Wäre eine irgendwann durchlebte Pankreatitis in der Bildgebung sichtbar???

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Anonymus-003
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Wäre eine irgendwann durchlebte Pankreatitis in der Bildgebung sichtbar???

Beitrag von Anonymus-003 »

Hallo zusammen!

Ich frage mich ob man eine irgendwann durchlebte Pankreatitis in der Bildgebung sehen würde??

Komme frisch aus dem Pankreaszentrum, da man ja bei mir in einer Endosonographie vor drei Monaten, „angeblich“ eine 0,6 cm große Zyste mit dem Verdacht auf IPMN gesehen hätte.
Damalige Empfehlung war; ein MRT machen zu lassen um das genaue Maß der Läsion zu beschreiben. Das MRT mit MRCP wurde zeitnah durchgeführt. Im Befund steht:

Man erkennt eine unauffällige Darstellung der intra und extrahepatischen Gallenwege.
Die Bauchspeicheldrüse stellt sich regelrecht dar. Kein Gangaufstau.
Zystische Läsionen des Pankreas sind nicht erkennbar.
Die offenbar vorbeschriebene zystische Veränderung im Bereich des Pankreasschwanzes ist nicht nachvollziehbar.
Kein Hinweis für eine IPMN, keine Malignitätskriterien.

Soviel so gut, das ganze hat mir aber keine Ruhe gelassen, somit war ich zwischenzeitlich auch wieder im Pankreaszentrum. Laut Professor, damit ich endlich damit abschließen kann. Kann ich aber leider nicht. Denn meine Stuhlbeschaffenheit spricht leider eine andere Sprache.

Untersuchungen im Pankreaszentrum waren:

erneutes MRT mit MRCP und Kontrastmittel. Dortiger Befund zeigte eine benigne Leberzyste bei sonst unauffälligem Pankreas und Abdomen, soweit beurteilbar.

Zusätzlich bekam ich eine erneute
Endosonographie. Laut Prof. Niedergethmann, durch seinen, so wie er es sagte, besten Schaller: Leitender
Oberarzt Gastroenterologie Priv. Doz. Dr. Hagen Kälsch.

Befundung:

Unauffällige Papillenregion.
Homogenes Pankreasparenchym im Kopf, Corpus und Schwanzbereich,
unauffälliger Pankreashauptgang, keine fokalen Pankreasläsionen.

Soviel also zur Endosonographie! Ist also sehr untersucherabhängig und für mich persönlich kein Goldstandard zur Diagnostik, wenn sie für sich alleine steht. Aber ein richtig guter Untersucher, der über hohe anatomische Kenntnisse und viel Erfahrung am Gerät verfügt, der kann das sicherlich. Das habe ich für mich festgestellt.

Meine Frage wäre; kann man eine irgendwann durchlebte Pankreatitis noch nach Jahren in der Bildgebung feststellen?

Ich weiß auch nicht ob die Möglichkeit besteht, dass man eine Pankreasinsuffizienz entwickelt, die bildtechnisch nicht fassbar ist und ob eine Pankreasinsuffizienz den bildmorphologischen Zeichen vorausgeht?? Besteht diese Möglichkeit?

Denn in den Entlassungsbrief des Pankreaszentrums steht: bei bildmorphologisch keinem Hinweis auf eine Pankreaserkrankung, besteht Indikation zur Behandlung.

Mein Stuhl ist aber sehr viel, voluminös habe ich den Eindruck. Wird aber auch bei sehr hohen Kreoneinnahmen nicht nachhaltig besser. Vielleicht ein bisschen?
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Alkazzar
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Re: Wäre eine irgendwann durchlebte Pankreatitis in der Bildgebung sichtbar???

