Hallo,
kurz zu mir: 19 Jahre alt, 180cm, (mittlerweile) 60kg, geringer Alkoholkonsum, kein Raucher.
Ich würde vor mittlerweile fünf Wochen stationär ins Krankenhaus aufgenommen, weil meine Lipasewerte erhöht waren (>1000). In die Notaufnahme gefahren bin ich, weil ich den Körper umschließenden Oberbauchschmerzen hatte, die zu dem Zeitpunkt aber noch recht sanft waren. Die Diagnose hieß recht schnell akute Pankreatitis (K85.90). Ich wurde weiterhin mit Tropf im Krankenhaus behalten und auf fettarme Schonkost gesetzt. Dazu wurden zahlreiche Untersuchungen (diverse Ultraschalls, Magenspiegelung, Magenspiegelung mit "Ultraschallkopf", MRT, Stuhlprobe, nahezu tägliche Blutkontrollen, Bluttests auf Hepatitis, Würmer, Aids, ...) gemacht, jedoch gab es bei keiner irgendwelche Auffälligkeiten und damit auch keine Vermutungen für eine Ursache. Ausgeschlossen wurden Gallensteine, Alkohol, Würmer, Hepatitis, Aids, Krebs, ein Teil der erblichen Genetik bzw. Autoimmun (auf den anderen Teil wird noch gewartet). Inbesonders merkwürdig ist es für die Ärzte, weil ich eigentlich zu jung für diese Krankheit bin.
Merkwürdig war, dass die Schmerzen nach ca einer Woche immer stärker wurden, die ersten Tage hatte ich nur wenige Novalgin am Tag gehabt, dann brauchte ich plötzlich Morphin. Währenddessen begannen die Lipasewerte aber zu sinken (der dortige Höchsttand von 1800 wurde nicht wieder erreicht). Daraufhin habe ich das Krankenhaus zu einem KH mit Pankreaszentrum gewechselt (Pius Oldenburg), welches mir vom AdP empfohlen wurde. Dort began man, aufgrund der mittlerweile 14 Tagen mit akuter Pankreatitis, mit einer Karenz, also kein Essen. Nachdem die Schmerzen nach 4 Tagen dann endlich weg waren, durfte ich wieder vorsichtig Nahrung zu mir nehmen, aber weiterhin fettarm. Die Schmerzen kamen dann jedoch nach wenigen Tagen, kurz vor der geplanten Entlassung, wieder, dazu waren plötzlich die Leberwerte (erst GGT, Tag danach GOT, GPT, Alk. Phos. LDH) stark erhöht. Diese waren vorher immer im Normalbereich. Die Lipase sank jedoch weiterhin recht konstant, mittlerweile sogar bei 190, Stand letzte Woche Montag.
Nach einer weiteren Woche bin ich entlassen worden, weil die Schmerzen weniger wurden, und halte es mit den Novalmin Tabletten gut aus. Das ist 2 Wochen her. Hier brauche ich manchmal einen Tag lang gar keine Schmerztablette, manchmal aber auch wieder 6 (500mg). Es werden noch regelmäßig Untersuchungen gemacht. Der Chefarzt im KH sagte aber, dass es im Moment wie eine beginnende chronische Pankreatitis aussieht, da die Schmerzen immer noch da sind. Die Überlegung ist, Cortison zu geben, allerdings sind aufgrund meines Alters vonseiten der Ärzte Hemmungen vorhanden. Es wird auf die oben genannten weiteren Ergebnisse gewartet.
Symptome die bei mir vorhanden sind: Oberbauchbeschwerden, Gewichtsverlust, Blähungen. Alles schwankend stark und über einen Zeitraum > 5 Wochen.
Meine Frage wäre insbesondere, ob es vielleicht jemand mit ähnlichen Problemen gibt? Gibt es irgendwas, was bei euch anders oder ähnlich gemacht wurde? Gibt es vielleicht sogar jemanden in meinem Alter mit ähnlichen Problemen?
Ich danke vielmals im Voraus!
Thomas
Chronische Pankreatitis mit 19
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veritas
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Re: Chronische Pankreatitis mit 19
Also ich kann dir nicht bei deiner Ursachenfindung helfen - aber entgegen vieler Aussagen von Ärzten und Schwestern ist es nicht das Allerungewöhnlichste schon jung Pankreatitis zu haben. Mich hat das auch immer gewurmt mit den ganzen Sprüchen a la "Du bist doch noch so jung".
Ich hab damals mit ca. 11/12 angefangen Entzündungsschube zu haben. Bei mir war die Ursache aber klar, ich hab eine Verformung der Drüse und dazu noch eine blöde genetische Veranlagung.
Ich hab damals mit ca. 11/12 angefangen Entzündungsschube zu haben. Bei mir war die Ursache aber klar, ich hab eine Verformung der Drüse und dazu noch eine blöde genetische Veranlagung.
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thphilipp
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- Registriert: 2. November 2010, 07:17
Re: Chronische Pankreatitis mit 19
Also für liest sich das auch so, als wenn Du eine aktue Pankreatis durchlebt hast und daraus "vielleicht" eine
chronische Pankreatitis sich entwickelt, oder entwickelt hat.
