Hallo allerseits,
ich bin neue hier und möchte mich deshalb kurz vorstellen. Ich bin 28 Jahre alt und habe seit 4 - 5 Jahren schmerzen im rechten Oberbauch unter dem Rippenbogen. Diese waren anfänglich sporadisch, haben sich aber in den letzen Jahren verstärkt, hinzu kommen schmerzen im rechten oberen Rückenbereich sowie seit neuerem im linken oberen Rücken. Hinzu kommen starke Blähungen sowie Fettstuhl -> bei fettigem essen, z.B. bei Fleisch, kommt dieses unverdaut wieder heraus. Der Stuhl schwimmt meist, stinkt wie ein Chemie Unfall und ist manchmal fest, manchmal Durchfallartig. Auffällig ist das es sich weiter verschlechtert hat, ich habe im letzen halben Jahr ungefähr 8 Kilo verloren (nicht das ich deswegen abgemagert wäre, immernoch 74 kg bei ungefähr 1,75 m größe), aber ich fühle mich prinzipiell schwach und dauerhaft müde.
Die letzen interessanten Blutwerte sind:
Glukose bei 106 bei Angabe von 105 als obere Referenz.
Lipase bei 21
Bilirubin bei 1.6 bei einer oberen Schranke von 1.2
In mehreren Ultraschall Untersuchungen konnte nichts bei Galle, Pankreas und Leber festgestellt werden. Magen und Darm Spiegelung beide Ergebnislos.
Eine Oberärztin der klinischen Gastroenterologie stellte dabei nur fest das es sich um einem Reizmagen handeln würde, der Bilirubin könnte durch Morbus Meulengracht erklärt werden, der Zucker Wert würde prinzipiell Schwankungen unterliegen, sie Mutmaßt das ich zu diesem Zeitpunkt nicht richtig nüchtern war. Für die Analyse einer Stuhlprobe sieht sie keine Indikation, "sie trinken ja nicht jeden Abend eine Flasche Schnaps oder, das hat nichts mit der Bauchspeicheldrüse zu tun?" Außerdem könnte man nicht einfach immer weiter untersuchen, wenn im Ultraschall keine Verkalkungen am Pankreas zu sehen sind, dann bräuchte man nicht mehr weiter in diese Richtung untersuchen.
Ehrlich gesagt weis ich nicht mehr was ich machen soll. Warum denn nicht einfach eine Stuhluntersuchung durchführen? Haltet ihr es für sinnvoll einen versuch mit Kreon in Eigeninitiative zu starten? Wie sollte man vorgehen, einen niedergelassenen Gastroenterologen finden, der weitere Untersuchungen durchführt?
Viele Grüße
und danke im Voraus!
Weiteres Vorgehen?
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wasistes
Re: Weiteres Vorgehen?
Was für eine bescheuerte Antwort der Ärztin.
Ich halte bei solange anhaltenden Beschwerden Stuhluntersuchungen mindestens für angebracht. Außerdem wäre auch eine Darm- und Magenspiegelung sicher indiziert.
Ich habe im Prinzip sehr ähnliche Beschwerden wie du, wobei es in den letzten zwei Jahren etwas besser geworden ist durch Eliminationsdiät, Nahrungsumstellung und jede Menge Supplements.
Mir wurde damals die Diagnose idiopathische chronische Pankreatitis gestellt.
Kannst du der Ärztin ja mal weiterreichen, den es gibt auch ein Sammelsurium an Erkrankungen die Nicht durch Alkoholmissbrauch entstehen können.
Ich sage aber nicht das deine Beschwerden tatsächlich von der Drüse herrühren.
Halte auch eine Erkrankung von Darm- oder Dünndarm für möglich z.b. Zöliakie, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Dünndarmfehlbesiedlung, Morbus Crohn, Polypen/Divertikel etc.
Kann eben ne Menge dahinter stecken was eben per Ausschlussdiagnostik ergründet werden sollte.
Lass deinen Hausarzt mal dreimal Fekalelastase im Stuhl bestimmen, notfalls als Selbstzahlerleistung.
