MRT Befund Bauchspeicheldrüse

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Michellerse
Beiträge: 6
Registriert: 6. Februar 2022, 16:59

Re: MRT Befund Bauchspeicheldrüse

Beitrag von Michellerse »

Ach Gott… wie schrecklich!!
Wie hat man das bei dir herausgefunden?
thphilipp
Beiträge: 1615
Registriert: 2. November 2010, 07:17

Re: MRT Befund Bauchspeicheldrüse

Beitrag von thphilipp »

Endosonografie wegen einer anderen Sache. Die chronische Pankreatitis kam zu der Zeit als Zufallsbefund dazu :(
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Liebe Grüße Thorsten
Tomas von Hindenburg

Re: MRT Befund Bauchspeicheldrüse

Beitrag von Tomas von Hindenburg »

Guten Nachmittag,

bei mir hat es so ähnlich wie bei thphilipp angefangen mit dem verkürzen Pankreasschwanz.
Angefangen hat die ganze Katastrophe bei mir mit permanent starker Übelkeit, Schmerzen und Durchfällen.
Anfangs konnte man auf den MRT Bildern eine im Schwanz verkürzte Bauchspeicheldrüse sehen, mehr jedoch nicht. Nicht einmal in etlichen Endosonographieen. Zu Beginn waren alle gemachten Untersuchungen unklar und der Untersuchungsmarathon ein sehr großer. Erst im Laufe der Zeit veränderte sich das Organ, so dass keine Zweifel mehr zu ziehen sind. Im CT und MRT sieht man im Kopf, Körper und Schwanz ein stark im Durchmesser atrophiertes Organ. Das schlimmste sind jedoch die Dauerschmerzen. Ich leide an stärkst vorstellbaren Schmerzen die nur durch stärkste Opioide in den Griff zu bekommen sind. Ich bin so unbeschreiblich dankbar dass es solche Medikamente gibt, so unglaublich dankbar.
Mehr kann man leider nicht machen zur Zeit. Ich bekomme meine Medikamente und gehe zur Vorsorge. Hier bin ich in jährlichen Zeitabständen in Bochum vorstellig und fühle mich dort in guten Händen.

Wünsche allen einen schönen Sonntag
Tomas von Hindenburg
KleinerSchrank
Beiträge: 338
Registriert: 16. August 2020, 19:42

Re: MRT Befund Bauchspeicheldrüse

Beitrag von KleinerSchrank »

Hallo Hindenburg,

meinten die Ärzte in Bochum nicht auch anfangs zu dir wo man noch keine Veränderung am Organ gesehen hat nur deine Elastase im Keller war, dass du "Nichts" hast?


Wie lange hat es gedauert bis diese dauerhaften Schmerzen auftratten? Hattest du früher schon Schmerzen oder nur die erniedrigte Elastase?
thphilipp
Beiträge: 1615
Registriert: 2. November 2010, 07:17

Re: MRT Befund Bauchspeicheldrüse

Beitrag von thphilipp »

Hallo Tomas,

in meiner PN habe ich etwas vergessen zu fragen. Wie stehst Du denn oder Bochum zu dem Thema OP? Könnte damit nicht Dein Leid gebessert oder
sogar abgestellt werden?
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Liebe Grüße Thorsten
Tomas von Hindenburg

Re: MRT Befund Bauchspeicheldrü

Beitrag von Tomas von Hindenburg »

Guten Nachmittag,

na das Ding ist dass die Schmerzen mit den starken Opioiden ganz gut beherrschbar sind. Sie sind nicht weg und stärkste Durchbruchschmerzen habe ich auch immer wieder, aber im großen und ganzen sind die Schmerzen noch gut beherrschbar. Ich hoffe natürlich dass das alles möglichst lange auch so bleibt. Und solange das so ist, möchten sie in Bochum möglichst nicht operieren, so lange es nur geht. Eine Operation an der Bauchspeicheldrüse ist nun mal kein Spaziergang wie sie es sagen.
meinten die Ärzte in Bochum nicht auch anfangs zu dir wo man noch keine Veränderung am Organ gesehen hat nur deine Elastase im Keller war, dass du "Nichts" hast?


Wie lange hat es gedauert bis diese dauerhaften Schmerzen auftratten? Hattest du früher schon Schmerzen oder nur die erniedrigte Elastase?
Bei mir ging die ganze Schweinerei so richtig ab ca. 2014 los. Zu dieser Zeit stießen die Bildgebenden Verfahren an ihre Grenzen und die Bilder waren tatsächlich unauffällig. Nur die fäkale Elastase 1 zeigt damals schon einen ganz klaren Befund. Ich hatte aber bestimmt 10 Jahre zuvor schon, immer wiederkehrende massenhafte fettige Stuhlabgänge. Ich habe mir aber nichts dabei gedacht, war ja sonst alles gut.
Aber ab ca. 2014 ging‘s nur noch bergab. Ich habe mich steht‘s krank, schwach gefühlt. Zudem die ganzen fettigen Stuhlabgänge und permanente Übelkeit. Und 2017 kam’s dann ganz schlimm, dann kamen Dauerschmerzen dazu, die ich nicht einmal meinem schlimmsten Feind wünschen würde. Ich hatte das große Glück dass das Krankenhaus in dem ich lag richtig reagiert hat und für mich einen Termin im Schmerzzentrum gemacht hat. Normalerweise beträgt die Wartezeit ca. 8 Monate um dort einen Termin zu bekommen. Sie haben sich aber sehr für mich eingesetzt, sodass ich kurzfristig einen Termin bekam. Und so lange haben sie mich noch dort gelassen und mir Schmerzmittel über die Vene gegeben. Hier spreche ich von Dipidolor. Nur damit ihr mal ein Gefühl dafür bekommt um was für einen schrecklichen Schmerz es sich handelt.
Von einer Endosono halte ich persönlich nicht viel. Und Bochum anscheinend auch nicht. Ich habe es selber erlebt, 10 Endosonos = 10 unterschiedliche Meinungen, so ungefähr. Ich habe das jetzt ein wenig überspitzt, aber so ähnlich war das bei mir. Und jetzt nach all den ganzen Qualen und im Laufe der Zeit sieht man alles sehr sehr deutlich, sowohl im CT als auch im MRT.

So, bis bald, wünsche allen einen schönen Tag
Viele Grüße
Tomas von Hindenburg
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