Starke Schmerzen-Verzweifelt

(Krebs, Entzündung, Operation, Nachsorge, Verdauung, Ernährung, Diabetes, Reha, Recht ...)

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Andi
Beiträge: 1060
Registriert: 15. Februar 2011, 20:42

Re: Starke Schmerzen-Verzweifelt

Beitrag von Andi »

:hallo: thphilipp,
mit der Ernährung ist eine schwierige Sache.
Es kommt auf jedem Fall immer frisch gekocht auf den Tisch, Kartoffeln, Reis vertrage ich gut,
Überall wo Zusatzstoffe wie Konservierungsmittel und der ganze Künstliche Mist drin meide ich möglichst, auch auf spanisches Gemüse reagiere ich negativ, mit Fett Vorsicht.
Äpfel esse ich oft und gern, aber nur geschälte, weil die gespritzt sind, Paprika geht gar nicht. Vollkorn verdaut auch schlecht, Mischbrot geht gut 😊
Es ist alles etwas kompliziert, besonders wenn man nicht zu Hause ist.
Am besten ich esse gar nichts, aber das geht auch nicht.
Geht es dir besser ohne Galle?

Viele Grüße Andi
bollo22
Beiträge: 14
Registriert: 23. Januar 2020, 16:52

Re: Starke Schmerzen-Verzweifelt

Beitrag von bollo22 »

Andi kriegst sonst Schmerzen wenn du fettig isst oder bestimmte Sachen?
thphilipp
Beiträge: 1615
Registriert: 2. November 2010, 07:17

Re: Starke Schmerzen-Verzweifelt

Beitrag von thphilipp »

bollo22 hat geschrieben: 23. Januar 2020, 19:44 Andi kriegst sonst Schmerzen wenn du fettig isst oder bestimmte Sachen?
Moin Andi,

besser ging es mir tatsächlich ne Zeit nach der OP. Aber es war alles viel zu früh gefreut. Aktuell habe ich wieder eine ziemlich blöde Phase. sind mal wieder die üblichen dauerschmerzen da. Nachts geht es, über den Tag verteilt wird immer mehr. Abends muss ich dann immer die Wärmflasche haben. auch ist meine Verdauung momentan, was ich bisher nie gehabt habe, völlig durcheinander. Es blubbert und so weiter.

aber das was die Professoren gesagt haben, dass die Drüse aufgrund der Galle in Mitleidenschaft gezogen worden ist, ist garantiert nie der Fall gewesen.
_______________________________________
Liebe Grüße Thorsten
Simone1002
Beiträge: 47
Registriert: 21. Januar 2020, 10:55

Re: Starke Schmerzen-Verzweifelt

Beitrag von Simone1002 »

Bei mir ist es so, wenn ich nichts esse habe ich Schmerzen. Wenn ich dann was esse beruhigen sich die Schmerzen etwas und kommen dann so ca. nach einer Stunde wieder so richtig. Schlafen kann ich Gott sei dank, wenn ich jedoch mal munter werde in der Nacht, spüre ich die Schmerzen wieder aber nicht so schlimm, erst so ca. 1 Stunde nach dem Aufstehen sind sie wieder extrem.
Ach ich weiß nicht mehr weiter, habe schon total Angst vor meiner Untersuchung.
Andi
Beiträge: 1060
Registriert: 15. Februar 2011, 20:42

Re: Starke Schmerzen-Verzweifelt

Beitrag von Andi »

@Simone, nüchternschmerz deutet eher auf den Magen hin, aber nicht immer, manchmal wenn ich zu lange nüchtern bin, schmerzt mir auch die Drüse, esse ich dann etwas wird es aber auch nicht besser, man steigt manchmal schwer dahinter was man gerade verbrochen hat, ich habe die Erfahrung gemacht man kann die Drüse mit vielen kleinen Sünden auch reizen.
Nachts habe ich auch manchmal Beschwerden, wache so gegen 3 und 4 Uhr auf weil sich Druck aufgebaut hat, zum Glück habe ich Medis sonst müßte ich den Notruf wählen. Meistens beruhigt sich aber in der Nacht die Drüse, morgens wenn der Versauungstrakt wieder anfängt zu arbeiten merkt man es wieder, insgesamt tut mir liegen besser, aber man kann nicht den ganzen Tag liegen, da werde ich verrückt.
@thphilip dachte durch die Entfernung der Galle geht es dir noch besser, meine Internisten hat mir davon angeraten, meinte dann können noch mehr Probleme dazukommen, da habe ich es lieber gelassen, stecke schon genug in der Scheisse.

