geblieben. Am nächsten Tag hatte ich eh einen Termin bei meiner Hausärztin, um die Werte von Freitag zu besprechen und da war nur die Amylase leicht erhöht. Aus heutiger Sicht würde ich nochmal aktuelle Werte nehmen lassen. 2 Wochen später waren nämlich Lipase und Amylase über das doppelte erhöht. Im aktuellen CT beim Kontrolltermin in der Pankreassprechstunde zeigt sich eine 2cm große Flüssigkeitsansammlung an der Nahtstelle am Pankreasgang. Vermutlich ist diese der Grund für meine Beschwerden. Bildet sich lt. dem Arzt von selbst wieder zurück. (hatte das jemand von euch auch? Wie lange kann das dauern?) Der nächste kontrolltermin ist in einem halben Jahr.
Ich hoffe es geht jetzt weiter bergauf, Mitte Januar ist geplant wieder 100% zurück in den Job zu gehen und für Herbst steht ein Halbmarathon auf dem Plan.
Ich bin froh und glücklich, dass es mir jetzt wieder so gut geht (körperlich zumindest). Ich habe von vielen anderen Verläufen gelesen. Die Angst, welche Probleme/Komplikationen noch auftreten können versuche ich zu verdrängen. Das gelingt leider noch nicht so gut.
Ist doch länger geworden als gedacht.
Jetzt hab ich noch eine Frage bzgl Diabetes. Ab wann habt ihr euch einen Diabetologen gesucht? Schon bevor euer Hba1c erhöht war? Achte seit der OP sehr aufs Essen und er ist trotzdem in den 3 Monaten von 5,1 auf 5,7 gestiegen. Ist das vielleicht sogar normal?
Jetzt wünsche ich euch allen einen schönen Abend und besinnliche Weihnachtsfeiertage!
LG Minima