Angst vor bevorstehender Whipple Operation
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Schnerrine
- Beiträge: 55
- Registriert: 21. Februar 2022, 18:40
- Wohnort: Erzgebirge
Angst vor bevorstehender Whipple Operation
Liebe gleichgesinnte Foristen,
Ich bin neu hier und möchte mich kurz vorstellen.
Nach 8 kg Gewichtsverlust über den letzten Winter, wurde bei mir Mitte Januar Diabetes festgestellt und ab sofort muss ich mich 4 mal spritzen.
Da ich aber auch leichte Schmerzen in der Flanke und in den Rücken ausstrahlend hatte, überzeugte ich meinen Hausarzt, ein CT zu machen.
Die furchtbare Diagnose lautet: bösartiger Tumor 2 cm am Kopf der BSD. Er blockiert den Gang des Insulins und ist Ursache des Diabetes.
Bislang noch keine Metastasen erkennbar.
Also wurde mir am 11. Februar eine Whipple Op mit allen Konsequenzen vorgeschlagen.
Dann kam der OP Rückstau durch Corona, dann die Winterferien in Sachsen und der Termin war der 2. März! Am 28. Februar war leider mein PCR Test vor OP positiv! Jetzt muss ich wieder warten auf die Genesung und einen neuen Termin. Ich weiß nicht wie es weiter geht und wann....und vor allem was macht der Krebs inzwischen? Der Befund ist jetzt 6 Wochen alt, sind inzwischen Metastasen? Was passiert dann?
Was ist nach der OP, wenn ich sie überlebe, bin ich dann ein Pflegefall?
Ich bin schon 69 Jahre alt, bis jetzt fand ich mich noch sehr fit, lohnt sich das alles überhaupt noch für mich?
Ich hab so Angst!
Ich bin neu hier und möchte mich kurz vorstellen.
Nach 8 kg Gewichtsverlust über den letzten Winter, wurde bei mir Mitte Januar Diabetes festgestellt und ab sofort muss ich mich 4 mal spritzen.
Da ich aber auch leichte Schmerzen in der Flanke und in den Rücken ausstrahlend hatte, überzeugte ich meinen Hausarzt, ein CT zu machen.
Die furchtbare Diagnose lautet: bösartiger Tumor 2 cm am Kopf der BSD. Er blockiert den Gang des Insulins und ist Ursache des Diabetes.
Bislang noch keine Metastasen erkennbar.
Also wurde mir am 11. Februar eine Whipple Op mit allen Konsequenzen vorgeschlagen.
Dann kam der OP Rückstau durch Corona, dann die Winterferien in Sachsen und der Termin war der 2. März! Am 28. Februar war leider mein PCR Test vor OP positiv! Jetzt muss ich wieder warten auf die Genesung und einen neuen Termin. Ich weiß nicht wie es weiter geht und wann....und vor allem was macht der Krebs inzwischen? Der Befund ist jetzt 6 Wochen alt, sind inzwischen Metastasen? Was passiert dann?
Was ist nach der OP, wenn ich sie überlebe, bin ich dann ein Pflegefall?
Ich bin schon 69 Jahre alt, bis jetzt fand ich mich noch sehr fit, lohnt sich das alles überhaupt noch für mich?
Ich hab so Angst!
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DOKASCH
- Beiträge: 419
- Registriert: 18. Mai 2017, 20:26
Re: Angst vor bevorstehender Whipple Operation
Hallo Schnerrine,
Ich kann dir wahrscheinlich nicht viel helfen aber ich möchte dich nicht so allein stehen lassen. Erstens ich bin nicht operiert hatte nur mehrere akute Entzündungen davon die letzte war eine schwere Form und bin nur wenige Jahre jünger wie du. Ich kann deinen Schock schon verstehen und es ist schon schlimm wenn auch noch notwendige Op`s verschoben werden. Diese Op`s an der Pankreas sind bestimmt anstrengend und schwer aber ich habe auch hier schon gelesen dass es viele ohne größere Komplikationen überstanden haben. Das wünsche ich dir auch. Wodurch wurde den die Bösartigkeit festgestellt ? Es gibt auch schwer bösartig oder weniger bösartig es gibt so unterschiedliche Zellen. Vielleicht ist er auch gutartig . Wenn du bis jetzt fit warst ist das doch gut und du hast Kraft zum kämpfen. Hast du Familie oder Angehörige die dich noch brauchen, selbst wenn nicht dann mach es für dich und auch für uns andere denn wir freuen uns zumindest ich dass es wieder jemand geschafft hat. Dadurch habe auch ich Hoffnung sowas zu überstehen sollte ich in eine solche Lage zu kommen. Ich wünsche dir nochmals alles alles gute.