Lg Andi
Simone1002
Beiträge: 47
Registriert: 21. Januar 2020, 10:55

Re: Starke Schmerzen-Verzweifelt

Beitrag von Simone1002 »

So, gestern hatte ich meine Voruntersuchung im Krankenhaus.
Was soll ich sagen, es ist einfach zermürrbend.
Wurde leider schon wieder mal von einem Assistenzarzt befragt, ich erzählte ihm, dass ich so schlimme Schmerzen im Oberbauch habe mit Ausstrahlung in den Rücken...
Er meinte ich habe Rückenprobleme die in den Bauch ausstrahlen. Ich sagte ihm dann, dass dies sehr unwahrscheinlich ist, da ich alle Wirbelsäulenuntersuchungen hinter mir habe und meine Schmerzen nach dem Essen zuerst etwas besser werden und dann mit einer derartigen Heftigkeit wieder zurück kommen.
Er stellte sich aber informationsresistent, dann endlich kam der Oberarzt der sich meine Symptome noch mal anhörte. Er meinte ich soll mal stationär aufgenommen werden, damit Untersuchungen gemacht werden können und ging wieder.
Meine Stationäre Aufnahme ist jetzt in einem Monat, ganz egal wie oft ich noch sagte, dass ich diese Schmerzen nicht noch einen Monat aushalte, es war ihm egal.
Auf meine Frage, ob er mir bis dort hin nicht vielleicht ein stärkeres Schmerzmittel verschreiben kann, meinte er nur, nein finde ich nicht notwendig.
Puh so ein Sch…! Ich kann nicht mehr, bin verzweifelt, halte diese Schmerzen nicht mehr aus und keinen interessiert es.
Bis sie dann doch etwas finden und dann hat wieder keiner Schuld und dann werden solche Sätze kommen wie, das hätten wir uns nicht gedacht oder sie sind ja noch so jung...bla bla bla nur dann ist halt die Kacke am Dampfen. (sorry für diese Ausdrücke aber ich bin so wütend)
wasistes

Re: Starke Schmerzen-Verzweifelt

Beitrag von wasistes »

Willkommen im Club der unter 40 Patienten, was du hier beschreibst habe ich auch immer und immer wieder erfahren.
Was aber nicht heißen soll, das es nicht auch gute Ärzte gibt, die die meine Beschwerden auch ernst genommen haben.
Meine Erfahrung hat mir gezeigt, dass ein guter Hausarzt die Basis für alles weitere ist, den er stellt alle weiteren Untersuchungen in Auftrag die notwendig sind
und betreut dich auf deinem Weg durch das Gesundheitssystem.

Leider hatte ich zum teil sehr schlechte Hausärzt(innen in diesem Fall). Die meine Beschwerden garnicht oder nicht ernst genug genommen haben.
Auf Überweisungsbelege für erniedrigte Elastase wurde dann z.B. "Fehlmessung??" geschrieben, oder wegen der Schmerzen "Psychosomatische Schmerzen und Panikstörung, Patienten glaubt er leide an einem Pankraskarzinom".
Damit war der weitere Verlauf der Untersuchungen schon klar festgelegt und natürlich wurden dann alle weiteren Schritte nicht ernsthaft verfolgt, den Ärzte halten in der Regel zusammen.
Erst ein Wechsel des Hausarztes brachte Besserung und eine Überweisung in eine kompetente Gastro-Praxis.
Soll nicht heißen, dass die vorherigen Untersuchungen und Klinikaufenthalte, die ich in Eigenregie vorgenommen habe nichts gebracht haben.
Das war aber wiegesagt stark Abhängig von der Klinik und dem Personal.

Beste Erfahrungen habe ich im LMU München gemacht (ich kam aus Hamburg).

Ich wünsche dir dennoch viel Erfolg und Mut bei deiner Suche und denk dran, der Genesungsprozess hängt bei Krankheiten hier (solange nicht operativ behandelbar) häufig von deinen eigenen Handlungen ab.
Andi
Beiträge: 1060
Registriert: 15. Februar 2011, 20:42

Re: Starke Schmerzen-Verzweifelt

Beitrag von Andi »

Das hast du wasistes sehr gut geschrieben, ich mußte diese Erfahrungen auch durchmachen, das ging so weit, das ich keinen Lebensmut mehr hatte wegen der langen Zeit der Schmerzen.
Ich konnte es nicht mehr ertragen, konnte mich nur noch an Gott festhalten damit ich überlebe.
Es ist menschenverachtend was man Menschen zutraut an Schmerzen auszuhalten.
@susanne versuche mal andere Ärzte zu überzeugen, das du Schmerzmittel benötigst, ich weis wie das ist, man wird depressiv und verliert die Freude am Leben, hast du jemanden an deiner Seite der dir hilft?, das erweist sich manchmal nützlich
Wünsche dir gute Besserung und verliere bitte die Hoffnung nicht

