Pankreaslipomatose

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Beth
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Pankreaslipomatose

Beitrag von Beth »

Hallo ,

wer von euch hat auch eine Pankreaslipomatose ?

LG
Xanadu
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Re: Pankreaslipomatose

Beitrag von Xanadu »

Bei mir wurde im Dezember eine geringe bis mäßige lipomatöse Pankreasatrophie diagnostiziert.
Xanadu
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Re: Pankreaslipomatose

Beitrag von Xanadu »

Was ich mit dieser Diagnose anfangen soll, weiß ich aber leider nicht. Im Krankenhaus sagte man mir, die Bildgebung sei unauffällig, die Diagnose stand dann im vorläufigen CT- und MRT-Befund, auf den endgültigen Befund warte ich noch immer (hatte einen stationären Termin am 11.12.). Ich fahre jetzt nochmal am 04.02. nach Bochum und lasse mir alles erläutern.
Zur ersten Orientierung kann ich folgenden Artikel empfehlen:
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6100643/
Xanadu
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Re: Pankreaslipomatose

Beitrag von Xanadu »

Wie schaut es denn bei dir aus, Beth? Haben die Ärzte sich dazu irgendwie geäußert?
Beth
Beiträge: 93
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Re: Pankreaslipomatose

Beitrag von Beth »

Xanadu danke für den Artikel.
Nein, dazu hat sich noch keiner geäussert. Das war auch nur ein Nebenbefund beim Ultraschall, wo das kurz erwähnt wurde und dann auch im Befund drin stand, mehr nicht.
Berichte doch was Bochum dir dazu gesagt hat. Denke du hast einen Termin in der Pankreassprechstunde in Bochum?
Xanadu
Beiträge: 39
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Re: Pankreaslipomatose

Beitrag von Xanadu »

Ja, habe ich, werde dann berichten. Es scheint zwei Formen zu geben laut diverser Artikel, die icb gelesen habe: Die eine ist vergleichbar mit einer Fettleber und wird häufig bei adipösen Menschen diagnostiziert. Da sie sich dem Pankreasgewebe nur auflagert ist sie wahrscheinlich reversibel. Bei der anderen Form handelt es sich um einen Gewebeersatz, z. B. im Rahmen einer Defektheilung. Diese Form ist wohl nicht reversibel, da sie das Resultat eines Gewebeuntergangs ist.
Ich lasse mir das in Bochum dann mal genauer erklären - bin gespannt, ob sie hier überhaupt anhand der Bildgebung zu einer genauen Unterscheidung kommen und den Schweregrad bestimmen können.
Xanadu
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Re: Pankreaslipomatose

Beitrag von Xanadu »

Beth hat geschrieben: 23. Januar 2020, 14:39 Nein, dazu hat sich noch keiner geäussert. Das war auch nur ein Nebenbefund beim Ultraschall, wo das kurz erwähnt wurde und dann auch im Befund drin stand, mehr nicht.
Im Herbst meinte ein Arzt im Krankenhaus beim Ultraschall auch bei mir, dass es sich um eine Verfettung des Pankreas handeln könnte. Er wollte sich aber nicht festlegen. Er meinte dann, dass sei völlig harmlos, das hätten viele, kurz: es hat keinen pathologischen Stellenwert und ist zu vernachlässigen. Recherchiert man aber in englischsprachigen Fachartikeln, kommt man zu einem andren Ergebnis: Hier wird dem Befund definitiv Bedeutung zugemessen und fast überall Forschungsbedarf angezeigt.
Beth
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Re: Pankreaslipomatose

Beitrag von Beth »

