Angst/ Unsicherheit Fleck auf der pankreas

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Heylo44
Beiträge: 55
Registriert: 15. Juni 2020, 13:18
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Angst/ Unsicherheit Fleck auf der pankreas

Beitrag von Heylo44 »

:hallo:

Ich bin 27 und nun seit 7 Wochen unter dauerangst.
Nach 2 Wochen Bauch und Rückenschmerzen kam mich mit einem lipasewert von 1500 ins Kh mit verdacht auf eine akute pankreatits, nach ca. paar Tagen wurde durch Diät die Symptome besser der Appetit kam jedoch nicht zurück, der lipasewert ging langsam zurück. Ursache konnte nicht fest gestellt werden.
Auch nach der Krankenhausentlassung konnte ich nichts essen und ging zurück ins Krankenhaus, Ultraschall zeigte eine ödematöse pankreatits pankreasschwanz inhomogen und der Kopf prominent.
Magenspiegelung zeigte eine inaktive chronische Gastritis. Mehr nicht. Da ich immer weiter abnahm schoben die Ärzte es auf meine Psyche. Dann kam nach längerem drauf bestehen das mrt (in der Zwischenzeit stabilisierte sich mein Zustand etwas und mein Appetit kam leicht zurück.)
Beim mrt erkannte man auf dem Pankreaskopf eine auffällige Stelle die jedoch die selbe Struktur vom pankreasschwanz hat der aufgequollen war, das Bild des Schwanzes deuteten die Ärzte auf eine autoimunpankreatitis typ2 auf. Bei mir machte sich sofort Panik auf und ich hab seit dem finden des Fleckes keine ruhige Nacht mehr. 2 Tage später sollte nun die Stelle am Kopf punktiert werden (ercp) allerdings zu meinem Glück konnte keine Stelle gesehen werden die punktiert werden sollte . Es wurde noch ein Ultraschall mit Kontrastmittel gemacht was auch unauffällig war und keine Anzeichen auf etwa bösartiges aufwies.Die Ärzte verordneten Kortison 50 mg, 2 Wochen später solle noch mal ein mrt gemacht werden. Vor zwei Tagen dann das mrt, die auffällige Stelle am Kopf ist kleiner geworden vermutlich durch das Kortison.
Da ich so oft von den Ärzten heim geschickt wurde und auch allgemein unter einer angststörung leide bin ich sehr panisch sehe kaum noch meine Zukunft und weiß nicht ob ich alt werden kann geschweige denn ganz normal mit meinem Freund Zukunftspläne machen kann.
Im Großen und Ganzen geht es mir besser wie vor 7 Wochen Mein Appetit ist durch das Kortison wieder da, habe manchmal nen stärkeren Druck auf den Magen und nen leichten Fettstuhl ..
Achte sehr stark auf meine Ernährung weil ich meine dass es die „Heilung“ beschleunigt und ich nichts riskieren möchte. Abgenommen hab ich nicht mehr weiter.. ich achte darauf gesund zu essen mehrmals kleine Portionen am Tag , trinke Löwenzahn und ingwertee,Blähungen sind etwas besser geworden, mal zwickt es hier und da mehr , mal ist der Druck etwas höher. Mein nächster Termin ist jetzt beim Gastroenterologen in 4 Wochen ..
wasistes

Re: Angst/ Unsicherheit Fleck auf der pankreas

Beitrag von wasistes »

Moin und willkommen im Forum

Deine Angst ist durchaus verständlich, du hast auf jedenfall etwas sehr seltenes, eine AIP. Ich glaube die Inzidenz liegt deutlich niedriger als beim Pankreaskarzinom.
Ich glaube du solltest dir aber keine Sorgen machen ein Pankreaskarzinom zu haben.
An deiner Stelle würde ich mich aber auf Grund deiner Erkrankung an ein absolutes Pankreasfachzentrum wenden. Ich denke du würdest da mit offenen Händen empfangen werden, deine eine bestätigte AIP ist wie schon gesagt sehr selten und gehört in die Hände absolut fähiger und erfahrener Internisten.
Es kann gut sein das du für eine lange Zeit mit Immunsuppressiva behandelt werden musst. Es ist auf jedenfall schonmal als sehr positiv zu werden das die Raumforderung kleiner geworden ist durch Kortison.
Und ja auch wenn ich dich beruhigen will, es ist glaube ich äußerst schwierig eine AIP von einem Pankreaskarzinom in der Bildgebung zu unterscheiden.
Ich glaube auf Grund deines Alters eigentlich wirklich nicht daran, aber hol dir ruhig eine Zweitmeinung dazu. Ansonsten heißt es wahrscheinlich auch wait&watch, engmaschige Kontrolle und die Hoffnung das das Kortison weiter seine Wirkung zeigt.
Vielleicht meldet sich auch nochmal ein/eine Betroffene aus dem Forum mit der bestätigten Diagnose AIP