Dorothea
Ich kann dir wahrscheinlich nicht viel helfen aber ich möchte dich nicht so allein stehen lassen. Erstens ich bin nicht operiert hatte nur mehrere akute Entzündungen davon die letzte war eine schwere Form und bin nur wenige Jahre jünger wie du. Ich kann deinen Schock schon verstehen und es ist schon schlimm wenn auch noch notwendige Op`s verschoben werden. Diese Op`s an der Pankreas sind bestimmt anstrengend und schwer aber ich habe auch hier schon gelesen dass es viele ohne größere Komplikationen überstanden haben. Das wünsche ich dir auch. Wodurch wurde den die Bösartigkeit festgestellt ? Es gibt auch schwer bösartig oder weniger bösartig es gibt so unterschiedliche Zellen. Vielleicht ist er auch gutartig . Wenn du bis jetzt fit warst ist das doch gut und du hast Kraft zum kämpfen. Hast du Familie oder Angehörige die dich noch brauchen, selbst wenn nicht dann mach es für dich und auch für uns andere denn wir freuen uns zumindest ich dass es wieder jemand geschafft hat. Dadurch habe auch ich Hoffnung sowas zu überstehen sollte ich in eine solche Lage zu kommen. Ich wünsche dir nochmals alles alles gute.
Dorothea
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Pame
- Beiträge: 62
- Registriert: 18. Dezember 2021, 14:39
Re: Angst vor bevorstehender Whipple Operation
Hallo Schnerrine
Deine Zeilen habe mich sehr aufgewühlt und lass dir einfach gesagt sein, dass Menschen sie hier lesen und an dich denken.
Dass Warten auf den nächsten Schritt ist in deiner Situation unerträglich und ich hoffe, dass du sehr bald einen Termin bekommst.
Eine solche OP macht natürlich immer Angst. Aber wenn du dich bei dem Arzt gut aufgehoben fühlst und er sich gut auskennt (wovon ich ausgehe, denn sonst würde er die OP nicht durchführen), ist die Gefahr nicht übermässig gross. Aber natürlich wird es kein Spaziergang sein.
Deine Prognose ist besser als bei vielen anderen, die diese schreckliche Diagnose erhalten: Du kannst operiert werden und man hat keine Metastasen festgestellt. Darum wünsche ich dir, dass du die Kraft findest zu kämpfen. Es gibt Chancen und es gibt reale Hoffnung. Nach einer erfolgreichen Operation wirst du hoffentlich erleichtert sein und die nötige Kraft für weitere Therapien aufbringen.
Berichte hier doch wieder, wie es weitergeht. Mir hilft es, mich Fremden anzuvertrauen. Ist manchmal einfacher als mit den Menschen um einen herum, die es gut meinen und die man nicht zu sehr belasten will mit Ängsten.
Ganz viel positive Energie und Kraft auf diesem Weg wünsche ich dir!
Pame
Deine Zeilen habe mich sehr aufgewühlt und lass dir einfach gesagt sein, dass Menschen sie hier lesen und an dich denken.
Dass Warten auf den nächsten Schritt ist in deiner Situation unerträglich und ich hoffe, dass du sehr bald einen Termin bekommst.
Eine solche OP macht natürlich immer Angst. Aber wenn du dich bei dem Arzt gut aufgehoben fühlst und er sich gut auskennt (wovon ich ausgehe, denn sonst würde er die OP nicht durchführen), ist die Gefahr nicht übermässig gross. Aber natürlich wird es kein Spaziergang sein.
