Verdauungsprobleme nach "extremer" Whipple OP

(Krebs, Entzündung, Operation, Nachsorge, Verdauung, Ernährung, Diabetes, Reha, Recht ...)

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Sophokles
Beiträge: 1
Registriert: 4. Mai 2020, 01:07

Verdauungsprobleme nach "extremer" Whipple OP

Beitrag von Sophokles »

Hallo!
Mein Vater hatte im Dezember eine Whipple OP, bei der zusätzlich zum Pankreaskopf, Galle,
Zwölffingerdarm auch ein Teil des Magens und ca die Hälfte des Dickdarms entfernt wurde. Die Ärzte meinten damals zu uns auch, dass das eine sehr extreme Form dieser OP war. Allerdings hat sich dann auch zum Glück später herausgestellt, dass es sich um einen Pseudotumor gehandelt hatte, der durch eine Pankreatitis entstanden ist.
Er hat sehr große Probleme bei der Ernährung und Verdauung. Sein Bauch ist total angeschwollen. Er nimmt nicht zu und hat seit der OP immer nur Durchfall. Seine Leberwerte sind erstaunlich schlecht und die Ärzte sind gerade dabei dieser Sache auf den Grund zu gehen und ich habe das Gefühl es geht nicht so voran.
In letzter Zeit ist mein Papa auch sehr negativ und glaubt nicht mehr an eine Besserung.

Ich weiß nicht, ob das auch vielleicht normal ist, dass dadurch, dass die OP nochmal extremer war, es vielleicht einfach länger dauert bis sich der Körper daran gewöhnen kann und wieder entsprechend funktioniert?
Und hat hier jemand Erfahrungen mit einer Ernährungsberatung? Ich überlege ihn mal zu überreden mal zu einer solchen Beratung zu gehen, denn eine gute Ernährung wird hoffentlich helfen...
Danke, dass ihr euch das durchgelesen habt und ganz liebe Grüße von mir, Sophie 🙂
azzaro2000
Beiträge: 30
Registriert: 21. November 2019, 23:36
Wohnort: Schleswig-Holstein

Re: Verdauungsprobleme nach "extremer" Whipple OP

Beitrag von azzaro2000 »

Ich glaube, dass nach so einer OP, die umfangreichste im Bauchraum, alle Beschwerden "normal" sind. Mein Hausarzt sagte mal zu mir: "Sie wurden ausgeweidet, Ihr inneres wurde umgegraben." So war es wohl auch.
Meine Whipple war vor 2 Jahren. Im ersten halben Jahr hatte ich noch heftige Schmerzen, Verdauungsprobleme, Appetitlosigkeit. Ich hatte 14 kg abgenommen. Danach besserte sich mein Befinden allgemein. Auch die Beweglichkeit verbesserte sich und verbessert sich noch bis heute ständig.
Die Verdauung hat sich eingespielt. Ich kann alles essen. Habe wieder gut zugenommen.
Ich habe zwar mitunter noch Schmerzen, die mich quälen, aber im Bewusstsein, dass ich diese riesige OP -dank guter Chirurgen- und Pflegeleistung- überstanden habe, bin ich dankbar und zufrieden.
Im 2. Jahr nach der OP traten wirkliche Verbesserungen ein und ich habe mich fast jeden Tag über die Fortschritte gefreut. Dennoch merke ich auch genau so oft, dass eine große OP ihre Spuren hinterlassen hat. Die Genesung braucht viel Zeit und erfordert Geduld. Wenn's mal wieder schmerzt hilft mir der Gedanke, dass jeder Tag eine Zugabe ist.
Gute Besserung für deinen Vater und Grüße aus dem echten Norden.
azzaro2000
Beiträge: 30
Registriert: 21. November 2019, 23:36
Wohnort: Schleswig-Holstein

Re: Verdauungsprobleme nach "extremer" Whipple OP

Beitrag von azzaro2000 »

Ich glaube, dass nach so einer OP, die umfangreichste im Bauchraum, alle Beschwerden "normal" sind. Mein Hausarzt sagte mal zu mir: "Sie wurden ausgeweidet, Ihr inneres wurde umgegraben." So war es wohl auch.
Meine Whipple war vor 2 Jahren. Im ersten halben Jahr hatte ich noch heftige Schmerzen, Verdauungsprobleme, Appetitlosigkeit. Ich hatte 14 kg abgenommen. Danach besserte sich mein Befinden allgemein. Auch die Beweglichkeit verbesserte sich und verbessert sich noch bis heute ständig.
Die Verdauung hat sich eingespielt. Ich kann alles essen. Habe wieder gut zugenommen.
Ich habe zwar mitunter noch Schmerzen, die mich quälen, aber im Bewusstsein, dass ich diese riesige OP -dank guter Chirurgen- und Pflegeleistung- überstanden habe, bin ich dankbar und zufrieden.
Im 2. Jahr nach der OP traten wirkliche Verbesserungen ein und ich habe mich fast jeden Tag über die Fortschritte gefreut. Dennoch merke ich auch genau so oft, dass eine große OP ihre Spuren hinterlassen hat. Die Genesung braucht viel Zeit und erfordert Geduld. Wenn's mal wieder schmerzt hilft mir der Gedanke, dass jeder Tag eine Zugabe ist.
Gute Besserung für deinen Vater und Grüße aus dem echten Norden.
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