Fachzentren wären:
-St. Joseph Bochum, Heidelberg, LMU München, UKE Hamburg (Prof. Dr. Roesch), Charite (Dr. Jürgensen)

Alles Gute
Heylo44
Beiträge: 55
Registriert: 15. Juni 2020, 13:18
Wohnort: Stuttgart

Re: Angst/ Unsicherheit Fleck auf der pankreas

Beitrag von Heylo44 »

Danke für die Antwort..

Zu meinem Krankheitsbild ist auch anzumerken, dass bevor die Beschwerden anfingen, ich mich bewusst ungesund ernährt habe da ich unbedingt ein paar kg mehr haben wollte. Also kam überall Sahne in die Soße, täglich ne Tüte Chips+ Unmengen an Süßigkeiten Unmengen an Eiscreme runtergespült wurde das mit Cola, obendrauf diebewegegungslosigkeit wegen corona und das nur weil ich einfach gerne mehr wiegen wollte.. das zugenomme hab ich natürlich schnell abgenommen und bin wieder auf meinem ursprungsgewicht.
Habe einfach schwer die Vermutung dass meine Beschwerden hiermit zusammen hängen und diese AIP .2 eine für mich nicht soo genaue Diagnose darstellt, die Symptome wurden ja auch schon durch die Ernährungsumsttellung besser so wie die Werte auch ohne Kortison besser wurden.

Mich beruhigt das die Bildgebung des Organs sich verbessert hat Schwanz kleiner Kopf kleiner. kann mir nicht vorstellen das eine bösartige Stelle kleiner werden kann..
Die Blutwerte waren bis auf die lipasewerte die auch zurück gingen sehr gut.
Trotzdem fall ich täglich in ein tiefes Loch wenn die Beschwerden mal etwas stärker sind, höre sehr stark in mich rein und würde am liebsten heulen und mich nur noch darüber unterhalten.

Ist es normal dass man mal ein Essen besser verträgt wie das andere ? Sollte ich mich direkt sorgen wenn die Verstopfung mal etwas mehr ist ? Kann es trotz dem Kortison auch mal etwas schlechter sein ? Muss ich mir gleich Sorgen machen wenn die Blähungen mal 2 Tage stärker sind ? Habe nun gelesen das viele Monatelang Beschwerden haben die mal besser und schlechter sind.. Mein niedriger Blutdruck + die Farbe im Gesicht sind besser geworden.
1,5 kg Gewichtszunahme.
Wenn ich mal nicht frei habe klappt das auch mit meiner Verdauung viel besser kann mittlerweile fast jeden oder jeden 2. Tag aufs Klo..

Ich bin ein furchtbarer Jammerlappen geworden und führe seit Wochen kein „normales“ Leben mehr und spreche nur noch von meinem Krankheitsverlauf, meine Ängste verstehen nur die wenigstens sie sagen die Untersuchungen seien ja positiv.
Dieses aber es könnte .. macht einen wirklich verrückt ich weiß nicht wie lange meine Psyche das durchhält das im Wechsel mal mit einem fast komplett smyptomfreien Tag und dann mal wieder mehr ist einfach nur ne achterbahnfahrt.

Noch eine Anmerkung, ich habe mütterlicher und väterlicher Seite eine sehr große Familie. Es ist keinerlei Krebs bekannt. Das bei 150 Familienmitgliedern im ersten grad ist vllt auch was etwas eher beruhigendes.

Wie ist das mit den terminen in den pankreasfachkliniken, braucht man da eine Überweisung ?

Ich wünsche allen Leidenden eine schnelle Genesung und einen leichten Krankheitsverlauf..
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