Hallo Zusammen
Meine Mama hat nun seit ca. 4 Monaten Schmerzen im Bauch… nach einigem hin und her sind wir nun bei Spezialisten in Abklärung und haben nun die Gewissheit, dass sie einen 1,6cm grossen Tumor in der Bauchspeicheldrüse hat (ob Krebs oder gutartig wissen wir nich nicht). Es wurde eine Endosonographie zur genauen grössen Bestimmung gemacht und wohl eine Gewebeprobe genommen. Aktuell wissen wir noch nicht viel mehr und warten auf den Anruf des Chirurgen, der Tumor sei an einer „guten“ Stelle für eine Operation (am Schwanz der Bauchspeicheldrüse) jedoch steht nich kein OP Termin. Jetzt habe ich viele Fragen… vielleicht hatte jemand einen ähnlichen Befund und kann etwas positives berichten (ich weiss die Prognosen für BSD ist nicht sehr gut)? Wie sieht es aus mit Ernährung (auf was soll man achten/verzichten)? Was kommt nach der Operation auf einen zu? Was hat euch (oder euren Angehörigen) geholfen?
Vielen Dank schon jetzt für eure Antworten und liebe Grüsse
Flora
Neu hier
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Frau2023
- Beiträge: 57
- Registriert: 15. April 2023, 22:23
Re: Neu hier
Hallo Flora,
erstmal willkommen hier auch wenn es schönere Anlässe gibt … aber vllt habt ihr ja Glück und die Biopsie ergibt einen gutartigen Tumor, Zyste oder endokrinen Tumor der wesentlich bessere Prognosen hätte… ich drücke dafür die Daumen…
Wir sitzen sozusagen als betroffene Töchter eines Angehörigen im gleichen Boot und ich weiß wie es sich anfühlt…
Bei uns wurde die Diagnose schon komplett gestellt, OP erfolgt und Chemo läuft…
Als erstes finde ich es wichtig dass man sich wo zur Behandlung begibt wo die OP häufig gemacht wird. Am besten eine Uniklinik mit Pankreaszentrum und onkologischer Zertifizierung. Das muss nicht bedeuten dass immer alles gut wird aber es ist zumindest statistisch mit weniger Komplikationen verbunden. Minimalinvasive Eingriffe haben ein besseres Outcome und ich würde sogar eine OP mit Roboter (Da-Vinci) empfehlen. Ist aber nicht immer möglich. Bei uns waren trotz zertifiziertem Zentrum viele Komplikationen und auch eine große offene OP der Fall. Pankreaschirurgie gehört zu den anspruchsvollsten Operationen und die Rate an Komplikationen ist dadurch auch recht hoch. Der Chirurg sollte diese OP so häufig wie mgl machen.
Ich finde es sehr wichtig dass die Kommunikation gut ist und man von Anfang an ein gutes Gefühl hat. Sonst muss man als Angehöriger vielem hinterher rennen obwohl man gerade sowieso im Ausnahmezustand ist.
Zum Thema Ernährung würde ich versuchen noch an Gewicht zuzulegen. Oder man hat da schon eine gute Ausgangslage. Wenn man mit Normalgewicht in die OP geht, würde ich je nach Gesundheitszustand noch versuchen mir was anzufuttern. Man weiß nie wie man danach mit der Nahrungsaufnahme klar kommt und ob die neu geschaffenen Verbindungen alle sofort halten. Oder ob was schief geht und man lange anderweitig ernährt werden muss und man dafür Reserven brauch. Leider ist eine parenterale Ernährung (Port oder ZVK) im KH meist nicht suffizient. Ganz zu schweigen von der Neusubstitution von Insulin und Pankreasenzymen die je nach Radikalität der OP notwendig sein kann. Wenn dann noch Chemo nötig ist tut sie dem Gewicht ihr übriges. Bei uns war vorher Normalgewicht und es sind in den 4 Monaten 25kg weniger geworden und somit Untergewicht. Das schwächt natürlich zur Grunderkrankung zusätzlich. Auch das Alter und Vorerkrankungen spielen eine Rolle.
Das man mit solch einer Verdachtsdiagnose auf Alkohol und Nikotin verzichten sollte ist ja eigentlich klar.
Was nach der OP auf euch zukommt weiß keiner. Das ist bei jedem individuell und weiß man vorher leider nicht. Es gibt Leute die gehen mit schlechten Karten in die OP und alles geht gut und eben anders herum. Wir hatten vorher gute Karten aber bei uns ging so gut wie alles schief. Wochenlanger Psychoterror ums Überleben.
