Pankreatitis seit Weihnachten 2022
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sammy
- Beiträge: 56
- Registriert: 27. März 2023, 17:09
Pankreatitis seit Weihnachten 2022
Hallo liebe Forummitglieder,
ich lese hier schon seit Anfang des Jahres fleißig bei euch mit und da meine Beschwerden nicht besser werden, habe ich mir gedacht, dass ich mich auch mal bei euch vorstelle. Eventuell bekomme ich hilfreiche Tipps.
Zu mir:
Ich bin weiblich, 27 Jahre alt und komme aktuell bei 1,56m auf 48kg. Ich hatte zuvor noch nie irgendwelche Verdauungsstörungen oder etwas mit dem Darm/Magen/Bauchspeicheldrüse.
Meine ersten Beschwerden bemerkte ich abends am 14.12.2022. Ich hatte so ein drückendes Gefühl im Oberbauch und Unwohlsein. Dachte zuerst, dass ich sicher etwas schlechtes gegessen habe und mir daher meinen Magen schonen muss (dachte zu dem Zeitpunkt ich hätte eine Magenschleimhautentzündung - Dr. Google sagte das zumindest). Also habe ich mit 20mg Pantoprazol begonnen und auf Schonkost gesetzt.
2 Wochen später hat sich nichts geändert, der Schmerz blieb gleich.
Schon zu Beginn der Schmerzen hatte ich 1x einen seltsamen Stuhlgang bemerkt, der für meine Verhältnisse sehr komisch war. Er war knallgelb. Danach war er wieder normal.
An Weihnachten, 25.12.2022 gab es bei mir McDonalds. Ich hatte auf die Schonkost absolut gar keine Lust mehr und hatte großen Appetit auf Burger und Co.
In der Nacht zum 26. hat der Schmerz gegen 4 Uhr Nachts seinen absoluten Höhepunkt erreicht, sodass man mich ins Krankenhaus fahren musste.
Es war so schlimm. Mein kompletter Oberkörper hat geschmerzt und die Schmerzen kamen alle paar Minuten. So wellenartig? Ich dachte wirklich, ich sei im falschen Film. Und normalerweise denke ich so nie, ich habe in der Vergangenheit schon viel an Schmerzen erlebt. Aber das war anders schlimm.
Im Krankenhaus angekommen, hat man mich erstmal nicht ernstgenommen. Ich sagte den Pflegern, das ich ganz schlimme Magenschmerzen hätte. Der Assistenzarzt meinte dann nur, dass ich doch nichts ernstes haben könne in meinem Alter und war sichtlich genervt und ist nicht nett mit mir umgegangen.
Naja, 6 Stunden und einer Blutaufnahme später kam der Assistenzarzt wieder und hat sich erstmal 10x bei mir entschuldigt und meinte, dass ich ja doch was hätte. Ich hätte eine Bauchspeicheldrüsenentzündung. Er war ganz blass und konnte keine Worte finden, als er die Daten in seinem PC eintrug und mich mit Fragen durchbohrte. Nachhause gehen durfte ich nicht. Meine Lipase war zu dem Zeitpunkt bei 1175 U/I, Bilirubin normwertig.
Nach 3 Tagen wurde ich entlassen, mir ging es mit den Infusionen und Schmerzmitteln deutlich besser. Es wurde noch ein Ultraschall gemacht, da hieß es nur, dass die Bauchspeicheldrüse vergrößert sei, echoarm, peripankreatischer Flüssigkeitssaum, Organschwellung im Kopf, Ödemsaum im Kopf.
Außerdem hätte ich wohl eine Nebenmilz. Gut zu wissen?
Nebeninfo: Ich habe seit ein paar Jahren einen linken verengten Harnleiter und leichten Nierenstau, vermutlich postentzündlicher Ursache nach Nierenbeckenentzündung.
Mir geht es schon seit Sommer 2019 nicht mehr gut wegen anderen gesundheitlichen Problemen. Musste wegen mehreren Infektionen mal hier und da Antibiotika nehmen. Das schlimmste das mich nervt und beeinträchtigt ist meine chronische Schlaflosigkeit. Das mit der Nierenentzündung hat zeitlich mit dem Schlaf angefangen. Seitdem kommen immer weitere körperliche Probleme hinzu, die ich vorher nie hatte.
Nun ja, zurück zu meiner Bauchspeicheldrüsen Geschichte:
Bald 4 Monate später geht es mir immer noch nicht gut. Seit dem Krankenhaus Aufenthalt habe ich täglich immer noch Beschwerden. Den Fettstuhl habe ich nun täglich, meistens Verstopfung und nur sehr wenig Stuhl. Ich fühle mich danach nie wirklich erleichtert.
Ich habe täglich ein flaues Gefühl im Magen und so stumpfe, pochende und wellenartige Oberbauschmerzen mittig. Egal ob nüchtern oder nicht. Tendenziell ist es aber ein wenig besser nach dem Essen.
Mir ist oft übel, habe weniger Appetit, immer einen aufgeblähten Bauch, der nicht zu meiner Statur passt (bin zierlich gebaut). Seit der akuten Entzündung am Weihnachten traue ich mich an vielen Lebensmittel nicht mehr und habe deshalb schon an Gewicht abgenommen. Außerdem fallen mir sehr viele Haare aus 😔 (vermutlich aus Vitamin- und Nährstoffmängel, nachdem ich alles mit dem Stuhl ausscheide). Ich habe seit der Sache auch eine für mich ungewöhnliche starke und schmerzhafte Periode. Ich bin dadurch noch schwächer als sonst. Mein ganzer Körper steht unter Stress, so fühlt es sich an. Der fehlende Schlaf tut natürlich auch weh.
Beim Hausarzt bin ich immer wieder zur Blutkontrolle um die Lipase im Blick zu haben. Mal geht sie nach oben und mal nach unten. Der niedrigste Wert den ich bisher „geschafft“ habe, war bei 214 U/I. Also immer noch deutlich erhöht. Auch die Amylase ist immer erhöht.
Einmal haben wir noch einen Ultraschall gemacht. Da meinte er nur, dass er nichts auffälliges sehen kann. Ich hätte nur viele Darmgase, daher sei auch mein Unterleib sehr aufgebläht.
Ein MRT will er mir nicht verschreiben, weil man ja auf dem Ultraschall auch nichts sehen könne meinte er. Gallensteine hätte ich wohl auch nicht.
Da ich mir wegen meinen unterschiedlichen gesundheitlichen Problemen vieles notieren muss, welche Medikamente wann ich einnehme und ob ich Nebenwirkungen verspüre, kann ich immer ziemlich genau sagen, seit wann ich gewisse Beschwerden habe. Ich habe ein gutes Gespür für mein Körpergefühl und leider reagiere ich auch empfindlich/allergisch auf einige Medikamente.
Zu den möglichen Ursachen meiner Pankreatitis:
Ich habe wegen einem Gerstenkorn am 08.12.2022 Antibitotika Augentropfen und Augensalbe mit der Bezeichnung „Ofloxacin Ophtal“ eingenommen. Ofloxacin gehört zu den Antibiotika der Fluorchinolone Familie.
Alle paar Stunden musste ich sie mir also ins Auge Tropfen und die Salbe nachts vor dem Schlafen ins Auge schmieren. Knapp eine Woche später, genau einen Tag nach Behandlungsende, haben die Bauchschmerzen am 14.12.2022 angefangen.
Jetzt könnte man meinen, warum soll ich denn von Augentropfen eine Pankreatitis bekommen?
