Symptome einer akuten Pankreatitis

(Krebs, Entzündung, Operation, Nachsorge, Verdauung, Ernährung, Diabetes, Reha, Recht ...)

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thphilipp
Beiträge: 1615
Registriert: 2. November 2010, 07:17

Re: Symptome einer akuten Pankreatitis

Beitrag von thphilipp »

Ich werde es mal versuchen, die rohen Obstsachen zu meiden. Momentan kein Problem, da es mir ja aktuell dermaßen
schlecht geht. Bauch, Rücken etc. etc.

Ich überlege, ob ich nächste Woche noch ein MRT über mich ergehen lasse trotz das die Endosono und MRT erst 4 Monate her sind!
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Liebe Grüße Thorsten
wasistes

Re: Symptome einer akuten Pankreatitis

Beitrag von wasistes »

Was erhoffst du dir von dem MRT?
Das es dir die Angst vor dem Pankreaskarzinom nimmt? Das wird auch die 100. Untersuchung nicht! Ich verstehe das es dir schlecht geht aber ich glaube die Untersuchung kann dir bei deinen Beschwerden kaum helfen.
Was du vermutlich irgendwann brauchen wirst, wäre ein Schnerztherapeut der dir hilft mit den Beschwerden leben zu können!
Und ja ich bin mir ziemlich sicher das da nichts gewachsen ist so engmaschig wie du kontrolliert.
Kauf dir und deinen Liebsten lieber etwas schönes von dem Geld.

Gute Besserung!
Jana
Beiträge: 360
Registriert: 29. September 2020, 17:29

Re: Symptome einer akuten Pankreatitis

Beitrag von Jana »

Ich würde auch denken, dass es von dem Obst kommt.

Ich persönlich leider auch häufig unter Unverträglichkeiten und diese Schmerzen sind bei weitem nicht angenehm und man hat da immer auch Angst, dass es doch was schlimmeres ist. Mir persönlich hilft in solchen Situationen Buscopan, SapSimplex und Körnerkissen gut. Fenchel-Anis-Kümmel-Tee ist auch krampflösend. Auch Iberogast ist eigentlich gut, allerdings enthält dieses Alkohol und daher bei BSD-Problemen ja eher kontraproduktiv.

Bei meiner akuten Pankreatitis wie auch bei meinen Morbus Crohn Schüben hatte ich jedoch deutlich stärkerere Schmerzen. Da half gar nichts, kein Schmerzmittel (Novalgin/Paracetamol) und erst recht nicht die oben genannten "Hausmittel" oder Buscopan. Ich habe mittlerweile als normales Schmerzmittel Novalgin und für starke Schmerzen Tilidin daheim.

Nahrungsmittel können mal vertragen, mal nicht vertragen werden. Bei Obst (Fruktoseintoleranz) ist es häufig besser verträglich als Nachtisch oder so und nicht pur. Am Morgen wird Obst schlechter vertragen, als unterm Tag. Auch am Abend wird Obst ggf. schlechter vertragen. Geschält und gut gekaut, ist Obst verträglicher als mit Schale und schnell heruntergeschlungen. Essen nebenbei ist auch schlechter verträglich als in Ruhe essen (am Besten in Gesellschaft). Auch der Reifegrad des Obstes kann einen Unterschied machen. Du siehst, so einfach ist es nicht. Und es kann wirklich sehr gut sein, dass es einfach eine Unverträglichkeit ist.
thphilipp
Beiträge: 1615
Registriert: 2. November 2010, 07:17

Re: Symptome einer akuten Pankreatitis

Beitrag von thphilipp »

wasistes hat geschrieben: 19. Dezember 2020, 13:48 Was erhoffst du dir von dem MRT?
Das es dir die Angst vor dem Pankreaskarzinom nimmt? Das wird auch die 100. Untersuchung nicht! Ich verstehe das es dir schlecht geht aber ich glaube die Untersuchung kann dir bei deinen Beschwerden kaum helfen.
Was du vermutlich irgendwann brauchen wirst, wäre ein Schnerztherapeut der dir hilft mit den Beschwerden leben zu können!
Und ja ich bin mir ziemlich sicher das da nichts gewachsen ist so engmaschig wie du kontrolliert.
Kauf dir und deinen Liebsten lieber etwas schönes von dem Geld.

