Erfahrungen mit falsch-positiver Diagnose

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Tobias D
Beiträge: 2
Registriert: 16. Juli 2020, 18:35

Erfahrungen mit falsch-positiver Diagnose

Beitrag von Tobias D »

Guten Abend zusammen!

Ich bin innerhalb der letzten Tage über dieses Forum gestolpert und habe einige sehr interessante und (potentiell) hilfreiche Beiträge gelesen.
Heute muss ich mich aber tatsächlich dazu entschließen, Mal selbst eine Frage in den Raum zu stellen.

Nach inzwischen 1,5 Jahren Durchfall und Magenrkämpfen (vor allem nach dem Essen) hat mir mein hausarzt vor ca. 2 Wochen die Diagnose "Exokrine Pankreasinsuffizien" gestellt - so weit so gut (oder auch nicht, aber wenigstens mal eine handfeste DIagnose). Basierned auf Stuhl- und Blutuntersuchung.
Leider habe ich Pankreon (25000) gar nicht vertragen, es hat meine Symptome nur verschlimmert.
Die gastroenterologien, bei der ich heute war, ist überzeugt davon, dass die Diagnose falsch ist, da das Ergebnis dieses Test wohl oft falsch-positiv ausfällt, wenn der getestete Stuhl schon zu weich ist. Was für mich einerseits schlüssig klingt.

Andereseits bin ich damit wieder am Anfang meiner Suche.

Nun zur Frage: Hat hier jemand die Erfahrung gemacht, dass eine Diagnose auf zB exokrine Pankreasinsuffizen erst verworfen wurde, sich dann aber doch noch als korrekte Deagnose heraus gestellt hat? Mir fehlt leider auch noch die Erfahrung, wie groß die Unterschiede zwischen den verschiedenen Verdauungs-Enzymsubstitutionen sind, vielleicht ist ja tatsächlich Kreon das Problem?

Über jede Erfahrung/Hilfestellung, würde ich mich sehr freuen.

Viele Grüße,
Tobias
Andi
Beiträge: 1060
Registriert: 15. Februar 2011, 20:42

Re: Erfahrungen mit falsch-positiver Diagnose

Beitrag von Andi »

:hallo: Tobias,
aufgrund deiner Beschwerden sollte eine umfassende Diagnostik erfolgen, das heißt auch bestimmte Untersuchungen werden gemacht um etwas auszuschließen, eine Darmspieglung sollte ebenso dazugehören wie ein Test auf Unverträglichkeiten wie z.b. Laktose, Fruktose, Gluteen.
Die Stuhlelastase sollte mehrmals kontrolliert werden, wiederholen sich die niedrigen Werte spricht man von exokriner PankreasInsuffizienz , der Test sollte natürlich nicht von dünnen Stuhl genommen werden, dann können die Ergebnisse verfälscht sein.
Ein zusätzlicher Gewichtsverlust würde die Diagnose bestätigen.

Lg Andi
Tobias D
Beiträge: 2
Registriert: 16. Juli 2020, 18:35

Re: Erfahrungen mit falsch-positiver Diagnose

Beitrag von Tobias D »

Hallo Andi,

danke dir erstmal für deine Antwort.

Tatsächlich wurden die meisten der Test schon bei mir gemacht: Magen-Darmspiegelung unaffällig. Laktose- und Fruktoseintoleranz nicht vorhanden. Gluten wurde noch nicht getestet, ist aufgrund der Magen-Darmspiegelung aber eher unwahrscheinlich und wurde von mir in den letzten Monaten tatsächlich konsequent gemieden; ohne Besserung.
Gewichtsverlust habe ich allerdings schon. Deshalb habe ich in die Diagnose anfangs auch große Hoffnung gesetzt. Momentan bin ich leider etwas ratlos.
Andi
Beiträge: 1060
Registriert: 15. Februar 2011, 20:42

Re: Erfahrungen mit falsch-positiver Diagnose

Beitrag von Andi »

Moin, moin,
Ich denke schon, das an der Insuffizienz Diagnose was dran ist, grade Gewichtsverlust ist immer ernst zu nehmen, leider ist das mit den Ärzten so eine Sache, es gibt wenige gute Ärzte, die sich Zeit nehmen und einer Sache richtig auf den Grund gehen, oft wird das nicht gemacht aus verschiedenen Gründen und man wird in die psycho Schiene abgeschoben, sind meine Erfahrungen an der Gesundheitsfront.
Pankreas ist etwas schwieriger , am besten in ein gutes Pankreaszentrum gehen, da weis man noch am ehesten Bescheid.
Hattest du schon ein CT, MRCP, Endosonographie?
Bitte immer alle Befunde aufheben und mitgeben lassen, das erleichtert vieles. Von irgendwo kommen die Beschwerden ja her, man muss sich leider um vieles selber kümmern , und das ist manchmal nicht einfach.
Hagemax
Beiträge: 971
Registriert: 24. Dezember 2016, 14:53

Re: Erfahrungen mit falsch-positiver Diagnose

Beitrag von Hagemax »

Hallo Tobias,
finde es ein wenig merkwürdig nur auf Basis von Stuhl- u Blutwerten diese Diagnose zu stellen!
Wie waren denn die Werte exakt?
Ich würde bzgl der Probleme immer in ein Pankreaszentrum gehen u ggfs bildgebende
Verfahren machen! Bisher scheint ja in Sachen Bildgebung nichts gemacht worden zu sein!?
Alles Gute
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