Folgebeschwerden nach Whipple
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Sterntaler
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Folgebeschwerden nach Whipple
Huhu,
meine Whipple-Op hatte ich so weit nach 2 Jahren recht gut überstanden. Ja, so lange brauchte ich, weil ich ständig wieder ins KH musste wegen Pseudozysten, Geschwüre an der Magen/Darm-Naht und Verwachsungen usw). Danach ging es aber wieder bergauf. Leider hielt der Zustand nicht lange an, denn dann stellte sich bald eine Poly-Arthritis ein, meine Rückenprobleme wurden immer unerträglicher und mit der Zeit diagnostizierte man eine LWS-Stenose, LWS-Bandscheibenvorfälle, eine Lumbo-Ischialgie, Trochanter li. und re. und Arthrosen en masse. Ich habe eigentlich immer Sport getrieben und kann mir diesen Zerfall innerhalb ein paar Jahren nicht erklären. Dann haben sich meine Fingergelenke deformiert und verkrümmt, so dass ich Probleme beim Greifen und Zupacken hatte/habe. Beim Einkaufen habe ich immer Mühe an der Kasse das Kleingeld aus dem Geldbeutel zu bekommen und dann gucken die Leute auch schon mal und meinen, "ob es denn nicht schneller ging??" So eine Frechheit, die sehen doch, was los ist. Erst rechtfertigte ich noch meinen Zustand, aber mittlerweile antworte ich ohne viel Aufhebens und Gedöns " N E I N ."
In meiner Familie ist niemand mit den erwähnten Dingen belastet. Jetzt frage ich mich, ob diese Erkrankungen auch ohne Whipple aufgetreten wäre oder liegt es vielleicht an meinem extremen Untergewicht (90 Pfund bei mittlerweile 168 geschrumpfter Größe) und mein Körper ist damit überfordert?
Welche gesundheitliche Probleme hattet Ihr nach der Whipple (den Weich- und Fettstuhl ausgeschlossen)? fragt grüßend
Sterntaler
meine Whipple-Op hatte ich so weit nach 2 Jahren recht gut überstanden. Ja, so lange brauchte ich, weil ich ständig wieder ins KH musste wegen Pseudozysten, Geschwüre an der Magen/Darm-Naht und Verwachsungen usw). Danach ging es aber wieder bergauf. Leider hielt der Zustand nicht lange an, denn dann stellte sich bald eine Poly-Arthritis ein, meine Rückenprobleme wurden immer unerträglicher und mit der Zeit diagnostizierte man eine LWS-Stenose, LWS-Bandscheibenvorfälle, eine Lumbo-Ischialgie, Trochanter li. und re. und Arthrosen en masse. Ich habe eigentlich immer Sport getrieben und kann mir diesen Zerfall innerhalb ein paar Jahren nicht erklären. Dann haben sich meine Fingergelenke deformiert und verkrümmt, so dass ich Probleme beim Greifen und Zupacken hatte/habe. Beim Einkaufen habe ich immer Mühe an der Kasse das Kleingeld aus dem Geldbeutel zu bekommen und dann gucken die Leute auch schon mal und meinen, "ob es denn nicht schneller ging??" So eine Frechheit, die sehen doch, was los ist. Erst rechtfertigte ich noch meinen Zustand, aber mittlerweile antworte ich ohne viel Aufhebens und Gedöns " N E I N ."
In meiner Familie ist niemand mit den erwähnten Dingen belastet. Jetzt frage ich mich, ob diese Erkrankungen auch ohne Whipple aufgetreten wäre oder liegt es vielleicht an meinem extremen Untergewicht (90 Pfund bei mittlerweile 168 geschrumpfter Größe) und mein Körper ist damit überfordert?
Welche gesundheitliche Probleme hattet Ihr nach der Whipple (den Weich- und Fettstuhl ausgeschlossen)? fragt grüßend
Sterntaler
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Georg
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- Registriert: 19. Februar 2020, 19:04
Re: Folgebeschwerden nach Whipple
Hallo
Ich hatte vor allem Probleme mit Gallenwegsinfekten, was Dir hier nicht weiterhilft, aber eine andere Spur könnte hilfreich sein, Bei mir wurde nach drei Jahren ein chronischer Mangel an Vit B12 festgestellt, auch andere Spurenelemente waren im Mangel. Durch die OP ist der ganze Stoffwechsel gestört, Vielleicht sind deine Symptome ja auf solche Mängel zurückzuführen (idealerweise dann wäre leicht abzuhelfen). Zwei Bandscheibenvorfälle hatte ich auch in der Zeit, die sind oft auch Folgen von Fehlhaltungen nach der OP.
Ich hatte vor allem Probleme mit Gallenwegsinfekten, was Dir hier nicht weiterhilft, aber eine andere Spur könnte hilfreich sein, Bei mir wurde nach drei Jahren ein chronischer Mangel an Vit B12 festgestellt, auch andere Spurenelemente waren im Mangel. Durch die OP ist der ganze Stoffwechsel gestört, Vielleicht sind deine Symptome ja auf solche Mängel zurückzuführen (idealerweise dann wäre leicht abzuhelfen). Zwei Bandscheibenvorfälle hatte ich auch in der Zeit, die sind oft auch Folgen von Fehlhaltungen nach der OP.