Deine Prognose ist besser als bei vielen anderen, die diese schreckliche Diagnose erhalten: Du kannst operiert werden und man hat keine Metastasen festgestellt. Darum wünsche ich dir, dass du die Kraft findest zu kämpfen. Es gibt Chancen und es gibt reale Hoffnung. Nach einer erfolgreichen Operation wirst du hoffentlich erleichtert sein und die nötige Kraft für weitere Therapien aufbringen.
Berichte hier doch wieder, wie es weitergeht. Mir hilft es, mich Fremden anzuvertrauen. Ist manchmal einfacher als mit den Menschen um einen herum, die es gut meinen und die man nicht zu sehr belasten will mit Ängsten.
Ganz viel positive Energie und Kraft auf diesem Weg wünsche ich dir!
Pame
- Madhouse
- Beiträge: 103
- Registriert: 16. Oktober 2020, 14:49
Re: Angst vor bevorstehender Whipple Operation
Liebe Schnerrine,
bei mir wurde diese Op im Juni 2019 aus gleichem Anlass vollzogen, mit anschließender Chemotherapie, gemäß den Leitlinien.
Ich bin inzwischen 54 Jahre alt, weiß ein wenig mehr zu dieser schweren Erkrankung als damals noch.
Bei mir war auch die Operation in einem Fachzentrum noch Diagnose, weil eine Vene ummantelt sein könne, sollte ich bereits zuvor schon eine Chemotherapie machen und erst hiernach operiert werden.
Ich wollte auf Grund meiner Ängste wie allgemeiner Unwissenheit hierüber, nichts von alle dem.
Nur meine Lebensqualität nicht mit sowas noch ruinieren, dachte ich damals.
Wichtig ist folgendes: Eine Fachklinik, d.h. Operateur, der diese Op mind. 50 mal gemacht hat bisher.
Auch die Nachbetreuung ist wichtig, bei Komplikationen.
Entscheidend sollte nicht die Heimatnähe, oder andere persönliche Dinge haben.
Es ist eine schwere Erkrankung mit schlechter Langzeitprognose, sollten Therapien nicht zum gewünschten Erfolg führen - deshalb gilt: Das BESTE ist gerade gut genug für Dich.
Führend ist Heidelberg, Bochum.
Ein Pankreas Zentrum ist Pflicht bitte.
Metastasen hatte ich auch keine.
Dennoch vorsorglich Chemotherapie 12x Folfirinox.
Bin 100% Schwerbehindert, wenig Leistungsfähig, chronisch Krank mit Polyneuropathie, aber noch immer Krebs frei und lebe ein beschauliches früh Rentner leben.
Bitte gehe diesen Weg nicht allein, vertraue dich an, damit Du gut unterstützt werden kannst im weiteren Therapieverlauf.
Es wird dein Leben sich verändern mit der Chance auf Heilung, einem Glück, im Unglück sozusagen.
Wenn Du mich einmal per pn anschreiben möchtest, können wir gerne einmal auch telefonieren und ich beantworte dir Fragen, soweit ich kann.
bei mir wurde diese Op im Juni 2019 aus gleichem Anlass vollzogen, mit anschließender Chemotherapie, gemäß den Leitlinien.
Ich bin inzwischen 54 Jahre alt, weiß ein wenig mehr zu dieser schweren Erkrankung als damals noch.
Bei mir war auch die Operation in einem Fachzentrum noch Diagnose, weil eine Vene ummantelt sein könne, sollte ich bereits zuvor schon eine Chemotherapie machen und erst hiernach operiert werden.
Ich wollte auf Grund meiner Ängste wie allgemeiner Unwissenheit hierüber, nichts von alle dem.
Nur meine Lebensqualität nicht mit sowas noch ruinieren, dachte ich damals.
Wichtig ist folgendes: Eine Fachklinik, d.h. Operateur, der diese Op mind. 50 mal gemacht hat bisher.
Auch die Nachbetreuung ist wichtig, bei Komplikationen.
Entscheidend sollte nicht die Heimatnähe, oder andere persönliche Dinge haben.
Es ist eine schwere Erkrankung mit schlechter Langzeitprognose, sollten Therapien nicht zum gewünschten Erfolg führen - deshalb gilt: Das BESTE ist gerade gut genug für Dich.
Führend ist Heidelberg, Bochum.
Ein Pankreas Zentrum ist Pflicht bitte.
