Bauchspeicheldrüse mit 35?

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Passi
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Re: Bauchspeicheldrüse mit 35?

Beitrag von Passi »

Schon gut,

bin nicht sauer. Hab auch gar keinen Nerven um noch sauer auf jemanden zu sein. :-)
wasistes

Re: Bauchspeicheldrüse mit 35?

Beitrag von wasistes »

Passi hat geschrieben: 29. November 2020, 21:36 Grüß dich wasistes,

auf die drüse kam ich durch Symptome googeln :-( Ich weiß, riesen Fehler.

Wärme, ja, ab und an, aber lege mir ehrlich gesagt nicht regelmäßig ein Wärmkissen auf den Bauch.

Schmerzen schildern ist gar so einfach, weil sie difus sind.

Hauptsächlich im Sitzen und beim vorn überbeugen merke ich einen leichten Druck im Oberbauch, welcher beim oder kurz nach dem Eyseb6 schlimmer wird bzw. auffälliger. Ich hatte noch nie sehr starke Schmerzen oder ähnliches. Des Öfteren, aber nicht täglich habe ich ein wahrnehmbares Drücken in der linken Flanke auf Höhe der Rippen und oder auch im Rücken, welches mal kurz unterhalb der Schulterblätter ist, manchmal tiefer. Dann merke ich aber, dass wenn ich den Rücken durchstrecke es ordentlich knackt und es erstmal besser ist.

Ansonsten, wenn ich meinen Bauch im Liegen abtaste bzw. drücke, dann merke ich nur was unterhalb des Nabels, teilweise auch mal sehr doll. Oberbauch kann ich drücken, wie ixh möchte, da merke ich nicht bis sehr selten, wenn ich mal richtig tief drücke.

Ansonsten, wie gesagt, Morgendlicher voluminöser Stuhl, oft sehr weich oder Durchfall. Am Abend, wenn ich muss, dann eher fester bis fest und leicht Verstopfung. Blähungen gleich früh nüchtern und nach dem Essen und viel Magengrummeln. Nachts werde ich aber nicht wach, weil ich Schmerzen habe oder aufs Klo muss.

Also primär Druck und ziehen im Sitzen im Oberbauch und Flanke und im Stehen eher Rücken und Flanke :-(

Hoffe du kannst das einordnen, ich leider nicht :-(
Deine Schmerzschilderung klingt für mich eher nicht nach einem Bauchspeicheldrüsengeschehen. Das es dir nach der Nahrungsaufnahne unmittelbar schlechter geht könnte auf eine gereizte Schleimhaut oder Geschwür (Kein Krebs!) des Überganges zwischen Magen und Dünndarm (Duodenum) hinweisen.

Das knacken deutet auf Verspannungen der Faszien oder aber Blockaden der Rippenwirbelgelenke hin.
Leider sind Schmerzgeschehen häufiger komplex und multiifaktoriell. Ich denke du könntest am ehsten durch eine Kombination aus Dehnungsübungen, Entspannungstechniken, Ernährungsumstellung schmerzfreier werden.
Passi
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Re: Bauchspeicheldrüse mit 35?

Beitrag von Passi »

Ich danke dir wirklich!!! Das macht Mut!

Eine letzte Frage, aber erklärt das denn das Magengrummeln nachts bzw. den manchmal hellbraunen bis gelblichen Stuhlgang sowie den morgendlichen weichen und großen Stuhlgang?
wasistes

Re: Bauchspeicheldrüse mit 35?

Beitrag von wasistes »

Naja, das was mit deiner Verdauung im Argen ist bestreite ich überhaupt nicht.
Ich vermute ein Arzt würde das schnell unter die Rubrik Reizdarm einordnen, worunter sich letztendlich ein Sammelbegriff für unklare Verdauungsbeschwerden versteht.
Ich kann dir leider nicht sagen was die Ursache ist und vielleicht lässt sich das auch nie feststellen es gibt genug hier im Forum die auf die Frage leider nie eine zufriedenstellende Antwort finden obwohl sie wertvolle Lebenszeit, Energie und Geld bei Arztbesuchen lassen.
Ich vermute aber ganz stark das nichts bösartiges hinter deinen Beschwersen steckt.
Ausserdem glaube ich das du eine Linderung der Beschwerden erreichen kannst wenn du selber aktiv wirst.

