EPI, chronisch, akut oder doch Hypochondrie ?

(Krebs, Entzündung, Operation, Nachsorge, Verdauung, Ernährung, Diabetes, Reha, Recht ...)

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adriano_2209
Beiträge: 5
Registriert: 8. April 2023, 16:53

EPI, chronisch, akut oder doch Hypochondrie ?

Beitrag von adriano_2209 »

Hallo Gemeinde,
ich bin neu hier und hoffe mir kann Jemand die Sorgen etwas entkräften.

zu mir, 35 Jahre, 168cm, 68kg, kaum Alkohol, sportlich, Nichtraucher, keine Drogen, sehr Hypochondrisch veranlagt.Meine Beschwerden fingen im Dezember22 (nachdem bei meinem Papa Lungenkrebs diagnostiziert wurde) an mit veränderter Stuhlgang (orange, glänzend, breiig, unverdaut) fast dauerhaft Durchfall, diffuse Bauchschmerzen an jeder Stelle (rechts, links, oben unten), Übelkeit, etwas Gewicht verloren, laute Bauchgeräusche. Habs etwas ignoriert, bis es dauerhaft wurde.

Dann fing Ende Januar eine kleine Ärzte Odyssee. Habs nur noch ungefähr im Kopf :D 5 x Blutbild getestet wurde gefühlt alles: (Natrium, Kalium, ASAT, ALAT, Phosphatase, Kreatinin, Bilirubin, C-reaktives Protein, Triglyceride, Cholesterol, Leukozyten, Hämoglobin, Lipase, GFR, Erythrozyten, Thrombozytenzahl, HB, HK, Glukose, gGT)
3 x EKG, Magenspiegelung, Darmspiegelung, 2 x Stuhltest (auf Viren/Bakterien und Elastase), 6 x Bauchultraschall von 6 verschiedenen Ärzten, Diabetes Test, ca. 10 Urintests, verschiedenste Abtastungen. Alles ohne Befund, bzw. ohne ein auffälliges Ergebnis. Alle Blutwerte waren Top, kein Diabetes, Biopsie von Magen und Darm ohne Auffälligkeiten, Elastase und Calprotectin normal (beides wurde aber nur einmal getestet).

Des Weiteren habe ich privat einen Darmtest machen lassen, der positiv auf Leaky Gut ausgefallen ist. Ich habe auch meine komplette Ernährung auf Foodmap umgestellt, weil ich Sorgen hatte das es vielleicht ein Reizdarm ist, aber auch das war bisher auch ohne wirkliche Besserung.

Meine aktuellen Beschwerden: mal harten, mal breeiger, bei fettigem Essen eher voluminöser Stuhl, unverdauter (zumindest sowas wie Tomaten, Bohnen, Körner) heller Stuhlgang, Kopfschmerzen, ab und zu mal Bauch und untere Rückschmerzen, schlechte Gewichtszunahme, Bauchgeräusche, und immer so ein Hungergefühl (weiss nicht ob das aufgrund meiner Ernährungsumstellung ist).

Vor lauter Sorgen machen, kann ich aber auch gar nicht mehr erkennen, wie doll oder vorhanden meine Bauchschmerzen überhaupt sind, ob der Stuhl breiig oder fettig ist kann ich leider auch nicht unterscheiden. Wenn ich Bauchschmerzen habe dann immer eher rechtsseitig.
Blähungen, Darmwinde, stinkenden Stuhlgang, Schmerzen im Schulterbereich hatte ich die ganze Zeit nicht. Komisch finde ich auch, das mein Bauch bei Steinfrüchten (Pfirsich/Pflaume), sehr fettigen, Schokolade sich direkt auffällig verhält.

Hat Jemand zufällig eine Idee, oder eine Vermutung was es sein könnte ? Irgendwie mache ich mir dauerhaft Sorgen das es eventuell doch Bauchspeicheldrüsenkrebs oder halt etwas schlimmes chronisches ist, davor habe ich die größte Angst ? Hätte man das schon erkannt ? Könnte es vielleicht doch Reizmagen/Reizdarm sein, oder doch die "härtere" Variante ? Oder liegt es vielleicht wirklich an meiner Hypochondrie.

Termin für MRT habe ich in 2 Wochen. Ich bedanke mich im Voraus bei euch.
adriano_2209
Beiträge: 5
Registriert: 8. April 2023, 16:53

Re: EPI, chronisch, akut oder doch Hypochondrie ?

Beitrag von adriano_2209 »

Nachtrag, da ich leider noch nicht weiss wie ich meinen Beitrag bearbeite.

wenn ich Bauchschmerzen hatte, dann eher rechtsseitig, bzw. rechter Oberbauch.
auch einen Blähbauch, gelbe Augen, Juckreiz hatte ich nie.
Hagemax
Beiträge: 971
Registriert: 24. Dezember 2016, 14:53

Re: EPI, chronisch, akut oder doch Hypochondrie ?