Metastasen hatte ich auch keine.
Dennoch vorsorglich Chemotherapie 12x Folfirinox.
Bin 100% Schwerbehindert, wenig Leistungsfähig, chronisch Krank mit Polyneuropathie, aber noch immer Krebs frei und lebe ein beschauliches früh Rentner leben.
Bitte gehe diesen Weg nicht allein, vertraue dich an, damit Du gut unterstützt werden kannst im weiteren Therapieverlauf.
Es wird dein Leben sich verändern mit der Chance auf Heilung, einem Glück, im Unglück sozusagen.
Wenn Du mich einmal per pn anschreiben möchtest, können wir gerne einmal auch telefonieren und ich beantworte dir Fragen, soweit ich kann.
Jeder Mensch bereitet uns auf seine Art Freude.
Der eine wenn er kommt, der andere wenn er geht.
Herzlichen Dank wie Grüße & alles erdenklich Gute für DICH
- auf bald Torsten
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Schnerrine
- Beiträge: 55
- Registriert: 21. Februar 2022, 18:40
- Wohnort: Erzgebirge
Re: Angst vor bevorstehender Whipple Operation
Liebe Dorothea, ich habe mich sehr gefreut, als ich heute früh deine lieben Zeilen im Forum gefunden habe. Auch wenn du mir nichts über die OP sagen kannst, weißt du doch über meine Ängste Bescheid. Zum Glück hab ich eine ganz liebe Familie, meinen Mann, mit dem ich vor drei Tagen unsere Goldene Hochzeit "feiern" durfte und unsere Tochter mit Mann und meinen zwei Enkeln (16 und 9 Jahre). Dieser Hochzeitstag war so schön und gleichzeitig so unendlich traurig in dieser Situation. Eigentlich wäre ich am Tag zuvor operiert worden.....
So waren wir zwei aber zusammen, was wie ein Wunder war. Manchmal ist auch Corona zu was nütze!!
Aber trotzdem bleibt die Angst, dass sich mein Befund verschlechtert haben könnte.
Meine Familie steht hinter mir, aber ich glaube nicht, dass sich alle bewusst sind, was diese OP mit mir macht, sollte ich sie überstehen. Es ist allein meine Entscheidung, aber irgendwie sind alle mit beteiligt und alle sind mit gefangen....
Morgen versuche ich mich freitesten zu lassen und hoffe, dass es nächste Woche los geht.
Ich melde mich noch kurz wenn ich den Termin weiß.
Bis dahin alles Liebe, auch für Dich.
So waren wir zwei aber zusammen, was wie ein Wunder war. Manchmal ist auch Corona zu was nütze!!
Aber trotzdem bleibt die Angst, dass sich mein Befund verschlechtert haben könnte.
Meine Familie steht hinter mir, aber ich glaube nicht, dass sich alle bewusst sind, was diese OP mit mir macht, sollte ich sie überstehen. Es ist allein meine Entscheidung, aber irgendwie sind alle mit beteiligt und alle sind mit gefangen....
Morgen versuche ich mich freitesten zu lassen und hoffe, dass es nächste Woche los geht.
Ich melde mich noch kurz wenn ich den Termin weiß.
Bis dahin alles Liebe, auch für Dich.
"Reichtum ist viel, Zufriedenheit ist mehr, Gesundheit ist alles!"
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RHM
- Beiträge: 4
- Registriert: 8. März 2022, 00:08
Re: Angst vor bevorstehender Whipple Operation
Hallo Schnerrine, Du hast eine nette Familie. Natürlich lohnt sich da die OP. Deine Familie, Dein Mann und Deine Kinder möchten ja auch noch lange was von Dir haben!