Lg Andi
Simone1002
Beiträge: 47
Registriert: 21. Januar 2020, 10:55

Re: Starke Schmerzen-Verzweifelt

Beitrag von Simone1002 »

Leider hab ich keine helfende Hand zur Seite. Mein Mann interessiert sich nicht dafür, denn sonst müsste er sich ja damit auseinander setzen (ist so mein Gefühl). Meine Eltern erklären mich für verrückt, wollen von dieser Sache nichts hören und die Schilderung von meinen Schmerzen ist ihnen lästig. Also ich bin ganz allein und die Ärzte nehmen mich auch nicht ernst.
Hab jetzt sogar meinem 4 jährigen Sohn schon gelernt wie er mit meinem Handy jemanden anrufen kann (da ich Angst habe, irgendwann mal nicht mehr aufzuwachen).
Ich glaube ich spreche hier einigen aus der Seele wenn ich behaupte, dass man es innerlich weiß (durch die Art der Schmerzen), dass mit dem Körper ganz gewaltig etwas nicht stimmt.

Ich werde morgen noch mal zu meinem HA gehen und um bessere Schmerzmittel bitten, so kann es nämlich nicht weiter gehen.
Ich kann mit meinem lieben Kind fast nichts mehr unternehmen und wenn dann nur unter stärksten Schmerzen. Er ist ja nicht dumm, er merkt auch das es mir nicht gut geht.
Konni68
Beiträge: 112
Registriert: 12. Januar 2020, 13:43
Wohnort: Soest

Re: Starke Schmerzen-Verzweifelt

Beitrag von Konni68 »

Simone1002 hat geschrieben: 29. Januar 2020, 14:04 Leider hab ich keine helfende Hand zur Seite. Mein Mann interessiert sich nicht dafür, denn sonst müsste er sich ja damit auseinander setzen (ist so mein Gefühl). Meine Eltern erklären mich für verrückt, wollen von dieser Sache nichts hören und die Schilderung von meinen Schmerzen ist ihnen lästig. Also ich bin ganz allein und die Ärzte nehmen mich auch nicht ernst.


Hallo Simone,
ich kann dich sehr gut verstehen. Mein Hausarzt hat Blut abgenommen, alle Werte ok. Elastase im Stuhl bei einer einzigen Probe okay. Dass widerum nicht heißt, dass alles ok ist. Habe hier im Forum oft gelesen, dass bei einigen trotz Schub die Werte okay waren. Mein Hausarzt hat mir gesagt, die Schmerzen kommen seiner Meinung nicht von der BSD. Also Überweisung zum Gasteologen. Er nahm mich Ernst. Gerade weil im meiner Familie schon Krebs vorkam. Hatte einen Termin nach dem Vorgespräch für weitere Untersuchungen am 27.02.2020 bekommen. Die Tage wurden meine Schmerzen echt heftig. Ich in die Notfallambulanz. Dort wurde ich gefragt ob ich nach Hause möchte nach der Blutentnahme oder dort bleiben möchte. Ich wollte dableiben, weil wieder nach Hause und bis Ende Februar war mir zu lang. Gestern Magenspiegelung, heute Darmspiegelung und morgen Endosonographie. Dass mit der Endosonographie war für den Arzt hier sofort gesagt worden, wegen familiärer Vorbelastung. Abwarten was morgen dabei rauskommt. Ich bin jetzt zwar nicht in ein Pankreatzentrum, wo die Endosonographie geachtet wird, aber es passiert nach Monaten endlich was.






Hab jetzt sogar meinem 4 jährigen Sohn schon gelernt wie er mit meinem Handy jemanden anrufen kann (da ich Angst habe, irgendwann mal nicht mehr aufzuwachen).



Ich hoffe, dein vierjähriger Sohn bekommt nicht zuviel von deiner Angst und Befürchtungen mit. So eine kleine Kinder Seele, packt sowas nicht einfach weg. Hier ist dein Ehemann gefragt. Ich hoffe, dass man dir bald hilft.
LG Konni





Ich glaube ich spreche hier einigen aus der Seele wenn ich behaupte, dass man es innerlich weiß (durch die Art der Schmerzen), dass mit dem Körper ganz gewaltig etwas nicht stimmt.

Ich werde morgen noch mal zu meinem HA gehen und um bessere Schmerzmittel bitten, so kann es nämlich nicht weiter gehen.
Ich kann mit meinem lieben Kind fast nichts mehr unternehmen und wenn dann nur unter stärksten Schmerzen. Er ist ja nicht dumm, er merkt auch das es mir nicht gut geht.
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