Beitrag von Alkazzar »

derMannohnePlan hat geschrieben: 3. Juli 2018, 14:13

Ich weiß auch nicht ob die Möglichkeit besteht, dass man eine Pankreasinsuffizienz entwickelt, die bildtechnisch nicht fassbar ist und ob eine Pankreasinsuffizienz den bildmorphologischen Zeichen vorausgeht?? Besteht diese Möglichkeit?
ja bei leichten verläufen..
derMannohnePlan hat geschrieben: 3. Juli 2018, 14:13

Mein Stuhl ist aber sehr viel, voluminös habe ich den Eindruck. Wird aber auch bei sehr hohen Kreoneinnahmen nicht nachhaltig besser. Vielleicht ein bisschen?
und das ist alles, voluminöser Stuhl? "Fettstuhl" bei einer Pankreasinsuffizienz macht sich deutlich stärker bemerkbar..
wenn ich mal unterwegs bin und mein Kreon vergessen habe und trotzdem esse ist das was am ende dabei raus kommt nicht mal wirklich mehr als Stuhl zu bezeichnen... was sagen denn deine Elastasewerte?
Anonymus-003
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Re: Wäre eine irgendwann durchlebte Pankreatitis in der Bildgebung sichtbar???

Beitrag von Anonymus-003 »

was sagen denn deine Elastasewerte?
Die wurden mir im Pankreaszentrum nicht bestimmt. Mann sagte mir, wichtig ist das, was jetzt hierbei rumkommt (Endosonographie). Und was kam dabei rum -nichts.

Die letzten Messungen sind eine ganze Zeit her (1 Jahr), bei selben Beschwerden. Damals 202, 196, 160, 236.
Also immer grenzwertig nie mal >500 wie bei einigen.
Hat aber niemanden interessiert. Geschlussfolgert wurde „normalbereich“. 🤷‍♂️
Allende
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Re: Wäre eine irgendwann durchlebte Pankreatitis in der Bildgebung sichtbar???

Beitrag von Allende »

Hey MoP,

das geilste ist doch, du hast definitiv KEINEN Krebs!!!!
Ich habe manchmal Angst, du verpasst den herrlichen Sommer . :zw:
Mein Stuhl ist auch nie perfekt, trotz Kreon, aber der Rest ist gut damit im Griff.
Wenn du leichte Protonenhemmer dazu nimmst, vielleicht alle zwei Tage- hilft bei mir ab und zu- wirkt es vielleicht noch besser.
Hoffe du hast guten Appetit und untersuchst nicht mehr ganz so oft und kannst damit etwas entspannter umgehen.
Hey und die Zeit vergeht und wir sind 😅 Gott sei Dank noch da!!!

VG
Anonymus-003
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Re: Wäre eine irgendwann durchlebte Pankreatitis in der Bildgebung sichtbar???

Beitrag von Anonymus-003 »

Hey MoP,

das geilste ist doch, du hast definitiv KEINEN Krebs!!!!
Ich habe manchmal Angst, du verpasst den herrlichen Sommer . :zw:
:daumenh:

Da hast Du vollkommen recht!
Wenn du leichte Protonenhemmer dazu nimmst, vielleicht alle zwei Tage- hilft bei mir ab und zu- wirkt es vielleicht noch besser.
Leider nein. Habe ich alles schon ausprobiert. Bin ja jetzt auch schon fast 2 Jahre dabei. Selbst in hohen Dosen von morgens 40 mg und abends 40 mg, keine Veränderung.
Hoffe du hast guten Appetit und untersuchst nicht mehr ganz so oft und kannst damit etwas entspannter umgehen.
Leider habe ich überhaupt keinen Appetit mehr, zumindest nicht so wie früher. War ein leidenschaftlicher Esser! Hunger habe ich aber schon. Ich beschreibe das mal als zwei unterschiedliche Sachen.

Ich komme auch gerade von meinem Hausarzt. Er nimmt mich nicht mehr ganz ernst. Ich ihn aber auch nicht. Untersuchungen bekomme ich keine mehr! Das einzige was er noch einmal bestimmen lässt, ist die Stuhlelastase.
Schade eigentlich, hätte mir zumindest noch ein MR Sellink gewünscht.
Anonymus-003
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Re: Wäre eine irgendwann durchlebte Pankreatitis in der Bildgebung sichtbar???