Ab Mitte November bin ich immer gelber geworden. Weil ich oft genug beim Arzt war und nichts hatte, bin ich nicht zum Arzt. Bis meine Tochter am 29.11. 21 meinte. Ich fahre Dich jetzt zur Notaufnahme ims Krankenhaus. Hat bei 2 Krankenhäusern in der Gegend angerufen und ist dahin, wo nicht soviel los war. Die meinten dann, bleiben Sie hier, morgen machen wir eine Minimalinversive Sache und Ihre Gallengänge frei. Montag dann CT und festgestellt, dass ein Tumor am Bauchspeicheldrüsenkopf saß, der auf die Galle gedrückt hat. Haben mir dann gleich für Donnerstag, den 2.12. 21 einen OP Termin angeboten. Ohne weiter drüber nachzudenken habe ich sofort zugesagt. Die Ärzte waren alle so nett und haben mir so positiv zugeredet. Ich habe aber auch Glück gehabt, weil ich rein zufällig bei einem Experten für Bauchspeicheldrüsenkrebs mit viel OP Erfahrung gelandet bin. Deswegen bin ich dann vollkommen entspannt in die OP reingegangen. Hatte noch Bilder von meiner Familie mit in den OP Vorbereitungsraum genommen, was mir auch eine Stütze war. Bei der OP Vorbereitung wurde mir dann noch eine Nadel in die Wirbelsäule oder daneben geschoben. Mit Schmerzpumpe, die blieb dann noch ca. eine Woche drin und ich hatte überhaupt keine Schmerzen. Nach dem OP Bericht hat die OP 5:30 Min gedauert. Dann war ich ca 4 Tage auf der Intensivstation und vielleicht noch 8 Tage auf der Normalstation. Irgendwann kamen die Ärzte dann noch damit rüber, dass die Bauchspeicheldrüse ganz raus ist und ich jetzt Diabetiker. Typ 3C. bin 22 Lympknoten wurden auch noch entfernt, wovon 2, aber sehr Bauchspeicheldrüsennah, einige bösartige Zellen enthielten. Sonnst wären keine Krebszellen vorhanden.
Vorbeugehalber mache ich jetzt eine Chemo. 4 habe ich hinter mir. 2 muss ich noch. Ich bin 67 und wenn ich sehe, wie jung manc he sind, die eine Chemo machen, denke ich schon :Scheiße, die Armen)Dann wird ein CT gemacht und wenn dann keine neuen Zellen entdeckt werden, bin ich erst mal fertig. (Eventuell Reha) Mit Diabetes ist natürlich eine Umstellung, aber ich bin sowieso ernährungsbewusst. Deswegen empfinde ich es nicht so schlimm. Ich stelle mir Nachts oft noch einen Wecke, um meine Zuckerwerte zu prüfen, weil ich Angst vor Unterzuckerungg habe. Ich bin übrigens schon 4 Wochen nach der OP über den tag verteilt bis 10 Km oder wenigstens 10.000 Schritte jeden Tag gelaufen. Bei der Chemo siehts anders aus. Die haut mich von mal zu mal mehr um. Aber ich möchte ja auch, dass mögliche Zellen platt gemacht werden. Ich drücke Dir auf jeden Fall die Daumen, dass Du bald operiert wirst und dass Du an einen guten Operateur gerätst !
Ab Mitte November bin ich immer gelber geworden. Weil ich oft genug beim Arzt war und nichts hatte, bin ich nicht zum Arzt. Bis meine Tochter am 29.11. 21 meinte. Ich fahre Dich jetzt zur Notaufnahme ims Krankenhaus. Hat bei 2 Krankenhäusern in der Gegend angerufen und ist dahin, wo nicht soviel los war. Die meinten dann, bleiben Sie hier, morgen machen wir eine Minimalinversive Sache und Ihre Gallengänge frei. Montag dann CT und festgestellt, dass ein Tumor am Bauchspeicheldrüsenkopf saß, der auf die Galle gedrückt hat. Haben mir dann gleich für Donnerstag, den 2.12. 21 einen OP Termin angeboten. Ohne weiter drüber nachzudenken habe ich sofort zugesagt. Die Ärzte waren alle so nett und haben mir so positiv zugeredet. Ich habe aber auch Glück gehabt, weil ich rein zufällig bei einem Experten für Bauchspeicheldrüsenkrebs mit viel OP Erfahrung gelandet bin. Deswegen bin ich dann vollkommen entspannt in die OP reingegangen. Hatte noch Bilder von meiner Familie mit in den OP Vorbereitungsraum genommen, was mir auch eine Stütze war. Bei der OP Vorbereitung wurde mir dann noch eine Nadel in die Wirbelsäule oder daneben geschoben. Mit Schmerzpumpe, die blieb dann noch ca. eine Woche drin und ich hatte überhaupt keine Schmerzen. Nach dem OP Bericht hat die OP 5:30 Min gedauert. Dann war ich ca 4 Tage auf der Intensivstation und vielleicht noch 8 Tage auf der Normalstation. Irgendwann kamen die Ärzte dann noch damit rüber, dass die Bauchspeicheldrüse ganz raus ist und ich jetzt Diabetiker. Typ 3C. bin 22 Lympknoten wurden auch noch entfernt, wovon 2, aber sehr Bauchspeicheldrüsennah, einige bösartige Zellen enthielten. Sonnst wären keine Krebszellen vorhanden.
