Hallo,
ich denke und meine, dass dir keiner der Vorredner Erschleichungsabsichten unterstellt hat. Sobald in Deutschland jemand die sozialen Instrumente nutzen möchte bzw. undabdingbar nutzen muss, werden einem gern Betrugsabsichten anheimgestellt, was echt keine menschenfreundliche Tugend ist.
Außerdem wirst du halt bei dem rigiden Punktesystem der Beurteilung des GdB keine Chance der Erschleichung haben können. Das gleiche gilt auch bei der Erwerbminderungsrente. Und da gibt es halt auch den Gutachter, der das alles anders sieht.
Was du aber ohne GdB oder ähnliche System erreichen kannst, ist die Anpassung deiner Arbeitszeit und deinen Leistungsanspruch dir selbst gegenüber beruflich und privat. Vielleicht kannst du jetzt mit all deinen Beschwerden, noch gut kompensieren und aus dem vollen Rohr schießen, aber vielleicht in einem Jahr nicht mehr. Und das hat nichts mit Neid oder Faulenzertum zu tun, sondern mit Achtsamkeit dir selbst gegenüber.
Ich selber habe vor Jahren nach einer beruflichen Reha eigentlich nur 21-24 Stunden arbeiten wollen, aber mein Ehrgeiz hat mich zu einer 30 Stundenstelle getrieben. Diese war befristet. Am Ende wurde ich für meine gute Arbeit gelobt, aber eine Verlängerung des Vertrags gab es nicht, weil ich zunehmend Fehlzeiten hatte. In den ersten Monaten hatte ich meine Symptome gut im Griff, dann mehr und mehr nicht.
Ich ärgere mich immer wieder, dass ich nicht einfach nur 21 Stunden gearbeitet habe und noch intensiver an meine Gesundheit gedacht habe.
Jetzt vier Jahre später habe ich natürlich keinen Job und bin derzeit völlig ausgelastet mit 9-15 Stunden ehrenamtliche Arbeit. Von den Rechtfertigungsversuchen bei Jobcenter, Gutachtern des ärztlichen Dienst bei der Agentur oder RV und Therapeuten, die einen vollzeitig gesund schreiben möchte ich gar nicht erst anfangen... Ich würde auch gerne voll im Leben stehen und Scherz am Rande Pferde stehlen.
In diesem SInne achte auf deine Gesundheit!
GdB Beantragen? Überzogen oder Präventiv sinnvoll?
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lunetta
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Re: GdB Beantragen? Überzogen oder Präventiv sinnvoll?
Hallo!
Du willst dir ganz sicher nichts erschleichen!
Und versuchen kannst du es ja, mehr als ablehnen, oder dir nur 10 oder 20 % geben, können sie ja nicht, vielleicht hast du ja Glück und es werden 30%, und du hast dabei ja nichts zu verlieren.
Ich wollte dich nicht desillusionieren, aber die Realität bei solchen Anträgen ist leider so, dass wenn man die Prozent von 0-100 sieht, dass es ganz viele Erkrankungen und Behinderungen gibt, die ganz sicher "ranghöher" sind.
Für dich sind deine Schübe ganz sicher sehr belastend, ich kann dir als chron. Schmerzpatientin so nachfühlen!
Und dass deine BSD Kalzifizierungen hat, ist sicher ein Befund, aber die Drüse hat dadurch keine Funktionseinschränkung, verstehst du wie ich es meine?
Du hast von diesem Verein Unterstützung, dein Hausarzt hilft ebenfalls - versuch es einfach, nur so weißt du, wie die deine Situation einschätzen.
Ich wünsche dir auf jeden Fall alles Gute dafür, und dürck dir die Daumen! GLG!
Du willst dir ganz sicher nichts erschleichen!
Und versuchen kannst du es ja, mehr als ablehnen, oder dir nur 10 oder 20 % geben, können sie ja nicht, vielleicht hast du ja Glück und es werden 30%, und du hast dabei ja nichts zu verlieren.