Im Beipackzettel steht als Nebenwirkung mögliche Magen-Darm Beschwerden.
Und naja, leider war ich so dumm und habe statt einen Tropfen je Auge Auge mehrmals getropft, weil ich mit der Dosierung so ungeschickt war und mir immer daneben getropft habe. „Mehr schadet ja nicht“ dachte ich mir.
Eine weitere mögliche Ursache:
Ich hatte ca. Mitte Mai 2022 eine Corona Infektion gehabt. Mir ging es sehr schlecht und ich hatte noch Wochen später immer noch einen unerträglichen Husten.
Am 10. Juni 2022 hatte ich abends plötzlich große Lust auf Pommes. Habe mir dann gleich 2 große Tüten gekauft. Einen Tag später hatte ich dann so ein Völlegefühl und Bauchschmerzen. Mir war klar, dass es von den vielen Pommes kommt, normalerweise esse ich nicht so viel auf einmal davon. Hatte dann auch einen Tag später unverdaute Pommes im Stuhlgang :P
Danach war alles wieder wie immer und hab mir auch nichts dabei gedacht.
Ich denke, dass die Corona Infektion einen leichten Schub ausgelöst hat. Die antibiotischen Augentropfen haben mir dann den letzten Schlag gegeben.
Mittlerweile ist auch bekannt, dass Corona die Bauchspeicheldrüse infizieren kann.
„Bei Autopsien an verstorbenen COVID-19-Patienten zeigte sich eine SARS-CoV-2-Infektion des Pankreas. Selbst nachdem in der Lunge keine Virusproteine mehr zu finden waren, konnten diese in der Bauchspeicheldrüse noch nachgewiesen werden.“ Quelle: https://www.labor-riegel.de/de/aktuelles/riegelnews/meldungen-riegelnews/2021-04-06-sars-cov-2-infiziert-die-bauchspeicheldruese.php
Naja, ich war zwischenzeitlich wieder beim Hausarzt und er hat mir Kreon und Pangrol 10.000 verschrieben, in der Hoffnung, das sich mein Stuhl wieder normalisiert und der Blähbauch und die Schmerzen besser werden. Außerdem sollte dadurch der Nährstoffmangel behoben werden.
Leider habe ich beides nicht vertragen.
Hatte nach Einnahme ständig Hautjucken am ganzen Körper. Der Arzt meinte, dass mein Körper das wohl nicht möchte und soll diese nicht weiter nehmen.
Eventuell war es auch nur Zufall, muss es die Tage mal wieder ausprobieren, ob ich wieder so reagiere.
Zwischenzeitlich habe ich meinen Hausarzt auch um eine Stuhluntersuchung gebeten, der Test kostet stolze 170€. Habe ich dann auch gemacht (komisch das man es mir nicht von selbst anbietet, um vor allem die Elastase zu überprüfen?)
Auffällige Werte:
- Escherichia coli: 1 x 10^8 (normal: 1×10^6 - 9×10^7)
- Clostridium species: <1 x 10^5 (normal: < 1×10^6)
- Enterococcus species: <1 x 10^4 (normal: 1×10^6 - 9×10^7)
- Fett i. Stuhl: 2,1g (normal: <4,6)
- Alpha-1-Antitrypsin i. Stuhl: 7,2 mg/dl (normal: <27,5)
- Eosinophiles Protein X i. Stuhl (kann Nahrungsmittelunverträglichkeit, Parasitose oder eine unspezifische entzündliche Darmschleimhauterkrankung sein): 1627,5 ng/ml (normal: <440)
- beta-Defensin 2 (Schleimhautimmunität): 8,4 ng/ml (normal: 8,0 - 60.0)
Meine Elastase liegt bei 463,2. Also im normalen Bereich. Allerdings ist der Test vom 06.02.2023. Es kann daher sein, dass der Wert sich verändert hat. Der bleibt ja nie gleich, wie ich im Forum schon oft gelesen habe.
Pilze habe ich keine.
Nächste Woche, am 05.04.2023 habe ich bei mir im Ort einen Termin in der Gastroenterologie Ambulanz meiner Uniklinik. Ich werde dort ein Gespräch mit einem Gastroenterologen Oberarzt haben und es wird eine Blutabnahme gemacht. Ich hoffe auch sehr, dass ich endlich mal ein MRT oder CT bekomme, nachdem das Ganze 4 Monate lang nun geht und nicht besser wird.
Allerdings weiß ich nicht genau, welches radiologische Verfahren in meinem Fall besser wäre.
Aktuell habe ich seit Februar auch einen hartnäckigen Schnupfen, der nicht weggehen möchte. Ich schiebe das auch auf die Pankreas Geschichte, da ich einfach schon so geschwächt bin und mein Körper mit der Infektion nicht zurecht kommt. Ich war auch schon beim HNO, dieser meint es ist eine Nasennebenhöhlenentzündung. Ein neuer Mist, den ich vorher auch noch nie hatte. Seit diesem Schnupfen bekomme ich auch kaum Luft durch die Nase und habe seit Februar dicke, angeschwollene Halslymphknoten die nicht mehr abschwellen wollen.
Mein HNO hat mir Antibiotika verschrieben, allerdings habe ich auch Angst, das dies einen erneuten Schub auslösen könnte. Hab ihm das auch so erklärt und er meinte, dass Penicillin den Darm nicht so sehr angreift wie andere Antibiotika. Bin mir allerdings sehr unsicher…die wenigsten Ärzten kennen sich ja bekanntlich gut mit der Bauchspeicheldrüse aus.
Es tut mir schon mal unfassbar leid, dass dieser Text hier so lang geworden ist. Ich hoffe, dass mir einige Mitglieder in irgendeiner Weise helfen können oder Tipps geben, was ich noch auf jeden Fall probieren sollte oder was ich bei meinen Termin nächste Woche unbedingt ansprechen sollte.
Das Leben macht gerade keinen Spaß mehr und soziale Kontakte vermeide ich so gut wie es geht aufgrund von dem ständigen Unwohlsein und den Schmerzen. Mit meinen 27 komme ich mir ehrlich vor wie 77.
Ganz liebe Grüße,
sammy
ich lese hier schon seit Anfang des Jahres fleißig bei euch mit und da meine Beschwerden nicht besser werden, habe ich mir gedacht, dass ich mich auch mal bei euch vorstelle. Eventuell bekomme ich hilfreiche Tipps.
Zu mir:
Ich bin weiblich, 27 Jahre alt und komme aktuell bei 1,56m auf 48kg. Ich hatte zuvor noch nie irgendwelche Verdauungsstörungen oder etwas mit dem Darm/Magen/Bauchspeicheldrüse.
Meine ersten Beschwerden bemerkte ich abends am 14.12.2022. Ich hatte so ein drückendes Gefühl im Oberbauch und Unwohlsein. Dachte zuerst, dass ich sicher etwas schlechtes gegessen habe und mir daher meinen Magen schonen muss (dachte zu dem Zeitpunkt ich hätte eine Magenschleimhautentzündung - Dr. Google sagte das zumindest). Also habe ich mit 20mg Pantoprazol begonnen und auf Schonkost gesetzt.
2 Wochen später hat sich nichts geändert, der Schmerz blieb gleich.
Schon zu Beginn der Schmerzen hatte ich 1x einen seltsamen Stuhlgang bemerkt, der für meine Verhältnisse sehr komisch war. Er war knallgelb. Danach war er wieder normal.
An Weihnachten, 25.12.2022 gab es bei mir McDonalds. Ich hatte auf die Schonkost absolut gar keine Lust mehr und hatte großen Appetit auf Burger und Co.