Vorbeugehalber mache ich jetzt eine Chemo. 4 habe ich hinter mir. 2 muss ich noch. Ich bin 67 und wenn ich sehe, wie jung manc he sind, die eine Chemo machen, denke ich schon :Scheiße, die Armen)Dann wird ein CT gemacht und wenn dann keine neuen Zellen entdeckt werden, bin ich erst mal fertig. (Eventuell Reha) Mit Diabetes ist natürlich eine Umstellung, aber ich bin sowieso ernährungsbewusst. Deswegen empfinde ich es nicht so schlimm. Ich stelle mir Nachts oft noch einen Wecke, um meine Zuckerwerte zu prüfen, weil ich Angst vor Unterzuckerungg habe. Ich bin übrigens schon 4 Wochen nach der OP über den tag verteilt bis 10 Km oder wenigstens 10.000 Schritte jeden Tag gelaufen. Bei der Chemo siehts anders aus. Die haut mich von mal zu mal mehr um. Aber ich möchte ja auch, dass mögliche Zellen platt gemacht werden. Ich drücke Dir auf jeden Fall die Daumen, dass Du bald operiert wirst und dass Du an einen guten Operateur gerätst !
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DOKASCH
- Beiträge: 419
- Registriert: 18. Mai 2017, 20:26
Re: Angst vor bevorstehender Whipple Operation
Hallo RHM, vielen dank für deinen bericht, es tut gut wenn man auch "positive " Berichte liest. Ja Chemo haut die meisten um und manche brauchen länger um mit den nach oder Nebenwirkungen zurecht zukommen. Meine Schwägerin hatte immer ein bestimmtes A...... Wort für die Zellen und hat mental immer die Chemo auf sie geschossen. Sie hatte einen sehr bösartigen Brusttumor und die Chemo hat sie an den Rand ihrer schon vorher weniger Kraft getrieben. Man konnte auch die Chemo nicht so ganz bei ihr durchführen. Das ist jetzt 8 Jahre her und ihr geht es soweit gut , sie leidet halt sehr unter diesem Müdigkeit und Erschöpfungssyndrom das sie aber schon vorher hatte durch ihre Basedowerkrankung der schilddrüse. Also schick die evtl. sich versteckten A....Zellen zum teufel.
Dorothea
Dorothea
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Schnerrine
- Beiträge: 55
- Registriert: 21. Februar 2022, 18:40
- Wohnort: Erzgebirge
Re: Angst vor bevorstehender Whipple Operation
Hallo liebe oder lieber RHM, ich hab mich heute riesig über deine Zuschrift gefreut. Das hab ich gebraucht, bin z.Zt. in einem tiefen Loch.
Gestern war ich wieder negativ, nach einem milden Omikronverlauf.
Aber die Klinik in Chemnitz hat hatte mich erstmal nach hinten verschoben. Nach mehreren Anrufen habe ich jetzt am 16. März den OP Termin bekommen, vorher nochmal Labor und Darmspiegelung und testen, testen, testen....
Meine Befunde sind vom Januar und seit zwei Tagen tut mir die Seite wieder weh. Mit dem Diabetes komme ich ganz gut klar bis jetzt, ist mein kleinstes Problem!
Ich war erstaunt, dass du einen Monat nach der OP schon wieder so gut zu Fuß unterwegs warst. Das macht wieder Mut. Ich bin auch ein sehr aktiver Mensch und wenn nicht mehr Rad, dann doch wenigstens mit den Walkingstocken unterwegs sein, das wünsche ich mir.