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Sterntaler
- Beiträge: 141
- Registriert: 23. August 2017, 09:39
Re: Folgebeschwerden nach Whipple
Georg, mein Vitamin-Spiegel ist ok. B12 ist sogar sehr erhöht???? Manchmal habe ich einen Gallenstau o.ä. und dann nehme ich Ursofalk Kapseln.
Ich glaube, dass mein Untergewicht mein Problem ist. Ich habe kaum noch Muskeln, die ja eigentlich die Wirbelsäule stützen sollten. Ich versuche zwar meine Muskeln, so gut es geht, aufzubauen, aber mir fehlt einfach die nötige Kraft dazu. Bin meistens antriebslos und habe nur wenig Energie (vermutlich auch durch die Depression) zur Verfügung und die brauche ich, um mein tägliches Pensum zu erledigen. Durch die Gelenk- und Finger Arthrose/Arthritis. fällt es mir schwer, noch meine Hausarbeit zu erledigen. Vieles fällt mir einfach aus der Hand, weil ich nicht mehr fest zugreifen kann. War erst 10 Tage im KH aufgrund der Stenose und unerträglichen Schmerzen. Konnte nur noch Humpeln. Im KH bekam ich täglich Kortison durch einen Tropf und mir wurde ein Katheter gelegt mit einer Schmerzpumpe. Nichts half dauerhaft und man zog eine Op in Erwägung, vor der ich mich sträube. Jetzt habe ich eine Fehlhaltung, was alles nur noch schlimmer macht. Schmerztabletten (Tilidin und Traumadol) hat man mir verschrieben, die ich aber nicht vertrage, weil sie mich so müde und träge machen, so dass ich nur noch am Dösen bin. Außerdem fühle ich mich wie in Watte gehüllt.
Ja, ich glaube, da muss ich wohl durch, aber ich weiß nicht, wie ich das schaffen soll. Mich hat der Mut verlassen.
Gute Nacht,
Sterntaler
Ich glaube, dass mein Untergewicht mein Problem ist. Ich habe kaum noch Muskeln, die ja eigentlich die Wirbelsäule stützen sollten. Ich versuche zwar meine Muskeln, so gut es geht, aufzubauen, aber mir fehlt einfach die nötige Kraft dazu. Bin meistens antriebslos und habe nur wenig Energie (vermutlich auch durch die Depression) zur Verfügung und die brauche ich, um mein tägliches Pensum zu erledigen. Durch die Gelenk- und Finger Arthrose/Arthritis. fällt es mir schwer, noch meine Hausarbeit zu erledigen. Vieles fällt mir einfach aus der Hand, weil ich nicht mehr fest zugreifen kann. War erst 10 Tage im KH aufgrund der Stenose und unerträglichen Schmerzen. Konnte nur noch Humpeln. Im KH bekam ich täglich Kortison durch einen Tropf und mir wurde ein Katheter gelegt mit einer Schmerzpumpe. Nichts half dauerhaft und man zog eine Op in Erwägung, vor der ich mich sträube. Jetzt habe ich eine Fehlhaltung, was alles nur noch schlimmer macht. Schmerztabletten (Tilidin und Traumadol) hat man mir verschrieben, die ich aber nicht vertrage, weil sie mich so müde und träge machen, so dass ich nur noch am Dösen bin. Außerdem fühle ich mich wie in Watte gehüllt.
Ja, ich glaube, da muss ich wohl durch, aber ich weiß nicht, wie ich das schaffen soll. Mich hat der Mut verlassen.