In der Nacht zum 26. hat der Schmerz gegen 4 Uhr Nachts seinen absoluten Höhepunkt erreicht, sodass man mich ins Krankenhaus fahren musste.
Es war so schlimm. Mein kompletter Oberkörper hat geschmerzt und die Schmerzen kamen alle paar Minuten. So wellenartig? Ich dachte wirklich, ich sei im falschen Film. Und normalerweise denke ich so nie, ich habe in der Vergangenheit schon viel an Schmerzen erlebt. Aber das war anders schlimm.
Im Krankenhaus angekommen, hat man mich erstmal nicht ernstgenommen. Ich sagte den Pflegern, das ich ganz schlimme Magenschmerzen hätte. Der Assistenzarzt meinte dann nur, dass ich doch nichts ernstes haben könne in meinem Alter und war sichtlich genervt und ist nicht nett mit mir umgegangen.
Naja, 6 Stunden und einer Blutaufnahme später kam der Assistenzarzt wieder und hat sich erstmal 10x bei mir entschuldigt und meinte, dass ich ja doch was hätte. Ich hätte eine Bauchspeicheldrüsenentzündung. Er war ganz blass und konnte keine Worte finden, als er die Daten in seinem PC eintrug und mich mit Fragen durchbohrte. Nachhause gehen durfte ich nicht. Meine Lipase war zu dem Zeitpunkt bei 1175 U/I, Bilirubin normwertig.
Nach 3 Tagen wurde ich entlassen, mir ging es mit den Infusionen und Schmerzmitteln deutlich besser. Es wurde noch ein Ultraschall gemacht, da hieß es nur, dass die Bauchspeicheldrüse vergrößert sei, echoarm, peripankreatischer Flüssigkeitssaum, Organschwellung im Kopf, Ödemsaum im Kopf.
Außerdem hätte ich wohl eine Nebenmilz. Gut zu wissen?
Nebeninfo: Ich habe seit ein paar Jahren einen linken verengten Harnleiter und leichten Nierenstau, vermutlich postentzündlicher Ursache nach Nierenbeckenentzündung.
Mir geht es schon seit Sommer 2019 nicht mehr gut wegen anderen gesundheitlichen Problemen. Musste wegen mehreren Infektionen mal hier und da Antibiotika nehmen. Das schlimmste das mich nervt und beeinträchtigt ist meine chronische Schlaflosigkeit. Das mit der Nierenentzündung hat zeitlich mit dem Schlaf angefangen. Seitdem kommen immer weitere körperliche Probleme hinzu, die ich vorher nie hatte.
Nun ja, zurück zu meiner Bauchspeicheldrüsen Geschichte:
Bald 4 Monate später geht es mir immer noch nicht gut. Seit dem Krankenhaus Aufenthalt habe ich täglich immer noch Beschwerden. Den Fettstuhl habe ich nun täglich, meistens Verstopfung und nur sehr wenig Stuhl. Ich fühle mich danach nie wirklich erleichtert.
Ich habe täglich ein flaues Gefühl im Magen und so stumpfe, pochende und wellenartige Oberbauschmerzen mittig. Egal ob nüchtern oder nicht. Tendenziell ist es aber ein wenig besser nach dem Essen.
Mir ist oft übel, habe weniger Appetit, immer einen aufgeblähten Bauch, der nicht zu meiner Statur passt (bin zierlich gebaut). Seit der akuten Entzündung am Weihnachten traue ich mich an vielen Lebensmittel nicht mehr und habe deshalb schon an Gewicht abgenommen. Außerdem fallen mir sehr viele Haare aus 😔 (vermutlich aus Vitamin- und Nährstoffmängel, nachdem ich alles mit dem Stuhl ausscheide). Ich habe seit der Sache auch eine für mich ungewöhnliche starke und schmerzhafte Periode. Ich bin dadurch noch schwächer als sonst. Mein ganzer Körper steht unter Stress, so fühlt es sich an. Der fehlende Schlaf tut natürlich auch weh.
Beim Hausarzt bin ich immer wieder zur Blutkontrolle um die Lipase im Blick zu haben. Mal geht sie nach oben und mal nach unten. Der niedrigste Wert den ich bisher „geschafft“ habe, war bei 214 U/I. Also immer noch deutlich erhöht. Auch die Amylase ist immer erhöht.
Einmal haben wir noch einen Ultraschall gemacht. Da meinte er nur, dass er nichts auffälliges sehen kann. Ich hätte nur viele Darmgase, daher sei auch mein Unterleib sehr aufgebläht.
Ein MRT will er mir nicht verschreiben, weil man ja auf dem Ultraschall auch nichts sehen könne meinte er. Gallensteine hätte ich wohl auch nicht.
Da ich mir wegen meinen unterschiedlichen gesundheitlichen Problemen vieles notieren muss, welche Medikamente wann ich einnehme und ob ich Nebenwirkungen verspüre, kann ich immer ziemlich genau sagen, seit wann ich gewisse Beschwerden habe. Ich habe ein gutes Gespür für mein Körpergefühl und leider reagiere ich auch empfindlich/allergisch auf einige Medikamente.
Zu den möglichen Ursachen meiner Pankreatitis:
Ich habe wegen einem Gerstenkorn am 08.12.2022 Antibitotika Augentropfen und Augensalbe mit der Bezeichnung „Ofloxacin Ophtal“ eingenommen. Ofloxacin gehört zu den Antibiotika der Fluorchinolone Familie.
Alle paar Stunden musste ich sie mir also ins Auge Tropfen und die Salbe nachts vor dem Schlafen ins Auge schmieren. Knapp eine Woche später, genau einen Tag nach Behandlungsende, haben die Bauchschmerzen am 14.12.2022 angefangen.
Jetzt könnte man meinen, warum soll ich denn von Augentropfen eine Pankreatitis bekommen?
Im Beipackzettel steht als Nebenwirkung mögliche Magen-Darm Beschwerden.
Und naja, leider war ich so dumm und habe statt einen Tropfen je Auge Auge mehrmals getropft, weil ich mit der Dosierung so ungeschickt war und mir immer daneben getropft habe. „Mehr schadet ja nicht“ dachte ich mir.
Eine weitere mögliche Ursache:
Ich hatte ca. Mitte Mai 2022 eine Corona Infektion gehabt. Mir ging es sehr schlecht und ich hatte noch Wochen später immer noch einen unerträglichen Husten.
Am 10. Juni 2022 hatte ich abends plötzlich große Lust auf Pommes. Habe mir dann gleich 2 große Tüten gekauft. Einen Tag später hatte ich dann so ein Völlegefühl und Bauchschmerzen. Mir war klar, dass es von den vielen Pommes kommt, normalerweise esse ich nicht so viel auf einmal davon. Hatte dann auch einen Tag später unverdaute Pommes im Stuhlgang :P
Danach war alles wieder wie immer und hab mir auch nichts dabei gedacht.
Ich denke, dass die Corona Infektion einen leichten Schub ausgelöst hat. Die antibiotischen Augentropfen haben mir dann den letzten Schlag gegeben.
Mittlerweile ist auch bekannt, dass Corona die Bauchspeicheldrüse infizieren kann.