Das müsst ihr leider auf euch zukommen lassen.
Uns hat es geholfen viel nachzufragen. Man muss leider den Ärzten und Personal im KH heutzutage auf die Füße treten. Klärt vorher ab wen ihr anrufen könnt und ob ihr zu jeder Zeit anrufen könnt (also die Station nach der OP). Am besten kennen die euch vorher damit ihr auch Auskunft bekommt. Bei uns folgte nach der OP eine lange ITS Zeit und wir wären ohne Infos wahnsinnig geworden. Wir konnten jederzeit anrufen.
Zeigt soviel wie möglich Eigeninitiative und informiert euch über die Erkrankung. Lest viel nach. Jeder Arzt geht anders an die Erkrankung heran und wurde durch andere Erfahrungen geprägt. Leitlinie hin oder her aber wir haben da keine guten Erfahrungen gemacht. Jeder Arzt macht danach ein anderes Monitoring und ne andere Nachsorge. Es gibt Dinge auf die muss man einfach bestehen um länger oder überhaupt zu Überleben.
Jede Klinik bietet tw andere Möglichkeiten an um die Prognose zu verbessern. Aber man muss eben selbst recherchieren und das dann verfolgen. Klar sind trotzdem auch viele Dinge gleich. Für Chemo ist das Mittel 1. Wahl immer Folfirinox, egal welche Klinik. Aber dann gibt es trotzdem einzelne Dinge die am Ende entscheidend sein können.
So dass war jetzt bestimmt viel… und es sind natürlich auch unsere individuellen Erfahrungen. Es kann bei euch ganz anders sein. Ich fand auch den Austausch hier sehr hilfreich weil man von den positiven und auch negativen Verläufen lernen kann.
Ich wünsche dir und deiner Familie alles gute und drücke fest die Daumen …
erstmal willkommen hier auch wenn es schönere Anlässe gibt … aber vllt habt ihr ja Glück und die Biopsie ergibt einen gutartigen Tumor, Zyste oder endokrinen Tumor der wesentlich bessere Prognosen hätte… ich drücke dafür die Daumen…
Wir sitzen sozusagen als betroffene Töchter eines Angehörigen im gleichen Boot und ich weiß wie es sich anfühlt…
Bei uns wurde die Diagnose schon komplett gestellt, OP erfolgt und Chemo läuft…
Als erstes finde ich es wichtig dass man sich wo zur Behandlung begibt wo die OP häufig gemacht wird. Am besten eine Uniklinik mit Pankreaszentrum und onkologischer Zertifizierung. Das muss nicht bedeuten dass immer alles gut wird aber es ist zumindest statistisch mit weniger Komplikationen verbunden. Minimalinvasive Eingriffe haben ein besseres Outcome und ich würde sogar eine OP mit Roboter (Da-Vinci) empfehlen. Ist aber nicht immer möglich. Bei uns waren trotz zertifiziertem Zentrum viele Komplikationen und auch eine große offene OP der Fall. Pankreaschirurgie gehört zu den anspruchsvollsten Operationen und die Rate an Komplikationen ist dadurch auch recht hoch. Der Chirurg sollte diese OP so häufig wie mgl machen.
Ich finde es sehr wichtig dass die Kommunikation gut ist und man von Anfang an ein gutes Gefühl hat. Sonst muss man als Angehöriger vielem hinterher rennen obwohl man gerade sowieso im Ausnahmezustand ist.
Zum Thema Ernährung würde ich versuchen noch an Gewicht zuzulegen. Oder man hat da schon eine gute Ausgangslage. Wenn man mit Normalgewicht in die OP geht, würde ich je nach Gesundheitszustand noch versuchen mir was anzufuttern. Man weiß nie wie man danach mit der Nahrungsaufnahme klar kommt und ob die neu geschaffenen Verbindungen alle sofort halten. Oder ob was schief geht und man lange anderweitig ernährt werden muss und man dafür Reserven brauch. Leider ist eine parenterale Ernährung (Port oder ZVK) im KH meist nicht suffizient. Ganz zu schweigen von der Neusubstitution von Insulin und Pankreasenzymen die je nach Radikalität der OP notwendig sein kann. Wenn dann noch Chemo nötig ist tut sie dem Gewicht ihr übriges. Bei uns war vorher Normalgewicht und es sind in den 4 Monaten 25kg weniger geworden und somit Untergewicht. Das schwächt natürlich zur Grunderkrankung zusätzlich. Auch das Alter und Vorerkrankungen spielen eine Rolle.