Tipps dafür habe ich bereits grob gegeben.
Wichtig ist auch der Seele und dem Geist Erholung zu bieten und das können beide schlecht, wenn im Nacken immer die Angst vor einer schlimme Krankheit bestehen bleibt.

Und ein Arzt wird dir diese Angst vermutlich auch nicht nehmen können. Sondern nur ein differenzierter Umgang mit deinen Beschwerdebild und gesunde Zuversicht/Optimismus das es auch wieder besser werden wird.
Das muss aber von dir kommen.
Passi
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Re: Bauchspeicheldrüse mit 35?

Beitrag von Passi »

@wasistes...

Ich glaube du hast absolut recht! Ich mache mir über sovieles Gedanken, bin grundsätzlich ein Pessimist, anstatt auch mal das positive zu sehen und nicht jedes Zwicken oder jeden Furz zu ernst zu nehmen.

Das fängt schon an, dass ich, als es Ende letzten Jahres begann ca 85kg wog, aus Angst im.Febuar auf 79kg abnahm und inzwischen wieder 91kg wiege, also 12 Monate später eher Gewichtszunahme, statt abzunehmen.

Das ich keine starken Schmerzen habe, sondern eher Missempfindungen, ich jeden Tag ca 12 tausend Schritte gehe, ohne dabei Schweißausbrüche zu bekommen.

Dass ich den weichen Stuhlgang nur früh bis selten mal nachmittags habe und durchnittlich nur 2x am Tag aufs Klo gehe.

Ja, mein Bauch grummelt abends, wenn ich schlafen gehe, aber ich schlafe auch ohne Schmerzen ein und wache auch ohne auf.

Ich habe mich vllt etwas zu sehr auf Pankreas eingeschossen, dabei könnte es, wie du schon sagtest, soviele andere Ursachen haben.

Von Darmbeschwerden, Geschwür im Magen, Zwerchfellbruch und Durchfälle bzw. weicher Stuhl durch meine Ängste und Sorgen sowie mein ständiges Gedankenkreisen und pessimistisch sein.

Oder vllt auch nur was ganz harmloses.

Das heißt nicht, dass ich Pankreas ausschließe, aber es ist nicht die reellste bzw. wahrscheinlichste Ursache. Zumal rein statistisch ich erst 35 bin. Alles keine Garantie, aber ich sollte trotzdem trotzdem wieder hoffnungsvoller denken und versuchen mehr Spaß zu haben oder wieder wahrzunehmen.

Ich versuche meine Glück und hoffe wieder mehr auf die Beine zu kommen und mir immer vor Augen zu halten - Gewicht, Wahrnehmung, Alter und Dauer der Beschwerden.
Und nicht mehr googeln!!!

Ich danke euch und ich hoffe ich habe Erfolg und muss mich hier nicht wieder melden, weil es anders kam.


LG
ds160384
Beiträge: 22
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Re: Bauchspeicheldrüse mit 35?

Beitrag von ds160384 »

Aber du hast jetzt noch einen Arzttermin? Dann halt uns mal bitte auf dem Laufenden
Passi
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Re: Bauchspeicheldrüse mit 35?

Beitrag von Passi »

Nein, habe keinen Arzttermin mehr. Hielt meine Hausärztin nicht für Notwendig und tat es ja mit Reizdarm bzw. -magen ab nach meinem kleinen Blutbild.

Mir ist auch klar, dass das wenig Aussagekraft hat, aber ich will ihr das einfach erstmal glauben, denn wie gesagt gibt es auch Tatsachen, die dafür sprechen, dass sie recht haben könnte.

Und eine davon ist auch die, das hab ich ihr aber bie erzählt, dass wenn ich mal gut gelaunt und optimistisch bin, was selten genug vorkommt, ich deutl6 weniger bis keine Probleme habe.