„Bei Autopsien an verstorbenen COVID-19-Patienten zeigte sich eine SARS-CoV-2-Infektion des Pankreas. Selbst nachdem in der Lunge keine Virusproteine mehr zu finden waren, konnten diese in der Bauchspeicheldrüse noch nachgewiesen werden.“ Quelle: https://www.labor-riegel.de/de/aktuelles/riegelnews/meldungen-riegelnews/2021-04-06-sars-cov-2-infiziert-die-bauchspeicheldruese.php
Naja, ich war zwischenzeitlich wieder beim Hausarzt und er hat mir Kreon und Pangrol 10.000 verschrieben, in der Hoffnung, das sich mein Stuhl wieder normalisiert und der Blähbauch und die Schmerzen besser werden. Außerdem sollte dadurch der Nährstoffmangel behoben werden.
Leider habe ich beides nicht vertragen.
Hatte nach Einnahme ständig Hautjucken am ganzen Körper. Der Arzt meinte, dass mein Körper das wohl nicht möchte und soll diese nicht weiter nehmen.
Eventuell war es auch nur Zufall, muss es die Tage mal wieder ausprobieren, ob ich wieder so reagiere.
Zwischenzeitlich habe ich meinen Hausarzt auch um eine Stuhluntersuchung gebeten, der Test kostet stolze 170€. Habe ich dann auch gemacht (komisch das man es mir nicht von selbst anbietet, um vor allem die Elastase zu überprüfen?)
Auffällige Werte:
- Escherichia coli: 1 x 10^8 (normal: 1×10^6 - 9×10^7)
- Clostridium species: <1 x 10^5 (normal: < 1×10^6)
- Enterococcus species: <1 x 10^4 (normal: 1×10^6 - 9×10^7)
- Fett i. Stuhl: 2,1g (normal: <4,6)
- Alpha-1-Antitrypsin i. Stuhl: 7,2 mg/dl (normal: <27,5)
- Eosinophiles Protein X i. Stuhl (kann Nahrungsmittelunverträglichkeit, Parasitose oder eine unspezifische entzündliche Darmschleimhauterkrankung sein): 1627,5 ng/ml (normal: <440)
- beta-Defensin 2 (Schleimhautimmunität): 8,4 ng/ml (normal: 8,0 - 60.0)
Meine Elastase liegt bei 463,2. Also im normalen Bereich. Allerdings ist der Test vom 06.02.2023. Es kann daher sein, dass der Wert sich verändert hat. Der bleibt ja nie gleich, wie ich im Forum schon oft gelesen habe.
Pilze habe ich keine.
Nächste Woche, am 05.04.2023 habe ich bei mir im Ort einen Termin in der Gastroenterologie Ambulanz meiner Uniklinik. Ich werde dort ein Gespräch mit einem Gastroenterologen Oberarzt haben und es wird eine Blutabnahme gemacht. Ich hoffe auch sehr, dass ich endlich mal ein MRT oder CT bekomme, nachdem das Ganze 4 Monate lang nun geht und nicht besser wird.
Allerdings weiß ich nicht genau, welches radiologische Verfahren in meinem Fall besser wäre.
Aktuell habe ich seit Februar auch einen hartnäckigen Schnupfen, der nicht weggehen möchte. Ich schiebe das auch auf die Pankreas Geschichte, da ich einfach schon so geschwächt bin und mein Körper mit der Infektion nicht zurecht kommt. Ich war auch schon beim HNO, dieser meint es ist eine Nasennebenhöhlenentzündung. Ein neuer Mist, den ich vorher auch noch nie hatte. Seit diesem Schnupfen bekomme ich auch kaum Luft durch die Nase und habe seit Februar dicke, angeschwollene Halslymphknoten die nicht mehr abschwellen wollen.
Mein HNO hat mir Antibiotika verschrieben, allerdings habe ich auch Angst, das dies einen erneuten Schub auslösen könnte. Hab ihm das auch so erklärt und er meinte, dass Penicillin den Darm nicht so sehr angreift wie andere Antibiotika. Bin mir allerdings sehr unsicher…die wenigsten Ärzten kennen sich ja bekanntlich gut mit der Bauchspeicheldrüse aus.
Es tut mir schon mal unfassbar leid, dass dieser Text hier so lang geworden ist. Ich hoffe, dass mir einige Mitglieder in irgendeiner Weise helfen können oder Tipps geben, was ich noch auf jeden Fall probieren sollte oder was ich bei meinen Termin nächste Woche unbedingt ansprechen sollte.
Das Leben macht gerade keinen Spaß mehr und soziale Kontakte vermeide ich so gut wie es geht aufgrund von dem ständigen Unwohlsein und den Schmerzen. Mit meinen 27 komme ich mir ehrlich vor wie 77.
Ganz liebe Grüße,
sammy
- mcgil65
- Beiträge: 76
- Registriert: 27. November 2011, 16:47
Re: Pankreatitis seit Weihnachten 2022
Hallo Sammy !
Deinem Text entnehme ich viele Vermutungen und Annahmen was es sein könnte ! Ich habe seit 13 Jahren gesichterte EPI und habe die Erfahrung gemacht, das man mit solch einem Schadbild zum Experten gehen sollte ( bin selber Kunde im Pankreaszentrum in Bochum).
Ultraschalluntersuchungen bringen bei der BSD so gut wie garnichts da durch die viele Luft im Bauch, die Beurteilung sehr schwer fällt.
Ich schreibe Dir mal was im Pankreaszentrum gemacht wird um den Verlauf der Erkrankung zu beurteilen und ich denke diese Tests sagen mehr als ein Ultraschall
beim Hausarzt( das bringt wirklich nix)
Zuckertest
Langzeitzucker messen + Lipase und Amylase
Elastase ( Einfachbestimmung ist nicht ausreichend)
Gastroskopie ( mit Ultraschallkopf)
CT + Kontrastmittel
MRT
All diese Untersuchungen mache ich in Bochum an 2 Tagen und dann können die Ärzte dort sagen was Sache ist.
Die Auslöser für eine EPI oder akute Pankreatitis sind vielfältig und meist im Nachhinein schwer zu benennen, bei mir war es eine Kombination aus
Anomalie (Pankreas divisum) und Gallengries, der erst meine Pankreas gereizt und zu einer akuten Pankreatitis geführt hat und danach in ein chronische
EPI übergegangen ist. Aber wie gesagt die Ursache ist oftmals nicht bestimmbar und Alkohol war bei mir z.B. nicht der Auslöser definitiv ( wird ja oft von den
Ärzten vermutet.
Wünsche DIr viel Erfolg und wie gesagtm begebe Dich zu Spezialisten in Deiner Umgebung, das ist alle mal besser als wie bei mir 2 Jahre rumzuraten was denn
los ist....
LG
Markus
Deinem Text entnehme ich viele Vermutungen und Annahmen was es sein könnte ! Ich habe seit 13 Jahren gesichterte EPI und habe die Erfahrung gemacht, das man mit solch einem Schadbild zum Experten gehen sollte ( bin selber Kunde im Pankreaszentrum in Bochum).
Ultraschalluntersuchungen bringen bei der BSD so gut wie garnichts da durch die viele Luft im Bauch, die Beurteilung sehr schwer fällt.
Ich schreibe Dir mal was im Pankreaszentrum gemacht wird um den Verlauf der Erkrankung zu beurteilen und ich denke diese Tests sagen mehr als ein Ultraschall
beim Hausarzt( das bringt wirklich nix)
Zuckertest
Langzeitzucker messen + Lipase und Amylase
Elastase ( Einfachbestimmung ist nicht ausreichend)
Gastroskopie ( mit Ultraschallkopf)
CT + Kontrastmittel
MRT
All diese Untersuchungen mache ich in Bochum an 2 Tagen und dann können die Ärzte dort sagen was Sache ist.
