Ich habe eine enzündete stark nekrotisierte Bauchspeicheldrüse und hatte eine bis zu 17cm große Pseudozyste.
In den letzten Monaten bin ich alle 4-6 Wochen ins Krankenhaus, um per Endosonografie (Magenspiegelunge = Utraschall vom Magen aus) zu sehen, ob die Zyste drainiert werden kann.
Das war lange nicht der Fall. Der Chefarzt wollte warten, bis die Pseudozyste eine ausreichend starke Wand gebildet hat, um dann vom Magen aus einen Stent zu legen.
Und das hat dann eben Monate gedauert.
Die OP ist jetzt am Mittwoch passiert. Die Zyste hat sich sehr gut entleert und war im Ultraschall nicht mehr zu sehen.
Die OP lief problemlos. Und bis auf gelegentlich leichte Bauchscherzen an der Stelle mit dem Stent bin ich (derzeit) Beschwerdefrei. Und die riesen Zyste hatte ja auch ihre Probleme und Druckschmerzen gemacht, die nun weg sind.
Durfte heute wieder nach hause. Blutbild ist viel besser geworden (Entzündungsmarker), so dass vielleicht auch langsam die Entzündung der Bauchspeicheldrüse heilt.
Ich wurde dankenswerter Weise vom Chefarzt selbst operiert, obwohl ich Zuzahlungsbefreiter Kassenpatient bin. Offenbar macht der in dem kleinen Krankenhaus alle RIsikoeingriffe selbst. Und er hat auch schon angekündigt, dass er die Entfernung der Drainage ebenfalls selbst machen wird.
Und seitdem ich das Pankreatan seit ca 6 Wochen nehme, konnte ich meine Ernährung wesentlich abwechslungsreicher und vermutlich auch gesünder gestalten, ohne Bauchschmerzen. Ich war zwar sehr skeptisch wegen Dauermedikation und habe die Dosis möglichst gering gehalten. Aber die Vorteile an Lebensqualität sind unübersehbar.
Nachdem ich nun das 5. oder 6. mal auf der gleichen Station im Krankenhaus war, hat man sich auch gegenseitg an einander gewöhnt. Und es ist lange nicht mehr so schlimm, wie bei den ersten Aufenthalten. Ich habe ja anfangs über das Krankenhaus gemeckert ohne Ende. Aber offenbar wird nur an dem Drumrum gespart. Und durchgelegene Matratzen sind natürlich nicht der Hit.
Aber offenbar wird nicht an der eigentlchen Behandlung gespart. Und wenn man die Erfahrung gemacht hat, dass die meisten Aufenthalte auch nur 3-5 Tage dauern, dann ist das alles auch nicht mehr ganz so tragisch.
Auch wenn ich nun im August 2018 das erste Mal im Krankenhaus war und sicherlich in den nächsten Monaten noch einige Aufenthalte dazu kommen werden, so ist das doch auf einem guten Weg.
Erfreuliche Neuigkeiten
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Tina1210
- Beiträge: 20
- Registriert: 4. Mai 2019, 12:53
Re: Erfreuliche Neuigkeiten
Das freut mich sehr zu lesen
Toll das es dir nun endlich besser geht!
Wünsche dir noch weiterhin gute Besserung

Toll das es dir nun endlich besser geht!
Wünsche dir noch weiterhin gute Besserung
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Richie
- Beiträge: 125
- Registriert: 11. Oktober 2018, 08:51
Re: Erfreuliche Neuigkeiten
Das sind ja tolle Nachrichten! Es freut mich - wenn auch unbekannterweise - sehr für dich. Finde es gut, wenn auch mal über gute Entwicklungen berichtet wird. Weiter so!
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Kuestenbewohner
- Beiträge: 15
- Registriert: 16. Februar 2019, 22:52
Re: Erfreuliche Neuigkeiten
Naja, meine vorherigen Beiträge waren nicht von überschäumendem Optimismus geprägt.
Das lange Warten, dass es irgendwann vielleicht besser wird, ist schon ziemlich ätzend.
Aber vielleicht wird das am Ende doch besser als ich mir das bisher vorstellen konnte.
Das lange Warten, dass es irgendwann vielleicht besser wird, ist schon ziemlich ätzend.
Aber vielleicht wird das am Ende doch besser als ich mir das bisher vorstellen konnte.
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Kuestenbewohner
- Beiträge: 15
- Registriert: 16. Februar 2019, 22:52
Re: Erfreuliche Neuigkeiten
Hier nochmal der bisherige Stand:
Also vor 1,5 Monaten wurde stationär nachgeschaut, ob die Pseudozyste vollständig entleert ist, und dann wurde der Stent entfernt.
Das ist alles gut gelaufen, auch wenn ich dann enttäuscht war, dass das der Chef nicht selbst gemacht hat, obwohl er das beim letzten Mal so angekündigt hatte.