Womit wasistes auch recht hatte. Ich könnte jetzt auch einen Ärztemarathon starten und selbst, wenn man mir mehrfach diagnostizieren würde, dass alles in Ordnung wäre, käme trotzdem immee ein Zweifel auf, ob sie nicht waa übersehen haben oder vllt nicht alles genau sichtbar war usw.

Das heißt, ich muss erstmal meine Zweifel und Ängste in den Griff bekommen, dass sollte der Fall eintreten (ich bete zu Gott, dass es nicht so kommt), ich auch damit umgehen kann und nicht alles, jeden und vor allem mich hinterfrage.
ds160384
Beiträge: 22
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Re: Bauchspeicheldrüse mit 35?

Beitrag von ds160384 »

Ok

Ich kann dich da ja total verstehen. Ich hab ja schon deutlich mehr Untersuchungen hinter mir und zweifel auch noch.

Niemand konnte mir bisher konkret sagen, woher meine Beschwerden kommen. In den letzten Tagen ist es wieder schlimmer, das zieht mich total runter.

Meine offizielle Diagnose ist auch Reizdarm, ich nehm schon täglich Tabletten dagegen, aber Reizdarm ist ja auch nichts halbes und nichts Ganzes.

Und letztlich findet man in jedem kleinen Wehwechen wieder ein neues Symptom...
Passi
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Re: Bauchspeicheldrüse mit 35?

Beitrag von Passi »

Das ist das Problem. Ich habe auch jeden Tag aufs Neue Probleme. Mal mehr, mal weniger und habe jedes Wehwehchen gegoogelt um mich zu entspannen bzw. zu bestätigen. Zuletzt kam ich ja auf Diabetes.

WIR beide müssen versuchen jedes Zipperlein fehlzudeuten und uns Gedanken zu machen. Wir können auch morgen an einem Herzinfarkt oder Schlaganfall sterben. Ich glaube statistisch ist die Chance da höher, als an BSDK. Das versuche ich mir vor Augen zu halten. Ich werde aber mit Sicherheit wieder Rückfällig werden. Der Punkt ist, da ich das weiß, versuche ich es dann dementsprechend einzuordnen. Mal sehen, ob das gelingt.

Wenn meine Verdauungsprobleme größer werden, nehme ich halt paar Tage Perenterol. Hat bisher immer gut geholfen. Heut war ich sogar schon 3x auf Klo und es roxh nicht schön, aber vor ner Stunde war meine Freundin, sie sagt immer, das war der Kater ;-) und es roxh noxh schlimmer. :-D

Du weißt, was ich meine....

Und ich habe auch zwei Bier heut getrunken und auch, wenn ich medizinischer Laie bin, kann ich mir nicht vorstellen, dass 2 Bier praktisch die meisten Symptome verschwinden lassen kann. Nicht, wenn es die Krankheit ist vor der wir beide solche Angst haben.

LG
adsopijaw
Beiträge: 1
Registriert: 21. Oktober 2020, 11:06

Re: Bauchspeicheldrüse mit 35?

Beitrag von adsopijaw »

Hallo!

Also nachdem ich hier schon seit einer Weile still mitlese melde ich mich auch mal zu Wort.

Die Situation ist geradezu famos. Ich bin selber 35, werde in ein paar Tagen zum ersten mal Vater, und bin eigentlich grundsätzlich gesund. Sportlich, nicht übergewichtig, nicht alkoholkrank, aber auch kein Antialkoholiker (trinke wenn dann ausschließlich Bier), eher Nicht- als Gelegenheitsraucher, seit Corona rauche ich praktisch gar nicht mehr. Und eigentlich bin ich sehr glücklich mit Freundin, Hund und bald Kind.