Die Auslöser für eine EPI oder akute Pankreatitis sind vielfältig und meist im Nachhinein schwer zu benennen, bei mir war es eine Kombination aus
Anomalie (Pankreas divisum) und Gallengries, der erst meine Pankreas gereizt und zu einer akuten Pankreatitis geführt hat und danach in ein chronische
EPI übergegangen ist. Aber wie gesagt die Ursache ist oftmals nicht bestimmbar und Alkohol war bei mir z.B. nicht der Auslöser definitiv ( wird ja oft von den
Ärzten vermutet.
Wünsche DIr viel Erfolg und wie gesagtm begebe Dich zu Spezialisten in Deiner Umgebung, das ist alle mal besser als wie bei mir 2 Jahre rumzuraten was denn
los ist....
LG
Markus
-
mk93
- Beiträge: 182
- Registriert: 15. Juni 2022, 11:46
Re: Pankreatitis seit Weihnachten 2022
Hallo, also wichtig wäre erstmal, dass du ein MRT mit MRCP bekommst. Da kann man schon viel sehen. Goldstandard ist eine Endosonographie.
Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es von der COVID-Infektion kommen kann, bzw der Auslöser ist. Seit meiner Infektion und bei einigen anderen, ist der Stuhl auch verändert.
Dein Elastase-Wert ist allerdings sehr gut.
Bakterien können auch den Stuhl so aussehen lassen.
Bei mir wird eine IMO (SIBO) per Lactulose Atemtest vermutet, ich denke aber das kommt alles von meiner Bauchspeicheldrüse.. ich habe grenzwertige Elastase-Werte 250-400er Bereich.
Meine Bauchspeicheldrüse zeigt sich in der Bildgebung leicht Voluminös, man vermutet evtl. Eine Autoimmunpankreatitis. Ob ausgelöst durch Corona weiß ich nicht. Habe aber normale Lipase Werte und keine richtigen schmerzen.
Ich empfehle dir ein MRT mit MRCP Sequenz durchzuführen. Versuche dich nicht verrückt zu machen, auch wenn dies sehr schwer ist.
Ich hoffe deine Schmerzen lassen schnell nach.
Was du sonst versuchen kannst ist 'Nortase' das sind pflanzliche Enzyme. Vielleicht wird dein Stuhl dann besser.
Ansonsten, Gastroenterologen sind oft überfordert, ein Pankreaszentrum ist sicherlich am Ende der beste Weg. Aber erstmal wäre der erste Schritt ein MRT zu bekommen.
LG
Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es von der COVID-Infektion kommen kann, bzw der Auslöser ist. Seit meiner Infektion und bei einigen anderen, ist der Stuhl auch verändert.
Dein Elastase-Wert ist allerdings sehr gut.
Bakterien können auch den Stuhl so aussehen lassen.
Bei mir wird eine IMO (SIBO) per Lactulose Atemtest vermutet, ich denke aber das kommt alles von meiner Bauchspeicheldrüse.. ich habe grenzwertige Elastase-Werte 250-400er Bereich.
Meine Bauchspeicheldrüse zeigt sich in der Bildgebung leicht Voluminös, man vermutet evtl. Eine Autoimmunpankreatitis. Ob ausgelöst durch Corona weiß ich nicht. Habe aber normale Lipase Werte und keine richtigen schmerzen.
Ich empfehle dir ein MRT mit MRCP Sequenz durchzuführen. Versuche dich nicht verrückt zu machen, auch wenn dies sehr schwer ist.
Ich hoffe deine Schmerzen lassen schnell nach.
Was du sonst versuchen kannst ist 'Nortase' das sind pflanzliche Enzyme. Vielleicht wird dein Stuhl dann besser.
Ansonsten, Gastroenterologen sind oft überfordert, ein Pankreaszentrum ist sicherlich am Ende der beste Weg. Aber erstmal wäre der erste Schritt ein MRT zu bekommen.
LG
-
sammy
- Beiträge: 56
- Registriert: 27. März 2023, 17:09
Re: Pankreatitis seit Weihnachten 2022
Wow, erstmal vielen Dank für eure schnellen Antworten! :)
@Markus: Leider gibt es bei mir im Ort kein Pankreas Zentrum. Der nächste Ort wäre für mich München. Das wäre auch noch vertretbar für mich, da ich wegen einer anderen Sache auch ständig dahin fahre.
Ich finde es auch sehr komisch, dass man bei mir bisher nur ein Ultraschall gemacht hat und sonst gar nichts. Und das, obwohl ich täglich Beschwerden habe. Ob’s ans Alter liegt…
Bei der Gastroenterologie nächste Woche werde ich aber definitiv nach einem bildgebenden Verfahren fragen.
Ist die Gastroskopie eine normale Magenspiegelung?
Gut das du das mit dem Zucker ansprichst, das sollte ich tatsächlich testen, nachdem mein Vater auch schon an Diabetes Typ 2 leidet.
Ich kann mir ehrlich gesagt gar nicht vorstellen, wie du dich schon 13 Jahre lang damit rumschlägst…
Mich haben die Ärzte auch schon gefragt, ob ich Alkohol trinke. Als ob nur der Alkohol eine Ursache ist. Man wird schnell in eine Schublade gesteckt, was nicht okay ist.
Wenn die Uniklinik bei mir auch nicht weiter weiß, dann wende ich mich an ein Pankreas Zentrum in München. Auch wenn mich das wahnsinnig viel Nerven und Zeit kosten wird, da ich noch andere gesundheitliche Bruchstellen habe, die ich gleichzeitig stemmen muss.
@mk93: Danke dir! Ein MRCP ist ein einfaches MRT mit bestimmen Kontrastmittel oder wird da wie bei einer Magenspiegelung durch die Speiseröhre ein Schlauch eingeführt? Davor hätte ich Angst. Habe ich noch nie machen lassen.
Hast du Veränderungen an deiner Bauchspeicheldrüse auch erst mit der Corona Infektion bemerkt? Oder hattest du die vorher schon?
Was ist denn eine IMO? Leider kenn ich mich noch nicht mit allen Begriffen gut aus, aber ich lerne gerne mehr dazu!
Deine Elastase Werte sind aber auch nicht sehr schlecht. Ich glaube unter 200 steht schon für eine leichte EPI, oder?
Weil du eine Autoimmunpankreatitis ansprichst…wie alt bist du denn? Das stand nämlich bei mir im Krankenhaus Bericht als Vermutung meiner Pankreatitis. Ich sollte mich auch darauf testen lassen meinte der behandelnde Arzt dort.
Ich glaube Corona bringt tatsächlich einiges durcheinander.
Danke für die Empfehlung der pflanzlichen Enzyme! Als das mit dem Jucken angefangen hat durch Kreon und Pangrol und das meinem Hausarzt sagte, meinte er, dass es daran liegt, da meine Elastase gut ist und meine Bauchspeicheldrüse daher die Enzyme nicht wollte und deshalb mit Juckreiz reagiert habe. Aber ob das stimmt…ich kann ja nicht ewig mit diesem nervigen Fettstuhl leben.
Meint ihr, es ist notwendig die Enzyme zu nehmen, obwohl scheinbar meine Bauchspeicheldrüse genügend Enzyme selber produziert?
Ich danke euch!
Liebe Grüße,
sammy
@Markus: Leider gibt es bei mir im Ort kein Pankreas Zentrum. Der nächste Ort wäre für mich München. Das wäre auch noch vertretbar für mich, da ich wegen einer anderen Sache auch ständig dahin fahre.