Beitrag von Hagemax »

Hallo,
ich glaube nicht, dass Du was an der BSD hast. Durch die Probleme mit Deinem Vater hast Du sicherlich ein Reizdarmproblem u Unverträglichkeiten entwickelt. Ggfs suchst Du Dir mal einen gescheiten Heilpraktiker u suche vielleicht professionelle Hilfe was Deine Ängste angeht. Warte das MRT ab und schau das Du nicht eine somatoforme Störung bekommst oder eine Autoimmunerkrankung.
Alles Gute
adriano_2209
Beiträge: 5
Registriert: 8. April 2023, 16:53

Re: EPI, chronisch, akut oder doch Hypochondrie ?

Beitrag von adriano_2209 »

werde ich so handhaben, ich danke dir schon mal im Voraus.
adriano_2209
Beiträge: 5
Registriert: 8. April 2023, 16:53

Re: EPI, chronisch, akut oder doch Hypochondrie ?

Beitrag von adriano_2209 »

Hat vielleicht noch Jemand anderes einen Tipp ? Wäre wirklich dankbar über jede Beruhigung
3664645
Beiträge: 567
Registriert: 8. Mai 2018, 12:06

Re: EPI, chronisch, akut oder doch Hypochondrie ?

Beitrag von 3664645 »

Du hast doch die Diagnose Leaky Gut. Das kann alle möglichen Symptome verursachen. Daran würde ich arbeiten und nicht eine Katastophe ausmalen.

Eine Fodmap-Diät sollte nur wenige Wochen gemacht werden.
Jana
Beiträge: 360
Registriert: 29. September 2020, 17:29

Re: EPI, chronisch, akut oder doch Hypochondrie ?

Beitrag von Jana »

Also nach Bauchspeicheldrüse klingen deine Beschwerden echt nicht.

Reizdarm kann übrigens zwei Ursachen haben, einmal durch Unverträglichkeiten (da hilft auch eine LowFODMAP-Ernährung) und einmal durch psychischen Stress. Da hilft aber die FODMAP-Diät weniger. Und wenn ich deinen Beitrag so lese, kann ich mir eine Kombination aus beiden Ursachen gut vorstellen. Gegen den psychischen Stress solltest du auch etwas machen. Suche dir am besten ein Entspannungsverfahren, es gibt in YouTube sehr gute Videos. Es gibt sehr unterschiedliche Entspannungsverfahren von passiv (Autogenes Training, PMR,..) bis hin zu aktiv (Yoga, Pilates, ...). Einfach ausprobieren, was gut tut. Auch regelmäßige Bewegung (Schwimmen, Joggen, Radfahren, ...) kann positiv sein. Einfach verschiedene Dinge ausprobieren. Wenn es dir gut tut, kannst du auch Entspannungsbad, Körnerkissen, Bauchmassagen bei akuten Beschwerden machen.
Jana
Beiträge: 360
Registriert: 29. September 2020, 17:29

Re: EPI, chronisch, akut oder doch Hypochondrie ?

Beitrag von Jana »

3664645 hat geschrieben: 10. April 2023, 21:46 Eine Fodmap-Diät sollte nur wenige Wochen gemacht werden.
Jein.

Die sehr strikte Eliminierungsphase der Low-FODMAP-Diät sollte nur wenige Wochen gemacht werden. Dort lässt man ja wirklich alle Produkte mit vielen FODMAPS erstmal weg.

Dann folgt das individuelle Austesten, viele Menschen vertragen weiterhin sehr FODMAP haltige Produkte nicht, bspw. Knoblauch, Zwiebeln. Die müssen halt dann dauerhaft weggelassen werden. Alles was vertragen wird, kann man dann aber natürlich essen. Die langfristige Ernährung wird sicher deutlich FODMAP ärmer sein als früher, jedoch ist diese dann zur Dauerernährung geeignet.
adriano_2209
Beiträge: 5
Registriert: 8. April 2023, 16:53

Re: EPI, chronisch, akut oder doch Hypochondrie ?

Beitrag von adriano_2209 »

Jana hat geschrieben: 11. April 2023, 19:05 Also nach Bauchspeicheldrüse klingen deine Beschwerden echt nicht.

Reizdarm kann übrigens zwei Ursachen haben, einmal durch Unverträglichkeiten (da hilft auch eine LowFODMAP-Ernährung) und einmal durch psychischen Stress. Da hilft aber die FODMAP-Diät weniger. Und wenn ich deinen Beitrag so lese, kann ich mir eine Kombination aus beiden Ursachen gut vorstellen. Gegen den psychischen Stress solltest du auch etwas machen. Suche dir am besten ein Entspannungsverfahren, es gibt in YouTube sehr gute Videos. Es gibt sehr unterschiedliche Entspannungsverfahren von passiv (Autogenes Training, PMR,..) bis hin zu aktiv (Yoga, Pilates, ...). Einfach ausprobieren, was gut tut. Auch regelmäßige Bewegung (Schwimmen, Joggen, Radfahren, ...) kann positiv sein. Einfach verschiedene Dinge ausprobieren. Wenn es dir gut tut, kannst du auch Entspannungsbad, Körnerkissen, Bauchmassagen bei akuten Beschwerden machen.
vielen vielen Dank
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