Als es mir letzten Sommer aber wegen einer emotionalen Ausnahmesituation nicht so gut ging hatte ich zum ersten Mal Bauchschmerzen unter/am linken Rippenbogen ganz außen. Diese blieben für ein paar Tage und verschwanden dann wieder. Seitdem kamen und gingen sie immer wieder, zum ersten Mal ging ich nach 3 Monaten, im Oktober zum Arzt, seitdem habe ich 3 Sonographien, 1 Röntgen, eine Magenspiegelung (hatte schon vorher Probleme mit Reflux) und letztlich ein Abdomen-CT hinter mir. Ach so und natürlich mehrere Blutabnahmen sowie Stuhlproben welche aber nur auf Parasiten untersucht wurden. Alles ohne Befund. Der Arzt hat mich immer ernst genommen aber die Möglichkeit einer chronischen Pankreatitis habe ich mir selber eingeredet. Nicht nur dank Google, sondern auch, weil ich Medizin studiere. Das ist nicht immer günstig. Man nennt es Morbus Doctor. :)

Meine Schmerzen sind eigentlich die einzigen Symptome. Stuhlgang ist auch so ein Thema. Aber sind wir doch mal ehrlich - was ist da eigentlich normal und wie findet man wirklich Unterschiede zu anderen oder zu sich selber früher genau heraus? Ist euch zB. schon mal aufgefallen, dass der Stuhl ganz anders aussieht, wenn er mit Urin im Wasser liegt? Da gibt es sooo viele Möglichkeiten. Und Bilder googlen bringt ja mal gar nix.
Ich hatte immer einen nervösen Verdauungsprozess - das trifft vermutlich auf die meisten Menschen zu, die Sensibilität zu ihren besten Eigenschaften zählen können. Wenn man dann sich Ängste einredet, dann verändert sich auch der Stuhlgang, da ist man dann fast bei Schrödingers-Katze.
Ich würde es absolut genauso beschreiben wie du @passi . Auch die Beobachtung, dass er fester ist und dunkler, wenn man länger wartet.

Die Schmerzen treten ausschließlich am linken Rippenrand auf und zwar meistens verstärkt beim tiefen einatmen und weiter verstärkt, wenn mein Magen gut gefüllt ist. Ist beides nicht gegeben ist es eher ein Druckgefühl, habe ich sehr gut gegessen ist es auf einer Skala von 1-10 wohl eine 3, vielleicht auch eine 4. Schon störend aber nicht quälend. Es wird besser wenn ich oder meine Freundin den Bereich massieren. Dann ist es für ein paar Minuten weg und kommt dann langsam wieder. Nach körperlicher Anstrengung (vor allem Rennrad fahren) oder verspanntem Sitzen/vielem Reden ist es schlimmer. Das sind Trigger. Entspannung, Massage und vor allem Schlafen bessern die Symptome. Nach dem Aufwachen morgens oder auch nachts habe ich eigentlich nie Schmerzen. Alkohol scheint keinen Einfluss zu haben. Trinke ich wochenlang nichts habe ich auf einmal Schmerzen, trinke ich mal was mehr, kann es sein, dass ich am nächsten Tag keine Schmerzen mehr habe, obwohl sie mich über Wochen verfolgt haben.

Wie ihr seht - ich habe meine Erfahrungen auch sehr detailliert analysiert, mache mir seit Monaten schlimme Gedanken, versuche mich hier trotzdem kurz zu fassen. Ich hatte schon dutzende Theorien, Verspannungen im Zwerchfell, alte Narben (ich hatte vor 2 Jahren mal zwei Rippen auf der linken Seite nach einem Autounfall gebrochen). Diese Theorien beruhigen mich dann mehr oder weniger, andere beunruhigen mich. Wie zum Beispiel Recherchen zu CP. Ich habe mich auch hier im Forum zurückgehalten, da ich glaube, dass es absolut nicht sinnvoll ist sich hier verrückt zu machen, bevor man eine eindeutige Diagnose hat.