Ich wollte dich nicht desillusionieren, aber die Realität bei solchen Anträgen ist leider so, dass wenn man die Prozent von 0-100 sieht, dass es ganz viele Erkrankungen und Behinderungen gibt, die ganz sicher "ranghöher" sind.
Für dich sind deine Schübe ganz sicher sehr belastend, ich kann dir als chron. Schmerzpatientin so nachfühlen!
Und dass deine BSD Kalzifizierungen hat, ist sicher ein Befund, aber die Drüse hat dadurch keine Funktionseinschränkung, verstehst du wie ich es meine?
Du hast von diesem Verein Unterstützung, dein Hausarzt hilft ebenfalls - versuch es einfach, nur so weißt du, wie die deine Situation einschätzen.
Ich wünsche dir auf jeden Fall alles Gute dafür, und dürck dir die Daumen! GLG!
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Marxx
- Beiträge: 11
- Registriert: 23. April 2023, 12:33
Re: GdB Beantragen? Überzogen oder Präventiv sinnvoll?
Hey.
Nein , habt ihr mich falsch verstanden...natürlich hat mir das niemand von euch Unterstellt ^^
Würde ich auch nie Wagen zu sagen.
Unterm Strich war meine Intention dahingehend das ich einfach dachte das wenn über viele Jahre hinweg schon Prozente "mitlaufen" es später für weitere Anträge einfacher wird.
Also quasi etwas bereits Registriert ist und somit dann später einfacher bewertet werden kann.
Ich hatte diese Woche noch einen Termin bei einer Schmerztherapeutin die mich jetzt für ein paar Sitzungen zum " Tropf" eingeladen hat.
Ob dies was bringt...weiß ich nicht.... Dies ist auch nur eine Novalgin Infusion mit weiteren Nährstoffen ( weiß gar nicht genau was noch ).
Momentan ist es so das ich wieder Opiade regelmäßig nehme Tapentadol ..... 150mg 1-0-1 ein und komme damit bisher wirklich sehr gut klar.
Das mache ich vill noch 2 Wochen ...lasse sie dann weg und wenn ich Glück habe ist wieder für ein halbes Jahr oder ein Jahr Ruhe....
Aber dann versteh ich glaube ich das es vill gar nicht so klug ist dem Arbeitgeber mitzuteilen das man eine Chronische Erkrankung hat, solang man nur 20 oder 30% erlangen kann.
Wie gesagt...unsere SBV ist im Unternehmen riesig und stark aber wenn alles in Ordnung ist höre ich auf eure Tipps.....
Das mit den Opiaden Akzeptiere ich jetzt einfach....das hat mir die Anästhesistin auch geraten sich zu freuen das es so anschlägt und ich damit so toll Leben kann....
Lieber würde ich drei oder viermal am Tag 40° Novalgin nehmen....
Wie handelt ihr das?
Belastet euch das denn auch so Psychisch oder seid ihr auch einfach nur froh Schmerz technisch gut eingestellt zu sein?
P.S.
@lunetta ja das hab ich verstanden...es sind ja keine Zysten und die BSD arbeitet...
Der Gastroenter. sagt alle werte sind gut ich bräuchte kein Kreon. Trotzdem nehme ich es öfters ein und habe dadurch das Gefühl das es mir besser geht....
Nein , habt ihr mich falsch verstanden...natürlich hat mir das niemand von euch Unterstellt ^^
Würde ich auch nie Wagen zu sagen.
Unterm Strich war meine Intention dahingehend das ich einfach dachte das wenn über viele Jahre hinweg schon Prozente "mitlaufen" es später für weitere Anträge einfacher wird.
Also quasi etwas bereits Registriert ist und somit dann später einfacher bewertet werden kann.
Ich hatte diese Woche noch einen Termin bei einer Schmerztherapeutin die mich jetzt für ein paar Sitzungen zum " Tropf" eingeladen hat.
Ob dies was bringt...weiß ich nicht.... Dies ist auch nur eine Novalgin Infusion mit weiteren Nährstoffen ( weiß gar nicht genau was noch ).