Das man mit solch einer Verdachtsdiagnose auf Alkohol und Nikotin verzichten sollte ist ja eigentlich klar.
Was nach der OP auf euch zukommt weiß keiner. Das ist bei jedem individuell und weiß man vorher leider nicht. Es gibt Leute die gehen mit schlechten Karten in die OP und alles geht gut und eben anders herum. Wir hatten vorher gute Karten aber bei uns ging so gut wie alles schief. Wochenlanger Psychoterror ums Überleben.
Das müsst ihr leider auf euch zukommen lassen.
Uns hat es geholfen viel nachzufragen. Man muss leider den Ärzten und Personal im KH heutzutage auf die Füße treten. Klärt vorher ab wen ihr anrufen könnt und ob ihr zu jeder Zeit anrufen könnt (also die Station nach der OP). Am besten kennen die euch vorher damit ihr auch Auskunft bekommt. Bei uns folgte nach der OP eine lange ITS Zeit und wir wären ohne Infos wahnsinnig geworden. Wir konnten jederzeit anrufen.
Zeigt soviel wie möglich Eigeninitiative und informiert euch über die Erkrankung. Lest viel nach. Jeder Arzt geht anders an die Erkrankung heran und wurde durch andere Erfahrungen geprägt. Leitlinie hin oder her aber wir haben da keine guten Erfahrungen gemacht. Jeder Arzt macht danach ein anderes Monitoring und ne andere Nachsorge. Es gibt Dinge auf die muss man einfach bestehen um länger oder überhaupt zu Überleben.
Jede Klinik bietet tw andere Möglichkeiten an um die Prognose zu verbessern. Aber man muss eben selbst recherchieren und das dann verfolgen. Klar sind trotzdem auch viele Dinge gleich. Für Chemo ist das Mittel 1. Wahl immer Folfirinox, egal welche Klinik. Aber dann gibt es trotzdem einzelne Dinge die am Ende entscheidend sein können.
So dass war jetzt bestimmt viel… und es sind natürlich auch unsere individuellen Erfahrungen. Es kann bei euch ganz anders sein. Ich fand auch den Austausch hier sehr hilfreich weil man von den positiven und auch negativen Verläufen lernen kann.
Ich wünsche dir und deiner Familie alles gute und drücke fest die Daumen …
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Gunda
- Beiträge: 6
- Registriert: 27. August 2023, 08:09
Re: Neu hier
Hallo Flora,
in der Tat ist die Wahl des Krankenhauses wichtig. Es sollte, wie von Frau2023 beschrieben viele dieser hochkomplexen Ops durchführen und Zentrumsqualität haben. Welches Krankenhaus wieviel OPs durchführt, kann man durch google erfahren. Es sollten viele sein. An der Uniklinik Heidelberg sind es ca. 1000 im Jahr. Meine Whipple OP liegt 2 1/2 Monate zurück und ist trotz Komplikationen gut verlaufen. Der pathologische Befund war zum Glück negativ. Auf Empfehlung meiner Ärztin habe ich mich in der Uniklinik Heidelberg operieren lassen. Mit der medizinischen und pflegerischen Versorgung war ich sehr zufrieden. Auch menschlich fühlte ich mich dort von Beginn an gut aufgehoben. Beeindruckt hat mich schon bei den ambulanten Terminen das transparente Patientenmanagement, das natürlich auch nicht ohne Wartezeiten auskommt, aber patientenorientiert organisiert ist…..könnten sich viele als Beispiel nehmen. Was meine Nachsorge angeht, so bin ich auf meine Hausärztin momentan angewiesen, weil meine Gastroenterologin erst im Oktober wieder Termine vergibt. Nach der Reha wurden zwei Lungenembolien festgestellt, die ich nicht bemerkt habe und die in der Reha trotz kardiologischer Vermutung nicht weiter untersucht wurden. Da habe ich viel Glück gehabt.
Seit wann ich die Embolien hatte, lässt sich nicht mehr feststellen. Ich hoffe, es kommen nun keine weiteren Überraschungen. Das Essen, die Verdauung sind auch mit Kreon noch nicht im Lot. Habe viel abgenommen und hoffe, das Gewicht stabilisiert sich allmählich.