Großes Blutbild schon gemacht?
Ich halte bei solange anhaltenden Beschwerden Stuhluntersuchungen mindestens für angebracht. Außerdem wäre auch eine Darm- und Magenspiegelung sicher indiziert.
Ich habe im Prinzip sehr ähnliche Beschwerden wie du, wobei es in den letzten zwei Jahren etwas besser geworden ist durch Eliminationsdiät, Nahrungsumstellung und jede Menge Supplements.
Mir wurde damals die Diagnose idiopathische chronische Pankreatitis gestellt.
Kannst du der Ärztin ja mal weiterreichen, den es gibt auch ein Sammelsurium an Erkrankungen die Nicht durch Alkoholmissbrauch entstehen können.
Ich sage aber nicht das deine Beschwerden tatsächlich von der Drüse herrühren.
Halte auch eine Erkrankung von Darm- oder Dünndarm für möglich z.b. Zöliakie, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Dünndarmfehlbesiedlung, Morbus Crohn, Polypen/Divertikel etc.
Kann eben ne Menge dahinter stecken was eben per Ausschlussdiagnostik ergründet werden sollte.
Lass deinen Hausarzt mal dreimal Fekalelastase im Stuhl bestimmen, notfalls als Selbstzahlerleistung.
Großes Blutbild schon gemacht?
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Interessierter
- Beiträge: 3
- Registriert: 23. August 2020, 22:19
Re: Weiteres Vorgehen?
Hallo wasistes, danke für die Antwort.
Ja das große Blutbild wurde gemacht, daher stammen die Werte. Auch eine Magen und Darmspiegelug wurde gemacht. Jetzt geht erstmal alles zurück auf Anfang. Ich muss mir einen Hausarzt suchen der die Elastase Tests macht und möglicherweise einen MRT durchführt. Was mich verunsichert ist der erhöhte Blutzucker. Wie gesagt, bei der Ultraschalluntersuchung heute wurde nichts weiteres festgestellt, obwohl der Pankreas anscheinend gut zu sehen war. Die Aussage war dahingehend dann auch, das wenn sich die Entzündung in einem späteren Stadium befinden würde, also ursächlich für den Fettstuhl, dann müsste man dies im Ultraschall sehen. Ich weis ehrlich gesagt auch nicht mehr weiter, versuche die Stuhltests so schnell wie möglich zu machen. Hat der Ultraschall den eine gerechtfertigte Aussagekraft?
Ja das große Blutbild wurde gemacht, daher stammen die Werte. Auch eine Magen und Darmspiegelug wurde gemacht. Jetzt geht erstmal alles zurück auf Anfang. Ich muss mir einen Hausarzt suchen der die Elastase Tests macht und möglicherweise einen MRT durchführt. Was mich verunsichert ist der erhöhte Blutzucker. Wie gesagt, bei der Ultraschalluntersuchung heute wurde nichts weiteres festgestellt, obwohl der Pankreas anscheinend gut zu sehen war. Die Aussage war dahingehend dann auch, das wenn sich die Entzündung in einem späteren Stadium befinden würde, also ursächlich für den Fettstuhl, dann müsste man dies im Ultraschall sehen. Ich weis ehrlich gesagt auch nicht mehr weiter, versuche die Stuhltests so schnell wie möglich zu machen. Hat der Ultraschall den eine gerechtfertigte Aussagekraft?
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Andi
- Beiträge: 1060
- Registriert: 15. Februar 2011, 20:42
Re: Weiteres Vorgehen?
Ultraschall ist keine genaue Diagnostik, mein Ultraschall war 7 mal in Ordnung und trotzdem hatte ich einen Stein im Gallengang , hat man nicht gesehen, deshalb gebe ich auf diese Untersuchung nicht viel.
Diese Ärztin hat nicht viel Ahnung, was nicht ungewöhnlich ist, ein Elastasetest wird dich wieder einen Schritt weiter bringen, man muss sich um vieles selber kümmern, damit man nicht auf der Strecke bleibt
Lg Andi
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Interessierter
- Beiträge: 3
- Registriert: 23. August 2020, 22:19
Re: Weiteres Vorgehen?