Danke nochmal für deine Zeilen. Ich melde mich, wie es weitergeht. Diese Woche wollen wir noch das schöne Wetter nutzen und bissel in die Sonne gehen. Wenngleich bei uns im Erzgebirge teilweise noch Schnee liegt und nachts hohe Minustemperaturen sind.
Alles Liebe
Schnerrine
Gestern war ich wieder negativ, nach einem milden Omikronverlauf.
Aber die Klinik in Chemnitz hat hatte mich erstmal nach hinten verschoben. Nach mehreren Anrufen habe ich jetzt am 16. März den OP Termin bekommen, vorher nochmal Labor und Darmspiegelung und testen, testen, testen....
Meine Befunde sind vom Januar und seit zwei Tagen tut mir die Seite wieder weh. Mit dem Diabetes komme ich ganz gut klar bis jetzt, ist mein kleinstes Problem!
Ich war erstaunt, dass du einen Monat nach der OP schon wieder so gut zu Fuß unterwegs warst. Das macht wieder Mut. Ich bin auch ein sehr aktiver Mensch und wenn nicht mehr Rad, dann doch wenigstens mit den Walkingstocken unterwegs sein, das wünsche ich mir.
Danke nochmal für deine Zeilen. Ich melde mich, wie es weitergeht. Diese Woche wollen wir noch das schöne Wetter nutzen und bissel in die Sonne gehen. Wenngleich bei uns im Erzgebirge teilweise noch Schnee liegt und nachts hohe Minustemperaturen sind.
Alles Liebe
Schnerrine
"Reichtum ist viel, Zufriedenheit ist mehr, Gesundheit ist alles!"
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RHM
- Beiträge: 4
- Registriert: 8. März 2022, 00:08
Re: Angst vor bevorstehender Whipple Operation
Also, was das Laufen betrifft, das mit den 10 km war wahrscheinlich möglicherweiseeine Ausnahme. Aber 4 - 6 km auf jeden Fall. (2 x am Tag 2 - 4 km) Allerdings, je öfter die Chemo ist, desto weniger mache ich, zumal ich zwischendurch einen (harmlosen) Infekt hatte und ich auf keinen Fall möchte, dass die Chemo unterbrochen werden muss.
Was meine OP betrifft, haben die mich wahrscheinlich so schnell rangenommen (und andere OPs verschoben) weil meine Leberwerte jenseits von gut und böse waren und auch die Bauchspeicheldrüse vollkommen entzündet) Kurze Zeit später hätte es möglicherweise in einer Blutvergiftung geendet und ich wäre nicht mehr so ohne weiteres zu operieren gewesen. Bauchspeicheldrüsenkrebs war natürlich genau dass, was ich nie haben wollte, weil ja jeder Leute kennt, die daran gestorben sind. Ich habe mir dann gesagt, entweder es klappt, oder nicht. Aufregen nützt da auch nichts und letztlich sind ja auch meine Kinder groß, auch wenn ich natürlich noch gerne weiterleben möchte und deren Leben begleiten. Die Ärzte haben mir auch so zugeredet: Sie müssen das positiv denken. Denken Sie an Ihre Familie. So war es dann auch. Bei einer anderen (kleinen) OP vor einigen Jahren wäre ich dem Arzt am liebsten noch vom OP Tisch gesprungen.