Beitrag von Anonymus-003 »

und das ist alles, voluminöser Stuhl? "Fettstuhl" bei einer Pankreasinsuffizienz macht sich deutlich stärker bemerkbar..
wenn ich mal unterwegs bin und mein Kreon vergessen habe und trotzdem esse ist das was am ende dabei raus kommt nicht mal wirklich mehr als Stuhl zu bezeichnen
Na ja, sieht ziemlich gegärt aus und stinkt teilweise streng säuerlich?

Kann so etwas auch von der Galle oder Leber kommen?
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Alkazzar
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Re: Wäre eine irgendwann durchlebte Pankreatitis in der Bildgebung sichtbar???

Beitrag von Alkazzar »

derMannohnePlan hat geschrieben: 3. Juli 2018, 17:29 Na ja, sieht ziemlich gegärt aus und stinkt teilweise streng säuerlich?
das kann viele ursachen haben.. bei richtigen Fettstuhl läuft dir buchstäblich das pure fett aus dem hintern.. und bildet einen fettfilm auf der wasseroberfläche und auch am hintern.. wenn du ne ordentlich fette hühnersuppe kochst und die stehen lässt und sich das fett oben absetzt so sieht das etwa aus.. der fest anteil am stuhl sieht aus wie lehm und merkwürdig geformt.. fettstuhl sieht nicht nur bissl anders aus als sonst.. sondern ist GANZ anders.. und fettstuhl stinkt immer extrem und nicht nur ab und an.. und es gibt auch keine epi die mal da ist und mal nicht.. fettstuhl ohne kreon wäre dauerzustand..
derMannohnePlan hat geschrieben: 3. Juli 2018, 17:29 Kann so etwas auch von der Galle oder Leber kommen?
klar gibts es zb. das Gallensäureverlustsyndrom
Allende
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Re: Wäre eine irgendwann durchlebte Pankreatitis in der Bildgebung sichtbar???

Beitrag von Allende »

Sehr gut beschrieben :lachen: - durch das Kreon ist es bei mir nicht ganz so krass, aber meine Granaten schwimmen immer oben und sind umrundet von einem sagen wir mal Ölfilm- das trifft es glaube ganz gut .
Schöne dunkle, braune Farbe kenne ich seit 5 Jahren nicht mehr , eher so ein gelb-hellbraun und klebt herrlich. Wenn alles im Darm vom Tag angekommen ist, beginnen die Flaturierungen- sanfte Biowaffen und am Morgen bin ich dann froh das es raus ist. Manchmal bin ich noch immer beeindruckt wie viel das sein kann.
Aber ich mache mir keine Platte mehr- ich esse alles was Spaß macht, manchmal dann natürlich Durchfall, aber ich halte gut mein Gewicht- das wiederum ist ganz entscheidend für das gesamte Körpergleichgewicht.

Wünsche euch was!!
Anonymus-003
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Re: Wäre eine irgendwann durchlebte Pankreatitis in der Bildgebung sichtbar???

Beitrag von Anonymus-003 »

Heute habe ich den Stuhlelastase Wert erhalten. Liegt bei 113. Dann ist die Sache wohl klar. Leider.
Nur wie geht es jetzt weiter? Ich weiß es wirklich nicht? Starke Angst begleitet mich.
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Alkazzar
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Re: Wäre eine irgendwann durchlebte Pankreatitis in der Bildgebung sichtbar???

Beitrag von Alkazzar »

mit 113 bist du im bereich der leichten bis mittleren Insuffizienz, also Kreon nehmen und alle 12-36 Monate prüfen lassen ob es schlechter wird. Eine Ursache hat man ja bei dir nicht finden können..
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