Nocheinmal danke für eure beiden Anworten,
ich möchte euch ein Update geben, zweimal wurde die Pankreas Elastase gemessen, beidemale über 500 und das obwohl mein Stuhl den beschriebenen Fettstühlen wirklich exakt gleicht. Der Calprotectinwert wurden einmal gemessen, dieser ist erhöht bei 79. Für Freitag steht ein MRT Termin mit MRCP an, bin ich mal gespannt ob da etwas herauskommt.
Was mich etwas nachdenklich gemacht hat, in meinem Stuhl war immer mal wieder etwas Blut zu sehen. Ist es möglich das durch das Blut, in welchem ja durchaus auch die Elastase gemessen werden kann, der Elaste-Wert im Stuhl verfälscht ist? Ich hatte zwar darauf geachtet das kein Blut dabei ist, genau kann man das ja trotzdem nicht sagen. Hat hier schonmal jemand Erfahrung damit gemacht? Was mir noch Auffällig im Blutbild war; die Monozytenanzahl ist erhöht bei 10.3% (obere ref 9%), wenn auch bei geringer Leukozytenanzahl 4.37 [1/nl] bei ref. von 4 - 10. Das würde zumindest mit dem Calprotectinwert für eine Entzündung sprechen, auch wenn ich das nicht überinterpretieren möchte.
ich möchte euch ein Update geben, zweimal wurde die Pankreas Elastase gemessen, beidemale über 500 und das obwohl mein Stuhl den beschriebenen Fettstühlen wirklich exakt gleicht. Der Calprotectinwert wurden einmal gemessen, dieser ist erhöht bei 79. Für Freitag steht ein MRT Termin mit MRCP an, bin ich mal gespannt ob da etwas herauskommt.
Was mich etwas nachdenklich gemacht hat, in meinem Stuhl war immer mal wieder etwas Blut zu sehen. Ist es möglich das durch das Blut, in welchem ja durchaus auch die Elastase gemessen werden kann, der Elaste-Wert im Stuhl verfälscht ist? Ich hatte zwar darauf geachtet das kein Blut dabei ist, genau kann man das ja trotzdem nicht sagen. Hat hier schonmal jemand Erfahrung damit gemacht? Was mir noch Auffällig im Blutbild war; die Monozytenanzahl ist erhöht bei 10.3% (obere ref 9%), wenn auch bei geringer Leukozytenanzahl 4.37 [1/nl] bei ref. von 4 - 10. Das würde zumindest mit dem Calprotectinwert für eine Entzündung sprechen, auch wenn ich das nicht überinterpretieren möchte.
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Hagemax
- Beiträge: 971
- Registriert: 24. Dezember 2016, 14:53
Re: Weiteres Vorgehen?
Hallo,
ich bin gespannt was bei deinem MRT rauskommt! Bei mir war auch mal Calprotectin
erhöht, aber so genau sagen konnte mir auch
keiner Warum! Glaube nicht das Blut das Ergebnis der elastase verfälscht! man sollte allerdings herausfinden woher das Blut kommt! Aber eine Darmspiegelung hast du ja bereits gemacht! ggfs chronische Darmentzündung oder Unverträglichkeiten?
Finde gut das du das MRT machst!
Versuche deine Ernährung anzupassen, keinen Alkohol u wenig Zucker u Fett!
ich bin gespannt was bei deinem MRT rauskommt! Bei mir war auch mal Calprotectin
erhöht, aber so genau sagen konnte mir auch
keiner Warum! Glaube nicht das Blut das Ergebnis der elastase verfälscht! man sollte allerdings herausfinden woher das Blut kommt! Aber eine Darmspiegelung hast du ja bereits gemacht! ggfs chronische Darmentzündung oder Unverträglichkeiten?
Finde gut das du das MRT machst!
Versuche deine Ernährung anzupassen, keinen Alkohol u wenig Zucker u Fett!