Ich finde es auch sehr komisch, dass man bei mir bisher nur ein Ultraschall gemacht hat und sonst gar nichts. Und das, obwohl ich täglich Beschwerden habe. Ob’s ans Alter liegt…
Bei der Gastroenterologie nächste Woche werde ich aber definitiv nach einem bildgebenden Verfahren fragen.
Ist die Gastroskopie eine normale Magenspiegelung?
Gut das du das mit dem Zucker ansprichst, das sollte ich tatsächlich testen, nachdem mein Vater auch schon an Diabetes Typ 2 leidet.
Ich kann mir ehrlich gesagt gar nicht vorstellen, wie du dich schon 13 Jahre lang damit rumschlägst…
Mich haben die Ärzte auch schon gefragt, ob ich Alkohol trinke. Als ob nur der Alkohol eine Ursache ist. Man wird schnell in eine Schublade gesteckt, was nicht okay ist.
Wenn die Uniklinik bei mir auch nicht weiter weiß, dann wende ich mich an ein Pankreas Zentrum in München. Auch wenn mich das wahnsinnig viel Nerven und Zeit kosten wird, da ich noch andere gesundheitliche Bruchstellen habe, die ich gleichzeitig stemmen muss.
@mk93: Danke dir! Ein MRCP ist ein einfaches MRT mit bestimmen Kontrastmittel oder wird da wie bei einer Magenspiegelung durch die Speiseröhre ein Schlauch eingeführt? Davor hätte ich Angst. Habe ich noch nie machen lassen.
Hast du Veränderungen an deiner Bauchspeicheldrüse auch erst mit der Corona Infektion bemerkt? Oder hattest du die vorher schon?
Was ist denn eine IMO? Leider kenn ich mich noch nicht mit allen Begriffen gut aus, aber ich lerne gerne mehr dazu!
Deine Elastase Werte sind aber auch nicht sehr schlecht. Ich glaube unter 200 steht schon für eine leichte EPI, oder?
Weil du eine Autoimmunpankreatitis ansprichst…wie alt bist du denn? Das stand nämlich bei mir im Krankenhaus Bericht als Vermutung meiner Pankreatitis. Ich sollte mich auch darauf testen lassen meinte der behandelnde Arzt dort.
Ich glaube Corona bringt tatsächlich einiges durcheinander.
Danke für die Empfehlung der pflanzlichen Enzyme! Als das mit dem Jucken angefangen hat durch Kreon und Pangrol und das meinem Hausarzt sagte, meinte er, dass es daran liegt, da meine Elastase gut ist und meine Bauchspeicheldrüse daher die Enzyme nicht wollte und deshalb mit Juckreiz reagiert habe. Aber ob das stimmt…ich kann ja nicht ewig mit diesem nervigen Fettstuhl leben.
Meint ihr, es ist notwendig die Enzyme zu nehmen, obwohl scheinbar meine Bauchspeicheldrüse genügend Enzyme selber produziert?
Ich danke euch!
Liebe Grüße,
sammy
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Andi
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- Registriert: 15. Februar 2011, 20:42
Re: Pankreatitis seit Weihnachten 2022
Hallo Sammy,
wie meine Vorredner schon erwähnen, ist eine vernünftige Abklärung notwendig.
Diese Sache zieht sich ja doch schon länger hin, es ist wichtig, die Ursache zu ermitteln, damit es nicht chronisch wird.
Hast du ausreichend Schmerzmittel?
Gemacht werden sollte:
- großes Blutbild
- MRCP zur Darstellung der Gänge
- Endosonographie
- Elastase kontrollieren
Dazu musst du nicht unbedingt stationär gehen.
Weil du ziemlich jung bist und viele Baustellen hast, nimmt man dich wahrscheinlich nicht ganz für wichtig 🙈, zu Beginn meiner Erkrankung war ich 23 Jahre, meine Psnkreatitis hat man nicht erkannt, nach 5 Jahren wurde mir ein Stein aus dem Gallengang entfernt, Zufallsfund per ERCP.
Ich war psychisch am Limit vor Schmerzen, man hat es mir nicht geglaubt, obwohl ich in 3 Monaten 16 kg abgenommen habe,
Nun lebe ich schon bald 30 Jahre mit einer chronischen Pankreatitis, arbeiten ist nicht mehr möglich, abgeschoben ins Harz 4.
Bitte lass dich nicht abwimmeln und bleibe dran, ich weiß es kostet viel Kraft.
Vielleicht hilft dir ein Wärmekissen auf dem Bauch oder auch ein Wermuttee, mir tut dieses gut, ersetzt aber keine Schmerzmittel.
Es ist außerordentlich schwierig, gute Ärzte zu finden, habe da auch einiges durch.
Sei vorsichtig mit Fetten und schwer verdaulichem, Fertigprodukte meiden, Haferschleim mit Wasser und Prise Salz sollten immer passen.
Ich wünsche dir Gute Besserung
Lg Andi
wie meine Vorredner schon erwähnen, ist eine vernünftige Abklärung notwendig.
Diese Sache zieht sich ja doch schon länger hin, es ist wichtig, die Ursache zu ermitteln, damit es nicht chronisch wird.
Hast du ausreichend Schmerzmittel?
Gemacht werden sollte:
- großes Blutbild
- MRCP zur Darstellung der Gänge
- Endosonographie
- Elastase kontrollieren
Dazu musst du nicht unbedingt stationär gehen.
Weil du ziemlich jung bist und viele Baustellen hast, nimmt man dich wahrscheinlich nicht ganz für wichtig 🙈, zu Beginn meiner Erkrankung war ich 23 Jahre, meine Psnkreatitis hat man nicht erkannt, nach 5 Jahren wurde mir ein Stein aus dem Gallengang entfernt, Zufallsfund per ERCP.
Ich war psychisch am Limit vor Schmerzen, man hat es mir nicht geglaubt, obwohl ich in 3 Monaten 16 kg abgenommen habe,
Nun lebe ich schon bald 30 Jahre mit einer chronischen Pankreatitis, arbeiten ist nicht mehr möglich, abgeschoben ins Harz 4.
Bitte lass dich nicht abwimmeln und bleibe dran, ich weiß es kostet viel Kraft.
Vielleicht hilft dir ein Wärmekissen auf dem Bauch oder auch ein Wermuttee, mir tut dieses gut, ersetzt aber keine Schmerzmittel.
Es ist außerordentlich schwierig, gute Ärzte zu finden, habe da auch einiges durch.
Sei vorsichtig mit Fetten und schwer verdaulichem, Fertigprodukte meiden, Haferschleim mit Wasser und Prise Salz sollten immer passen.
Ich wünsche dir Gute Besserung
Lg Andi
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ric0612
- Beiträge: 1
- Registriert: 14. Januar 2022, 20:27
Re: Pankreatitis seit Weihnachten 2022
mcgil65 hat geschrieben: ↑28. März 2023, 18:06 Hallo Sammy !
Deinem Text entnehme ich viele Vermutungen und Annahmen was es sein könnte ! Ich habe seit 13 Jahren gesichterte EPI und habe die Erfahrung gemacht, das man mit solch einem Schadbild zum Experten gehen sollte ( bin selber Kunde im Pankreaszentrum in Bochum).
Ultraschalluntersuchungen bringen bei der BSD so gut wie garnichts da durch die viele Luft im Bauch, die Beurteilung sehr schwer fällt.