Xanadu hat geschrieben: 23. Januar 2020, 19:34 Ja, habe ich, werde dann berichten. Es scheint zwei Formen zu geben laut diverser Artikel, die icb gelesen habe: Die eine ist vergleichbar mit einer Fettleber und wird häufig bei adipösen Menschen diagnostiziert. Da sie sich dem Pankreasgewebe nur auflagert ist sie wahrscheinlich reversibel. Bei der anderen Form handelt es sich um einen Gewebeersatz, z. B. im Rahmen einer Defektheilung. Diese Form ist wohl nicht reversibel, da sie das Resultat eines Gewebeuntergangs ist.
Ich lasse mir das in Bochum dann mal genauer erklären - bin gespannt, ob sie hier überhaupt anhand der Bildgebung zu einer genauen Unterscheidung kommen und den Schweregrad bestimmen können.
Dann hoffe ich für dich das Bochum dir in dem Punkt weiter helfen kann. Gehe in meinem Fall jetzt von der harmlosen Variante aus, da ich trotz sehr schlank auch eine Fettleber habe.
Beth
Beiträge: 93
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Re: Pankreaslipomatose

Beitrag von Beth »

Xanadu hat geschrieben: 22. Januar 2020, 11:24 Was ich mit dieser Diagnose anfangen soll, weiß ich aber leider nicht. Im Krankenhaus sagte man mir, die Bildgebung sei unauffällig, die Diagnose stand dann im vorläufigen CT- und MRT-Befund, auf den endgültigen Befund warte ich noch immer (hatte einen stationären Termin am 11.12.). Ich fahre jetzt nochmal am 04.02. nach Bochum und lasse mir alles erläutern.
Zur ersten Orientierung kann ich folgenden Artikel empfehlen:
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6100643/
Wie war dein Termin heute in Bochum ?
Xanadu
Beiträge: 39
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Re: Pankreaslipomatose

Beitrag von Xanadu »

Huhu Beth,

hier ein Update meinerseits:
Ich war gestern in Bochum zur Erläuterung meines Befunds von Mitte Dezember (Blutwerte, CT, MRT/MRCP).
In der Bildgebung war eine geringe (CT) bzw moderate (MRT) lipomatöse Pankreasatrophie zu sehen. Der Oberarzt meinte, das sei kein pathologischer Befund – „sieht man immer wieder mal“. Dass mein Zustand sich verschlimmert hat und das Kreon definitiv Besserung bezüglich des Stuhlgangs gebracht hat, dass sein Kollege im Dezember „am ehesten eine Pankreasinsuffizienz“ vermutete – all das hat er etwas achselzuckend zur Kenntnis genommen. Elastase lag ja immer zwischen 270 und 320.
Ich dann so:
„Soll ich mir das Pankreas aus dem Kopf schlagen?“
„Ja.“
„Aber meine Beschwerden sind schlimmer geworden.“
„Fettverdauungsstörungen haben viele Leute.“
„Das heißt, Sie können eine Chronische Pankreatitis ausschließen?“
„Sie haben keine Chronische Pankreatits. Dann würde man Verkalkungen sehen. Ihre Drüse ist in Ordnung.“
Auch auf die Frage hin, ob eine Endosono noch sinnvoll wäre, antwortete er etwas sibyllinisch:
„Wenn Sie zu einem Internisten gehen, sagt der Ihnen: Auf jeden Fall! Ich als Chirurg sage: Nein, die vorliegende Bildgebung ist aussagekräftig.“
Ich bin jetzt so schlau wie vorher. Im Bericht steht, ich soll bei einem Gastro vorstellig werden, weiter Kreon nehmen. Diagnose: Reizdarm!
Ich will dem Arzt gar nichts vorwerfen: Ich bin mir sicher, dass er gemäß der Richtlinien argumentiert hat – gibt es keine positive Bildgebung und ist die Elastase nicht erniedrigt, kann keine Diagnose gestellt werden, schon klar. Dass er auf die ständig erniedrigten Lipasewerte nicht eingegangen ist – geschenkt („Die Elastase ist hier maßgeblich, und die ist gut.“). Vielleicht war ich gestern aufgrund der Aufregung auch etwas zu empfindlich, aber ich hätte mir schon gewünscht, dass er mehr auf meine schlimmer werdenden Beschwerden eingegangen wäre. Er hat sich allerdings schon Zeit für mich genommen, wir haben 30 Minuten reden können.
Was würdet ihr jetzt tun? Zweitmeinung, Endosono anleiern (hatte noch keine) oder es erst einmal auf sich beruhen lassen? Eigentlich sollte ich mich ja voll freuen, aber ich traue dem Braten nicht. Bin gerade ziemlich verunsichert.
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