Ein Hinweis noch zur OP. Die haben gesagt, die dauert 4,5 Stunden und fangen um 8 Uhr an. Das habe ich dann einer Familie gesagt. Ich wurde aber erst 8:30 abgeholt. Dann haben die Anästhesie Vorbereitungen noch über eine halbe Stunde gedauert. Und los ging es dann erst 10:30 und dann hat es 5:30 St gedauert. Meine Familie fing natürlich dann schon Nachmittags an, sich Sorgen zu machen. Zumal auch niemand angerufen hat, wie zugesagt. Um 17:30 hat meine Familie dann in der Klinik angerufen. Und detailliert Auskunft erhalten. Und mir kurz das Telefon gegeben. Ich habe natürlich nicht viel sagen können, aber die waren begeistert, meine Stimme zu hören. Die ersten Tage auf der Intensivstation waren natürlich auch ein teilweise vor mich hindämmern. Magensonde, mehrere Zugänge, Absaugung im Bauch. Ich weis nicht alles und wollte es auch gar nicht wissen. Schön was dann zu sehen, das nach und nach ein Zugang nach dem anderen entfernt wurde. Und nichts von dem passiert ist, wo ich Angst vor hatte. Krankenhausinfektion, Nähte, die sich wieder öffnen. USW. Alles super geheilt. Ein Vorteil war auch, dass ich in guter Körperlicher Verfassung in die OP hereingegangen bin. Ich drücke Dir auf jeden Fall die Daumen, dass das bei Dir auch so gut klappt! Und denk an Deine Familie. Hugo
Was meine OP betrifft, haben die mich wahrscheinlich so schnell rangenommen (und andere OPs verschoben) weil meine Leberwerte jenseits von gut und böse waren und auch die Bauchspeicheldrüse vollkommen entzündet) Kurze Zeit später hätte es möglicherweise in einer Blutvergiftung geendet und ich wäre nicht mehr so ohne weiteres zu operieren gewesen. Bauchspeicheldrüsenkrebs war natürlich genau dass, was ich nie haben wollte, weil ja jeder Leute kennt, die daran gestorben sind. Ich habe mir dann gesagt, entweder es klappt, oder nicht. Aufregen nützt da auch nichts und letztlich sind ja auch meine Kinder groß, auch wenn ich natürlich noch gerne weiterleben möchte und deren Leben begleiten. Die Ärzte haben mir auch so zugeredet: Sie müssen das positiv denken. Denken Sie an Ihre Familie. So war es dann auch. Bei einer anderen (kleinen) OP vor einigen Jahren wäre ich dem Arzt am liebsten noch vom OP Tisch gesprungen.
Ein Hinweis noch zur OP. Die haben gesagt, die dauert 4,5 Stunden und fangen um 8 Uhr an. Das habe ich dann einer Familie gesagt. Ich wurde aber erst 8:30 abgeholt. Dann haben die Anästhesie Vorbereitungen noch über eine halbe Stunde gedauert. Und los ging es dann erst 10:30 und dann hat es 5:30 St gedauert. Meine Familie fing natürlich dann schon Nachmittags an, sich Sorgen zu machen. Zumal auch niemand angerufen hat, wie zugesagt. Um 17:30 hat meine Familie dann in der Klinik angerufen. Und detailliert Auskunft erhalten. Und mir kurz das Telefon gegeben. Ich habe natürlich nicht viel sagen können, aber die waren begeistert, meine Stimme zu hören. Die ersten Tage auf der Intensivstation waren natürlich auch ein teilweise vor mich hindämmern. Magensonde, mehrere Zugänge, Absaugung im Bauch. Ich weis nicht alles und wollte es auch gar nicht wissen. Schön was dann zu sehen, das nach und nach ein Zugang nach dem anderen entfernt wurde. Und nichts von dem passiert ist, wo ich Angst vor hatte. Krankenhausinfektion, Nähte, die sich wieder öffnen. USW. Alles super geheilt. Ein Vorteil war auch, dass ich in guter Körperlicher Verfassung in die OP hereingegangen bin. Ich drücke Dir auf jeden Fall die Daumen, dass das bei Dir auch so gut klappt! Und denk an Deine Familie. Hugo
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Andi
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- Registriert: 15. Februar 2011, 20:42
Re: Angst vor bevorstehender Whipple Operation
Hallo Schnerrine,
Hat man bei dir nur anhand der Bildgebung vom CT die Operation geplant?, oder wurden noch MRT und Endosonographie gemacht um den Verdacht des bösartigen Tumors zu bestätigen?
Danke für die Rückmeldung, ich wohne auch in Sachsen und bin in der Uniklinik Dresden in Behandlung.
Lg Andi
Hat man bei dir nur anhand der Bildgebung vom CT die Operation geplant?, oder wurden noch MRT und Endosonographie gemacht um den Verdacht des bösartigen Tumors zu bestätigen?
Danke für die Rückmeldung, ich wohne auch in Sachsen und bin in der Uniklinik Dresden in Behandlung.
Lg Andi