Gute Besserung!
Was ich mir oder alle mit einer chronischen Pankreatitis wohl immer hoffen, dass es nicht entartet ist, wenn sich zu den üblichen Schmerzen oder Symptome andere hinzufügen oder es sich ändert. Und wir alle wissen wohl, wie schnell diese Dinger wachsen
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Liebe Grüße Thorsten
wasistes

Re: Symptome einer akuten Pankreatitis

Beitrag von wasistes »

Mir wurde auch mehrfach die Diagnose einer chronischen Pankreatitis gestellt und bei meiner Mutter wurden kürzlich IPMNs entdeckt.
Natürlich ist es sinnvoll zur Kontrolle zu gehen (ich sollte das vermutlich auch nachholen), aber deine letzten extrem genauen Untersuchungen des Organes sind nun mal erst vier Monate her. Ich kann mir bei weitem nicht vorstellen das sich in dieser Zeit ein Krebs entwickelt hat.

Übrigens entsteht auch dieser häufig durch Vorläuferformen IPMNs oder PanIN. Ich glaube sowas lässt sich in einem hochaufgelösten MRCP und spätestens in der Endosonographie wo das Organ makroskopisch untersucht wird inzwischen feststellen, zumindest wenn man das in einer kompetenten Stelle machen lässt.
Du bist sogar in Bochum in Behandlung oder?
Bitte versteh mich nicht falsch, das ist eher als gut gemeinter Rat zu verstehen:

Ich verfolge deine Beiträge schon länger und mir fällt immer wieder ein gleiches Muster auf das sehr stark geprägt ist von einer Angst den Krebs zu kriegen.
Ich verstehe deine Angst sehr gut und ich hatte Sie genauso. Aber ich glaube auch das diese Angst alles nur noch schlimmer macht. Weil das ist mehr als Wachsamkeit, es ist der Versuch über etwas Kontrolle zu gelangen was nicht wirklich in unserer Kontrolle steht, nämlich wie und wann wir sterben werden.
Ich glaube du tust dir damit keinen gefallen wenn du in so kurzen Abständen und auf eigene Kosten diese Untersuchungen angehst.
Es ist auch überhaupt nicht gesagt das du irgendwann an Krebs sterben wirst. Das Risiko ist erhöht mit einer chronischen Pankreatitis, aber nicht gegeben. Das hohe Risiko ergibt sich auch eher bei alkoholinduzierten chr. Pankreatitis oder der hereditären Form.
Generell ist das Risiko vorallem in den ersten 2 bis 5 Jahren erhöht, wenn sich eben noch nicht abschätzen lässt das eine krebsige Veränderung oder Vorstufe Ursache für die Entwicklung der chr. Pankreatitis ist.
Menschen mit chronischer Pankreatitis tragen ein 16-fach höheres Risiko innerhalb von 2 Jahren und ein nahezu 8-fach höheres Risiko innerhalb von 5 Jahren ein Pankreaskarzinom zu entwickeln.
Das Lebenszeitrisiko für ein Pankreaskarzinom bei chronischer Pankreatitis beträgt maximal 5 %. Das relative Risiko für ein Pankreaskarzinom bei chronischer Pankreatitis beträgt 13,1 % (95-%-Konfidenz-Intervall 6,1–28,9 %) und bei hereditärer Pankreatitis 69 % (95-%-KI 56,4–84,4) (8).
Also wenn eine hereditäre Pankreatitis ausgeschlossen wurde (gehe ich mal stark von aus) und du nicht regelmäßig zur Flasche greifst (gehe ich auch stark von aus) dann sind es gerade mal 5% Risiko!
Natürlich 5% sind immer noch nicht zu unterschätzen. Aber die Wahrscheinlichkeit das du das nie entwickeln wirst eben auch sehr sehr sehr hoch!
Bei dir sind es doch sicher inzwischen mehr als zwei Jahre her das du mit dieser Diagnose lebst.
Engmaschig kontrollieren ist sicher gut, aber sein Leben danach auszurichten sicher nicht.
thphilipp
Beiträge: 1615
Registriert: 2. November 2010, 07:17

