zuerst möchte ich sagen, dass ich es schön finde das es dieses Forum hier gibt. Auch wenn der Hintergrund bei weitem kein schöner ist. Ich bin bei meiner Recherche zum Thema Fettstuhl hierher gelangt und habe die letzten Tage ziemlich viel hier gelesen und möchte gerne einige Fragen stellen in der Hoffnung, dass einige von euch so lieb wären und mir, wenn möglich, Antworten geben können.
Zu meiner Person:
36 Jahre alt
1.70 groß, ca. 72kg
seit > 15 Jahren mit meiner Partnerin zusammen, wir haben 2 Kinder
2x die Woche Sport, Ausdauer (Laufen, je 1h 7-9km)
Vor ab:
Vor knapp 10 Jahren habe ich im Rahmen einer Angst und Panikstörung (Damals Thema "Herz", ich hatte Herzrythmussörungen und alle mögliche Symptome rund ums Herz) einen jahrelangen Arztmarathon ohne jeglichen Befund durchgemacht. Das Ganze wurde mehr oder weniger durch eine psychologische Therapie vor knapp 6 Jahren abgeschlossen.
Ich möchte damit sagen, dass ich bekennender und unverbesserlicher Hypochonder bin.
Aktuell:
Ich habe seit rund 3 Wochen (Mitte August) Probleme mit der Verdauung.
Das fing an mit einer Übelkeit auf leerem Magen (ging nach dem Essen weg), sowie Blähungen (inkl. leichten Schmerzempfingungen im unteren Bauchbereich) mit Bauchkrumeln und immer darauf starke Flatulenzen. Vor allem Nachts ist mir das aufgefallen, weil ich dadurch nicht mehr schlafen konnte. Die Übelkeit ist nach einigen Tagen wieder verschwunden, aber die Blähungen, das Krummeln und die Flatulenzen blieben bis heute bestehen.
Vor einigen Tagen kam zu meinen Beschwerden noch ein undefinierbares Unwohlsein, eine Mundtrockenheit sowie leichte Scherzempfindungen (nicht durchgängig, sondern sporadisch auftretend) im unteren Lendenwirbelbereich dazu.
Nach dem 1 Woche vergangen war und sich die Problematik trotz Schonkost nicht gebessert hat ging ich zum Arzt.
Dort wurde der Bauchbereich abgetastet (i.O.) und ein großes Blutbild gemacht. 2 Tage später lagen die Ergebnis vor alles i.O. (Lipase, Leberwerte, Nierenwerte etc.)
Leider wurde es trotzdem nicht besser, weshalb ich anfing im Internet zu recherchieren. U.a. wird geraten den Stuhl genauer zu betrachten. Da ich weder Durchfall hatte, noch vermehrt auf Toilette musste (1x am Tag), hatte ich das bis vor einer Woche auch nicht gemacht.
Und jetzt zum Fettstuhl (?):
Als ich das erste mal gezielt auf den Stuhl geachtet habe, ist mir aufgefallen, dass der Stuhl sich klebrig im Becken hält, ganz leicht glänzt und auch die Reinigung schwerer (mit mehr Papier) erfolgt. Insgesamt hat er eine längliche Form (kein Brei, mittlere bis weiche Konsistenz), teilweise oben schwimmend und variiert in der Farbe zwischen Hellbraun bis Braun. Ich vermute, dass dieser Zustand seit den drei Wochen besteht.
Ich war vor 2 Tagen nochmal beim Arzt und habe eine Stuhlprobe für das Labor abgegeben, warte aber noch auf die Ergebnisse (Elastase 1).
Zu meinen Fragen:
Das Symptom Fettstuhl wird im Internet vor allem mit der BSD und entsprechenden Krankheiten in Verbindung gebracht:
1. Gibt es auch andere in Frage kommende Krankheiten bei denen Fettstuhl ein Symptom ist?
2. Kann Fettstuhl auch von alleine wieder verschwinden oder sind weitergehende und weitereichende Untersuchungen indiziert?
3. Hat jemand hier ähnliche Symptome (gehabt) deren Ursprung nicht in der BSD zu finden war?
EDIT: 4. Ist der von mir beschrieben Stuhl z.m. visuell mit Fettstuhl vergleichbar? Leider findet man keine richtigen Bilder dazu im Netz.
Da ich mir Aufgrund meiner Angststörrung mittlerweile große Sorgen mache und auch Nachts nicht mehr richtig schlafen kann, würde ich mich sehr über eure Antworten und Rat freuen. Auch wenn jemand ähnliche Erfahrungen gemacht hat und gerne berichten möchte.
Vielen Dank und liebe Grüße
Björn