Ich wünsche alles Gute und gute Unterstützung
Gunda
in der Tat ist die Wahl des Krankenhauses wichtig. Es sollte, wie von Frau2023 beschrieben viele dieser hochkomplexen Ops durchführen und Zentrumsqualität haben. Welches Krankenhaus wieviel OPs durchführt, kann man durch google erfahren. Es sollten viele sein. An der Uniklinik Heidelberg sind es ca. 1000 im Jahr. Meine Whipple OP liegt 2 1/2 Monate zurück und ist trotz Komplikationen gut verlaufen. Der pathologische Befund war zum Glück negativ. Auf Empfehlung meiner Ärztin habe ich mich in der Uniklinik Heidelberg operieren lassen. Mit der medizinischen und pflegerischen Versorgung war ich sehr zufrieden. Auch menschlich fühlte ich mich dort von Beginn an gut aufgehoben. Beeindruckt hat mich schon bei den ambulanten Terminen das transparente Patientenmanagement, das natürlich auch nicht ohne Wartezeiten auskommt, aber patientenorientiert organisiert ist…..könnten sich viele als Beispiel nehmen. Was meine Nachsorge angeht, so bin ich auf meine Hausärztin momentan angewiesen, weil meine Gastroenterologin erst im Oktober wieder Termine vergibt. Nach der Reha wurden zwei Lungenembolien festgestellt, die ich nicht bemerkt habe und die in der Reha trotz kardiologischer Vermutung nicht weiter untersucht wurden. Da habe ich viel Glück gehabt.
Seit wann ich die Embolien hatte, lässt sich nicht mehr feststellen. Ich hoffe, es kommen nun keine weiteren Überraschungen. Das Essen, die Verdauung sind auch mit Kreon noch nicht im Lot. Habe viel abgenommen und hoffe, das Gewicht stabilisiert sich allmählich.
Ich wünsche alles Gute und gute Unterstützung
Gunda
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FloraS
- Beiträge: 4
- Registriert: 23. August 2023, 12:33
Re: Neu hier
Liebe Frau2023 & liebe Gunda
Vielen herzlichen Dank für eure Antworten und die vielen nützlichen Informationen!
Auf eurem Weg wünsche ich euch von Herzen alles Gute und viel viel Zuversicht!
Da wir aus der Schweiz kommen haben wir, im Vergleich zu Deutschland, keine Zentren welche in diesem grossen Umfang solche Operationen durchführen.
Jedoch sind wir wohl an einem welches in den Top 5 des Landes ist, somit hoffe ich wir sind gut versorgt.
Ausser der Info, dass es sich um einen Tumor am Pankreasschwanz handelt welcher operativ entfernt werden soll wissen wir aber aktuell noch nicht viel.
Diese Woche ist der Ersttermin bei dem Chirurgen welcher die Operation durchführen soll und danach wissen wir hoffentlich mehr (Zeitpunkt der OP, Art der OP, wie lange Krankenhaus, Rhea?, Chemo?).
Soweit ich weiss ist die OP am Schwanz der Bauchspeicheldrüse weniger umfangreich welche jene am Kopf jedoch auch durchaus heikel.
Liebe Grüsse aus der Schweiz
Vielen herzlichen Dank für eure Antworten und die vielen nützlichen Informationen!
Auf eurem Weg wünsche ich euch von Herzen alles Gute und viel viel Zuversicht!
Da wir aus der Schweiz kommen haben wir, im Vergleich zu Deutschland, keine Zentren welche in diesem grossen Umfang solche Operationen durchführen.
Jedoch sind wir wohl an einem welches in den Top 5 des Landes ist, somit hoffe ich wir sind gut versorgt.
Ausser der Info, dass es sich um einen Tumor am Pankreasschwanz handelt welcher operativ entfernt werden soll wissen wir aber aktuell noch nicht viel.
Diese Woche ist der Ersttermin bei dem Chirurgen welcher die Operation durchführen soll und danach wissen wir hoffentlich mehr (Zeitpunkt der OP, Art der OP, wie lange Krankenhaus, Rhea?, Chemo?).
Soweit ich weiss ist die OP am Schwanz der Bauchspeicheldrüse weniger umfangreich welche jene am Kopf jedoch auch durchaus heikel.