Momentan ist es so das ich wieder Opiade regelmäßig nehme Tapentadol ..... 150mg 1-0-1 ein und komme damit bisher wirklich sehr gut klar.
Das mache ich vill noch 2 Wochen ...lasse sie dann weg und wenn ich Glück habe ist wieder für ein halbes Jahr oder ein Jahr Ruhe....
Aber dann versteh ich glaube ich das es vill gar nicht so klug ist dem Arbeitgeber mitzuteilen das man eine Chronische Erkrankung hat, solang man nur 20 oder 30% erlangen kann.
Wie gesagt...unsere SBV ist im Unternehmen riesig und stark aber wenn alles in Ordnung ist höre ich auf eure Tipps.....
Das mit den Opiaden Akzeptiere ich jetzt einfach....das hat mir die Anästhesistin auch geraten sich zu freuen das es so anschlägt und ich damit so toll Leben kann....
Lieber würde ich drei oder viermal am Tag 40° Novalgin nehmen....
Wie handelt ihr das?
Belastet euch das denn auch so Psychisch oder seid ihr auch einfach nur froh Schmerz technisch gut eingestellt zu sein?
P.S.
@lunetta ja das hab ich verstanden...es sind ja keine Zysten und die BSD arbeitet...
Der Gastroenter. sagt alle werte sind gut ich bräuchte kein Kreon. Trotzdem nehme ich es öfters ein und habe dadurch das Gefühl das es mir besser geht....
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3664645
- Beiträge: 567
- Registriert: 8. Mai 2018, 12:06
Re: GdB Beantragen? Überzogen oder Präventiv sinnvoll?
Du musst deinem Arbeitgeber gar nichts mitteilen, außer es steht im direkten Zusammenhang mit deiner Tätigkeit. Wenn du z.B. eine Hepatitis oder HIV hast und du arbeitest im medizinischen Bereich, dann musst meiner Kenntnis nach das offenbaren. Du sagtest eingangs, dass du im medizinischen Bereich arbeitest und ich weiß nicht inwieweit das z.B. in deinem Fall ist, wenn du Opiate nimmst und in deiner Tätigkeit mit Opiaten zu tun hast. Hier soltest du dich gut rechtlich beraten lassen.Marxx hat geschrieben: ↑5. Mai 2023, 21:42
Aber dann versteh ich glaube ich das es vill gar nicht so klug ist dem Arbeitgeber mitzuteilen das man eine Chronische Erkrankung hat, solang man nur 20 oder 30% erlangen kann.
Wie gesagt...unsere SBV ist im Unternehmen riesig und stark aber wenn alles in Ordnung ist höre ich auf eure Tipps.....
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3664645
- Beiträge: 567
- Registriert: 8. Mai 2018, 12:06
Re: GdB Beantragen? Überzogen oder Präventiv sinnvoll?
Habe erst vor ein paar Tagen erfahren, dass es Sinn macht auch dann bei dem SV zu bleiben und die Mitgliedschaft nicht zu kündigen, weil es ansonsten bei erneuter Anfrage bei dem SV eine Ablehnung in Beratungsfragen kommen kann.
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Marxx
- Beiträge: 11
- Registriert: 23. April 2023, 12:33
Re: GdB Beantragen? Überzogen oder Präventiv sinnvoll?
Dachtest du ich trete bei..zahle beiträge....lasse mich beraten und trete wieder aus?.... :) Sorry kann man natürlich denken aber das werde ich mit SIcherheit nicht machen aber möchte mich trotzdem erstmal mit den Kollegen konkret auseinander setzen und auch das vor Ort sogar... hab ich richtig Glück...
Glaube weiß worauf du hinaus willst. Das ich hier evtl Zugang zu BTM's habe und aufgrund des eigenen Konsums bei Ungereimtheiten in Verdacht gerate?
Glaube weiß worauf du hinaus willst. Das ich hier evtl Zugang zu BTM's habe und aufgrund des eigenen Konsums bei Ungereimtheiten in Verdacht gerate?