Aber für die Assistenzärzte war das nur ein ganz kurzes Schlauch in den Magen führen und auf den Stent schieben... Und ich war dann nach kurzer Überwachung wieder zwei Tage später zuhause.
Ich habe dann mit täglichen Spaziergängen angefangen. Und bin dann nach kurzer Zeit zu Nordic Walking (das habe ich auch vorher schon gemacht) übergegangen. Dann wieder Dehnübungen. Meine verlorenen Muskeln sind wieder weitgehend zurückgekommen. Und ich fühle mich nun wieder recht fit, ausgeglichen und gut und ich laufe so ca. 6 KM am Tag. Meine Rückenschmerzen, die ich auch immer nach dem Krankenhaus hatte, sind weg.
Den Magensäureblocker, den ich eh nicht haben wollte, bin ich wieder los. Und Pankreatan nehme ich nach Bedarf, meistens nur eine Pille pro Tag, bei viel Fett morgens oder abends aber auch mal zwei oder gar drei.
Im Dezember wollen die nochmal ein ambulantes Ultraschall machen zur Überprüfung.
Allerdings habe ich ab und zu auch mal ein kurzes Stechen oder Ziehen im Bauch. An unterschiedlichen Stellen, nicht so dass es stark weh tut. Aber immerhin so, dass ich immer denke: "Da könnte sich wieder was anbahnen." Oder: "Da ist dauerhaft was kaputtgegangen"
Ich hatte auch mal getestet, ob es wieder ohne Pankreatan geht. aber fettiges Essen ohne die Pille führt leider zu starken Bauchschmerzen.
Mal sehen, ob sich bei weiter guter Führung die Bauchspeicheldrüse in den nächsten Jahren regenerieren kann oder ob ich damit leben muss, dass ein Teil kaputt bleibt.
Ich war ja froh, dass sich das Gewicht, nach all dem Abnehmen irgendwann stabilisiert hatte.
Im Moment muss ich aber aufpassen, dass ich nicht wieder zunehme.
Ich hatte irgendwo gelesen, dass die Bauchspeicheldrüse auch besser arbeitet, wenn man schlank ist. Und daher würde ich gerne noch einpaar Kilos verlieren.
Dafür lege ich gelegentliche Fastentage ein. Vom Essen her schaue ich, dass ich keine sehr fettigen Dinge esse.
Also vor 1,5 Monaten wurde stationär nachgeschaut, ob die Pseudozyste vollständig entleert ist, und dann wurde der Stent entfernt.
Das ist alles gut gelaufen, auch wenn ich dann enttäuscht war, dass das der Chef nicht selbst gemacht hat, obwohl er das beim letzten Mal so angekündigt hatte.
Aber für die Assistenzärzte war das nur ein ganz kurzes Schlauch in den Magen führen und auf den Stent schieben... Und ich war dann nach kurzer Überwachung wieder zwei Tage später zuhause.
Ich habe dann mit täglichen Spaziergängen angefangen. Und bin dann nach kurzer Zeit zu Nordic Walking (das habe ich auch vorher schon gemacht) übergegangen. Dann wieder Dehnübungen. Meine verlorenen Muskeln sind wieder weitgehend zurückgekommen. Und ich fühle mich nun wieder recht fit, ausgeglichen und gut und ich laufe so ca. 6 KM am Tag. Meine Rückenschmerzen, die ich auch immer nach dem Krankenhaus hatte, sind weg.
Den Magensäureblocker, den ich eh nicht haben wollte, bin ich wieder los. Und Pankreatan nehme ich nach Bedarf, meistens nur eine Pille pro Tag, bei viel Fett morgens oder abends aber auch mal zwei oder gar drei.
Im Dezember wollen die nochmal ein ambulantes Ultraschall machen zur Überprüfung.
Allerdings habe ich ab und zu auch mal ein kurzes Stechen oder Ziehen im Bauch. An unterschiedlichen Stellen, nicht so dass es stark weh tut. Aber immerhin so, dass ich immer denke: "Da könnte sich wieder was anbahnen." Oder: "Da ist dauerhaft was kaputtgegangen"
Ich hatte auch mal getestet, ob es wieder ohne Pankreatan geht. aber fettiges Essen ohne die Pille führt leider zu starken Bauchschmerzen.
Mal sehen, ob sich bei weiter guter Führung die Bauchspeicheldrüse in den nächsten Jahren regenerieren kann oder ob ich damit leben muss, dass ein Teil kaputt bleibt.
Ich war ja froh, dass sich das Gewicht, nach all dem Abnehmen irgendwann stabilisiert hatte.
Im Moment muss ich aber aufpassen, dass ich nicht wieder zunehme.
Ich hatte irgendwo gelesen, dass die Bauchspeicheldrüse auch besser arbeitet, wenn man schlank ist. Und daher würde ich gerne noch einpaar Kilos verlieren.
Dafür lege ich gelegentliche Fastentage ein. Vom Essen her schaue ich, dass ich keine sehr fettigen Dinge esse.