Dranbleiben!
chronische Pankreatitis sich entwickelt, oder entwickelt hat.
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Liebe Grüße Thorsten
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thomas802
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Re: Chronische Pankreatitis mit 19
Der Vorteil bei dem Ganzen ist, dass man nicht so auf das Abstellgleis geschoben wird. In den drei Wochen Krankenhaus habe ich gerade im Vergleich zu sehr alten Leuten durchaus gemerkt, dass die Motiviation der Ärzte, diesen zu helfen bzw. sich für diese Zeit zu nehmen, längst nicht so hoch wie bei mir ist.veritas hat geschrieben: ↑16. April 2018, 20:30 Also ich kann dir nicht bei deiner Ursachenfindung helfen - aber entgegen vieler Aussagen von Ärzten und Schwestern ist es nicht das Allerungewöhnlichste schon jung Pankreatitis zu haben. Mich hat das auch immer gewurmt mit den ganzen Sprüchen a la "Du bist doch noch so jung".
Jo, neue Blutwerte sind die und Lipase ist bei 80, also fast Normalbereich. Das entkräftigt die Vermutung chronisch dann doch, was sehr schön ist.
Weiß man, warum akute Pankreatitis manchmal chronisch werden kann?
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veritas
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Re: Chronische Pankreatitis mit 19
Bei einer chronischen Pankreatitis hat man nicht permanent schlechte Blutwerte, sondern nur wenn man gerade einen Entzündungsschub hat. Ich kann auch mit ganz guten Werten aufwarten, wenn es mir gerade gut geht.
Ob es wirklich chronisch ist/wird kann leider nur die Zeit zeigen - indem du entweder wieder Schmerzen kriegen wirst oder nicht. Aber selbst wenn es wieder passieren sollte, kann man viel durch Ernährung drehen, damit es nicht so schlimm und nicht so häufig passiert. Denn was auch ein Vorteil ist, wenn man so jung krank wird: Man gewöhnt sich ganz gut an die neue Situation - ältere Menschen geben da oft einfach auf.
Ob es wirklich chronisch ist/wird kann leider nur die Zeit zeigen - indem du entweder wieder Schmerzen kriegen wirst oder nicht. Aber selbst wenn es wieder passieren sollte, kann man viel durch Ernährung drehen, damit es nicht so schlimm und nicht so häufig passiert. Denn was auch ein Vorteil ist, wenn man so jung krank wird: Man gewöhnt sich ganz gut an die neue Situation - ältere Menschen geben da oft einfach auf.
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thphilipp
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Re: Chronische Pankreatitis mit 19
Und ich habe sogar TOP Werte wenn es mir richtig schlecht geht 
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Liebe Grüße Thorsten
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thomas802
- Beiträge: 3
- Registriert: 16. April 2018, 12:26
Re: Chronische Pankreatitis mit 19
Schade, dann habe ich das wohl falsch verstanden. Dann spricht es ja ganz im Gegenteil eher dafür, dass es chronisch ist? Da die Schmerzen heute wieder deutlich stärker wurden, wurde wieder Blut abgenommen, um zu schauen, ob es sich im großen Blutbild widerspiegelt.
Insgesamt wissen die Ärzte aber auch noch nicht so richtig, was das bei mir soll, insbesondere warum die Leberwerte erst einige Wochen nach Beginn der Pankreatitis gestiegen sind und immer noch hoch sind. Für Gallensteine spricht ist nicht, weil nur 4 der 5 Leberwerte hoch sind.
Insgesamt wissen die Ärzte aber auch noch nicht so richtig, was das bei mir soll, insbesondere warum die Leberwerte erst einige Wochen nach Beginn der Pankreatitis gestiegen sind und immer noch hoch sind. Für Gallensteine spricht ist nicht, weil nur 4 der 5 Leberwerte hoch sind.
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veritas
- Beiträge: 448
- Registriert: 29. Juli 2016, 10:58
Re: Chronische Pankreatitis mit 19
Nein, dass deine Blutwerte okay waren ist ja schonmal ein gutes Zeichen und es muss gar nicht bedeuten, dass das was Chronisches ist.
Wenn es dir heute nicht gut ging und dir Blut abgenommen wurde, dann wirst du schonmal einen wichtigen Hinweis bekommen, wie es der Bauchspeicheldrüse geht. Sind Amylase oder Lipase wieder gestiegen, dann kommen deine Beschwerden daher, dass deine Drüse wieder gereizt ist. Wenn sie nicht gestiegen sind, dann bedeutet das weitere Ursachenforschung.
Oder sind die guten Werte von denen du sprichst bereits die heutigen?
Wenn es dir heute nicht gut ging und dir Blut abgenommen wurde, dann wirst du schonmal einen wichtigen Hinweis bekommen, wie es der Bauchspeicheldrüse geht. Sind Amylase oder Lipase wieder gestiegen, dann kommen deine Beschwerden daher, dass deine Drüse wieder gereizt ist. Wenn sie nicht gestiegen sind, dann bedeutet das weitere Ursachenforschung.
Oder sind die guten Werte von denen du sprichst bereits die heutigen?