Ernährung nach Whipple

(Krebs, Entzündung, Operation, Nachsorge, Verdauung, Ernährung, Diabetes, Reha, Recht ...)

Hier haben Sie als Betroffene(r) und/oder ratsuchende(r) Besucher(in) dieser Plattform die Möglichkeit, sich untereinander auszutauschen oder Hilfestellung zu geben.
Antworten
mimi1976
Beiträge: 4
Registriert: 6. April 2020, 20:36

Ernährung nach Whipple

Beitrag von mimi1976 »

Hallo zusammen,

meine Mutter hatte letzte Woche eine magenerhaltende Whipple-OP.
Letztes Jahr wurde ein Pankreaskopfkarzinom diagnostiziert und nach Chemo hat sich der Tumor so verkleinert, dass er nun erfolgreich entfernt werden konnte! :zw: Darüber freue ich mich zunächst mal sehr, weil ich weiß, dass dies keine Selbstverständlichkeit ist!

Die Op ist sehr gut verlaufen und meine Mutter ist auch stabil. Die Schmerzpumpe wurde heute entfernt und nach und nach soll sie nun essen. Heute hat sie das erste Mal etwas Reis und Gemüse erhalten und hat dies gar nicht vertragen. Sie hatte starke Schmerzen und hat auch erbrochen. Mir ist klar, dass wir nach einer Woche keine Wunder erwarten können. Auf Nachfrage bei den Ärzten wurde uns gesagt, dass sie nun auf ein Schmerzmittel eingestellt wird, dass diese Situation aber kein Grund zur Sorge sei. Sie soll wohl auch Enzyme bekommen...

Ich wollte jetzt nur mal fragen, wie sich das wieder einspielt? Was muss sie bzgl. Ernährung beachten? Ich hoffe, dass sie da im Krankenhaus auch noch Hilfe bekommt....wir können wegen Corona nicht zu ihr :x und Reha ist ja nach dem Krankenhaus erst mal auch nicht möglich...
Danke für Eure Hilfe!
mimi
Emilia812
Beiträge: 104
Registriert: 27. November 2018, 10:34

Re: Ernährung nach Whipple

Beitrag von Emilia812 »

Hi, mimi,

ich hatte in 2007 eine ähnliche OP. So langsam wird das mit dem Essen. Nach 14 Tagen konnte ich alles essen, bis auf ein paar Sachen, die heute noch nicht funktionieren (Birnen, Pflaumen....!). Es ist auch, wie ich inzwischen erfahren habe, bei jedem anders und der Verlauf unterschiedlich. Abwarten und probieren. Die Enzyme (Kreon z.B.) muss man nehmen, wenn der Stuhlgang hell, weißlich und durchfallartig sich ergibt. Aber das bekommt deine Mutter sicher auch im Krankenhaus gesagt. Nach der Schmerzpumpe hatte ich überhaupt keine Schmerzen mehr, höchstens durch Blähungen, die sich eingestellt haben. Das hat sich aber mit der Einnahme der Enzyme (Kreon) auch wieder gegeben. Also Kopf hoch und durch und mit dem Essen alles probieren, was geht. Viel Erfolg und guten Verlauf in der Genesung. Nach einem 1/4 Jahr hab ich wieder Sport gemacht.

Beste Grüße und gute Genessung für deine Mama.
mimi1976
Beiträge: 4
Registriert: 6. April 2020, 20:36

Re: Ernährung nach Whipple

Beitrag von mimi1976 »

hallo Emilia,

danke für deine ermutigende Nachricht.

Meiner Mutter geht es jetzt wieder besser. Sie hat am Montag noch keine Enzyme erhalten, wurde aber mittlerweile von einer Ernährungsberaterin besucht und aufgeklärt über die entsprechende Einnahme von Kreon.
Heute wurde nochmal mit Kontrastmittel geröntgt, um abzuchecken, ob irgendetwas nicht richtig "durchgeht". Da war aber alles in Ordnung...Insofern gibt es momentan keinen Grund zur Sorge. Der histologische Befund des Tumors ist leider noch nicht da, das hängt alles hinterher wegen Corona....

Dir weiterhin alles Gute!
mimi
Emilia812
Beiträge: 104
Registriert: 27. November 2018, 10:34

Re: Ernährung nach Whipple

Beitrag von Emilia812 »

Hi Mimi,

schön, wenn es deiner Mama wieder besser geht. Aber ich wollte noch sagen, dass sie, wenn die Pumpe ab ist, so viel wie möglich sich bewegen soll. Gehen im Zimmer auf und ab. Wegen Corona wird ein Spaziergang im Flur nicht möglich sein, aber im Bett aufrecht setzen und mit den Füssen immer wieder auf der Stelle treten und du wirst es nicht glauben, bewegen bewegen hilft auch viel, dass einem nicht übel wird. Der Kreislauf kommt wieder in Schwung und man fühlt sich danach besser. Ich weiss, dass das nicht einfach ist, aber man muss an sich arbeiten. Alles Gute

und LG Emilia812
Antworten