Liebe Grüsse aus der Schweiz
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FloraS
- Beiträge: 4
- Registriert: 23. August 2023, 12:33
Re: Neu hier
Hallo Zusammen
Ein Paar Neuigkeiten.
Es geht bereits diese Woche für meine Mama ins Krankenhaus für einige Tests mit Ziel dann die Operation durchzuführen (ich war bei den ganzen Terminen leider nicht dabei) wohl mit minimal invasivem Versuch inkl. Entfernung der Milz (das sei wohl Standard bei der Operation)… es könne aber sein, dass dann dich ganz geöffnet werden muss. Danach wohl die Entscheidung ob Chemo (falls befallene Lymphknoten vorhanden sind, sofern ich das richtig verstanden habe) oder nicht (falls der Tumor im ganzen ohne Befall entfernt werden kann)… ich dachte man macht so oder so Chemo um die Chancen zu erhöhen??? Ich bin verwirrt und habe Angst… niemand hat etwas gesagt wie die Chancen stehen oder welche Prognosen wir erwarten können (wäre ich dabei gewesen hätte ich da sicher gefragt)… vielleicht kann man das aber auch wirklich erst nach der Operation beurteilen.
Liebe Grüsse
Ein Paar Neuigkeiten.
Es geht bereits diese Woche für meine Mama ins Krankenhaus für einige Tests mit Ziel dann die Operation durchzuführen (ich war bei den ganzen Terminen leider nicht dabei) wohl mit minimal invasivem Versuch inkl. Entfernung der Milz (das sei wohl Standard bei der Operation)… es könne aber sein, dass dann dich ganz geöffnet werden muss. Danach wohl die Entscheidung ob Chemo (falls befallene Lymphknoten vorhanden sind, sofern ich das richtig verstanden habe) oder nicht (falls der Tumor im ganzen ohne Befall entfernt werden kann)… ich dachte man macht so oder so Chemo um die Chancen zu erhöhen??? Ich bin verwirrt und habe Angst… niemand hat etwas gesagt wie die Chancen stehen oder welche Prognosen wir erwarten können (wäre ich dabei gewesen hätte ich da sicher gefragt)… vielleicht kann man das aber auch wirklich erst nach der Operation beurteilen.
Liebe Grüsse
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Frau2023
- Beiträge: 57
- Registriert: 15. April 2023, 22:23
Re: Neu hier
Liebe Flora,
du hattest doch oben von einer Biopsie geschrieben. Habt ihr noch kein Ergebnis? Wenn jenes vorliegt wissen die Ärzte doch eigentlich schon womit sie es zu tun haben und ob eine Chemo nötig ist oder nicht.
Soweit ich weiß macht man bei bösartigen Erkrankungen generell eine Chemo um evtl Mikrometastasen die man noch nicht feststellen kann sofort bekämpfen zu können. Bei der aggressivsten Form von BSDK ist ein Rezidiv hochwahrscheinlich. Daher ist eine schnelle Chemogabe im Zeitfenster von bis zu 12 Wochen nach der OP sehr wichtig. Zumindest wenn es der Zustand des Pat. zulässt. Da es bei BDSK auch häufig Chemoversagen gibt ist ein adäquates Monitoring ob die Chemo auch wirkt extrem wichtig. Das passiert in der Praxis leider nicht ausreichend.
Ob es eine Chemo gibt hängt also vom Tumor selbst ab. In Deutschland ist das mit Leitlinien geregelt, an jene sich die Ärzte halten müssen. Wie ist das in der Schweiz? Da gibt es doch bestimmt auch Behandlungsstandards die man Online einsehen kann.
Laut unserer Leitlinie ist es übrigens egal ob man den Tumor komplett entfernen konnte (sog R0 Resektion) und ob Lymphknoten betroffen waren. Wenn der Pathologiebefund die Bösartigkeit bestätigt gibt’s Chemo mit 1. Wahl Folfirinox. Versagt dass gibt die Leitlinie die Zweitlinien und auch Drittlinientherapie vor. Es ist übrigens im Klagefall ein klarer Behandlungsfehler nicht Leitliniengetreu zu behandeln.
Weiterhin alles Gute Dir und deiner Familie ☘️
du hattest doch oben von einer Biopsie geschrieben. Habt ihr noch kein Ergebnis? Wenn jenes vorliegt wissen die Ärzte doch eigentlich schon womit sie es zu tun haben und ob eine Chemo nötig ist oder nicht.