Ich schreibe Dir mal was im Pankreaszentrum gemacht wird um den Verlauf der Erkrankung zu beurteilen und ich denke diese Tests sagen mehr als ein Ultraschall
beim Hausarzt( das bringt wirklich nix)
Zuckertest
Langzeitzucker messen + Lipase und Amylase
Elastase ( Einfachbestimmung ist nicht ausreichend)
Gastroskopie ( mit Ultraschallkopf)
CT + Kontrastmittel
MRT
All diese Untersuchungen mache ich in Bochum an 2 Tagen und dann können die Ärzte dort sagen was Sache ist.
Die Auslöser für eine EPI oder akute Pankreatitis sind vielfältig und meist im Nachhinein schwer zu benennen, bei mir war es eine Kombination aus
Anomalie (Pankreas divisum) und Gallengries, der erst meine Pankreas gereizt und zu einer akuten Pankreatitis geführt hat und danach in ein chronische
EPI übergegangen ist. Aber wie gesagt die Ursache ist oftmals nicht bestimmbar und Alkohol war bei mir z.B. nicht der Auslöser definitiv ( wird ja oft von den
Ärzten vermutet.
Wünsche DIr viel Erfolg und wie gesagtm begebe Dich zu Spezialisten in Deiner Umgebung, das ist alle mal besser als wie bei mir 2 Jahre rumzuraten was denn
los ist....
LG
Markus
Hallo Markus. Ich habe soeben deinen Beitrag bzgl. Gallengries und Reizung des Pankreas bzw. EPI gelesen. Ich habe seit 2021 eine schwere EPI (Elastase meist um die 50) und eine bisher unauffällige Bildgebung (MRCP und Endosono im Pankreaszentrum unauffällig). Lediglich „etwas“ Gallengries in der Gallenblase wurde bei der letzten Endosono festgestellt. Entzündungswerte waren immer in Ordnung bzw. hatte ich bewusst nie eine Entzündung. Nun wurde mir nahe gelegt, die Gallenblase entfernen zu lassen da der (lt. Bericht „etwas“ Sludge) Sludge wohl die Bauchspeicheldrüse reizen kann und es somit zur EPI kommt. Bin hier allerdings skeptisch. Oft hört man, dass die Verdauungsbeschwerden bzw. Fettunverträglichkeit erst richtig beginnt wenn die Galle raus ist. Wie sind hier deine Erfahrungen? Hast du deine Galle noch? Bin unter Dauermedikation Kreon 35.000. MfG Richard
-
mk93
- Beiträge: 182
- Registriert: 15. Juni 2022, 11:46
Re: Pankreatitis seit Weihnachten 2022
Ein MRCP ist praktisch eine Sequenz im MRT im besten Fall mit Kontrastmittel. Also es wird im MRT-Gerät wie die anderen Bildern durch Magnetfelder erzeugt.
Ob meine Bauchspeicheldrüse vorher anders aussah, weiß ich nicht. Ich bin auch erst 29. Ich laufe auch seit 10 Monaten ohne genauer Antwort herum. Enzyme helfen mir bis heute nicht. Bei mir hat Prof. Dr Uhl(Pankreasexperte) das behauptet, dass meine Pankreas voluminös erscheint, vielleicht im Sinne einer Autoimmunpankeatitis, ansonsten ohne Befund.
Habe auch ca. 8 kg verloren
Meine Schwester hat seit Corona
Herzprobleme und Asthma
Eine SiBO/IMO ist eine Dünndarmfehlbesiedelung, durch zu vielen Bakterien die sich im Dünndarm angesiedelt haben, welche eigentlich eher im Dickdarm mehr präsent sind. Diese machen auch ähnliche Symptome.
Ob Nortase auch das Jucken verursacht, weiß ich nicht. Aber eigentlich ist es nicht schlimm dies zu testen.
LG
Ob meine Bauchspeicheldrüse vorher anders aussah, weiß ich nicht. Ich bin auch erst 29. Ich laufe auch seit 10 Monaten ohne genauer Antwort herum. Enzyme helfen mir bis heute nicht. Bei mir hat Prof. Dr Uhl(Pankreasexperte) das behauptet, dass meine Pankreas voluminös erscheint, vielleicht im Sinne einer Autoimmunpankeatitis, ansonsten ohne Befund.
Habe auch ca. 8 kg verloren
Meine Schwester hat seit Corona
Herzprobleme und Asthma
Eine SiBO/IMO ist eine Dünndarmfehlbesiedelung, durch zu vielen Bakterien die sich im Dünndarm angesiedelt haben, welche eigentlich eher im Dickdarm mehr präsent sind. Diese machen auch ähnliche Symptome.
Ob Nortase auch das Jucken verursacht, weiß ich nicht. Aber eigentlich ist es nicht schlimm dies zu testen.
LG
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mk93
- Beiträge: 182
- Registriert: 15. Juni 2022, 11:46
Re: Pankreatitis seit Weihnachten 2022
@ric0612
Das kann sein, muss aber nicht .
Es gibt ein Nachweis mit einem HIDA-Scan, da kann die Funktionalität der Gallenblase gemessen werden. Ist in Deutschland wohl nicht so gängig. Die Gallenblase kann auch "Überaktiv" sein oder halt eine Schwäche haben.
Habe mal gelesen Werte unter 35% und über 80% können Symptome verursachen.
Ich habe meine Gallenblase entfernt, wegen zwei Gallensteine und Sludge. Über eine Entzündung wurde nie gesprochen (selbst in der Endosonographie nicht). Nach der OP: Sie war doch entzündet. Meine Probleme sind aber nicht behoben.
Da sie entzündet war und meine Pankreas auch größer erscheint, ist die Vermutung der Autoimmunpankreatitis Typ 1 nicht mal so unwahrscheinlich.
Das kann sein, muss aber nicht .
Es gibt ein Nachweis mit einem HIDA-Scan, da kann die Funktionalität der Gallenblase gemessen werden. Ist in Deutschland wohl nicht so gängig. Die Gallenblase kann auch "Überaktiv" sein oder halt eine Schwäche haben.
Habe mal gelesen Werte unter 35% und über 80% können Symptome verursachen.
Ich habe meine Gallenblase entfernt, wegen zwei Gallensteine und Sludge. Über eine Entzündung wurde nie gesprochen (selbst in der Endosonographie nicht). Nach der OP: Sie war doch entzündet. Meine Probleme sind aber nicht behoben.
Da sie entzündet war und meine Pankreas auch größer erscheint, ist die Vermutung der Autoimmunpankreatitis Typ 1 nicht mal so unwahrscheinlich.
- mcgil65
- Beiträge: 76
- Registriert: 27. November 2011, 16:47
Re: Pankreatitis seit Weihnachten 2022
Hi ric0612 !ric0612 hat geschrieben: ↑28. März 2023, 22:21mcgil65 hat geschrieben: ↑28. März 2023, 18:06 Hallo Sammy !
Deinem Text entnehme ich viele Vermutungen und Annahmen was es sein könnte ! Ich habe seit 13 Jahren gesichterte EPI und habe die Erfahrung gemacht, das man mit solch einem Schadbild zum Experten gehen sollte ( bin selber Kunde im Pankreaszentrum in Bochum).
Ultraschalluntersuchungen bringen bei der BSD so gut wie garnichts da durch die viele Luft im Bauch, die Beurteilung sehr schwer fällt.
Ich schreibe Dir mal was im Pankreaszentrum gemacht wird um den Verlauf der Erkrankung zu beurteilen und ich denke diese Tests sagen mehr als ein Ultraschall
beim Hausarzt( das bringt wirklich nix)
Zuckertest
Langzeitzucker messen + Lipase und Amylase
Elastase ( Einfachbestimmung ist nicht ausreichend)
Gastroskopie ( mit Ultraschallkopf)
CT + Kontrastmittel
MRT
All diese Untersuchungen mache ich in Bochum an 2 Tagen und dann können die Ärzte dort sagen was Sache ist.