Da ich mich aber so sehr in euren (bzw deinen, passi) Berichten wiedergefunden habe möchte ich doch noch kurz etwas hier beitragen, was ich aus meinem Medizinstudium gelernt habe: Dies gilt jetzt nur für die Beiträge die ich hier von passi gelesen habe
Wahrscheinlichkeiten und Relationen. Wir versteifen uns so sehr auf diese Diagnose, weil sie die für uns unangenehmste, schlimmst mögliche Diagnose darstellt. Sie ist aber auch die unwahrscheinlichste. Auch wenn die CP vielleicht unterdiagnostiziert ist, ist sie grundsätzlich eine extrem seltene Krankheit. Insbesondere bei nicht alkoholischer Genese. Kontrollierte Studien zeigen, dass Ethanol als Auslöser zwar häufig vorkommt, CP aber selbst unter den schwer Alkoholkranken eher selten ist. Ich komme jetzt hier nicht mit Zahlen um die Ecke, aber es stellt sich schnell eine Fehleinschätzung der Wahrscheinlichkeiten ein, wenn man beginnt sich in einschlägigen Foren zu informieren. Denn hier sammeln sich natürlich die Menschen, die die Diagnose schon gestellt bekommen haben. Schnell hat man das Gefühl endlich Gleichgesinnte getroffen zu haben. Manchmal hat man dann vielleicht das Gefühl endlich verstanden zu werden - eine Diagnose ist das aber dann noch nicht!

Die andere, daraus resultierende Gefahr ist sich mit anderen Möglichkeiten dann gar nicht mehr auseinanderzusetzen. Reizdarm ist vielleicht eine sogenannte "Verlegenheitsdiagnose", aber sie erfüllt einen sehr wichtigen Zweck. Nämlich verhindert sie meiner Meinung nach eine weiter ausufernde Diagnostik. Diagnostik muss nicht immer ein Segen sein. Eine diagnostizierte Pankreasinsuffizienz ist nicht immer gleich eine CP, aber die Angst davor ist definitiv eine Belastung. Schmerzen in der Pankreasgegend müssen auch nicht immer vom Pankreas kommen. Und wenn doch muss auch nicht das gesamte Pankreas gleich den Geist aufgeben. Man muss meiner Meinung nach nicht Esoteriker sein, oder auf traditionelle Medizin abfahren um hin und wieder zu akzeptieren, dass der Körper eben nicht perfekt ist. Dass es reparaturbedürftige Stellen gibt. Oder Stellen die einfach dauerhaft Probleme bereiten werden. Probleme die aber vor allem dann groß werden, wenn wir uns nie Ruhe geben, diese Probleme mal zu akzeptieren. Ich habe ständig Schmerzen, in meinem Nacken, in meinem Rücken, in meinem Knie...aber ich versteife mich auf den Bauch, weil ich da das große Übel vermute. Klar gibt es viele Leute die ewig nicht diagnostiziert werden und von Arzt zu Arzt rennen und irgendwann nach vielen Jahren die chronische Pankreatitis schwarz auf weiß haben. Aber die große Mehrzahl der Leute wird am Ende keine CP haben. Sondern wahrscheinlich doch einen Reizdarm. Und das ist gut so. Egal was am Ende wirklich der Wahrheit entsprach.

So der Text ist jetzt ultralang geworden, war so gar nicht meine Absicht, aber wenn man es dann das erste Mal niederschreibt ist es doch ganz schön viel, was sich da seit einem Jahr entwickelt hat. Ich werde jedenfalls, als großer Jünger der Schulmedizin, trotzdem nicht weiter versuchen Ärzte von weiteren Bildgebungen und Tests zu überzeugen, sondern versuchen mich zu entspannen. Die Schmerzen zu akzeptieren und dann beruhigt zur Seite zu schieben, so wie ich es mit meinem Knie, meinem Nacken und meinem Rücken schon seit vielen Jahren mache. So wie es eigentlich jeder unterbewusst tut, bis er sensibilisiert wird. Denn am Ende ist es doch wirklich vielleicht "nur" Reizdarm oder ein eingeklemmter Nerv. Und die Zeit, die ich jetzt schon mit Sorgen, Recherchen, gar schon Trauer und Angst verbracht habe, die kriege ich nicht mehr zurück. Und am Ende ist Reizdarm eben so viel wahrscheinlicher :)

Liebe Grüße!
Antworten