Soweit ich weiß macht man bei bösartigen Erkrankungen generell eine Chemo um evtl Mikrometastasen die man noch nicht feststellen kann sofort bekämpfen zu können. Bei der aggressivsten Form von BSDK ist ein Rezidiv hochwahrscheinlich. Daher ist eine schnelle Chemogabe im Zeitfenster von bis zu 12 Wochen nach der OP sehr wichtig. Zumindest wenn es der Zustand des Pat. zulässt. Da es bei BDSK auch häufig Chemoversagen gibt ist ein adäquates Monitoring ob die Chemo auch wirkt extrem wichtig. Das passiert in der Praxis leider nicht ausreichend.
Ob es eine Chemo gibt hängt also vom Tumor selbst ab. In Deutschland ist das mit Leitlinien geregelt, an jene sich die Ärzte halten müssen. Wie ist das in der Schweiz? Da gibt es doch bestimmt auch Behandlungsstandards die man Online einsehen kann.
Laut unserer Leitlinie ist es übrigens egal ob man den Tumor komplett entfernen konnte (sog R0 Resektion) und ob Lymphknoten betroffen waren. Wenn der Pathologiebefund die Bösartigkeit bestätigt gibt’s Chemo mit 1. Wahl Folfirinox. Versagt dass gibt die Leitlinie die Zweitlinien und auch Drittlinientherapie vor. Es ist übrigens im Klagefall ein klarer Behandlungsfehler nicht Leitliniengetreu zu behandeln.
Weiterhin alles Gute Dir und deiner Familie ☘️
-
FloraS
- Beiträge: 4
- Registriert: 23. August 2023, 12:33
Re: Neu hier
Liebe Frau2023
Genau eine Biopsie wurde genommen, da ich leider beim Gespräch nicht dabei war muss ich mich auf die Aussagen meiner Mama verlassen und das Kind wurde wohl nicht direkt beim Namen genannt (lediglich das es raus muss und wohl bösartig sei, also gehe ich mal vom schlimmsten aus). Vielleicht kann man das aber auch erst zu 100% beurteilen wenn es draussen ist und die Nachuntersuchungen stattgefunden haben.
Ich bin neu mit diesem Gebiet in Kontakt und lese mich aktuell ein. Soweit ich weiss wäre es in der Schweiz auch der Regelfall, dass man nach Entfernung (nach einigen Wochen) mit einer Chemo startet (glaube über ein halbes Jahr bei bösartigen Tumoren aber auch vorsichtshalber bei gutartigen einfach nicht so lange) daher bin ich nun extrem verunsichert, ich möchte natürlich, dass meine Mama die bestmöglichen Chancen bekommt und hoffentlich noch viele schöne Jahre hat in der Zukunft (sie ist 73). Morgen wird im Krankenhaus nochmals genau geschaut und entschieden ob eine Operation in Frage kommt (sei wohl nur bei jedem fünften der Fall) aktuell sieht es aber laut den Voruntersuchungen gut aus.
Vielen lieben Dank und auch dir und deiner Familie nur das Beste!!!
Genau eine Biopsie wurde genommen, da ich leider beim Gespräch nicht dabei war muss ich mich auf die Aussagen meiner Mama verlassen und das Kind wurde wohl nicht direkt beim Namen genannt (lediglich das es raus muss und wohl bösartig sei, also gehe ich mal vom schlimmsten aus). Vielleicht kann man das aber auch erst zu 100% beurteilen wenn es draussen ist und die Nachuntersuchungen stattgefunden haben.
Ich bin neu mit diesem Gebiet in Kontakt und lese mich aktuell ein. Soweit ich weiss wäre es in der Schweiz auch der Regelfall, dass man nach Entfernung (nach einigen Wochen) mit einer Chemo startet (glaube über ein halbes Jahr bei bösartigen Tumoren aber auch vorsichtshalber bei gutartigen einfach nicht so lange) daher bin ich nun extrem verunsichert, ich möchte natürlich, dass meine Mama die bestmöglichen Chancen bekommt und hoffentlich noch viele schöne Jahre hat in der Zukunft (sie ist 73). Morgen wird im Krankenhaus nochmals genau geschaut und entschieden ob eine Operation in Frage kommt (sei wohl nur bei jedem fünften der Fall) aktuell sieht es aber laut den Voruntersuchungen gut aus.
Vielen lieben Dank und auch dir und deiner Familie nur das Beste!!!