Die Auslöser für eine EPI oder akute Pankreatitis sind vielfältig und meist im Nachhinein schwer zu benennen, bei mir war es eine Kombination aus
Anomalie (Pankreas divisum) und Gallengries, der erst meine Pankreas gereizt und zu einer akuten Pankreatitis geführt hat und danach in ein chronische
EPI übergegangen ist. Aber wie gesagt die Ursache ist oftmals nicht bestimmbar und Alkohol war bei mir z.B. nicht der Auslöser definitiv ( wird ja oft von den
Ärzten vermutet.
Wünsche DIr viel Erfolg und wie gesagtm begebe Dich zu Spezialisten in Deiner Umgebung, das ist alle mal besser als wie bei mir 2 Jahre rumzuraten was denn
los ist....
LG
Markus
Hallo Markus. Ich habe soeben deinen Beitrag bzgl. Gallengries und Reizung des Pankreas bzw. EPI gelesen. Ich habe seit 2021 eine schwere EPI (Elastase meist um die 50) und eine bisher unauffällige Bildgebung (MRCP und Endosono im Pankreaszentrum unauffällig). Lediglich „etwas“ Gallengries in der Gallenblase wurde bei der letzten Endosono festgestellt. Entzündungswerte waren immer in Ordnung bzw. hatte ich bewusst nie eine Entzündung. Nun wurde mir nahe gelegt, die Gallenblase entfernen zu lassen da der (lt. Bericht „etwas“ Sludge) Sludge wohl die Bauchspeicheldrüse reizen kann und es somit zur EPI kommt. Bin hier allerdings skeptisch. Oft hört man, dass die Verdauungsbeschwerden bzw. Fettunverträglichkeit erst richtig beginnt wenn die Galle raus ist. Wie sind hier deine Erfahrungen? Hast du deine Galle noch? Bin unter Dauermedikation Kreon 35.000. MfG Richard
Meine Gallenblase wurde 1 Jahr nach Beginn der Probleme entfernt und ich hatte in den Folgejahren keinen Nachteil dadurch. Allerdings wurden die Probleme durch die EPI ncht weniger, Schübe habe ich jedes Jahr . Allerdings war Prof. Uhl der Meinung, das bei einem späteren Eingriff die Gallenblase eh mit rausfliegt, also was soll's !
War auch keine große Sache bei mir....
Gruß
Markus
-
sammy
- Beiträge: 56
- Registriert: 27. März 2023, 17:09
Re: Pankreatitis seit Weihnachten 2022
Hallo @Andi, danke für deine Antwort :)Andi hat geschrieben: ↑28. März 2023, 21:58 Hallo Sammy,
wie meine Vorredner schon erwähnen, ist eine vernünftige Abklärung notwendig.
Diese Sache zieht sich ja doch schon länger hin, es ist wichtig, die Ursache zu ermitteln, damit es nicht chronisch wird.
Hast du ausreichend Schmerzmittel?
Gemacht werden sollte:
- großes Blutbild
- MRCP zur Darstellung der Gänge
- Endosonographie
- Elastase kontrollieren
Dazu musst du nicht unbedingt stationär gehen.
Weil du ziemlich jung bist und viele Baustellen hast, nimmt man dich wahrscheinlich nicht ganz für wichtig 🙈, zu Beginn meiner Erkrankung war ich 23 Jahre, meine Psnkreatitis hat man nicht erkannt, nach 5 Jahren wurde mir ein Stein aus dem Gallengang entfernt, Zufallsfund per ERCP.
Ich war psychisch am Limit vor Schmerzen, man hat es mir nicht geglaubt, obwohl ich in 3 Monaten 16 kg abgenommen habe,
Nun lebe ich schon bald 30 Jahre mit einer chronischen Pankreatitis, arbeiten ist nicht mehr möglich, abgeschoben ins Harz 4.
Bitte lass dich nicht abwimmeln und bleibe dran, ich weiß es kostet viel Kraft.
Vielleicht hilft dir ein Wärmekissen auf dem Bauch oder auch ein Wermuttee, mir tut dieses gut, ersetzt aber keine Schmerzmittel.
Es ist außerordentlich schwierig, gute Ärzte zu finden, habe da auch einiges durch.
Sei vorsichtig mit Fetten und schwer verdaulichem, Fertigprodukte meiden, Haferschleim mit Wasser und Prise Salz sollten immer passen.
Ich wünsche dir Gute Besserung
Lg Andi
Ich habe vom Krankenhausaufenthalt damals Novaminsulfon bekommen. Das nehme ich aber nicht mehr, da ich davon als Nebenwirkung einen Harnverhalt bekommen habe. Also ich hab dann Schwierigkeiten Wasser zu lassen. Da ich schon eine gestaute Niere habe ist mir das zu heikel und lasse das weg.
Ich warte mal ab, was mir die Ärzte in der Uniklinik an Untersuchungen anbieten. Das MRCP merke ich mir. Ich denke, eine normale Uniklinik sollte auch alle möglichen Untersuchungen und Geräte da haben? 🤔
Ich möchte ungern stationär bleiben, aber wenn die Lipase nächste Woche zu hoch ist und die Ärzte meinen ich muss bleiben, dann muss ich das wohl.
Ich finde es echt ziemlich doof, dass man aufgrund des Alters nicht ernst genommen wird.
Eine Krankheit kann jedes Alter treffen.
Du warst ja auch sehr jung als es bei dir angefangen hat. Denkst du denn, dass der Stein damals der Auslöser für dein heutiges Leiden gewesen sein könnte? Das das 5 Jahre gebraucht hat, ist natürlich extrem schade.
Und 16kg in 3 Monaten ist heftig. Da hätten die Ärzte schon mal näher drauf schauen sollen!
Ich weiß nicht wie viel ich abgenommen habe, merke es aber auch so schon an mir. Und ich habe nicht mal Durchfall.
Ich kann mir ehrlich gesagt gar nicht vorstellen, wie man 30 Jahre damit lebt. Meinen allergrößten Respekt.
Das du so nicht mehr arbeiten kannst, ist völlig verständlich. Ich bin auch schon länger krankgeschrieben, habe ja auch noch andere Dinge, mit denen ich mich rumschlagen muss und ich habe alle Termine und Ärzte echt satt.
Ein Wärmekissen und Kamillentee mache ich mir auch häufig. Ich habe auch noch CBD Tropfen da für meine Migräne, die helfen immer ganz gut. Für die Bauchschmerzen habe ich sie allerdings noch nicht genommen, da lass ich sie lieber weg. Könnte ja auch was ausreizen.
Manchmal massiere ich mir meine schmerzende Stelle am Bauch und auch meinen Unterleib. Das beruhigt mich und die „aufgedrehte“ Bauchspeicheldrüse. Manchmal sag ich mir dabei auch, dass alles wieder gut wird. Sie braucht nur Unterstützung und Ruhe. Hab oft das Gefühl, das sich das Organ selber verdaut. Rein vom Gefühl her.
Und wenn ich ehrlich bin, esse ich fast alles, das mir gut tut. Natürlich verzichte ich auch auf schwer fettiges und frittiertes (wie meine geliebten Pommes z.B. 😅). Aber ansonsten versuche ich die Fettzufuhr nicht komplett einzuschränken. Ist ja auch wichtig für den Körper.
Ich danke dir sehr und wünsche dir alles gute!
LG,
sammy