Gute Nacht,
Sterntaler
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Kerstin2015
- Beiträge: 333
- Registriert: 23. August 2019, 08:43
Re: Folgebeschwerden nach Whipple
Hallo ! Ich wurde 2015 nach Whipple operiert aufgrund eines 10 ×12 cm großen Tumors(SPN sog Franztumor) Ich war da 45 Jahre alt.Raus ist der Pankreaskopf,Zwölfingerdarm,Galle,Magenpförtner und ein kleines Stück vom Magen. Nach 1 1/2 Jahren trat erstmals ein Stechen im Spann der Füße auf,Vitamin D bei 9.Nach 4 Jahren traten Probleme mit Tennisarm auf ,mit denen ich immer noch zu tun habe.Hautausschlag/Exem im Nackenbereich. Anfälle mit Schmerzkrämpfen unterm Brustbein,die so 1/2 jährlich auftreten,1 Std dauern und schwer auszuhalten sind.Die Kraftausdauer hat seit op stark nachgelassen,das Sehvermögen auch.B12 bekomme ich gespritzt,wenn der Spiegel zu weit runtergeht werde ich hundemüde. Auch 4 Jahre nach op kamen Schmerzen im kompletten Bauchraum hinzu,der Speisebrei schwappte nur noch hin und her ,ohne weitertransportiert zu werden.Bildgebene Untersuchungen folgten,Ursache wurde nicht gefunden, Arzt vermutet Verwachsungen .Seit dem immer mal wieder Probleme damit Ich habe das Gefühl das mir Osteopathie und Dehnübungen helfen. Ich schreibe das hier alles so locker hin,aber auch für mich ist das psychisch sehr anstrengend .Jeden Tag wird Frau daran erinnert, das nichts mehr so ist ,wie vor 5 Jahren. Verdauungsbeschwerden,schaffe ich es zur Arbeit ohne ins Gebüsch zu müssen...die Frage ,was tut da jetzt schon wieder im Bauch weh. .Was mag mir fehlen an zum Beispiel Vitaminen,Spurenelementen?Wie ernähre ich mich richtig .Ballaststoffarm für die Drüse ?oder- reich für die vorhandenen Divertikel? Ich versuche mein möglichstes, normal weiterzuleben...für meine Familie, bei der Arbeit...aber wiederkehrende Probleme erinnern mich immer gerne daran,nein nix wird wieder wie früher. Wenn ich dann hier lese:raus mit der Drüse ,dann ist alles toll,kann ich nur den Kopf schütteln. Und ja,ich verstehe auch ,das die Gedanken einem kommen können, wenn die Verzweiflung oder die Schmerzen groß sind....und vielleicht ist das auch für den ein oder anderen eine Option....so genug gejammert...Krone richten,weiter geht's.Die besten Wünsche an alle LG Kerstin
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Sterntaler
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- Registriert: 23. August 2017, 09:39
Re: Folgebeschwerden nach Whipple
Das nix mehr ist, wie es mal war, habe ich mittlerweile akzeptiert. Versuche zu entdecken, was noch geht. Das klappt auch nicht immer, weil man mit allem so überfordert ist. Außerdem habe ich keinen familiären Beistand, der mich mal tröstet oder in den Arm nimmt, was mich sehr bedrückt. Meine Freundin versucht das ein bisschen zu ersetzen, aber die ist selbst mit ihrer großen Familie beschäftigt. An manchen Tagen geht man mit seinem "Schicksal" leichter um als an anderen. Dann kommt auch mein Humor wieder an die Oberfläche, meine Selbstironie und sogar meine Depression kommt mir in der "manischen" Phase zugute. Irgendwie befreiend und doch so ICH-fremd, aber oh weh!!!!!, flieg ich zu hoch hinaus, dann ist der ganz tiefe Fall vorprogrammiert. Ich versuche mir den ganzen Tag gut zuzureden, singe irgendwas, weil das Singen befreit und ich auch tiefer durchatmen kann. Hat wohl etwas mit dem Zwerchfell zu tun. Außerdem macht es mir unheimlich viel Freude, Menschen zu beschenken. Entweder mit kleinen persönlichen Aufmerksamkeiten oder guten Worten. Da spüre ich, dass Geben seliger ist als Nehmen. Näääh ehrlich, ohne Sch.....
Ich versuche mich mit allen Mitteln über Wasser zu halten, aber dann kommt der Punkt, an dem nichts mehr geht, wie man will. Dann hat man auch keinen Bock mehr, das verrutschte Krönchen wieder zu richten. Dann ist es eben so, ich habe aber mein Bestes gegeben.
Sterntaler
Ich versuche mich mit allen Mitteln über Wasser zu halten, aber dann kommt der Punkt, an dem nichts mehr geht, wie man will. Dann hat man auch keinen Bock mehr, das verrutschte Krönchen wieder zu richten. Dann ist es eben so, ich habe aber mein Bestes gegeben.
Sterntaler
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Sterntaler
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- Registriert: 23. August 2017, 09:39
Re: Folgebeschwerden nach Whipple
Hallo,
sind diejenigen, die sich noch nicht geäußert haben, denn wirklich beschwerdefrei nach Whipple? Vielleicht meldet sich ja noch jemand. Ich würde mich freuen.
Gruß
Sterntaler
sind diejenigen, die sich noch nicht geäußert haben, denn wirklich beschwerdefrei nach Whipple? Vielleicht meldet sich ja noch jemand. Ich würde mich freuen.
Gruß
Sterntaler
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absshiva
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Re: Folgebeschwerden nach Whipple
Also ich bin nach Whipple OP halbwegs ok, bauchkraempfe mit Colestyramin im Griff, nehme kein Kreon, hin und wieder Durchfall, meist morgens, sportlich sehr aktiv, laufe aber langsamer als früher, werde ja auch älter, kann fast alles essen, vollkorn nicht so gut, haribo auch nicht, groesste Einschränkung., morgens mindestens eine Stunde früher aufstehen, also zB um 7 wenn man um 8 aus dem Haus muss wegen der Verdauung
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Kerstin2015
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Re: Folgebeschwerden nach Whipple
Hallo absshiva ...darf ich fragen, was alles bei deiner Whipple entfernt wurde?
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absshiva
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- Registriert: 17. Mai 2013, 09:47
Re: Folgebeschwerden nach Whipple
Das übliche, Pankreaskopf, 12 Fingerdarm, Gallenblase und Blinddarm, aber der Magen blieb erhalten incl. Pförtner, ist jetzt schon 6,5 Jahre her
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Dag
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Re: Folgebeschwerden nach Whipple
LG