Re: Symptome einer akuten Pankreatitis

Beitrag von thphilipp »

Ja diese Interpretation des Risikos kenne ich nur zu gut. In guten Zeiten denke ich auch "nie" daran, aber wenn die
Probleme mal wieder akut sind, oder anders sind, flammt es eben immer wieder auf. Jedes Mal könnte es eben
doch eine Entartung der chronischen Pankreatitis sein, auch wenn es "nur" 5 % sein sollen. Und auch diese Zahl ist
sicherlich nirgends festgeschrieben, sondern auch nur durch sehr wenige Studien beschrieben.
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Liebe Grüße Thorsten
thphilipp
Beiträge: 1615
Registriert: 2. November 2010, 07:17

Re: Symptome einer akuten Pankreatitis

Beitrag von thphilipp »

Habe jetzt nochmal mein Blut mit Tumormarkern testen lassen. Soweit alles OK. Auch Entzündungswerte und Bauchspeicheldrüse sowie Leber alles OK.

Trotzdem habe ich so einen Druck im Oberbauch bis in die Brust! Alles Mist
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Liebe Grüße Thorsten
wasistes

Re: Symptome einer akuten Pankreatitis

Beitrag von wasistes »

Ist der Druck mittig? Bzw. kannst du den genau lokalisieren? Zu mir meinte eine Schmerztherapeutin, der Pankreasvernichtungsschmerz etwa bei einer akuten Pankreatitis wäre sehr schwer lokalisierbar, es würde sich ungefähr so anfühlen wie wenn man mit einem Presslufthammer im mittleren Oberbauch zuschlägt.

Ich habe häufiger, insbesondere nach bestimmten Speisen, Kaffee etc. so ein unangenehmes Ziehen, leichten Druck oder Stechen im rechten Oberbauch etwas unterhalb der Rippenbogen. Häufig wird mein Bauch auch sehr hart dann bzw. ist unangenehm aufgebläht.
Wenn das damit anfängt ist das häufig begleitet durch ein Gluckern, rumoren in dem Bereich. Ich merke dann auch immer das sowohl die seitliche als auch generell Bauchmuskulatur angespannt ist. Außerdem ein lokalen Druckschmerz im rechten Unterbauch.
So ist das bei mir mal mehr mals stärker aber eben seit Ausbruch der Krankheit.
Ich glaube bei mir ist es aber kein Pankreasschmerz, sondern eher eine sekundäre Folge.

Bist du eigentlich in Schmerztherapeutischer Behandlung?
thphilipp
Beiträge: 1615
Registriert: 2. November 2010, 07:17

Re: Symptome einer akuten Pankreatitis

Beitrag von thphilipp »

Nein in therapeutischer Behandlung bin ich nicht. Davor sträube ich mich eigentlich noch. Wenn, habe ich bisher immer IBU 400 oder 600 genommen und bin damit bisher
klargekommen.

Der Schmerz, eher Druck befindet sich genau in der Mitte am Brustbein, also wo der Brustkorb in der Mitte auseinander geht und dann das Gefühl bis in die Brust hoch. Aber kein Vernichtungsschmerz oder ähnlich, aber extrem lästig. Nachts ist alles wie weggeblasen. Morgen dann langsam beginnt es nach dem Essen.

Auch nach links unter die Rippen entlang ist es manchmal wie eine Art brennen. Dann auch wieder Druck. Auch linke Flanke. Ich denke das liegt dann am Schwanz der Bauchspeicheldrüse, auch wegen der Rückenschmerzen zwischendurch!

Manchmal ist es auch so komisch beim Atmen. Dachte schon gestern es kommt vielleicht vom Herzen zusätzlich....
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Liebe Grüße Thorsten
wasistes

Re: Symptome einer akuten Pankreatitis

Beitrag von wasistes »

Hast du auch Schmerzen beim Einatmen? Dies könnte eventuell auf eine Rippengelenksblockade hindeuten! Sowas hatte ich nämlich vor kurzem auch, erst war es in Höhe des Bauches, später in Höhe des Brustkorbes. War wirklich etwas beängstigend. Ein Orthopäde hat mir die Blockade aufgelöst.
Ich hoffe jedenfalls das es dir bald etwas besser geht!
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